Einzelbild herunterladen
 

II__Mitteilungen -es yeimatbun-es, > herein für heimatschM unöHeimaWelseim^peiseSWchNW

wer seine Heimat liebt, muß sie auch verstehen; wer sie aber verstehen will, muß überall in ihre Geschichte zu bringen suchen. Jakob Grimm.

Laßt mir nur der Heimat Glück.

Geibel.

5. Jahrgang

Schlüchtern September 1913

Nummer 5

^ie Verheißung eines Lebens über Sie Sauer v Sesfelben hinaus, allein diese ist es, Sie bis zum ToSe fürs vaterlanS begeistern kann. So ist es bisher gewesen. wo bestanden worden find ernsthafte Kämpfe, wo Ser Sieg errungen worden ist gegen gewaltigen wiSerstanü, Sa ist es jene Verheißung ewigen Lebens gewesen, Sie öa regierte, kämpfte unS siegte. Dichte.

^Scäcm «Ehre, jedem preis!

_/ Ehre jeder HanS voll Schwielen!

Ehre jedem Tropfen Schweiß, Ver in Hütten fällt und Mühlen!

Ehre jeder nassen Stirn

Hinterm Pfluge; Soch auch Sessen, der mit SchäSel unS mit Hirn hungernS pflügt, fei nicht vergessen! Zreiligrath.

^ 1813» *^

Der Morgen flog durch Flur und Wälder,

Die Flammenflügel weit gespannt, Da ging der Sämann durch die Felder, Und streute goldne Saat ins Land. Und herrlich aus den Dunkelheiten, Nach dumpfer Knechtschaft banger Nacht, War deutscher Geist zu edlem Streiten, Zu stolzer Freiheit ausgemacht!

Da flammte hell in allen Seelen Die heilige Lieb zu Herd und Haus, Es kam aus hunderttausend Kehlen Ein Iubelsang wie Sturmgebraus; Da war kein Preis zu hoch gemessen, Kein Opfer war zu groß und schwer, Das Nichtige, es war vergessen Aufstand das Volk, ein großes Heer!

Da ward zerschmettert und zerschlagen Der Feind in wilder Schlachten Glut Hell leuchtete seit jenen Tagen Der großen Väter Heldenmut. Das haben wir seit hundert Jahren 3m treuen Herzen stolz gehegt, Das hat der Greis in Silberhaaren Dein Knaben in die Brust gelegt!

So leuchten durch die Nebelferne Zu uns herüber, groß und rein, Die Männer, wie des Himmels Sterne: Pork, Blücher, Gneisenau und Stein! Sie, die uns kühn vorangeschritten Auf mühevoll gebahntem Pfad, Sie, die gesonnen und gestritten, Des Rates Männer und der Tat!

O Zeit, da sich in edlem Streite Für immer Glanz und Ruhm gewann Der Bettler an des Reichen Seite, Der Bürger und der Edelmann, Da Arndt und Schenkendorf gesungen, Da Körner schmetterte sein Lied, Du hebst uns aus den Niederungen, Was auch geschah und auch geschieht,

Durch keines Narren blöde Späße Sei uns das Heiligtum versehrt! Wer feiner Väter Ruhm vergäße Wär' der noch seiner Väter wert? Nichts kann uns deinen Glanz entstellen, Du herrliche, du hehre Zeit!

Doch an den Schandpfahl den Gesellen, Der uns das Heiligste bespeit! P. W.