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DieDeutsche Gesellschaft von New- Orleans" veröffentlicht ihren 19. Jahresbericht. Nach diesem sind in dem verflossenen Jahre dort 1399 deutsche Einwanderer unmittelbar aus Europa angekommen, von denen die Gesellschaft vier Fami­lien, aus 28 Personen bestehend, nach St. Louis befördert und 731 Personen Beschäftigung vermittelt hat. Die Zahl der aus Newhork angekommenen Deutschen war weit größer. Aber für diese kann die Gesellschaft meistens nichts thun, da sie sich ge­wöhnlich in den Händen von Mäklern befinden, welche sie durch alle möglichen Vorspiegelungen für die südlichen Pflanzungen verdungen haben und es verhindern, daß sie in New-Orleans das Land be­treten. Die Warnungen der Gesellschaft, Kontrakte mit solchen Maklern einzugehen, werden immer noch zu wenig beachtet. New-Orleans ist der Platz, wo Kontrakte gemacht werden sollten, weil der Einwan­derer dort Auskunft über Alles erhalten kann, was für ihn Wissenswerth ist. Neben der deutschen Ge­sellschaft besteht auch ein von der Gesetzgebung von Louisiana geschaffenes Einwanderungsbureau, wel­ches die Einwanderer in Schutz nehmen und gegen Betrügereien schützen soll. Seine Wirksamkeit ist noch zu neu, als daß die Gesellschaft sich über die­selbe aussprechen könnte; aber sie beklagt es, daß das Gouvernement ihren durch langjährige Erfah­rungen gereiften und bereitwillig angebotenen Rath nicht bei jener Einrichtung benutzt hat. Gegenwär­tig ist die Nachfrage nach Feldarbeitern für die Baumwolle- und Znckerpflanzungen, zum Ersatz der Neger, am häufigsten. Die von den Pflanzungen zurückgekommenen Deutschen beklagen sich, zumeist über schlechte Kost, deren Haupttheil aus Speck und türkischem Weizenmehlbrod besteht. Aber den Per­sonen, die solche Klage führten, war der Ackerbau meistens fremd: es waren Handwerker, Schullehrer, Kaufleute und selbst ein Arzt. Die Personen, welche die Gesellschaft auf den Pflanzungen unterbrachte, waren in den meisten Fällen mit ihrem Loose, zufrie­den. Weibliche Dienstboten bleiben sehr gesucht und finden augenblicklich Beschäftigung; Handwerker wie Zimmerleute, Tischler, Schmiede, Schneider, Schuh­macher, Bäcker u. s. w., welche ihr Geschäft tüch­tig erlerut haben, finden immer Unterkommen; auch Musikanten bietet New-Orleans Vortheile seit einigen Jahren haben dieselben hohe Preise für ihre Dienste bedungen. Die Gesellschaft, deren Ein­nahmen lediglich aus den Beiträgen ihrer 222 Mit­glieder fließen, hat gegenwärtig ein Vermögen von 23,944 Doll. 19 Cents. Ihre Jahreseinnahme belief sich auf 3382 Doll., ihre Ausgaben auf 2460 Doll,

Sevt 1866.

(Aus der Zeitung für Norddeutschland.)

Entschieden sicherstes Mittel gegen die Cholera.

DieBerliner Staatsbürgerzeitung" schreibt in

ihrer Nr. 192, nachdem sie nachgewiesen, daß der Ursprung der Cholera nur in dem Genuß des Brunnenwassers zu suchen ist, wörtlich:Es ist als ein großer Segen zu betrachten, wenn die chemische Wissenschaft ein Mittel gesunden hat, das Wasser mittelst der Filtration durch Kohle von allen schädlichen Bestandtheilen und Gasen zu befreien, ohne ihm auch zugleich die erfrischenden und beleben­den zu entziehen.

Die in neuerer Zeit erfundenen Waffnrfilter aus plastischer Kohle sind die wahren Präservative gegen die Cholera, denn sie schaffen uns ein von allen, schädlichen Stoffen und Gasen gereinigtes und dabei doch erfrischendes und wohlschmeckendes Trink­wasser. "

Die Fabrik von Weis & Comp. (General-Depöt von Louis Glokke in Cassel) fertigt derartige Filtrir- blöcke massiv aus reiner Holz- und animalischer Kohle, nicht wie andere Fabriken hohl aus gema- leuem Coaks mit Metallverbindung und sonstigen Hülfsmitteln.

Filter für Haushaltungen, welche per Minute 4 bis 1 Quart Wasser filtriren, complett zum so­fortigen Gebrauch von 1 Thlr. 12| Sgr. bis 1 Thlr. 20 Sgr. per Stück; dergleichen für einzelne Leute (Chambergarnisten rc.) von 20 Sgr. bis 1 Thlr. Letztere Filter sind zugleich als Reisefilter zu gehrauchcn.

B e k a n n t m a ch u n g

Bei der heutigen Serienziehung des Ansbach- Gunzenhauser Eisenbahnanlehens sind die nachstehenden Seriennummern gezogen worden : 257 259 265 309 419 441 466 775 896 997 1034 1035 1648 1687 2076

2416 2521 2693 2784 2809 3232 3242

3376 3421 3600 3651 3842 3934 4012

4095 4168 4268 4333 4431 4543 4580

4609 4622 4668 4849 4880 4982 Ansbach am 15. November 1866.

Berloosangskalenver für 186^

Dez. 1. Sardinische 36 Fr.-Loose.

1. Fürst Windischgrätz 20 fl.-Loose.

1. Kurheflrsche 40 Thlr-Loose 1. Stadt Brüssel 100 Fr.-Loose â3£ non 1856.

1. Oestreichische WO fl.-Loose von 1864. 1. Oestreichische 250 fl.- Loose von 1839.

15. Fürst Esterhazy 40 fl.-Loose.

15. Anzbach-Gunzenhausen E.-B. 7-fl.-Loose.

31. Badische 35 fl.-Loose.

61. Stadt Brüssel 10OFr.-Loose â 3| von 1853.