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Nr. 30/31 GASSAAAAAASSSKAASAKSSSAA Unsere kseimat DEDDDEDG ZDEdEDDHEEEDEEDD beite 245

zur Strafe dafür jetzt auch einmal eine Nacht schlaf­los zubringen darf." Die Gffiziere hatten ihn nämlich mit seinem Namensvetter, dem Verfasser der seinerzeit fast auf allen Gymnasien benutzten lateinischen Lehr­bücher, verwechselt.

So weit mein Bericht über die Seit meines Be­suchs des Progymnasiums in Schlüchtern. Von Schlüchtern kam ich auf das Gymnasium in Hers­feld, wo schon ein Jahr zuvor Hermann Anacker, der während meiner Csuartanerzeit Primus in Unter­tertia gewesen war, Aufnahme gefunden hatte. Daß er später Gberstudiendirektor in Wiesbaden war und dort, wo auch sein Bruder Wilhelm sich befindet, heute als Pensionär lebt, ist den alten Schlüchter- nern ja bekannt.

Vielleicht hat meine Darstellung eine Bestätigung für das gebracht, was Herr Pfarrer Goebels in Nr. 15 16 von 1930 dieser Zeitschrift über seine Progym- nasialzeit in Schlüchtern sagte, und .für die Jahre dar­nach ein Ergänzung und Erweiterung, vielleicht ist manchem meiner Mitschüler die Seit des fieberiger

Krieges wieder lebendig geworden, unb er widmet eine Stunde stillen Gedenkens dem, was uns als Progymnasiasten an Freud und Leid widerfuhr.

Wenn ich als alter Mann jetzt hin und wieder ein­mal nach Schlüchtern zu Besuch komme, so wandle ich gern ungenannt durch die Gassen und Gäßchen der Stadt, die mir durch die Familienbeziehungen, die mich an sie knüpfen, zur zweiten Heimat wurde. Dann suche ich wohl die Flecke auf, wo wir als Jungen unsre Spiele spielten, gehe in das alte Kloster, gehe über den Klosterhof und über den Platz vor der Kapelle, betrachte mir von außen die Fenster, hinter denen wir einst als Schüler saßen, und gedenke der Lehrer und Schulkameraden von einst, die schon zu­meist ins Grab gesunken sind, wohin auch ich ihnen bald mit meinem irdischen Teile werden folgen müssen. Es ist mir dann, als ob ich im Traum wandelte, und in mir tönt es: „Aus der Jugendzeit, aus der Jugend­zeit klingt ein Lied mir immerdar, o, wie liegt so weit, o, wie liegt so weit, was mein, was mein einst war."

Quellen und Verzeichnisse zum Leben und zu von Petrus Lotichius Seeundus von A u g u st heimpel,

K. Porträts.

Es existierte nur ein Griginalporträt des Dichters.

Gemalt wurde von unbekannter Hand 1549, jeden­falls in Schlüchtern vor Antritt der Reife nach Frank­reich, ein Bild, das den 21 jährigen Jüngling als Brustbild von Dornen am Tische sitzend darstellt. Dazu dichtete Lotichius folgenden Vers (darm L 36.): „So sah Lotichius aus als Jüngling von 22 Jahren,' kurz im Sorn, gemäßigt in der Liebe, sieg­reich in der Ausdauer, frei von Neid, wohlwollend in seinen Liedern." Das Bild ist heute nicht mehr nach­weisbar, war aber 1626 noch vorhanden.

Nach diesem Porträt ließ Johann Peter Lotichius, der Großneffe des Dichters, 1626 von Matthaeus Merian d. Ae. Frankfurt einen Kupferstich an­fertigen, an dessen Fuß er einen eignen Vers hat setzen lassen, der auf deutsch lautet: „Der als Erster auf der Leier, der als Erster unter den Sängern durch seine Gesangeskunst die deutsche Zunge zu Ehren brächte, das war auf diesem Bilde der zweite Lotichius, da er 22 Jahre zählte. Füge noch 2 Lustren dazu und schon war seine Lebenszeit beendet. G, nichts, was so herrlich ist, pflegt lange zu währen." Diesen Stich ließ Johann Peter wahrscheinlich seiner „Bib- liotheca pcetica" beifügen (Abt. h.), deren dritter Band 1926 erschien. Bildgröße 81/2/14 Ttm. Die Kupferplatte ist heute bei der Familie noch erhalten, aber nicht mehr brauchbar. Sie muß von Johann Peter, nachdem alle feine Kinder vor ihm gestorben, seinem gleichaltrigen, entfernten Vetter und Mar- burger Tommilitonen Johannes Lotichius oder dessen Sohn Johann Abraham Lotichius, beide Pfarrer in Zwingenberg und direkte Vorfahren der jetzt noch in Hessen-Nassau lebenden Lotichier,geschenkt worden sein. Von dieser Kupferplatte sind nachweislich dreimal Abzüge hergestellt worden:

den werken

Königstein im Taunus (16. Fortsetzung)

1. Abzug. Blattgröße 14 /2IV2 Ttm. 1626. Beige­geben etwas beschnitten der „Bibliotheca poetica" Frankfurt 1626 (Abt. h.). 3m Handel nur ganz selten, meist Ausschnitte aus der Bibl. poet.,' die fast immer ohne Stich vorkommt. (hist. Museum Frank­furt).

2. Abzug. Blattgröße 27/35 Ttm. Um 1870. Nicht im Handel. (Kupferstichkabinett Staedel Frank­furt. Nr. 46087). Darnach Lichtdrucke 1902 herge­stellt, Blattgröße 27/35 Ttm. und 18/27 Ttm-, letztere im „Stammbuch der Lotichier aus Schlüch­tern" Frankfurt 1902, Nachtrag 1911 (Abt. H-). Nicht im Handel.

3. Abzug- Blattgröße 20 / 27 Ttm. 1908. Nicht mehr klar. Nur im Besitz des Verfassers-

Siehe Heumann, Poecile, Halle 1729, S. 396-, den Brief von Gruterus an Johann Peter aus Frank­furt Martio 1627.

Als Spiegelbild des Merian-Stiches (nach einem Exemplar, das er sich von Philipp Ludwig Lotichius zu Nymwegen geliehen hatte) lieft Peter Burmann seeundus 1754 von dem berühmten Amsterdamer Ste­cher Jacob Houbraken einen etwas größeren und breiteren-Stich, Bildgröße 12 V2 / 17 Ttm. und sehr fein ausgeführt, anfertigen. Die Platte ist jedenfalls nicht mehr vorhanden. Am Fuße des Stiches links der Vers, den der Dichter auf sein Bild gesetzt hatte (oben) mit der Unterschrift Petrus Lotichius Seeundus 1549; rechts der Vers Johann Peters (oben) von dem Merian Stich mit der Unterschrift: Joh. Petr- Loti­chius an. 1626- ..... Abzüge davon zweifellos nur einmal hergestellt 1754 in Blattgröße 18/22 Ttm. und der „Burmanniana" (Abt. D.) beigegeben, der einzigen Ausgabe der (Opera omnia, die ein Porträt des Dichters enthält. Drugulin Porträtkatalog II- Leipzig 1859 60 Rr. 12266. Einzeln im Handel vor-