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Heimat OHGHHHtzOtzHHHtzHtzHtzHHHHHHH Nr. 27/29
hatte, schon längst nicht mehr — lag vielleicht darinnen, daß, wenn auch nicht die meisten, so doch viele Schüler des Schlüchterner Progymnasiums, zu meiner Zeit war es wenigstens so, nicht mit 9, sondern erst mit 10, 11, ja 12 Jahren zur Sexta angemeldet worden waren.
Die beiden nur allein für das progymnaZunt bestimmten und in ihm voll beschäftigten Lehrer waren der Leiter der Rnstalt, der Rektor und Psarr- amtskandidat Gottlieb Wendel, ein Sohn des Superintendenten in Hanau, und der Pfarramtskandidat Heinrich Davin, ein Sohn des Seminarmusiklehrers in Schlächtern, welcher wohl auch die Rektoratsprüfung schon abgelegt hatte.
Wendel, der später dann einige Jahre Gymnasiallehrer
in Rassel war, starb jung als Pfarrer in Frankfurt, und Davin, welcher Seminarlehrer geworben war, wurde gleichfalls früh von Gott durch den Tod abberufen.
Wendel war Gr- dinarius der in einem Zimmer untergebrachten Untertertia und (Quarta, und Davin der gleichfalls vereinigten (Quinta und Sexta.
Rußer diesen beiden eigentlichen Lehrern des Progymnasiums unterrichteten noch an ihm einige Stadt- schullehrer und während meiner (Quart tonen und Ter
Heimat und Sage / von Matlh. Schiesti
Nus der Kunst- und Verlagsanstalt B. Kühlen, München-Dladbach
tianerzeit auch zwei Seminarlehrer. Ruch dieser letzte Umstand trug wohl etwas mit dazu bei, daß unter Ruherachtlassung des Rllers der Schüler die Rn- sprüche an sie leicht überschraubt wurden. In der Untertertia z. B, wurden uns die Behandlung von Rufsatzthemen zugemutet und in der Geometrie Stoffe mit uns durchgenommen, die, wie ich später merkte, in Hersfeld erst der Untersekunda zufielen.
Rls ich aus meinem kleinen, unfern des Meißners gelegenen Heimatdorfe nach Schlüchtern kam, fühlte ich mich zunächst wie in eine neue Welt versetzt, in welcher vieles mich mit Staunen und Bewunderung erfüllte. Wie schön und wie breit war doch die Gbergasse, in der wir wohnten, im vergleich zu
unserm heimischen steil ansteigenden Dorfwege, und wie stattlich manches Haus in ihr. Das Kloster mit seinem vierseitigen Umgänge, mit seinen Figuren im vorraume des von diesem Rreuzgange umschlossenen Raumes, der dem Seminar, der Volksschule und auch uns im Sommer als Turnplatz diente, die Turnhalle wurde erst einige Jahre später durch Umbau einer Rlosterscheune eingerichtet, erfüllte mich, wenn ich es betrat, die erste Seit jedemal mit Scheu und Ehrfurcht, hier hatten, wie ich von meiner Mutter wußte, die Mönche gewohnt, hier war das alte Gymnasium gewesen, das noch mein Großvater Baist besuchthatte, hier war mein Vater Seminarist gewesen, hier hatte das französische Lazarett sich befunden, in dem so viele verbrannt oder sonst gestorben waren. Wenn nun gar der alte, an Körperlänge alle überragende Seminardirektor Stamm, dessen Schüler auch mein Vater gewesen war, und der mir aus den Erzählungen meiner Eltern als ein sehr strenger, aber doch auch wieder wohlwollender Leiter seiner Rnstalt bekannt war, ein
mal in meinen Gesichtskreis trat, dann war ich mir meiner körperlichen, ich nahm neben Konrab
Lasermann, dem späteren
Lehrer, in der nach der
Körperlänge beim
Turnen geordneten Schülerreihe den untersten Platz ein, und meiner sonstigen Kleinheit voll bewußt.
Gar ehrwürdig erschien mir auch der alte grauhaarige Stadtpolizist Rohlenbusch, wenn er am Sonntagmorgen in seiner Uniform, den blanken Helm auf dem Kopfe, den Degen an der Seite aus der Linsen- gasse, wo er wohnte, Qerauslrat und die Straße musterte, ob ihr ihr Recht auf Reinigung von den Rn- wohnern widerfahren sei. Wie groß waren doch dir Rühr in Schlüchtern, größer als die größten Ochsen in unserm Dorfe. Welch' schwere Pferde hatte doch der Bäckermeister Weitzel, „der Rüppelbäcker", im vergleich zu unseres Nachbars hektor, der bis dahin das Ideal eines Pferdes für mich gewesen war,