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s Jahrgang Schlüchtern / februnr 1$U Hummer L

TSte Besdietöenheit, die zum Bewußtsein <Xtern, auf den ich schaue, sels, auf dem ich stell', Brot, von dem ich lebe, Duell an dem ich ruti', kommt, kommt ums Leben. w führet, 6cm ich traue, Stab, an dem ich gest', Ziel, das ich erstrebe; stlles, fierr. bist du.

v. Lbner-Eschenbach. Martin Dpitz.

Eanbrat Valentiner ein herzlich Wort beim Scheiden. -

Herr Landrat Valentiner ist nach. Burgdorf bei Hannover versetzt!"

Mindestens zehnmal wurde mir diese betrübende Botschaft von lieben Freunden in die Frankfurter Klinik gemeldet, wo ich seit 6 Wochen, von Krank­heit geplagt und dem Heimweh, das mich leider nun einmal überall hin wie ein treuer, aber bissiger Hund verfolgt, weilte. Es war gut, daß er mich selbst einige Tage vorher auf den Schlag vorbereitet hatte; denn als ein solcher wird er von allen, die unserem Heimatbunde zugetan sind, empfunden. Und nicht nur von den Heimatbündlern, sondern ganz gewiß, von allen Kreis-Angehörigen, die ihm näher getreten sind. Was er dem Kreise gewesen ist, ist ihm sicher aus berufenerem Munde gesagt worden, und das durfte und mußte bei seinem Scheiden von dem bisherigen Arbeitsfelde auch geschehen. Und die Leute, die das getan haben, haben mit gutem Gewissen zu Superlativen greifen dürfen, ohne zu übertreiben, obschon er das gar nicht nötig hat. Auch wir vom Vorstände des Heimatbundes denken nicht daran, ihm ein Loblied zu singen, schon deshalb nicht, weil uns und ihm, wie ich weiß, das Scheiden sehr schwer wurde. Und auch ich möchte am liebsten die Feder wieder hinlegen angesichts der neuen Lücke, die sich aufgetan. Sein Scheiden bedeutet einen Ver­lust, den ich unter Schmerzen buche. Gewiß, wenn der Heimatbund selbst durch das Scheiden Einzelner ins Wanken käme, dürfte er sich ruhig begraben

lassen. Aber wie weh tut's doch!, ehrliche, wirkliche Helfer missen zu müssen! Was Landrat Valentiner unserem Bunde gewesen ist, braucht nicht gesagt zu werden, das weiß jeder. Ich will auch nur eines aussprechen, was in vieler Herzen lebt und man­chem wohl erst beim Scheiden des Mannes zum Be­wußtsein kam. Ich! will nicht reden von Hochachtung, Verehrung, Dankbarkeit, Unvergessenbleiben u. der­gleichen, sondern alles, was wir fühlen, in zwei Sätzlein fassen:Wir haben alle den scheidenden ersten Beamten des Kreises von Herzen lieb gehabt! Und wir behalten ihn lieb!" Mag der Herr Landrat auch weggehen, der Mensch Valentiner bleibt uns, und ganz los kommt sein Herz von unserem Kreise auch niemals. Das weiß ich. Das Band, das uns verbindet, trennt weder Zeit noch Ort. Unser Gott möge ihm sein warmes, allezeit zum Helfen bereites Herz erhalten und ihn auch in feinem neuem Arbeitsfelds reichlich segnen in Amt und Haus und ihm vergelten in schweren Stunden, was er so vielen in unserer Heimat Gutes getan! Aber Abschied nehmen Heimatbund und sein zweiter Vorsitzender nicht. Das ist einfach unmöglich. Wir wollen mehr von ihm behalten als die Erinnerung an die Zeit, da unsere Lebenswege neben einander liefen. Gott segne den Fleißigen, Treuen, der uns allen ein Vorbild gewesen! Für die Schule aber war sein Abschiedstag im besonderen Sinne ein Trauertag. Flg.