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finden kann, bringe seine Sorgen einmal dahin, vertrauend, daß dort alles versucht wird, um Hilfe zu ermöglichen. Und Gott möge das neue Beginnen, das uns schon lang am Herzen lag, segnen!
Der Liste der neuanzuschaffenden Bücher für unsere Volksbibliotheken sei noch der Titel eines ganz besonders schönen und guten Buches hinzugefügt, üas ich erst kürzlich entdeckt habe. Es heißt: Jürnjakob Swehn, der Amerikafahrer. Von Gillhoff. (Verlag der „Tägl. Rundschau") Preis 5,50 Mark, geb. Das Buch gehört zu den schönsten Heimat - büchern, die ich kenne. Man kommt sozusagen aus dem Lachen und Weinen beim Lesen nicht heraus. Ein deutsches Heimatbuch allerersten Ranges.
Flg.
Scherls Mädchenbuch f^fb
ist Kürzlich erschienen, ein Band in ansprechender Gewandung, auf dessen 330 S. die Herausgeberin, Lotte Gubalke, ein Kind des Hessenlandes, eine Fülle gediegenen, anregenden Lesestoffs für unge Mädchen zusammengestellt hat. Erzählungen, Sagen, Legenden, Geoichte, belehrende Aufsätze, von Trägern bekannter Namen verfaßt, von Künstlerhand mit reichem Bildschmuck versehen, reihen sich bunt aneinander. Um nur einiges zu erwähnen: Sophie Hochstetter bringt eine Erzählung aus der schwarz-rot-goldenen Zeit. Die Heraus- geberin bietet eine Geschichte, deren Schauplatz ein bekanntes hessisches Städtchen sein dürfte. Gabriele Reuter erzählt fesselnd von ihrer in Aegypten verlebten Kinderzeit. Die feinsinnige Auguste Supper spricht vom Zusammenhang zwischen der Seele des Menschen und seiner Heimatscholle. Agnes Harder und Max Hasse steuerten Abhandlungen über Dürer und Mozart bet. Ein bebilderter Aufsatz von Doris Kiesewetter gibt Anleitung zur Ausführung von Perlarbei- ten. — Auch Erwachsene werden noch Unterhaltung und Belehrung im „Mädchenbuch" (Verl. A. Scherl, Berlin) finden. Es sei hiermit als zu jeder Gelegenheit sich eignendes Geschenkwerk empfohlen!
Helene Brehm.
Ms Sondergaben für „Unsere Heimat" übermittelten: Frau Elise Aurand 4 M., Ungen. hier 20 M., Herr Postassistent Gatzsche 3 M., Herr M. Wolf 10 M., Frau Jakob Wolf 5 M., Frl. Fanny Noßbaum 3 M., Herr Vtzewachtmeister Freund 5 M., Herr Leopold Noßbaum 2 M., Frau Kommerzienrat Cloß in Heilbronn 50 M., Frl.
M. Gerresheim 5 M., Ungenannt hier 10 M., Herr Iohs. Gutermuth hier 6 M., Herr Leutnant Heim 5 M., Herr Leutnant F. Kahl 5 M., Herr Hefemer (a. d. Felde) 10 M., Herr Karl Fehl 5 M., Herr Willy Freund 5 M., Herr - Graf von Brandenstein-Zeppelin 15 M., Herr Steuerinspektor Anacker 20 M., Herr Landrat v. Trott zu Solz 5 M., Herr Major v. R. (Gr. Hauptquartier) 5 M., Herr Emil Simon in Dresden 5 M., Frau Dora Kiefer in Karlsruhe
2 M., Herr Stabsveterinär Krexa (a. d. Felde) 10 M., Frau Pfarrer Dr. Schiele 5 M., das Königl. Konsistorium 160 M., Herr Leo Sichel 5 M., Altengronauer Schulkinder 2,50 M.
Herzlichen Dank!
Der Vorstand des Heimatbundes:
Medizinalrat Dr. Lauer.
Preisrätsel
für Mitglieder unserer Jugendheime im Kreise.
Der alte Herr Schlegel, unser längst Heimgegangener Lateinschullehrer, hat uns eine Anzahl Rätsel- nüsse hinterlassen, die wir knacken wollen. Unter die Löser, die sich melden, werden 5 neue Bücher ausgelost, nämlich:
Rieb icke, Ringen an der Sonne und im Herzen Preis 2.— Mark.
Hegeler, Bei unsern Blaujacken. Preis 1. Mark.
Schrönghamer-Heimdal, Die Sommerfrische.
Preis 4.— Mark.
Zitzer, Der Polizeihund und andere Erzählungen.
Preis 1.— Mark.
A. Sperl, Hannes. Eine Soldatengeschichte für Jugend und Volk. Preis 4.— Mark.
Das 1. Rätsel aber lautet:
Ich weiß ein feines Städtchen, Fehlt's „I", lobt man's an Mädchen,
Setz „R" voran, so ziert's den Mann,
Wenn „st" dann im Worte steht, Find'st dus am Pferd oft aufgebläht;
Und wenn dann „l" am Kopfe wär', Lobt man's an alt und jung nicht mehr.
Wer rät's?
Bn die deutschen Landfrauen!
Mit allem an verantwortlicher Stelle stehenden Männern und Frauen bin ich überzeugt, daß wir bis zur neuen Ernte im großen und ganzen die jetzige Ernährungsmenge beibehalten können. Sollten wir einmal die Brotmenge um ein Geringeres kürzen müssen, so würden wir dafür etwas an Kartoffeln oder-Fleisch zusetzen, sodaß also die Gesamt-Nahrungs- menge immer dieselbe bleiben würde. Wir brauchen daher keine Furcht zu haben vor dem Ergebnis des englischen Aushungerungskrieges. Allerdings muß dazu eine Voraussetzung erfüllt werden: daß die Landwirte, was sie über das Bedürfnis ihrer Wirtschaft haben, alles ab liefern. Auch nur so ist das Erzübel zu bekämpfen, der Schleichhandel. Von den Ab
lieferungen wird es abhängen, ob in der Stadt ein Kind leben bleibt ober stirbt, ob der Gesundheitszustand der Frauen, Kinder und Männer aufrechterhalten bleibt oder zurückgeht. Die ungeheuren Munition s m e n g e n, die wir zum Siege brauchen, können nur hergestellt werden von Menschen, die ausreichend ernährt sind. Wir in der Stadt sind von Bewunderung erfüllt für die Leistungen der Landwirtschaft und werden sie nicht vergessen. Aber nun bekämpfen auch Sie Selbstsucht, Unverstand, verständnislose Kritik an Kriegsverordnungen und sorgen Sie für treue Pflichterfüllung der Landwirtschaft in den entscheidenden Monaten dieses Krieges!
Unterstaatssekretär Müller.
Als Manuskript gedruckt: H. Steinfeld Söhne, Schlüchtern. Schriftleitung: Lehrer Flemmig in Schlüchtern.
Verlag des Heimatbundes in Schlüchtern.