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nicht schon Blutige! mit der Beschwerde oder Klage zurück gebracht wurden: sie müßten nichts taugen, bissen nicht an, oder wären gar schon einmal ge­braucht rc. 2C. Wirklich kommt es auch oft genug vor, daß man sich Viertelstundenlang mit dem An­setzen abquält, die betreffende Stelle mit Milch, mit Zucker, nicht selten auch mit Blut aus frisch ge­ritzter Wunde betupft, und doch nicht zum Zwecke gelangt. Solches ist aber bei schmerzhaften, be­sonders lokalen Uebeln, bei Kinderkrankheiten rc. rc. nicht allein höchst unangenehm, sondern bringt manche besorgte Eltern fast zur Verzweiflung. Auch dem Einsender dieses ist dies schon mehrmals, und erst neulich bei Gelegenheit, wo seiner Frau wegen eines heftig schmerzenden Knieleidens 5 Blutigel angesetzt werden sollten, passirt. Er versuchte länger als eine halbe Stunde es mit einem, wie mit allen andern, aber keiner wollte basten; und daß sein Verfahren dabei ganz correct gewesen, dürfte wohl schon aus dem Umstände hervorgehen, daß er selbst längere Jahre hindurch Apotheker war. Ob die sonderbaren Thiere etwa noch einige „Witterung" von vorherigen Einreibungen hatten, wäre wohl, trotz sorgfältigst erfolgter Abwaschung und Reinigung des leidenden Theiles, immerhin möglich. Der Einsender dieses konnte sich indeß die Sache nicht erklären, brächte die 5 Blutigel in die Apotheke zurück, und klagte dem eben allein dagewesenen Ge­hülfen seine Roth. „Oh!" sagte dieser, „da hat man ja ein ganz sicheres Mittel", und auf die weitere Frage: ob dem in der That so sei? er­widerte er sehr bestimmt: „er garantire vollständig für den besten Erfolg." Er beschrieb nun das frag­liche Mittel wie folgt: Man nimmt einen Apfel von der Größe eines gewöhnlichen Borsdorsers, schneidet ihn vom Stiel bis zum sogenannten Auge in zwei gleiche Hälften, hölt die eine derselben der Art aus, daß sie — etwa wie eine halbe Wallnußschale — eine hole Halbkugel bildet, an deren Wänden das Fleisch des Apfels überall noch 3 bis 4 Linien dick bestehen bleibt. In diese (kalte) Halbkugel thut man dann einen Blutigel, und drückt sie auf die betreffende Stelle, so daß der innere Raum fest, ja beinahe hermetisch, geschlossen ist. In dieser Lage hält man sie mit den Fingern: nach kaum einer Minute wird der Patient ziemlich starke und empfindliche Stiche spüren; und wenn die ausgehölte Halbkugel (halbe Apfel) nur noch ein paar Se­kunden darnach wieder abgenommen wird, hat der Blutigel angebissen, sitzt ganz fest, und saugt sich voll. Auf diese Weise hat der Einsender dieses in derselben Schale alle 5 Blutigel sicher und schnell angebracht. Er hat dieses einfache 'Drittel aber auch vielen andern Leidensgenossen beschrieben und em­pfohlen, und sie alle haben es mit dem gleichen, d. h. mit dem besten Erfolge angewendet. — Freilich läßt es sich am Zahnfleisch, wie im Munde über­haupt, nicht gut anbringen, desto besser aber auf

platten oder fleischigen rc. rc. Stellen (auf der Stirne, hinter den Ohren, am Halse, auf der Brust, am ganzen übrigen Körper re. rc.) und das ist schon viel werth. 5.

(Aus dem landwirthschaftlichen Anzeiger für Kurhessen, Nr. 11 u. 12 vom Jahre 1867.)

Das Thon.sche Vorfahren der Behand­lung der menschlichen Excremente betr.

Die im September d. I. in Frankfurt a. M. Statt gehabte Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte hat sich unter Anderem auch mit der Frage beschäftigt, auf welche Art die Excremente der Menschen in den Städten aufgefangen und aus denselben entfernt werden müßten, damit eines Theils die Schädlichkeiten für die menschliche Ge­sundheit vermieden werden, welche das bisher übliche Verfahren mit sich bringt, anderen Theils aber die ungeheuere Verschwendung dieses werthvollsten aller Düngemittel, zum Segen für die Landwirthschaft, aufhört.

Was geschehen muß, darüber ist im Ganzen kein Zweifel. Die Excremente müssen so aufgefangen werden, daß nichts von dem flüssigen Theil derselben in den Boden dringen, daselbst Herde der Fäulniß, Brutherde von Krankheiten, bilden und zuletzt die Brunnen vergiften kann. Dieses kann nur verhindert werden durch das sogenannte Tonnenshstem. So­dann müssen sie aus den Städten entfernt werden, bevor sie Zeit haben, in Fäulniß Überzugehen, also wo möglich täglich.

Wie das aber auszuführen ist, mit möglichst wenigen oder gar keinen Kosten (denn der Kosten­punkt spielt wie überall, so auch in dieser Frage, eine sehr bedeutende Rolle). und mit geringster Be­lästigung der Einwohner, darüber ist die Versamm­lung zu keinem Beschluß gekommen.

(Fortsetzung folgt.)

Berlosungskalender für 2868.

Januar 2. Oesterreichische 250-fl.-Loose ä 4$ ü. 1854. „ 2. Oesterreich. Kredit- 100-fl.-Loose v. 1858. „ 2. Darmstädter 50-fl.-Loose „ 2. Preußische l00-Thlr.-Loose ä 3^ J. „ 2. Dessauer !00-Tblr.-8oose ä 34 g. „ 2. Mailand-Como Rentenscheine. „ 2. Skavc Lübeck 50 Thlr.-Loose ä 3) , 2. Stadt Triest 50 fl.-Loose ä 4^.

„ 2. Stadt Mailand 45 Frc.-Loose.

, 2. Schwed. Güter-Hypothek 200-Mrk.-Bk.« Loose. '

„ 14. Russische 100-Rb.-Loos» ä 5 » von 1834.

. 15. Graf Waldslein Wartemberg 20-fl.-Loose.

„ 15. Fürst Salm-Reifferscheid 40-fl.-Loose.

„ 31. Fürst Clary 40-fl.-Loose.

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