Einzelbild herunterladen
 

8 Mahlgang Schlüchtern / Septemder-Oktober 1^16 Nummer %10

Schaffe dir Trost durch Trösten! Statt immer ins eigene Lei- ^jemand wird ohne Leid geadelt. Ohne Dornenhecken links und densgeschick hineinzustarren, wende dem finge fremdem zu. rechts würden wir nicht aus dem richtigen Höhenweg Kleiden. Mus Bischof von RepplersLeidensschute".

Tod und Steine im Weltkrieg.

Verstummt ist das Toben der letzten Schlacht, Der Sterbenden Röcheln verhallt, Und Frieden hat endlich ein Tag gebracht, Trotz Heimkehrlust düster und kalt, Nun nahet die Stille dem Gräberfeld . . . Ermattet vom grausigen Tun, Hockt sinnend inmitten der Trümmerwelt Der Tod, um ein wenig zu ruhn.

Er weint, der Gesell ohne Herz, ohne Qual,

Ein Zittern rinnt ihm durchs Gebein, Er selber fühlt Grauen, zum erstenmal Rings regt sich das tote Gestein. Vorbei ziehn die Schatten der Weltkriegsnot, Und die Steine am Weg schreien schrill: So wollten es Menschen, Gevatter Tod!" Und dann wird es wieder still. . .

Und wo sind die Menschen, die das gewollt, Was die Steine im Weltkrieg gebucht?

Weh', wenn nun die Blutflut dahingerollt Und Vergeltung die Schuldigen sucht!

Zu kurz ist die Zeit! Es muß Ewigkeit sein, Um dieses Wollen zu rächen.

Ich hab's nicht gewollt. Mein Gewissen ist rein!" Rur einer konnte so sprechen.

Doch euch, kalte Spieler im Völkerbrand, Euch bleibt dieser Schuldposten offen!

Ihr warft zwar den Einsatz ins Totenland, Doch die Kugel, die draußen getroffen, Die hat auch daheim noch ein Ziel erspürt, Wie Mütterleins Grabstein berichtet. Dein Mark, Eiche Deutschland, blieb unberührt. Du grünst noch. Der Ewige richtet!

Georg Flemmig.