% Jahrgang
Schlächtern / November 1^17
Nummer H
^>er ist mächtiger als der Tod 7
Wer da kann Jachen, ^inenn er droht, fi. Nückert.
Äo ist der Tod auch ein Vad nur. Mber drüben am andern User liegt uns bereitet ein neu' Gewand. G. Geibel.
Zuletzt.
Was hohen Trachtens den Verstand, Und heißen Schlags das Herz bewegt, Das alles wird zum Possentand, wenn stch der Mensch zum Sterben legt.
Zu schnödem Unrat schmilzt das Gold, Der Würfel bricht, das Glas zerschellt, Es flockt die Zeit, die Sonne rollt sUs kalte Schlacke durch die Welt.
Herbst.
Es geht zum Herbst, die Luft wird seltsam blaß, Die reifen Aepsel fallen dumpf ins Gras, Die Störche suchten längst den Wanderpfad, Die Nacht wird kall und Allerseelen naht, Bald stirbt das Laub, und so kommt eins zum andern — Mein lieber Freund, wann müssen w i r wohl wandern?
Karl Busse.
Verdienst und Ehre, Stolz und Kraft Zerrieben wie vergilbtes Land, Die Schönheit und die Wissenschaft, Vermodert liegen fle im Staub.
Die Liebe nur, das arme Ding, Hält bis zuletzt am Veit noch aus Und schleicht erst, wenn der Jätern ging, Verwaist sich aus dem Sterbehaus.
Wilhelm Pensen.
Erntegefühl.
Die wir jetzt noch wallen in der weiten Welt, müssen alle fallen, Saat, für Gott bestellt.
Die wir jetzt noch wallen: Wenn der Todwind pfeift, möchten wir dann fallen, goldschwer ausgereift.
K. E. Knodt, f im Okt. 1917.