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Volks-Botin.

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Wöchentliche Pegleiterin des Nheingauer Volksboten.

M 9.

Sonntag, den 23. November

18^9.

Die Stiftsdâkne von Gnnderode, gestorben in Win-el am 26. 3 uli 1806. rKmc'biograrhische Skizze mèrxrrtzeil: von V. Mackciucr.)

c Fortsetzung.)

Bald darauf reiste die StiftSdame, wie öfters- â Rheingau, wo- sie zu Winkel mit den Da- len _S . . i ; . .: Mertr ö,

^wtzr Eigenthui-r deS Hrn. Heinrich Schuck, fchwär- mèrifchesi Stunden in WtLrchiuuM. der zaubervollen Gegend verlebte. Von dort aus schrieb sie Bettinen nur wenige -Zeilen, worin sie einmal Folgendes äu­ßerte :Ist matt allein am RheE fs' wird man waurig. aber mirk mehre.en w ammen, da sind ge­rade die scH.^rcuchsieu Platze amstuftaufrefzendsten ; nur aber ist doch den weiten gedehnten Piktpur- himmel am A-.nd alle u zu begrüßen, da dichte ich int Wapoeln." Sie kaur naurig- zurück, legte -ich einige .-eg- iu'S Bettder Dolch lag an ihrem Bett. Ihre Freundin fair-, zu ihr und Karoline be­gann die Unterhaltung mit folgender Erzählung:

Beu-ura, - nur ist vor 3 Wochen ' eine Schwester gestorben ; sie war jünger als ich, du hast sie nie gesehen, ne starb ander schnellen Auszehrung. Nun denk', vor 3 Nächten ist mir .Hefe Schwester erschie- nen: sie kam herein im weißen Gewand langsam und blieb an dem Tische stehen; sie sah mich an, erst war ich erschrocken, aber bald ganz ruhig. Ich

sah sie auch an und war, als ob sie etwas be­jahend rückte? und .sie nahm den Dolch, hob. ihn gen Himmel mi^ der rechten..Hand, â-è sie mir ihn zeigen wolle und leoke isiwwieder nieder i da an. nahm sie auch die Aachrlampe,..lwb. sie in dixc-Höye Md

zeigte sie mir, und als ob sie wir Lezcichurv wolle, daß ich sie verstehe, uxk sie sanft. führee du Lampe zu ihren -Lipyeu- und hauchte sie aus und - »m Dunkel hatte -nein Aug mein' Gefühl von ihrer- Ge­stalt- und da hat mich eine Ängst. besauen, die ärger , ^ -- .,-.-. ringt -

-Einige T-rge später rèistt L-. acha nach Ma. hmg zu ineem Schwan« Savigny. Karo.-nx.. rief ihr nock mch : ü Bettina , behalt -diese- Gefchichl?, sie -l merkwürdig-! Hon da aus schrieb liefe ihr' ost noch^in'S Rhein au, wohn die Stistsi me abermals gerer'ft war und von wo sie sich für einige- -T-gr nach Heidelberg oegab. In eiouw B efe ron Li:-» -'schreibt sie Bettina, daß. ihr Ausenihatt de selbst recht angenehm und. -chrreich durch die anen Mauern und. nicht, durch die Menschen wäre. die ihren Geist.über, sie ergehen ließen ; und daß sie oft wie eine Lücke in ihrer Brust fühle-, die sie, nickt berühren könne, weil sie schmerze. - -

Crcuzer karn'irin dieselbe Zeit im Winter 1805 bis 1806 als Hausfreund zu Savigny nach Mar burg. Er sprach von Günd ero.de wie einer, der ein Recht auf ihre Liebe habe, wovon Bettina nichts geahnt hatte, nahm ein Kind auf .den Sckccß, trag!«