Einzelbild herunterladen
 

Seite 282 »ss^sAGssAsssAssssASSAss Unsere Heimat eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee Nr. 34/36

glatten Lckquadern an seiner nordwestlichen Ecke, der Rest des bis zum Oberstock reichenden Bbtrittserkers und vor allen Dingen auch das verhältnismäßig hohe dreiteilige Fenster, dessen Mittelteil und etwas niedrigeren Seitenteile nach oben durch je einen sehr flachbogigen Sturz abgeschlossen sind, könirten unseres Trachtens wohl daraus hindeuten, daß dieser Teil des Weinbaues erst einer späteren Seit, als dem 13. Jahrhundert seine Entstehung zu verdanken gehabt habe.

Schließlich wird der in einer Entfernung von 7 Mtr. südlich vom Wartturm liegende kellerartige Raum (3), dessen Kreuzgewölbe auf einer wuchtigen Mittelsäule ruht, zur ersten Anlage der Burg gehört haben. Er

5 Malter Korns und Hafers,- zu Hütten 2 Güter, die da geben 16 Spillinge und 4 Malter Korns und Ha­fers ; zu Leibolds 4 Güter, die da geben 28 Schillinge und 7 Malter Korns und Hafers; zu Gundhelm 3 Gü­ter, die da geben 3 Schillinge fuldischer jährlicher Tülle. Nun wollen wir die vorgenannte Kapelle gnädiglich bedenken und wollen die vorgenannte Schenkung unveränderlich haben und festhalten und wollen, daß die Leute, die auf diesen Gütern sitzen frei seien und befreien wir sie von Beten, Steuer und von allen Diensten, die sie uns sollen tun, und wollen wir, daß sie davon ledig und frei bleiben. So wollen wir, daß die Leute in ihren schuldigen gewöhnlichen Diensten einem Kapellan, der zur Seit ist, und nie=

Lageplan der Burg Schwarzensels

1. Bergfried 2. Nmtshaus 3. Kapelle 4. Torbau von 1455 5. Bau von 1553 6. INarstall von 1557 7. Bau Don 1563 8. Bau von 157? 9. Pforte Don 1580 10. Bau Don 1621 11. Brunnen - 12. Pranger 13. Glockenturm.

Noch bestehende Bauten sind schwarz, Ruinen schraffiert gezeichnet.

wird als die Krypta der der heiligen Katharina ge­weiht gewesenen Burgkapelle angesehn werten dürfen, deren Bestehen in frühster Seit der Burg aus der Urkunde gefolgert werden kann, laut der Ulrich I., der Sohn Reinhards I. von Hanau, am 25. April des Jahrs 1311 die Schenkungen, die sein Vater dieser Burgkapelle gemacht hatte, bestätigt hat. Die .Urkunde lautet in unser heutiges Schriftdeutsch über­tragen:

Wir Ulrich Herr ju hanau bekennen, daß unser lieber Herr und Vater selig die hernach geschriebenen ®üter der Kapelle zu Schwarzenfels zu rechtem Wit- tum gegeben und geliehen hat:

Su Weichersbach 3 Güter, die geben 35 Schillinge fuldischer Pfennige und 6 Malter Korns und Hafers,' zu Sterbfritz 4 Güter, die da geben 26 Schillinge und

mandem anderen, von unsertwegen verbunden seien, und zum Seugnis dieser vorgeschriebenen Dinge haben wir diesen gegenwärtigen Brief mit unserem Siegel krästiglsch besiegelt. Gegeben im Jahre des Herrn 1311 VII Kai. Mah das ist auf dem Markustag [25. April]."

An die genannten, die eigentliche Burg bildenden Bauten schloß sich wohl schon in frühster Seit im Osten ein geräumiger, viereckiger, von einer Mauer umschlossener, ebnet Platz an, aus dessen nördlichem Teil die Bauten des Gutshofs lagen, der dem Amt= mann und seinen Leuten die zu ihrer Unterhaltung nötigen Lebensmittel zu liefern hatte. Damit es aber dem die Burg Schwarzenfels hütenden Amtmann im Falle eines feindlichen Angriffs zur Verteidigung der Burg nicht an den nötigen Helfern mangelte.