Nr. 1/2 ^r^t^/^^^^^^c^r^w Unsere Heimat e^^^^c^i^c^c^i^c^c^ Seite 19
Das Ritterkreuz 's. KL des Sachs. Ernsttnischen ^ausordens erhielt als 4. Auszeichnung im Kriege der Oberarzt Dr. B o e r st aus Soden.
Das Verdienstkreuz für Rriegstzilfe
erhielten: Fabrikmeister W. Kraft in Weiperz, Postmeister Hinke! in Schlüchtern.
] ?seimatvundpost.
Mit dieser Nummer von „Unsere Heimat" beginnen wir den vierten Band. Die Inhaltsverzeichnisse für Band 3 sind an alle, die sich gemeldet ^hatten, versandt worden. Fräulein Anna König in Schlüchtern hat nun die Kassengeschäfte des Heimatbunoes übernommen und bittet um Zusendung der Jahresbeiträge für 1918. Es wird viel unnütze Schreiberei erspart, wenn jeder gleich zahlt, nachdem er oies gelesen, und wir bekommen bald einen Ueberblick und können schätzen, wie tief wir ins „Wasser" gehen oür- fen. Also bitte! Unter 3 Mark für das Jahr kann das Blatt an Einzelbezieher nicht geliefert werden, und auch das ist nur möglich, weil viele gute Freunde und getreue Nachbarn mehr zahlen. Herzensdank allen, die bisher über alles Erwarten geholfen haben und weiter helfen wollen! Durch Versetzung des Herrn Landesrentmeisters Barthelmes nach Schmal- kalden verliert unser Bund ein weiteres Vorstandsmitglied, das von Anfang an mittätig war. Durch das Scheiden dieses Mannes ist der Heimat ein Verlust erwachsen, der im ganzen Kreise überaus schmerzlich empfunden wird. Das ist keine Redensart, sondern die einstimmige Feststellung einer Tatsache. Herr Barthelmes hat sich in den vielen Jahren seiner Amtszeit in Schlüchtern als ein Mann erwiesen, oer nicht nur ein freundlicher Beamter, sondern eine ganz eigenartig allezeit zum tatkräftigen Helfen bereite Persönlichkeit war. Ein dankbares Gedenken, nicht zuletzt bei unserem Landvolk, bleibt ihm für immer gesichert. Unser Heimatbund aber wünscht ihm Glück auf den Weg u. bittet, daß er unsere Heimat in seinem neuen Wirkungskreis nicht so bald vergessen möge. Wir werden seiner stets mit hoher Achtung und Treue gedenken. Seine Stelle im Vorstand des H. B. hat Herr Rechnungsrat Schade eingenommen. Besonderes Wachstum verzeichnen die Ortsguppm in Elm, Heubach, Hintersteinau und Hinkelhof.
Herr Professor Wenck in Marburg, Bismarckstr. 32, sucht den ersten Band von „Unsere Heimat" zu kaufen.
Herr Graf v. Brandenstein-Zeppelin sucht zur Vervollständigung seiner Bände zu erwerben: Bd. 1 und die Nrn. 2 u. 3 von 1908, ferner die Nrn. 1 von 1913 u. 1914. Abgeben kann er Nrn. von 1913, 1915 u. 1916.
Die November- und Dezember-Veranstaltungen unseres Bundes sind als wohlgelungen zu bezeichnen. In der letzteren sprach Herr Pfarrer Erwin Gros aus Esch über „Stadt und Land." Doch ist es sehr unsicher, ob sich die geplante Fortführung monatlicher Zusammenkünfte bei der bestehenden überaus schlechten Zugverbindung wird ermöglichen lassen. Eine besonders eifrige Tätigkeit hat bei der Ortsgruppe Soden eingesetzt. In einer öffentlichen Versammlung sprach am 1. Januar Herr Pfarrer Nüd- ling aus Ausenau.
Wir machen darauf aufmerksam, daß in Aschersleben ein sogen. Beamten-Seminar entstanden ist. In ihr erhalten Schüler die für die Laufbahn bei den Reichs-, Staats- und Gemeindebehörden erforderliche Fachausbildung. Voraussetzung für die Aufnahme in diese Anstalt ist erfolgreicher Besuch einer Volksschule und Vollendung des 14. Lebensjahres. Die Sache hat zweifellos eine grosse Zukunft und wer einen Sohn hat, den er dieser Laufbahn zuführen möchte und Näheres wissen will, der setze sich mit dem Direktorium des städtischen Beamten-Se- minars, Herrn Schröter, in Verbindung.
Der Kreistag hat die Aufnahme einer weiteren Anleihe bis zum Betrage von 500 000 Mark zur Deckung der Kriegsfamilien-Unterstützung beschlossen.
In Hütten brannte die Scheune mit Nebenge - bäude des Landwirts Müller nieder. Außer Futtervorräten verbrannten 30 Hühner.
Unsere Sammlung von Frischobst für Frankfurter Lazarette zeitigte folgendes Ergebnis: Es wurden gesammelt in Schlüchtern 14,38 Zentner, Niederzell 2,60, Wallroth 1,47, Bellings 1,73, Breitenbach 1,48, Elm 3,06, Gundhelm 3,21, Hof Reith (Eerlach) 0,53, Hohenzell 1,60, Vollmerz 1,11, Herolz 0,81, Züntersbach 3, Altengronau 1,50, Oberzell 1,75, Ahlersbach 3, Schloß Ramholz 2, Kreffenbach 1,10; außerdem 6 Kürbisse. Insgesamt also 47 Zentner und 33 Pfund Ob st. Herzlichsten Dank allen, die dabei geholfen!
Es wurde alles durch dazu befohlene Soldaten abgeholt.
Das für die andere Lebensmittelsammlung durch die einzelnen Schulen Zusammengebrachte wurde bis jetzt bei Frau Prorektor Nielsen abgeliefert. Es beteiligten sich an dieser Sammlung bis heute Einwohner von Schlüchtern und die Schulen in Herolz, Vollmerz, Niederzell, Breitenbach, Ramholz, Schloß Ramholz, Hinkelhof, Wallroth, Hütten. Ich bitte, nunmehr die Sammlung auch in den anderen Orten gütigst ausführen zu lassen. Es wird sehr nötig sein. Helft doch alle, bitte!
Wie wir erfahren, wird das Preußische Kriegsministerium nach einer erneuten gewissenhaften Durchprüfung der jetzt unter die Gruppen B^nd C eingereihten Glocken ein Teil derselben noch zur Gruppe A überschreiben und die Glocken der Gruppe B vorerst noch nicht in Anspruch nehmen müssen. Auf die Glocken der Gruppe C möchte die Heeresverwaltung möglichst überhaupt nicht zurückgreifen.
Auch die Einrichtung eines nunmehr beschlossenen Wohlfahrtsamtes des Heimatbundes, dessen erste Veröffentlichung in diesem Blatte an anderer Stelle man beachten wolle, wird von vielen mit Freuden begrüßt werden. Wer Rat und Hilfe irgendwelcher Art braucht und daheim nicht