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Am 21. Dezember 1416 überlassen Ludwig von Hütten und seine Frau Metze dem Prior und Konvent zu Schlüchtern ihren Teil eines Guts im Hin- halberdorff", das Michel Gelzenlichter unter hat, gegen des Klosters Teil eines Guts zu Schlüchtern, das Apel Reme unter hat. Mitsiegler: Hans uno Frowin von Hütten, Söhne des Ausstellers.
Am 2. Februar 1421 verleihen Johann der Prior und der Konvent des Klosters Schlüchtern Michael Gelzenlichter und Könne seiner Frau zu rechtem Erbe ihr Gut „in dem Hinhelberdorfe uf oem Sande" zwischen der Müßigen und Henne Glomper gelegen (Bramerell Nachricht in welcher Lehnsqua- lität die Güter des Klosters Schlüchtern von alten Zeiten her verliehen worden II Nr. 18, Seite 883
Am 23. Oktober 1423 verkaufen die Brüder Hans, Cuntz und Berthold von Schlüchtern gen. Katzenbiß dem Prior Johann und dem Konvent zu Schlüchtern Einkünfte von einem Gut zu Schlüchtern im Hyn- halberdorfe nebst Garten, das Henne Alispach unter hat.
Am 21. Dezember 1426 bekundet Johann von Treyse, Keiner des Stifts Hersfeld, daß, als er Prior zu Schlüchtern *) war, der inzwischen ge- gestorbene Henne Katzenbiß dem Kloster versprochen hätte, ihm einen Acker an der Elm, sowie Zinsen von einem Gute, das Hans Spritze! unter hatte, uno von einem Gärten im Hynhalber Dorf zu übereignen und daß nach seinem Tode seine Testamentsvollstrecker Wilhelm von Lauter und Henne von Schlüchtern darüber verhandelt hätten.
Am 6. Mai 1428 leihen Heinrich von Marborn und seine Frau Katharine ihre Hofstadt zu Schlüchtern zwischen Henne Kohlhart und Heincze Wygand gelegen, die zum Teil Hermann von Babenhausen gen. Katzenbiß, -ihrem Schwager, gehörte, ihren Teil einer Wiese unterhalb Elm, sowie in einer Wiese im Mutzenkasten und einen Garten im Hynhelberdorfe dem Schonhenne zu Schlüchtern.
Am 11. November 1433 versetzt Heinrich von Marborn dem Witzei Snider gen. Ulner das Trom- mersgut im Hynhalberdorfe zu Schlüchtern.
Am 22. Februar 1443 schenkt Henne von Nelsberg dem Kloster sein ganzes und ein halbes Gut gelegen im Hennhalber Dorfe zu Sluchter, die er von demselben zu Lehen getragen, zu einem Seelgerät uno zwar das ganze Trommers- und das halbe Swenken Gut.
Am 22. Februar 1448 schließen der Abt und Konvent des Klosters Schlüchtern eines Teils und die Männer zu Schlüchtern im Trimpergischen Gericht im Hinhelber Dorfe andern Teils einen Vertrag, durch den bestimmt wird, daß die Bürgermeister in Schlüchtern keine Weinsuhren mehr leisten, sondern statt dessen jährlich dem Kloster zu Weihnachten 2 Gulden 4 Turnos reichen sollten.
Am 24. Juni 1453 verkaufen Hans v. Schlüchtern gen. Katzenbiß und seine Frau Katharine oem Abt Johann -von Schlüchtern ihren Teil an einem Gute im Hynhelberdorf zu Schlüchtern, das Henne Gluck und eine Wiese daselbst die Hentz Lücke unter hat, sowie einen Garten vor dem Krämertor für 24 Gulden, die das Stift ihm, seinem Bruder Kontze und seinem verstorbenen Bruder Berthold gegeben hatte.
') Johann von Treyse, ein früherer Konventuale des Klosters Hersfeld war von 1412—2. Febr. 1426 Prior in -Schlüchtern.
Am 30. Dezember 4457 belehnt Abt Johann von Schlüchtern Ritter Hans von Schlüchtern gen. Katzenbiß zu rechtem Mannlehen mit einem Hofe in Schlüchtern „in dem Hinhalberdorffe . . . do das steynen Huß uff steet" usw.
Am 21. Mai >1473 belehnt Abt Christian von Schlüchtern den Hans von Schlüchtern gen. Katzenbiß mit denselben Lehen.
Am 30. November 1496 finden sich bei einem Vergleich zwischen ,Abt Christian von Schlüchtern uno Ulrich von Hütten unter den Vergleichsstücken je 1 Gut im Hynhalberdorf und zu Rode, die Blas Reu- scher unter hatte.
Am 10. August 1543 verleiht Abt Petrus aus Bitte Frowins von Hütten dem Michael Grüner oas Drellesgut 2) im Hinhalberdorf.
Am 11. Oktober 1595 wird in das Schlüchterner Gerichtsbuch eingetragen: .„Peter Hammann in seinem Garten im Hinhelberdorff keinen Schaden zu tun verbotten worden."
In der ersten der hier aufgeführten, zeitlich ältesten Urkunde vom 8. Dezember 1370 wird das Gut, von dem sie handelt, als „zu Sluchter in deme Ht'n- halberdorffe" liegend bezeichnet und dieser Ausdruck kehrt als Ortsbezeichnung in den späteren Urkunden noch des öfteren wieder, sei es in derselben Wortfolge, oder so, daß dem Hinhalberdorf als seine Lage näher bezeichnender Zusatz „zu Sluchter" folgt. Daraus geht unwiderleglich hervor, daß das in den Urkunden genannte Hinhelberdorf nichts anderes gewesen sein kann, als ein Teil des Dorfs Schlüchtern.
Wo haben wir nun diesen Ortsteil Schlüchtern zu suchen? Auch für diese Frage findet sich in den angeführten Urkunden ein ausreichender Hinweis, oem bisher kaum eine Bedeutung beigemessen zu sein scheint.
In der Urkunde vom 2. Februar 1421, die Brame- ell in seiner Schrift über die Lehnsqualität der Güter des Klosters Schlüchtern wörtlich anführt, ist von der Verleihung eines Guts durch das Kloster Schlüchtern die Rede, das „im Hinhelberdorf auf dem Sande" liegend bezeichnet wird. Nun führt heute noch der zu dem ehemaligen Schloß der v. Lauter gehörende ausgedehnte Garten den Namen „Sandgarten". Das Schloß steht also offenbar aus dem Flurteil von Schlüchtern, der früher den Namen „auf oem Sande" gehabt hat. Daraus folgt, daß das Hynhalberdorf nur da gelegen haben kann, wo sich heute noch das sog. Schlößchen erhebt und der Sandgarten befindet. Es kann daher auch, wie. schon einemal gesagt ist, nicht als ein beliebiges ausgegangenes Dorf, sondern allein als ein Teil des früheren Dorfes Schlüchtern betrachtet werden, der noch besteht uno nur ursprünglich den Namen Hinhalberdorf geführt hat, wie heute noch für Dorfteile die Bezeichnungen Oberdorf oder Unterdorf gebräuchlich sind, und dies umso mehr, als der Name Hinhalberdorf nach der Deutung des -Prof. Dr. Haas in Fulda 3) eines
2) Auf der Rückseite der Urkunde von 1543 August 10 über das Drellesgut findet sich ein Vermerk vom 10. Juli in dem das Gut „Dröllersgütlein" genannt wird Da die Gegend hinter dem Felsenkeller heute noch den Flurnamen „3m Tröller" führt, so ist dadurch ein Hinweis auf die einstige Lage des Drellesguts gegeben.
3) Herr Prof. Haas, dem ich für die Deutung des Namens zu Dank verpflichtet bin, schreibt: „Der Name Hynhalberdorf, Hinhalberdorf setzt sich zusammen aus dem alten Bergnamen hun, der mit Umlaut hün (in den alten Urkunden häufig hyn geschrieben) lautet, und dem Worte