Mitteilungen -es 6eimatbun-es
10. Jahrgang
Schlächtern / Mai-^uni 15*1$
Nummer 5/6
^Tu du redlich nur das Deine,
Tu's in Schweigen und vertraun Büste Valken, haue Steine!
Gott der Herr wird baun,
Geibek
^er Geist ist stärker als die Klingen! Geibel.
TVXer in stch Ehre hat,
Der sucht sie nicht von außen. Suchst du sie in der Welt, so hast du ste noch draußen.
Mngelus Silesius.
Komm’, Heiliger Geist.
wieder prangt die Natur Jn herrlichstem, duftendem Glühen, Sie, die im Todesschlaf lag, J|1 neu erstanden und lebt.-- köstliches Leben steigt auf, Und tausend Leben verglühen, Gort, wo die Welt vom Gedröhn Mordender Waffen erbebt.
Pfingsten sollen wir nun, Den festtag den Gottesgeists, feiern, feiern, wenn grausamstes Weh Jn seine fesseln uns zwängt? Schreitet doch Leid durch die Welt Jn nachtdunkeln, dichtesten Schleiern, Und all die lichtgrüne Pracht trat uns ein Bahrtuch verhängt.
Dennoch! Komm’, heiliger Geist, Tröst' alle Seelen, die bangen, Jfl'o doch dein göttlicher hauch, Der unsre Helden durchweht! Laß' deine Gaben uns stolz Und dennoch in Demut empfangen, Neig' dich in Gnaden herab, höre der Deutschen Gebet!
Tilge in uns, was nicht rein, Läut're die herzen von Schlacken, führe uns immer den weg, Den Glaube zeigt, Wahrheit u. kecht, Daß wir mit ehrlichem Blick Und starkem, aufrechtem Nacken weifen die eherne faust jlllem, was niedrig und schlecht!
Helene Vregm.