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Seite 268 SASAAKAAAAsSSAAAAAASHHHH Unsere kseimat GHHHEHHHHGEHtzHKHtzOHHDHHH Nr. 34/36

wird es bleiben. hauptsächlich war es die Liebe zur Heimat, die enge Verbundenheit mit demKlo­ster", die ihn den Nückweg hierher wiederfinden ließ. Auch ihm ist der bleibende Dank für seine treue Arbeit an unb in den beiden Schulen gewiß,' wir wissen, mit welch starken Banden er mit seinem Jugendland verbunden bleibt, auch wenn er in seinem neuen Wirkungskreis eine zweite Heimat finden wird.

Imker sind Leute mit Natursinn und Naturfreude. Sie sind fähig, das am kalten Erdboden mit dem Tode ringende Immchen aufzuheben und ins warme Nest zu retten. Sie sind stille Forscher und Entdecker. Wenn sie sich versammeln, gibt's keine Prügelei mit Gummiknüppeln und Schlagringen und kein Schimpfen und hetzen über dasKrottenvieh" Poli­tik«. Darum darf es nicht mit Stillschweigen Übergän­gen werden, wenn sie sogar eine Ausstellung ver- anstalten. Eine solche war vorn Bienenzüchterverein Bad Soden-Salmünster für die Tage vorn 9. bis 13. August im Schulhause in Soden veranstaltet, von dem Vorsitzenden, Herrn Josef Förster, geleitet und auch vorn Vorstand des Kurhessischen Bienenzüchtervereins beschickt, der seiner Ueberraschung und Freude über diese Ausstellung beredten Ausdruck verlieh und ihre Bedeutung würdigte. Besonders erfreulich ist es, daß

eineJungmannschaft" sich dem verein Salmünster- Soden angeschlossen hat.

Am 6. Dezember hat die in Salmünster für beide Konfessionen erbaute neue Schule ihre feierliche Weihe erhalten. Sie ist ein schönes Denkmal, das sich ein Kind der Stadt Salmünster, der erst unlängst ver­storbene Großindustrielle Henry Harnischfeger in Mil- waukee, selbst geschaffen hat. Er hat am 15. Juli 1930 der Grundsteinlegung persönlich beiwohnen kön­nen. So gestaltete sich denn auch die Feier, an der sich nicht nur die Behörden, sondern auch die gesamte Einwohnerschaft beteiligten, zu einem Ausdruck auf­richtiger und tiefgefühlter Dankbarkeit und Aner­kennung einer heimatliebe, die im fernen Lande durch Jahrzehnte währendes arbeitsreiches Leben und Streben erhalten und gepflegt worden ist. Die neue Schule soll der Erziehung und Bildung der Jugend die­nen. Der hochherzige Stifter hat es wohl begriffen und stark gefühlt, daß sein Vaterland aus dem Elend der Gegenwart nur herausgehoben werden kann, wenn bei der I u g e n d angefangen wird, die Einig- keit aller Deutschen herzustellen, während sich die Alten in den trostlosen Parteikämpfen zersplittern und selbst vernichten. In diesem Sinne mögen auch die Lehrer und Erzieher in dem herrlichen Bau treue Arbeit leisten!

5. Watther

\ Ludwig Grimms Gesuch in Steinau im Herbst 18)5

von Dr. Wilhelm Schoof, Hersfeld (Sortierung)

ontag. heute ward ich zu hr. Amtmann Lüff 3?) eingeladen, wo ich den ganzen Adel der Stadt Steinau versammelt fand. Be­sonders^ die jungen Damen waren im putz und hat­ten sich große Haarkronen geflochten. Die Linden- bäume bedecken ganz die Treppe. Die alte schöne Aussicht auf die Herrnmühle, Mauerwiese, Kinzig und Lingarten hat mich gefreut. Den andern Abend war bei Lottchen Schlemmer Bohnenschnitt, wo wieder die jungen Damen versammelt waren, gesungen ward, dann noch bei Mondschein spazieren gegangen worden, heute ist bei uns Bohnenschnitt und so wechselt es immer. Bei der Lies auf dem Steinrveg33) war ich zweimal, das 1 te zu Taffee und Schebkreppel, dann zu Taffee und Mattekuchen. Der ihre Freude ist über alles gegangen. Das Erkundigen nach Euch hat kein Ende genommen, und in kurzer Zeit war die Stube voller Leute, die uns alle gut gekannt haben wollen und mir die Hand gegeben mites frei mich ach ir Gesundheit un ir wolsein." was macht denn das Junpfer Lottche, der Jacob, der Wilhelm, der, der voriges Jahr da war [Karl Grimmj, und das Ferdinandche, hat es in einem fort gegangen, und die Lies hat immer acht gegeben, ob ich auch brav esse. Die Leut glauben, ich wäre in Tassel Mi­nister und da sie einsehn, daß die Amtmannstelle vor Euch zu gering ist, so hoffen sie, der Ferdinand oder ich müßten als Amtmann hierher und freuen sich schon darauf. Auch haben sie mich gefragt, ob ich dann jetzt nicht schon gleich da könnte bleiben. Ich würde gewiß sehen, daß die Stelle gut sei. Ihre Anhänglichkeit zu uns ist groß. Gestern Mittag war ich zum 2 ten Mal beim Bus beim Mittagessen. Weil er so gefäl­lig mit seinem Reitpferd war, habe ich ihm seine

Tochter gezeichnet (ein hübsches Mädchen), worüber sie alle, weil es ähnlich ist, große Freude hatten. Heute Abend bei Dort. Wagner zum Abendessen. Gestern waren wir im ViehhofM). $$ wurde zur Feier, weil alle Frucht geschnitten, Musik geholt, wo es lustig herging. Abends haben wir da zu Nacht gegessen. Es regnet jetzt wieder und ich kann auch nicht ausgehn, weil ich den linken Fuß durch den Sturz des Pferdjesf wehe getan habe. Gottschalck hat mich verbunden, und er ist nicht mehr so dick, tut aber rasend weh, wenn ich nur ein wenig auftrete.

Bei dem Eulerchen 29) habe ich auch Abends geges­sen. Es hat geheuratet und 2 Kinder und sich ein Haus gebaut, geht ihm gut. Das Stiefelche35) wohnt noch im alten und hat jetzt seine zweite 'Frau und 2 Kinder. Mutter und Vater von ihnen sind gestorben. Frischkorns36) Haus wird jetzt neu gebaut. Das Bärbelchen 3b') und Marie ihr Vettershans 36) ist tot, auch der Bernert36). Der Bernstein37) ist tot, und sein Sohn studiert. Die Linkersdörfern (?) 37a) lebt noch mit dem Niditer Vater 37a). Rolls 37b) und Bersten wil San35) sind tot. Der Tröpel 3») aber lebt noch. Paulis aler ist tot. Der 3acob38) ist Tandidat theol. Der Bernhardt ist Färber. Die Ebelies ist ver­heiratet, aber nicht mehr bei ihrem Mann, weil sie sich alle Tage besaust. Der Pauli 3«) ist noch frisch und gesund, aber seine Frau tot. Die Sänne39), der Marie ihr Schwester, sieht noch gut aus, hat aber nicht viel. 3m Pfleghaus ist alles mausstill, es wohnt niemand mehr darin und es soll noch darin wannern und spucken. Ich bin oft darin gewesen und oft durch­gegangen in die Ziegelgasse. Die Fichte in Denhards Garten steht noch und der wind saust recht darin. Das Andreßche Hufnagel") ist groß geworden und