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Seite 62 S>L>!SS!SLSÄ>S>S>!DS>L>!SS>S>-Z>!S!NK>-> Unsere Heimat ®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®@ Nr. 6

Schmuck der Blumenbretter und -Gitter recht wohl vertragen kann, ohne bunt zu wirken. Die gewählten Farbengegensätze machen es überflüssig, das Haus noch durch teuere Hausteinarbeit zu zieren. Der einzige bildhauerische Schmuck befindet sich am Haus­eingang. Das Ganze paßt sich, obwohl es die Zeit feiner Entstehung nicht verleugnet, der heimischen Bauweise durchaus an. Das Gebäude liegt 40 m von der Straße entfernt. So kann sich zwischen beiden ein großer, sonniger Garten ausbreiten. Um zu verhindern, daß jemals dem Hause Licht und Cuft verbaut werden könnte, ist das östlich und südlich angrenzende Gelände im Umfang von etwa 2 ha auf Beschluß des Kreistages angekauft worden und wird künftig zur Kreisbaumschule verwendet werden.

Sonne und reine Luft, außen und innen, soviel als davon möglich den mit Krankheit Beladenen zu bringen, war, wie man sieht, die Absicht aller derer, welche an diesem Bau beteiligt waren. Aber nicht bloß auf nüchterne, lediglich den Forderungen der Hygiene unb des kühlen Verstandes Rechnung tragende Art würbe das Ziel angestrebt. Vielmehr sollte auch den berechtigten Ansprüchen warmherziger Empfindung genügt werden. Hängt doch, wie ein Kranker sich fühlt, nicht bloß von hygienischen Maßnahmen ab. Die Wiederherstellung der Gesund­heit wird oft genug durch eine angenehme Umgebung beschleunigt, und die Hoffnungslosigkeit ist in einer solchen dem Troste eher zugänglich. Darum wollte die Stifterin das Andenken ihres Gatten nicht nur durch ein praktisches, sondern auch freundliches unb damit der Nächstenliebe doppelt nützliches Haus ehren.

Hinter dem Krankenhause wurde ein kleines Nebengebäude errichtet, um diejenigen Räume auf= zunehmen, welche man nicht gern in die Kranken­häuser selbst verlegt. Es enthält die Waschküche, den Bügelraum, zwei Räume mit eingebautem Desin- fektionsapparat zur Desinfizierung von Gegen­ständen, die aus dem ganzen Kreise zu diesem Zweck hierher gebracht werden. Davon ist der eine Abteil für ungereinigte, der andere für desinfizierte, zum Abholen fertige Sachen bestimmt. Ferner einen Raum zur Aufbahrung von Leichen und schließlich noch einen, der sowohl zur Vornahme von Sektionen wie, im Bedürfnisfalle, zur rascher Isolierung von Pocken­kranken bienen soll.

9m Anschluß daran ist die Errichtung eines Schweine- und Hühncrstalles geplant.

Die Zahl der zunächst vorgesehenen Krankenbetten für Erwachsene ist 41, doch ist Raum für eine größere Anzahl reichlich vorhanden. Hierzu kommen 4 Kinder­betten. Die Gesamtzahl der im Hause überhaupt untergebrachten Betten beträgt 54.

Die Zahl der zum eigentlichen Aufenthalt der Kranken bestimmten R ä u m e belauft sich ohne die Liegehallen und Balköne auf 20. Dazu kommen 67 Nebenräume, wobei also auch die Zimmer für die Arzte und Schwestern als Nebenräume gedacht sind. Hierzu treten dann noch die Räume des Nebengebäudes.

Das Gelände des Krankenhauses umfaßt 84 ar (dasjenige der Kreisbaumschule fast 2 ha).

Die Gesamtkosten betragen rund 216000 Mk. und zwar einschließlich Grunderwerb, Straßenbeitrag und Gartenanlage.

In wenigen Tagen wird voraussichtlich der Umzug aus dem alten nach dem neuen Hause bewerkstelligt werden dürfen. Die bisherigen einfachen, ja zum Teil bedrängten Zustände sollen sich in günstigere Pflege- unb Heilungsbedingungen verwandeln. Dennoch soll nicht vergessen fein, daß auch das alte Kreiskrankenhaus an der Bahnhofsstraße eine ganze Reihe von Jahren hindurch sehr vielen Kranken und mancher Krankenschwester ein Heim war. Wir wollen uns vor Augen halten, daß Gottes Gnade über Haus und Insassen allezeit geleuchtet hat, und in den neuen besseren Verhältnissen eingedenk bleiben, daß uns auch in diesen nichts besseres zuteil werden kann.

Auch wollen wir das alte Haus nicht verlassen, ohne allen denen zu danken, welche, den Schwierig­keiten trotzend, das Verweilen in ihm gut und ange- nehm gestaltet haben: allen treuen Schwestern vom Diakonissenhause Cassel, dem leitenden Arzte Dr. Stern und nicht am wenigsten den fürsorglichen Mitgliedern des Kreisarmen- unb Krankenamtes. *)

So werde denn die Hugo von Stumm - Stiftung eine Quelle der Kraft und des Trostes. Das An­denken an den Mann, dessen Namen sie trägt, sei dauernd durch sie auf das Schönste geehrt. Die edle Stifterin aber sei allzeit des tiefsten Dankes des Kreisausschusses und des Kreistages gewiß.

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Verzeichnis

der an dem Breiskrankenhausneubau (Hugo von Stumm- Stiftung) in Schlächtern beschäftigt gewesenen Unternehmer und Kanöwerker.

Erd- und Maurerarbeiten für die Gebäude einschl. Kläranlage: Lorenz Zökel, Schlüchtern.

Planier- und Drainagearbeiten: Bernhard Müller, Herolz, Kreis Schlüchtern

Steinmetzarbeiten: Steinfabrik Darmstadt, Darmstadt.

Bildhauerarbeiten: Karl Schall & Sohn, Darmstadt.

Eisenbetonarbeiten: Paul Zürn, Baugeschäft, G. m. b. H., Cassel.

Zimmerarbeiten: % Hausmann, Soden, Kreis Schlüchtern.

Philipp Walther, Schlüchtern.

Dachdeckerarbeiten : H. Fechter Ww., Sieina», Kreis Schlüchtern.

Schindlerarbeiten: Iah. Pappert, Ulmbach, Schlüchtern.

Spenglerarbeiten: A. Schlingloff, Schlüchtern.

Glaserarbeiten: Sebastian Strott, Schlüchtern.

Ludwig Heinbuch, Schlüchtern. W. Schlingloff, Schlüchtern.

9. Freund, Söhne, Schlüchtern.

Schreinerarbeiten Sebastian Strott, Schlüchtern.

Ludwig Heinbuch, Schlüchtern.

Philipp Pauli, Schlüchtern.

F. Rudolf, Schlüchtern.

Heinrich Krest, Schlüchtern. Laberenz & Co. Nächst, Soden, Kreis

Schlüchtern.

Heinrich Fuchs, Herolz, Schlüchtern.

Blitzableiteranlage: S. Schneider, Frankenthal. Weihbinderarbeiteil: F H. Wilhelm, Gaben, Kreis Schlüchtern.

L. Müder, G m. b. H., Frankfurt a.M.

9. Mach, Veitsteinbach.

H. Urbach, Schlüchtern. Schlosserarbeiten: g. Löffert, Flieden.

L. Schäfer, Schlüchtern.

Linoleumsarbeiten: Firma W Romeiser, Steinau, Kreis Schlüchtern.

Estrichfuhsockel: M. Schutzmann, Darmstadt.

*) A n m e r k u n g : Rentmeister Pfalzgraf, Sanitätsrat Dr. Kraushaar, Uhrmacher Orth, Fabrikant Romeiser, Bürger­meister Fink.