Seite 248 AAHAASWASAAAAANSAAGAAAAA Unsere druschels Haus, galoppierte in die Stube und sprang schließlich in den Ofen hinein,- es war so- ein ganz altmodischer, in den man die Töpfe mit dem Grobbe- wagen hineinschieben mußte. Als die Leute abends heimkamen, fanden sie die Geiß noch im Gfenloch stecken, sie soll jämmerlich gebläht haben. w. pr.
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Kosaken in Oäerkatbach. AIs die Kosaken, die 1813 ihr Lager „auf dem ale Geräusch" an der
Straße nach Lichenried aufgeschlagen hatten, am Tage nach ihrem Eintreffen wieder abzogen, ging eine Mutter mit ihrem Söhnchen dorthin, um vielleicht noch etwas von dem zu finden, was ihr die wilden Gesellen gestohlen hatten. Da sieht der Sohn eine rote Schnur aus der Erde h-ervorragen, er zieht daran, und es kommt eine Uhr heraus! Es ist schade, daß diese Uhr beschädigt ist, sehenswert ist sie aber immer noch.
Die Kosaken stahlen bei Uuppelhanse einen Topf mit Schweineschmalz. Der Uuppelhanse-Dauer ging am anderen Tag auch ins Lager und fand seinen leeren Topf. Dieses Settdöbbe, so nannte es unsere Uuppelhanse-U)oas, ist heute noch in meinem Besitz und dient als Mehltops.
Ein wütender Kosak hieb mit seinem Säbel in Uuppelhanse Tisch. Die beschädigte Stelle wurde ausgebessert, der Tisch ist ebenfalls in meinem Besitz.
Ein Bauer erzählte mir, daß er beim Pflügen im Kalbach-Tal 2 Hufeisen von Kosakenpferd chen gefunden habe. Ein Arbeiter fand beim Roben einer Hecke ebenfalls dort 2 Hufeisen. Zwei Hufeisen sind hier noch! zu sehen. L. Schreiber
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JH den „Tiefen Gräben". Die Straße, die von Schlüchtern durchs obere Kinzigtal ins Sinntal hinüber und ins Bayrische hineinführt, überquert am Westabhange des Kinzberges die „Tiefen Gräben". Die Degenfelder haben ein Grauen vor diesem Grt, und den Kindern, die beim Essentragen oder Kühhüten da vorbei müssen, wird's gar unheimlich, und sogar die jungen Burschen und Mädchen meiden diesen Weg, wenn sie im Sommer am Sonntagabend singend und scherzend die Straße beleben. Man weiß vielerlei und doch! nichts genaues. Die einen sagen, ein Mann ohne Kopf ginge um, andere haben drei Lichter -dort brennen sehen. Man weiß auch, daß es in den Mainächten, wenn dort alle Bäume blühen, die Lärche und die Tanne oben aus dem Kinzberg geheimnisvolle Zwiesprache halten und unten die Kinzig voller §rühlingslust ihr nächtlich Wanderlied hören läßt, am unheimlichsten ist In der Geisterstunde wird es in den Tiefen Gräben lebendig. Dunkle Schattengestalten jagen im Mondlicht über die Retter- Bald sehen sie aus wie flüchtige Reiter auf fahlen Bossen, bald scheinen es Männer zu sein. Und mit ihnen nähert sich, von Sannerz kommend, ein wilder Lärm. Männer rufen und schreien. Säbel rasseln, Schüsse knallen, und dann scheint's, als ob Sensen klirrten. Dann wird's stille, unheimlich stille. Aber gleich darauf ertönt ein Klagen und Iammern in die Stille der Maiennacht hinaus, daß sogar die Eulen und Käuze vor Schreck verstummen und die schlafenden Tiere auf den Beckern
Diesmal eeeeeeeeeeeeeseeeeeeeeee Nr. 30/31 und Wiesen erschrocken aus dem Schlafe aufwachen. Drei Männer bewegen sich klagend an diesem schaurigen Grt, und wenn die Geisterstunde zu Ende ist, ist mit einemmal alles vorbei. ®. Knauf
Heimische Rätsel. Ges. von Kl. Guß
Braun leg ich mich nieder, grün komme ich wieder, blau ist mein Häuptchen.
Sie haben mich gerissen und geschlagen, Kaiser und König’ haben mich getragen. Sie haben mich vernichtet und verachtet und dann wieder auf die hohe Schule gebracht.
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Auf zwei Espen steht ein Kasten, auf dem Kasten steht ein Schnäpper, auf dem Schnäpper steht ein Schneuzer, auf dem Schneuzer stehn zwei Guckel, auf den Guckeln steht ein wilder Wald, da wird man drunter alt.
Nimmst du die erste zu der Hand und tust der zweiten viel, geht der verstand wohl über Land, schwer wird das Kinderspiel.
Und brauchst das Ganze du gewandt, wird leicht die größte Last.
Setzt rate du mir allerhand und sage, war du hast.
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Don unserer Tjeimatfammlung
Neue Zuwendungen:
Bildnis des Pfarrers D. Adam Heilmann + 1930. Durch Frau Dr. Brachmann, Groß-Schneen (®öt= tingen-Land).
„Brautbrief". — Sepiazeichnung von m. Zinkhan 1815. — Schuhspange. - Durch Herrn Photograph Ph. Freund, Schlüchtern.
2 Hufeisen. Gefunden ldZI beim Wasserleitungsbau vor „Ranets Garten". Durch Herrn Weißbinder Krämer, Breitenbach.
4 Hufeisen. Gefunden 1931 beim Nusschachten in „Linke Goare". Durch Herrn BürgermeisterBensing, Breitenbach.
Bayrische Landmünz 1821. Gefunden am Siegen« berg. Durch Herrn Winhold, Breitenbach.
C. Alexander Fürst v. Thurn und Taxis. Regensburg 1828. - Neuer Kinderfreund. Leipzig 1796. - Rambach Geistl. Poesien. Gießen 1735. - Bermiiartnis eines Baters. Leipzig 1824. Durch Herrn L. Köhler, Schlüchtern.
Ein Esels- oder Maultiereisen. Gefunden im Hof der Steckelburg. Durch Herrn Hauptlehrer Pauli, vollmerz.
2 Waffeleisen. Durch Herrn Schreinermeister Heinrich Kreß, Schlüchtern.
Herzl. Dank! Der Vorstand
Der Iahres - Mindestbeitrag für die Mitglieder des Heimatbundes beträgt 2.— Mk. Dafür wird ihnen das vorliegende Blatt geliefert. Die Mitglieder, denen „U. h." durch die Post zugeht, werden freundl. gebeten, uns das Porto zu ersetzen,- an die Helfer der Ortsgruppen ergeht die Bitte, die gesammelten Beiträge im voraus an unsern Kassenwart Herrn Konrektor Schäfer (Schlüchtern) oder an das Postscheckkonto des Heimatbundes (siehe unten!) abzuführen.
Berichtigung
Der in Nr. 13/14 1930 gebrachte Nussatz : „Das Preustje von Schlücktern" stammt nicht von A. Fiorino (Kassel), sondern von Victor Reis (Köln). Herr Reis wird hiev demnächst einzelne Daten darin richtigstellen.
AIs Manuskript gedruckt: H. Steinfeld Söhne, Schlüchtern. Schriftleitung: Wilhelm Praesent, Breitenbach. Auflage : 1000 Stück. Verlag des Heimatbundes in Schlüchtern. Postscheck-Konto 80311 in Frankfurt a. M.