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Vogte mit aller Gerichtsbarkeit nach Lübeck'schen Diese wurden fast überall nicht freiwillig gegeben, Rechten, außer in peinlichen Sachen, zu bestellen, und daß dieses geschehen mußte, ist noch nicht ver-
Man setzte nun den Krieg weiter fort, Falsterbode, schmerzt. Das Bestreben zur verlornen Machtvoll- Schonör, Kopenhagen, Helfingör, Nynköping und kommenheit wieder zu gelangen, hat sich in Oestreich Aßholm wurden erobert, wodurch der König 1369 und Preußen vorzüglich kund gethan, in welchen die
genöthigt wurde, aus Dänemark zu entweichen. 1370 kam es zum Frieden, und zum Ersatz ihres früher in Gothland erlittenen Schadens erhielt die Hansa die Provinz Schonen mit allen ihren Einkünften aus 16 Jahre. Es wurde ihr die freie Schifffahrt im Baltischen Meere wieder eingeräumt, auch die früheren Freiheiten bestätigt. Dieser Frieden wurde 1376 vom neuen Könige von Dänemark bestätigt, auch ein ewiger Frieden mjt Norwegen ab, geschloffen, in dem der Hansa ihre alten Vorrechte erweitert wurden.
Die Hansa stieg jetzt auf den Gipfel ihres Ruhmes und ihrer Macht. Kaum war sie von Kaiser Karl IV. mit großer Ptacht besucht worden, so hielt sie 1385 zu Lübeck einen großen Hansetag, auf den sich begaben: die Königin Margaretha von Dänemark, König Albrecht von Schweden, Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg, die Grafen Nikolaus und Adolf von Holstein, die Gesandten des Herzogs von Burgund und der Grafen von Flandern und Holland nebst eine Menge hansischer Deputirten.
(Fortsetzung folgt.)
Politische Rundschau.
Die politische Einheit Deutschlands zu einem com- pakten undringlichâr Ganzen — will man weder einen Kaiser, inoch weniger eine Republik — ist nur möglich, wenn in dieser Centralgewalt die Interessen aller germanischen Völkerstämme so vertreten werden, daß keiner begünstigt, noch zurückgesetzt werde. Ob dieses Ideal auch nur annähernd zuj erreichen möglich? daran ist noch immer, bei dem sich durchkreuzenden Sonderintereffe, zu zweifeln. Das Volk will keine Begünstigungen, sondern verlangt nur Sicherung der errungenen, ihm lange vorenthaltenen Rechte.
Reaction ihr Hempt mächtig erhoben hat. Der Kaiser hat, nach seiner heimlichen Entfernung aus Wien am 20. v. M. in einem Manifest erklärt, daß eine anarchische Faktion beabsichtigt habe, ihn der Freiheit zu berauben, und die gutgesinnten Bürger zu knechten. Ihm sey der Gedanke fern, die im März seinem Volk gegebenen Geschenke zurück zu nehmen oder zu schmälern. Er werde fortan geneigt seyn, den billigen (?) Wünschen deS Volks Gehör zu geben, wenn diese im gesetzlichen Wege vorgebracht wären. Würde sich die Nachricht bestätigen, daß das diplomatische Korps eingeladen sey, sich in JnnSbruk einzufinden, so ließe dieß auf eine längere Abwesenheit des Kaisers aus seiner Residenz schließen. Vou einer reaktionären Umgebung geleitet, wurde der Plan jener Maßregel, die Bevölkerung der Hauptstadt einzuschüchtern und einen passiven Gehorsam wieder einzuführen, durch die unfertig und unklug verfügte Auflösung der akademischen Legion, welche ohnehin bei einge- tretenen Ferien von selbst erfolgt wäre, abermals vereitelt. Noch kennt man die Folgen der am 25. v. M. erfolgten Empörung nicht ganz. Doch wird diese noch weitere Konzessionen für das Volk und einen engeren Anschluß an den Bund nöthig machen, da Oestreich bei der theilweisen Auflösung oder Los- reißuug seiner schönsten Provinzen durch Deutschland allein Hülfe zu erwarten hat.
Offener' sprach sich die Reaction in Berlin aus durch einen den Ständen vorgelegten Derfaffungs- cntwurf, den stark ausgeprägten Typus, der absolute» Monarchie zur Schau tragend — dieser wird nicht zu dem führen, was man wünschte, sondern.gerade zum Gegentheil. Auch dadurch wird der engere Anschluß an Deutschland befördert.
In Frankreich ist man endlich zur Einsicht gekommen, daß die Beschäftigung der brodlosen Arbeiter auf Kosten des Staats nicht länger ausführbar sey. So leicht es war, diese durch enorme Zubuse fort»