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__Mtteilunqen -es yeimattmn-es ^^ Dereinfür Heimatschuß und heimaWecse imKrePSchtüchrerni

wer seine Heimat liebt, muß sie auch verstehen; wer sie aber verstehen will, muh überall in ihre Geschichte zu bringen suchen. Jakob Grimm.

Laßt mir nur ber Heimat Glück.

Geibel.

5. Jahrgang Schlüchtern * November 191A Nummer 6

sagst:Gott soU's vergelten!" ^er du Gott stürmisch gebeten hast:

y Ich muß die Worte schelten; v Nimm von den Schultern mir diese Last!

Wirf nicht auf Gott die Last, Ich will dies) ein bess'res Sprüchlein lehren:

Sie bu zu tragen hast! G g. L° n g. ®ib mir Mut und Kraft zu allem Schweren!

ynd wenn ein Mensch in seinen Schmerzen Ich will dir ein stolzeres Sprüchlein sagen:

Noch freundlich andere beglückt, Ea^ mich wachsen unter meinen Plagen.

Der fühlt in seinem tiefsten herzen, wie Gott ihn an das seine drückt. MaxSewer. Marie Diers.

Opfer.

s geht nun einmal nicht ohne Opfer auf dieser Erde. Ohne Opfer würde Kein Kind groß; ohne Opfer Keine Religion, Keine Wissenschaft, Kein Fortschritt, Kein gesundes Volks- und Gemeindeleben. Wenige Menschen stehen sicher auf eigenen Füßen, denen nicht rücksichtslose, jahrelange Hingabe anderer den Weg dazu geebnet. Wer bewußt bittet:Dein Wille geschehe!" stellt sich damit zu schwerem Verzicht bereit. Es war auch nicht möglich, an den Schlachtfeldern von 1813/14 und 1870/71 vorbei zukommen. Man mußte hindurch. Wo Großes vollbracht wird, gibt's auch Gräber: Torpedoboot S 178! Iltis! DieEr­oberung der Luft"! Solche Blutopfer find noch höher zu werten als das höchste Opfer an irdischem Besitz; denn alles, was ein Mensch hat, läßt er für sein Leben. Jeder Tag fordert Opfer von uns: Opfer des Recht­habens, des Vorteils, Opfer an Zeit und Kraft und Geld . . . Wir müssen dazu bereit sein. Nur das Opfer seiner Seele darf keiner bringen. Das geht über Ver­mögen und Sollen. Die hat Gott selbst so hoch gewertet, daß er ein Opfer dafür gebracht. Zahllose Opfer werden geleistet für Dinge, die keine wert sind. Für Geld, Ver­

gnügen, gesellschaftliches Treiben, Protzentum werden Tage und Nächte, Gesundheit und Kraft, Ehre und Reinheit weggeworfen. Der alten Kirche wird bezeugt, daß Glieder derselben gefastet, um die Mittel zur Unter­stützung Bedürftiger zu gewinnen: ein feiner Spiegel für die Gegenwart, die vielfach Opfer nennt, was gar keine sind. Wer mit der Wurst nach der Speckseite wirft, bringt keins. Auch im gefüllten Opferstock sind manchmal gar keine. Es gibt kein Opfer ohne ein gewisses Maß von Selbsthingabe: Das Herz, der Wille mußengagiert" sein, die Entäußerung eines Wertes vorliegen. Das Opferjahr 1913" verlangt vorläufig nur Prozente. Das Vaterland ist berechtigt, mehr zu fordern. Auch dies Mehr wird und muß gebracht werden, wenn unser Sein als Volk auf dem Spiele steht; denn dies Sein ist ein für uns unersetzlicher, unermeßlicher Wert. Es war kein Schade, daß dies Jahr mit seinen Erinnerungen wieder einmal besonders eindringlich die Kunde vom Opfer für Freiheit und Vaterland ins Land läutete und die Alten von anno 1813 den Deutschen von heute selbst zurufen konnten:Unsere Zukunft, für die wir opferten und kämpften, ist euere Gegenwart. Ihr sitzt im Schmalz,