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Nr. ii ^^^^r^^^^^i^^ Unsere Heimat ^m^^^^£^^^£^^ Seite 115

Neuengronau, Breunings, Kunhecke*, Emmersbach*, Rotelsau *, Rorbach *, Welms * und Diltenbrunn umfassendes Untergericht hatte sich später in Akten- gronau gebildet, wo noch im 13. Jahrhundert die Herrn von Steckelberg und nach dem Aussterben die­ses Geschlechts die Herrn von Hütten als Grund­herrn ansässig waren. Wann sich dieses Untergericht gebildet hat, überliefert uns keine Urkunde. Doch deutet der Umstand, daß die höhere Gerichtsbar­keit in diesem Gerichte den Herrn von Hanau Zu­stand, darauf hin, daß seine Bildung erst vor sich gegangen sein dürfte, als sich das Freigericht Molt- gers bereits in ihren Händen befunden hat.

Es gehörten somit in der Mitte des 15. Jahr­hunderts noch die Ortschaften Sterbfritz, Weichers- bach, Vollmerz, Ramholz, Hütten, Gundhelm, Ober­kalbach, Neuendorf*, Leipolz*, Heubach, Winters­bach*, Kresienborn *, Oberzell, die Hälfte von Zün- tersbach, Lindenberg, Ramholzborn * und Uttrichs- hausen zum Gericht Schwarzenfels, obwohl in ihm damals schon einige weitere grundherrliche Unter­gerichte, wie das von Ebersteinsche Gericht Branden- stein mit Hütten, Gundhelm und Oberkalbach, so­wie das v. Huttensche Gericht Ramholz mit Voll­merz bestanden haben dürsten, die nur deshalb noch von den Schöffen dem Gericht Schwarzenfels zuge­rechnet worden sein mögen, weil das von ihren ritterlichen Inhabern ersehnte Ziel,o in ihnen zur grundherrlichen auch die höhere Gerichtsbarkeit zu gewinnen, damals noch nicht erreicht war.

Auf die Zeit der Weistumsaufzeichnung folgt nun ein langer Zeitraum, aus dem wir keinerlei Nach­

* Die mit einem Sternchen versehenen Dorfnamen betr. Dörfer, die jetzt nicht mehr bestehen, sondern in früherer Zeit aus irgend einem Grund wüst geworden sind.

richt über die inneren Verhältnisse im Gerichte Schwarzenfels besitzen.

Den Grund dafür erfahren wir aus einem Aus­spruch des früheren Schwarzenfelser und damaligen Steinauer Amtmanns Philipp von Eberstein ft der sich unter dem 10. August 1538 in dem alten Stein­auer Gerichtsbuch5, wie folgt eingetragen findet: Sprach Philips von Eberstein, es soll die Herr­schaft Hanau einen Diep kauften ins Ampt schwartzenfels, domit Jrer gnaden gericht wieder vff gericht werdenn, der bey 80 Jarenn keinß ge- haltenn wordenn; weiter angezeigt, wie vor 80 Jaren ein wirk im Schloß, Hermann Dilling ge­nant, gesessen hab vnnd etwan etlich gelt, in einem wann In ein loch verborgenn vnnd ein keill dafür gesteckt. Nhu hab ein schneider, Albert genannt, darneben gearbeitet, sich in Keller gemacht und dem Wirth das gelt außen Mauer gestollenn, welchen Diep, do man Inen hencken wollen (ben etwas fern zum gericht) hat er auß einem Born getrun­ken, daher derselbig Born vff diesen heutigen Tag der Albertsbornn vnd die wieße deran die Alberts- wieße genannt wordenn." 6)

Schluß folgt.

4) Philipp von Eberstein, gen. der Junge, ist etwa von 1492 an bis 1527 als Amtmann zu Schwarzenfels und von da an bis zu seinem inr.März 1539 erfolgten Tode als Amt­mann in Steinau nachweisbar.

°) Das Gerichtsbuch wird im Königl. Staatsarchiv zu Marburg aufbewahrt. Der Ausspruch Philipps non Eber­stein findet sich teilweise auch von Zimmermann in seiner Hanauer Chronik wiedergegeben.

) Es wäre erfreulich, wenn sich der Brunnen und die Wiese, die hier genannt werden, noch nachweisen ließen. Nicht selten haben sich solche alte Namen, wenn auch in ver­derbter Form, bis auf den heutigen Tag erhalten.

aus H e r o l z:

7. Unteroffizier A. Herber, Sohn des Damasius Herber, geb. am 24. April 1888, am 5. August 1916 vor Verdun. Er ruht am Bergabhang in der Souville-Schlucht. Er war Inhaber des Eisernen Kreuzes und seit dem 5. August 1914 unter den Waffen.

aus Hohenzell:

7. Füsilier Reinhard Räder, 22 Jahre alt, am 13. Juli 1916 an der Somme.

8. Musketier Peter S ch e p p l e r, 22 Jahre alt, am 14. September 1916 an der Somme.

aus Schwarzenfels:

14. Lehrer Georg Hart wann, Unteroffizier, am 25. August nach LOmonatiger Pflichterfüllung an der Somme.

aus Niederzell:

6. Landsturmmann Johannes Lotz, (Strottjes), geb. am 21. September 1875, am 6. September 1916 in den Vogesen durch Granatschuß. Er wurde in Heimaterde bestattet. aus Schlüchtern:

30. DieHess. Schulztg." meldet den von uns bisher als vermißt geführten Schulamtsbewerber Heinrich Eckhardt aus d. Klostermühle als gefallen am 11. März 1915 in den Karpathen.

31. Rudolf Rollmann, einziger Sohn des Pfarrers Roll- mann, Leutnant im 2. Badischen Grenadier-Regiment Kaiser Wilhelm 1., Inhaber des Eis. Kreuzes, am 13. Sept. 1916 in Frankreich.

32. Weißbinder Philipp Hildebrand, Sohn des Karl Hildebrand am Felsenkeller, am 30. September 1916 an der Somme.

aus der Pfarrei U l m b a ch:

28. Paul Leibold aus Ulmbach bei Thiaumont am 28. Mai 1916.

29. Heinrich Müller, verwundet im Gefecht bei Avricourt, gestorben im Hospital zu Lendershausen, Kreis Düren, am 17. Juli 1916.

30. Joseph Betz aus Uerzell, in der Schlacht an der Somme am 28. Aug. 1916, bestattet in Solennes.

aus Heubach'

14. Lehrer Philipp Klüh, am 12. September 1916 in Frank­reich.

aus Salmünster:

13. Gefr. Jäger Hermann Falk, Karpathenkorps, 20 I. alt, am 17. 9. 1916 in den Karpathen durch Kopfschuß. aus Soden:

16. Konrad Eckert, am 14. August 1916 vor Verdun.

17. Gregor Ru ppel im September an der Maas. aus Steinau:

29. Georg Denhard, am 22. August 1916 an der Somme.

30. Unteroffizier Johannes Sprich am 13. September 1916 bei Mllers.

31. Kanonier Nikolaus Amend, am 29. Sept. 1916 an der Somme schwer verwundet, starb er tags darauf im Feld­lazarett.

aus Zrintersbach:

4. Wehrmann Nikolaus Grösch, beim Sturm a f Höhe 191 am 3. Februar 1915. Er hinterließ Witwe mit 5 Kindern.

5. Wehrmann Karl Adolf Ditzel am 7. März 1915 in den Karpathen. Er hinterließ Witwe mit sechs Kindern.

6. Musketier Anton Theodor Statt, am 16. Juni 1915 bei Neuville nördlich Arras.

7. Grenadier Karl Wießner, am 1. Juni 1915 bei Mier- kicz (Galizien).

8. Landsturmann Ludwig Ditzel, am 18. Okt. 1915 in der Champagne.