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3. Schlüchtern. E d i k t a l l a d u n g.
Der Maurer Johann Konrad N 0 l t e, 25 Jahre alt (welcher sich auch Konrad Faubel aus Wil- lingshain nennt), von Elberberg, Kreis Wolfhagen, bessert dermaliger Aufenhaltsort unbekannt ist, ist wegen versuchten Betrugs durch im November v. I. versuchte Verausgabung eines werthlosen Schaustücks statt eines Guldens angeklagt und wird deshalb zur Hauptverhandlung über diese Anklage in der Sitzung d e n 6. N 0 v e m b e r d. I., Morgens 9 Uhr, mit dem Bemerken vorgeladen, daß im Falle seines Nichterscheinens seiner Abwesenheit ungeachtet zur Verhandlung und Urtheilsfällung gestritten werden wird.
Schlüchtern am 21. September 1867. Königliches Amtsgericht.
Hartert.
vt. Becker.
Schlüchtern. Ediktalladung.
Der Eisenbahnarbeiter A. Eberhard aus Eisenach, dessen dermaliger Aufenthaltsort unbekannt ist, ist beschuldigt, im Monat September 1866 sich der Entwendung einer schwarzen Host mit grauen Punkten im Werthe von Drei Thalern zum Nachtheil des Gastwirths Adam Denhardt dahier schuldig gemacht zu haben und wird zur Hauptverhandlung über diese Anklage in der Siz- zung den 13. N 0 vember d. I., Morgens 9 Uhr, mit dem Bemerken vorgeladen, daß im Falle seines Nichterscheinens seiner Abwesenheit ungeachtet zur Verhandlung und Urtheilsfällung geschritten werden wird
Schlüchtern am 1. Oktobrr 1867. Königliches Amtsgericht.
Hartert.
, vt. Becker.
5. Schlüchtern. Ediktalladung.
Der Handelsmann Karl Radig aus Zeitlofs, Königlich Bayerischen Landgerichts Brückenau, dessen dermaliger Aufenthaltsort unbekannt ist, ist beschuldigt, am 6. Mai d. I. dahier Störung der öffentlicher- Ruhe verursacht und sich einer wörtlichen Beleidigung zweier Gendarmen im Dienst schuldig gemacht zu haben und Wird zur Hauptverhandlung über diese Anklage in der Sitzung den 13. November d. I., Morgens 9 Uhr, mit dem Bemerken vorgeladen, daß ht Falle seines Nichterscheinens seiner Abwesenheit ungeachtet zur Verhandlung und Urtheilsfällung geschritten werden wird.
Schlüchtern am 4. Oktober 1867. Königliches Amtsgericht.
Harter!.
vt. Becker.
6. Neusäs. Auf Betreiben eines Pfandgläubigers ist der Zwaügsverkauf nachbeschriebener, aus den Namen des Ortsdieners Johannes Schnei
se
Wochen dahier der bei dem Herrn Pfarrer Con- radi zu Breitau einzureichen.
Rotenburg am 12. Oktober 1867. Königliches Landrathsamt.
Schantz.
2. Bewerber um die erledigte Schulstelle zu Bergheim haben ihre Meldungsgesuche, mit den erforderlichen Zeugnissen undStempeln versehen, binnen 14 Tagen entweder bei dem Herrn Metropolitan Rohde zu Spangenberg oder bei der unterzeichneten Behörde einzureichen.
Melsungen am 7. Oktober 1867.
Königliches Landrathsamt. Faber.
Gerichtliche Bekanntmachungen.
I. R avolz h ausen.*) Auf Antrag eines Pfandgläubigers ist der Zwangsverkauf des auf den Namen des Johannes Ruth, Adam Sohn, von 4. Ravolzhausen katastrirten, in dasiger Gemarkung gelegenen Grundstücks:
G. 139. ’ Ar. 2 Rth. Land, im Unterfeld, erkannt und zu dessen Vollziehung erster Termin den 20 November d. I., eventuell zweiter
den 18. Dezember d. I., jedesmal
11—12 Uhr, anher und dritter
, den 8. Januar k. I., Nachmittags 3 Uhr, nach Ravolzhausen anberaumt worden.
Etwaige weitere Pfandgläubiger haben ihre Ansprüche an den Verkaufsobjekten im ersten Termine, bei Strafe der Ausschließung, bezw. der besonderen Benachrichtigung auf ihre Kosten, begründet anzumelden.
Langenselbold am 26. September 1867. Königliches Amtsgericht.
Reinhard.
- vt. Bauer.
2. Schlüchtern. Ediktalladung.
Der Dienstknecht Adam Lauer aus Ulmbach, Kreis Schlüchtern, dessen dermaliger Aufenthaltsort unbekannt ist, ist beschuldigt, im Anfang Juni d. J. den Dienst bei dem Oekonomen Damian Lins zu Röhrigs eingenmächtig verlassen zu haben und wird zur Hauptverhandlung über diese Anklage in der Sitzung den 6. November d. J., Morgens 9 Uhr, mit dem Bemerken vorgeladen, daß im Falle seines Nichterscheinens seiner Abwesenheit ungeachtet zur Verhandlung ünd Urtheilsfällung geschritten werden wird.
Schlüchtern am 28. September 1867. Königliches Amtsgericht.
Hartert.
, ______________________ vt. Becker.
*) Im vorigen Wochenblatts steht irrthümlich Langendiebach.