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Nr. 5/6 c^mc^c^^^c^d^c^k^c^rs Unsere freimat c^c^c^c^cw^c^c^ß^ Seite 57

Jn treuer Pflichterfüllung fielen ferner für das Vaterland:

aus G u n d h e l m:

9. Johannes Winhold, Unteroffizier, geboren am 5. Mai 1883, zuletzt in Frankfurt wohnhaft, vor Verdun am 28. Februar 1916.

10. Johann Georg Blum, Gefreiter, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klaffe, geboren am 22. Januar 1891, am 14. März nordöstlich von Verdun auf der Höhe 254 bei dem Dorfe Abancourt.

aus Hütten:

14. Johann Lamb, Landsturmmann, geboren am 9. Nov. 1881, am 7. 1915 bei Kalusch in Galizien.

15. Adam Schlemmer, Grenadier, 11. Komp., Res.-Jnft.- Regts. 203, geboren am 16. Juni 1895, gestorben am 25. Januar 1916 an Gehirnhautentzündung im Res.- Feldlazarett 73 des 22. Res.-Korps.

16. Johannes Kreß, Ersatz-Reservist, geboren am 12. August 1890, am 25. Februar 1SI6 durch Bauchschuß bei Verdun.

17. Johann Adam Höhn, Unteroffizier, Inhaber des Eis. Kreuzes, geboren am 20. Mai 1891, schwer verwundet durch Brustschuß beim Sturm auf die Höhen vor Verdun am 25. Februar 1916, gestorben am 28. Februar 1916 im Feldlazarett 9 des 18. Armeekorps.

18. Nikolaus Koch, Pionier, geboren am 30. April 1889, gefallen am 26. März 1916 östlich des Dorfes Intoka durch Kopfschuß.

aus Schwarzenfels:

10. Der Obergefreite Wilhelm Schröder wurde am 28. März in Frankreich beim Fahren von Munition in die Batterie durch Hirnschuß schwer verwundet; er starb kurz danach auf dem nächsten Verbandplatz. Er hinter­läßt Frau und Kind und tiefgebeugte Eltern. Ein Kind starb ihm vor einem Jahr, als er schon im Felde stand und eine sechzehnjährige blühende Schwester während seines kurzen Erholungsurlaubs im Januar ds. Is.

Gott tröste die Heimgesuchten, die auch schon den Schwiegersohn im Krieg verloren!

11. Gefreiter Adam Dorn, starb infolge schwerer Verwund­ung im Lazarett zu Montmedy, 25 Jahre alt.

aus Altengronau:

11. Johannes Ruppert, starb am 18. März im Res.- Feldlazareti 69 an seiner am 16. März 1916 vor dem Feind erhaltenen Wunde. Er ruht auf dem Militär­friedhof zu Grandpre im Grabe 278.

aus Uttrichshausen:

9. Pionier Nik. Bö hm, Inhaber des Eis. Kreuzes, Sohn des Schmieds Böhm, geb. am 11. Mai 1883, am 26. Febr. 1916 vor Verdun. Er hinterläßt Witwe und Kind.

10. Ins. Johannes Sauer, Sohn des Landwirts Sauer, geb. am 10. Aug 1891, am 23. Febr. 1916 vor Verdun.

11. Landft. Ioh. Nik. Bey, geb. am 13. Oktober 1885, ge­storben an Cholera am 14. Juni 1915 in Przemysl. aus H e u b a ch:

12. Ers.-Res. Konrad Klüh. Er starb im Lazarett zu Valenciennes an Gehirnhautentzündung am 26. Febr. 1916. Er hinterläßt Witwe und Kind.

Das Eiserne Krena erhielten :

aus Schlächtern: W. Thaler.

aus Altengronau: Gefreiter Adam Ullrich, Unteroffizier und Fahnenschmied Christian Krack.

Die Hess. TapferkeitsmedaiUe erhielt:

aus Altengronau: Unteroffizier Friedrich Kreß.

Frennntpost

Von Beiträgen, welche bis zum 15. Juni nicht einge­gangen sind, wird angenommen, daß man sie durch Postauftrag oder Nachnahme erhoben zu sehen wünscht. —

Zum erstenmale seit Kriegsbeginn tagten die Helfer des H.-B. am Mittwoch, dem 3. Mai, im Gasthaus „Zum Stern" in Schlüchtern, zu einer Gefamtvorftandssitzung zusammen­tretend. Es waren folgende Mitglieder des Gesamtvorstandes anwesend: Medizinalrat Dr. Cauer, Regierungsrat von Trott zu Solz, E. Weichel, Lehrer Flemmig, SeminaUehrer Walther, Landesrentm. Barthelmes, Forstmeister Hebel, Sanitätsrat Dr. Freudenthal, Pater-Pastor Schumacher, Pfarrer Richter, Pfarrer Hild, Postagent Müller, Pfarrer Seyd, Fräulein Walter-Soden, Pfarrer Kurz, Lehrer Klauer, Kantor Freund, Bürgermeister Schleich, Lehrer Schüler, Lehrer Schmidt, Lehrer Kreß, Lehrer Ulrich, Lehrer Euler, Hauptlehrer Dillenburger, Lehrer Jordan, Pfarrer Ehringhaus, Bürgermeister Weber, Bürgermeister Simon. Als Gäste nahmen an der Sitzung teil Pfarrer Jäger aus Frankfurt a. M., Lehrer Storch-Herolz, Lehrer a. D. Frischkorn-Salmünster, Rentier Walter-Soden, Pfarrer Hüber-Sannerz, Fräulein Hufnagel, Lehrer Agricola- Züntersbach, Lehrer Ditzel-Soden. Nicht vertreten waren Ahlersbach, Breitenbach, Breunings, Reinhards, Seidenroth, Neuengronau, deren Helfer einberufen find, und Heubach, Uttrichshausen, Steinau, Wallroth, Weiperz. Herr Medizi­nalrat Dr. Cauer erstattete zunächst folgenden Rechenschafts­bericht: „Nach dem Ausbruch des ungeheuren Krieges, in dem wir nun feit F/4 Jahren stehen, hat unsere Heimatbund­arbeit zunächst völlig geruht. Solange wir mit verhaltenem Atem nach der Grenze blicken mußten, war keine Zeit für Friedensarbeit daheim. Als sich aber nach der großen

Schlacht an der Marne der Krieg im Westen zu einem Stellungskampf ausgebildet hatte und ein regelrechter Verkehr mit unfern Brüdern draußen nicht nur möglich, sondern auch in höchsten Grade erwünscht erschien, haben wir unsere anfängliche Zurückhaltung aufgegeben, Wir haben unsere Tätigkeit auf das Heimatblatt konzentriert und alle andere Heimatbundarbeit zurückstehen lassen. Daß wir damit das Richtige taten, zeigt der Erfolg. Viele Tausend Heimatblätter find an die Front und in die Etappen gewandert; das Echo von draußen ist herzerquickend und zeigt uns, daß wir auf dem rechten Wege sind, ein bißchen Heimatluft und Heimat­brot den in bitteren Mühen stehenden Kämpfern zuzuführen. Hoffentlich machen uns die stetig wachsenden Papierpreise keinen Strich durch oder keinen Abstrich an unseren Absichten. Im ganzen sind während des Krieges bis jetzt 16 Nummern, darunter mehrfach solche doppelten Inhalts, mit zusammen 208 Seiten herausgebracht und nicht nur den Gliedern unseres Bundes, sondern möglichst allen Kriegsteilnehmern hinausge­sandt worden. Damit steht im Zusammenhang, daß wir in dem Erforschen der Heimatkunde tüchtig vorangekommen sind. Keine Nummer unseres Blattes erschien, ohne etwas Heimat- geschichtliches zu enthalten. Welche Mühe und Aufmerksamkeit es erfordert, den Stoff für diese geschichtlichen Abhandlungen zu finden und zu heben, kann nur der recht beurteilen, der es selbst versucht hat, auf diesem Gebiete tätig z r sein. Reiches Material wartet noch auf Hebung und Verwertung. Alle Mitarbeit wurde nun schon seit 8 Jahren hindurch völlig umsonst, aus Liebe zur Sache getan. Diese Arbeit wäre nicht möglich gewesen, wenn sie nicht ein so prachtvolles Echo in den Herzen unserer Mitglieder und Freunde heroorgerufen