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abgebröckelt, sonst aber findet sich das Gebiet oer alten Mark Kinzig und der Parochie Ramholz in dem Gerichte Schwarzenfels (= Gronau) durchaus wieder.
Das Gericht Schwarzenfels ist demnach nicht aus dem hypothetischen Gerichte Mottgers, sondern aus der Mark und dem Gerichte Kinz ig- R amh 0 lz entstanden. 36) -
86) Die vorstehende Abhandlung war bereits im Entwürfe fertiggestellt, als mich Herr Kreisarzt Medizinalrat Dr. Lauer, der vorher verschiedenes über Schwarzenfels veröffentlicht hatte und Ausführungen in Urschrift zur Kenntnisnahme mitteilte, gütigst auf einen Artikel von G. Freiherrn Schenk zu Schweinsberg über „Die Burg Brandenstein bei Schlüchtern und ihre ältesten Besitzer" aufmerksam machte, welcher 1908 im 22. Jahrgange der Zeitschrift „Hessenland" erschienen ist und in dessen Schlußabschnitte „Die Herrschaft Steckelnberg", S. 347, indirekt auch die Frage nach dem Ursprünge des Gerichts Schwarzenfels beantwortet wird. Der gelehrte Herr Verfasser schreibt darin: „Das ursprüngliche
Herrschaftsgebiet der Familie von Steckelnberg wird das große allodiale Zentgericht gewesen sein, das aus dem späteren hanauischen Amt Schwarzenfels bestand, wie es das von G. Wolff veröffentlichte Weistum von 1453 aufweist. Seine Ausdehnung stimmt fast ganz überein mit dem alten Kirchspiel Ramholz, das die Urkunde von 1167 zeigt. Die alte Gerichtsstätte lag auf der breiten First, östfich Ramholz ; die Burg Alt-Steckelnberg war oberhalb der Ruinen der späteren gleichnamigen Burg der n. Hütten, ganz in der Nähe der Mutterkirche und der Malstätte erbaut worden. Es gelang dem Reinhard Herrn v. Hanau bei dem Zu- sammenbruch der v. Steckelnberg die größere Hälfte des alten Gerichtsgebietes zu erwerben, in dem er sofort die neue Burg Schwarzenfels erbaute, während er den Steckelnberg selbst, der vielleicht erst in der Not, um ihn zu rettten, an Würz- burg veräußert worden war, zerstören ließ, obgleich er sein Pfandbesitz war."
Es freut mich, aus der Feder eines namhaften Forschers und Gelehrten eine Bestätigung der von mir selbststän- dig erzielten Ergebnisse vorstehender Untersuchung über den Ursprung des Gerichts Schwarzenfels erhalten zu haben, und ich sage Herrn Medizinalrat Dr. Lauer für den Dienst, den er mir in freundlichster Weise geleistet, auch an diesem Orte herzlichen Dank. — M.
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Unsere
Drei bekannte Vrenningser.
te vorige Nummer unseres Heimatblattes zeigte J / uns den weitbekannten, fast 79jährigeu Natur- holz-Stuhlmacher Nil. Loder aus Breunings.
Das (Ehepaar loh- Georg Eckhardt aus Breunings im gold. Hochzeitsschmuck.
Phot. v K. Zinkhan-Breunings.
Mancher Ruhebedürftige der Umgegend betrachtet den bequemen Sessel als liebsten Freund des Alters.
Wilder,
Deshalb laufen ständig beim „alten Loder" Neubestellungen ein. Ja, wenn's bloß am Zusammm- stellen und Nageln hinge, sollte möglichst jeder Äunoe befriedigt werden. Aber die Haselstecken müssen erst im Ratzeroth oder Ramholzbrunn geholt werden, uns die 79 Maimonate wollen nicht mehr gut hin. Auf viele gute Worte hin hat der „alte Herr König von Schlüchtern" kürzlich die beiden letzten bekommen, und er solls in seinen alten Tagen nochmal recht bequem haben.
Wer jetzt noch einen Sessel haben will, der gehe zu Fehls; die haben aber auch keine mehr.
Do man de Hannes: Dann mach ich mer selbst änn. Stecke gits bei ons aach, und wann ich mo änn brauch, honn ich dann aach änn.
Ein ebenso Bekannter von Breunings ist der jetzt 78jährige „alte Eckhardt". Seit Jahren ist er der Einzige, der im Winter hinter dem Webstuhl sitzt. Und weil jetzt der Zwirn knapp ist, muß er auch noch den Flachs dazu hecheln. Seine bessere Ehehälfte, mit der er am 2. Mai 1914 die goldne Hochzeit feierte, ist ihm auch bei der Leineweberei eine treue Gehilfin. Kaisers Geburtstag hat sie ihr 85. Lebensjahr vollendet. Leider wills nicht mehr ja recht gehen. Die Ofenbank und der Sessel halten sie gefesselt. Hoffentlich weckt der kommende Frühling auch ihre Lebensgeister wieder, daß die beiden Alten noch einige Jahre in schönster Harmonie beisammen bleiben. K. Zinkhan.
Berichtigungen.
Auch Neuengronau sandte 128 Pfund Aepfel an das Reservelazarett St.
In dem Nachruf für Geheimrat Köhler haben sich zwei sinnentstellende Druckfehler eingeschlichen: Freund Hagemann seufzt nicht fort, sondern fährt fort, und der Kuhhirte von Burghasungen sitzt nicht am Freibiertisch, sondern am Fa- milientisch.