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Seite 162 ^^^t^c^^m^c^^^t^ Unsere fjeimat i^^i^^i^i^i^c^c^i^^^

Nr. 3/4

Die Umschrift heißt: MONETA. AVREA. NANCEICa zu deutsch: Neue Goldmünze von Nanzig.

Die Rückseite wird von den Feldern des Wappens des Herzogtums Lothringen eingenommen, dessen Hauptstadt Nanzig war.

Der Herzschild dieses Wappens enthält das Wappen von Lothringen, der Hauptschild der Reihe nach die Wappen von Ungarn, Neapel, Jerusalem, Aragonien, Anjou, Geldern, Jülich und Bar.

Die Umschrift zeigt das doppelarmige Lothringer-Kreuz und die Worte HENRI. Dei Gratia Dvx. LOTHaringiae MARCHio D.....Comes? Bar? Geldern d. h. Hein­rich, von Gottes Gnaden Herzog von Lothringen, Markgraf von D., Graf von Bar und Geldern.

Da die Regierungszeit Herzog Heinrichs III. in die Jahre 1608—1624 fällt, so muß die Münze in dieser Zeit geprägt worden sein.

2. Ein Goldgulden der Stadt Metz. (Abb. 2.)

Auf der Schauseite findet"sich in einer ornamentalen Um­rahmung das Wappen der Stadt Metz, ein von Silber und Schwarz gespaltener Schild.

Die Umschrift lautet: FLORENVS. CIVITATIS METENSIS. Goldgulden der Stadt Metz.

Die Rückseite enthält in einer durch 2 Linien gebildeten ovalen Umrahmung die stehende Gestalt des Schutzheiligen, des St. Stephanus, der in seiner Rechten einen Stein, in seiner Linken die Palme des Märtyrers hält. Die Inschrift lau­tet: 8. STEPHAnus PROTHOMartyrus d. h. der heilige Märtyrer Stephanus. Für die Zeit der Prägung dieser Münze findet sich kein Anhalt. Da sie aber den übrigen Goldgulden in jeder Hinsicht gleicht, so kann angenommen werden, daß sie aus derselben Zeit wie diese stammt.

3. Ein Goldguslden des Herzogs Christian von Brauuff'chweig-Lüneburg vom Jahre 1626. (Abb. 3.)

Die Münze enthält auf ihrer Schauseite das Brustbild des Herzogs Christian des Aelteren von Braunschweig-Lüneburg und die Umschrift: CHRISTIAN. Dei Gratia ELector EPiscopus MINDensis Dvx. Brunswigiae Lüneburgiae. Christian, von Gottes Gnaden Kurfürst, Bischof v. Minden, Herzog von Braunschweig-Lüneburg.

Die Rückseite zeigt den gekrönten Schild des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg mit dem Wappen des Bistums Minden als Herzschild. Die Felder dieses Wappens enthal­ten die Wappenbilder von l. Braunschweig, 2. Lüneburg,

3. Eberstein, 4. Homburg, 5. Hoya und Neu- und Alt-Bruch- hausen, 6. Diepholz, 7. Lauterberg. Rechts vom Wappenschild steht der Buchstabe H, links der Buchstabe G.

Die Umschrift lautet: IVSTITIAE 1629 CONCORDIAE. Der Gerechtigkeit und Eintracht.

4. Ein Goldgulden des Herzogtums Jülich, vom Jahre 1613. (Abb. 4.)

Seine Schauseite enthält das gekrönte Wappen des Herzog­tums ; dessen Schild die 6 Felder von 1. Jülich, 2. Eleve, 3. Berg, 4. Mark, 5. Ravensberg, 6 Mörs aufweist.

Die Umschrift lautet: MONeta NOVa AVRea POSSidentium PRINCIPum 1613. Uebersetzt: Neue Goldmünze der posse- dierenden Fürsten.

Die Rückseite enthält den Reichsadler und die Umschrift: MATTHIAS. I. ROManorum IMPerator SEMper AVgustus (Matthias I., allezeit erhabener Römischer Kaiser).

5. Ein Goldgulden der Stadt Daun. (Abb. 5.)

Die Schauseite der Münze zeigt das Wappen der Stadt Daun (?). Im Schild ein nach links stehender Adler, unter dem ein nach links geneigtes Schildchen steht, das einen Querbalken aufweist.

Der Helm ist gekrönt und besitzt als Helmschmuck 3 Straußenfedern. Die Um­schrift lautet: MOneta NOva AVrea Liberae CIVItatis DAVENsis. Zu deutsch: Neue Goldmünze der freien Stadt Daun.

Die Rückseite entspricht ge­nau der unter Nr. 4 be­schriebenen Münze, sie kann daher nur aus der Zeit von 1612—1619, der Regierungs­zeit des Kaisers Matthias, stammen.

6. Ein Goldgulden der Stadt Augsburg vom Jahre 1613. (Abb. 6.)

Die Schauseite dieser Münze, die keinen inneren Kreis aufweist, enthält eine auf einem Stuhl sitzende ideale, mit einem Lorbeerkranz ge- schmückte Frauengestalt, die in der rechten Hand einen Pinienzapfen, die Wappen­figur der Stadt Augsburg, vor sich hinhält, während sie mit der linken Hand einen Stab umfaßt. Rechts und links von dieser Figur stehen die Worte: AUGUSTA VINDELICorum, die Bezeichnung der Stadt zur Zeit der Römerherrschaft. Un­ter der Figur findet sich in Römischen Zahlenzeichen die Jahreszahl MDCXIII (1613).

Die Rückseite enthält den

Reichsadler, dessen 4feldiger Brustschild die Wappen von Ungarn, Böhmen, Oesterreich und Altburgund zeigt.

Die Umschrift lautet: MATTHIAS. ROManorum IMPerator Plus. Felix. AUGustus. Matthias, allergnädigster und erha­bener Römischer Kaiser.

B. Silbermünzen.

1. Ein Taler König Ferdinands vom Jahre 1545. (Abb. 9.)

Die Schauseite zeigt in einem doppelten Innenkreis die Halbsigur des Königs. Der König trägt einen Panzer und aus dem Haupte eine Krone. Die linke Hand umfaßt ein auf die Schulter gelegtes Scepter, die rechte den Griff eines Schlachtfel,wertes. Rechts von der Figur steht frei im Münz- feld die Jahreszahl 1545.

Die Umschrift lautet: FERDJNANDus Dei Gratia ROManorum UNGaricorum BOEmorum DALmatorum CRAinicorum REx.

(Ferdinand, von Gottes Gnaden König der Römer, der Ungain, Böhmen, Dalmatier und Krainer.)