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Seite 24 ^^^r^r^s^p^^^ Unsere Lseimat ^^^^^^^^r^c^c^ß^ ' Nr. 2

boas is niest für en Bauer! Ich Honn's enü ge- droahl (gedreht) on honns erü geiväljet (gewälzt), ich konnt em äwer niest ongehoa!"

W.

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Recht.

Ein Storch jagte in den pontmischen Sümpfen.

Mit welchem Rechte verschlingst du uns?" ent­rüsteten sich die Frösche.

Zur Zeit nach römischem Recht", erwiderte würdevoll der Storch. (H. Lichterbaum.)

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Einemoderne Frau und Mutter vor dem Krieg.

Und orinnen waltet Nein, das ist veraltet! Drin repräsentiert Die Dame des Hauses, Zwar Mutter der Kinder, Doch hält sie sich weise Meist fern ihrem Kreise; Sie lehrt nicht die Mädchen Und wehrt nicht den Knaben (Sie wird doch wohl Bonne Und Hauslehrer haben), Beansprucht ohn' Ende Der Dienerschaft Hände. Für Verlust und Gewinn

Hat sie gar keinen Sinn,

Kauft zierliche Sachen im prunkenden Laden, Hantiert nur höchst selten mit Nadel und Faden Und beziehet en gros für den stilvollen Schrein Von Rudolph Hertzog den schneeigen Lein, Sie kultiviert nur den Glanz und den Schimmer Und ruhet nimmer". (A. Matthias.)

Die glückliche Familie.

Unter der SpitzmarkeAm runden Tisch" erzählt ein New-Porker Blatt allerlei Anekdotisches von be­kannten Amerikanern, u. a. auch folgendes Geschicht- chen: Prof. Jrving Fisher von der Pale-Universi- tät war zu einem Bankett geladen, dem ein russischer Offizier belwohnte.Ich bewundere Ihr Land", sagte der Russe zu dem Professor,weil es so friedlich ist. Politiker, Finanzleute, Ar­beiter, Kaufleute, Geistliche, alle leben so friedlich nebeneinander, eine einzige glückliche Familie". Der Professor lächelte, dankte für das Kompliment und erwiderte:Eine ebenso glückliche Familie wie die, die der selige Barnum vorzuführen pflegte: ein Löwe, ein Tiger, ein Wolf, ein Bär und ein Lamm, alle zusammen in einem Käfig!"Wunderbar!", sagte der Russe.Wunderbar, lehrreich und stau­nenswert. Und wie lange blieben diese Tiere bei­sammen?"Mehrere Jahre . . . nur das Lamm muhte von Zeit zu Zeit erneuert werden!"

^eimatpost.

Die lieben Leser vonU. H." mögen verzeihen, wenn die Heimatpost diesmal manches nicht bringt, was zu melden wäre Ich bin selber heimatfern. Herzensdank für die vielen Zuschriften, besonders für die ergreifenden Schilderungen der Weihnachtsfeiern draußen! Sie sollen, soll Gott will, einmal ein besonderes Heft füllen. Anfragen und Wünsche werde ich nach und nach beantworten und erfüllen, soweit es nicht schon geschehen. Sollte jemand bei der Versendung der Inhaltsver­zeichnisse des 2. Bandes vonU. H übersetzen worden sein, so möge er noch einmal winken. Bei der langen Abwesenheit von daheim ist mein Schreibtisch ein wenig in Unordnung geraten. Es soll aber alles erledigt werden, sobald ich wieder heim darf. Von draußen kam die schmerzende Kunde, daß unser lieber Heinrich Freund (nom Heideküppel) am 26. Januar sein Leben in dieser großen deutschen Volksnot ge­opfert hat. Am 31. Dezember vorigen Jahres hat er mit Adam Schlingloff znsammen in der gewohnten treuen, herz­lichen Art den Heimatbund zum letzten Male gegrüßt. Ein Freund, der mir die Trauerkunde übermittelte, schrieb:Er war sicher einer unserer Besten." Das ist gewißlich wahr, Möge Gott geben, daß wir alle wiedersehn in der Stadt, in der ewiger Friede wohnt und Scheiden und Meiden ein Ende hat! Weitere Verluste hat man mir diesmal nicht gemeldet. Als ich an einem Sonntag einmal daheim war, warteten 3 Tote im Städtchen auf ihr Grab: der fast 80jährige Kreis­brandmeister Orth, der Sohn meines Altersgenossen Jean Förster und das fast blinde jüngste Töchterchen meines Nach­barn Moses Oppenheimer, eine meiner Schülerinnen. Nun sieht die kleine, fchwache Hanna wieder! Es wird also auch daheim gestorben, d. h. abgelegt, was dieser armen, leidge­schlagenen Erde angehört.Was wir bergen in den Särgen, ist der Erde Kleid; was wir lieben, ist geblieben, bleibt in Ewigkeit." Diesen Glauben, nein, dieses Wissen lassen wir uns nicht rauben, und diejenigen, die es der Menschheit rauben wollen, sollten bedenken, daß sie damit noch einen größeren Frevel begehen als die Anzetteler dieses Weltbrandes.

Übrigens scheint es bald Frühling werden zu wollen, schon regt und rührt sichs im schlummernden Leben draußen. Im Garten unseres Frankfurter Krankenhauses hier zeigt der Flieder schon fingerlange grüne Triebe und allerlei andere vorwitzige Kinder Floras stecken die Köpfchen aus der Erde, neugierig, wie's wohl oben ist. Das scheint auch das Vög- lein im Kirschlorbeerstrauch zu wissen; denn es warnt aus Leibeskräften:s ist noch zu früh!" Unser Schlüchterner Sprichwort:Lichtmeß ist mitten im Winter!" scheint Mutter Natur hier am Main übrigens nicht z t kennen; doch dürfen sich unsere Bergbauern daheim damit trösten, daß der Dachs am 2. Februar seinen Schatten nicht gesehen hat. Die Saaten auf den Ackern d"er Heimat stehen, wie ich höre, sehr gut. Daß der ehemalige Rektor unseres Progymnasiums Dr. Traugott Hayner, 70 Jahre alt, in Jena auch entschlafen ist, sei auch vermerkt. Er war auch einer, der unsere Heimat lieb gewonnen hatte und ihrer Vergangenheit nachforschte. Er ruhe in Frieden! Aus Elm ist Kaspar Deberle am 15. Dezember in Frankreich gefallen. Ein anderer Elmer, dem Flieger Heinrich Helfrich ist für eine hervorragende Tat an der Front ein silberner Ehrenbecher zuteil geworden. Die Urkunde ist unterzeichnet von dem Ehef des Feldflugwesens im Großen Hauptquartier. Das Eiserne Kreuz 2. Kl. wurde dem Uhrmachergehülfen Beyer bei H. Vey in Schlüchtern und dem Lehrer Fritz Kreis in Gelnhausen (früher Präpa- randenlehrer in Schlüchtern) von Sr. Majestät dem Kaiser persönlich überreicht. Regierungsrat von Trott zu Solz übernahm die Amtsgeschäfte des aus dem Kreise ge­schiedenen Landrats Valentiner. Im Kreise Schlüchtern sind im Jahre 1915 für Obst 10617,91 Mk. gelöst worden. Ein Verarbeitungs-, Veräußerungs- und Bewegungsverbol für Web-, Trikot-, Wirk- und Strickgarne ist in Kraft ge­treten. Petroleumkarten gibt's jetzt auch. So, und damit soll's genug sein für diesmal. Nur noch einen herzlichen Gruß allen Heimatgenossendraußen" und daheim!"

Flg.

Als Manuskript gedruckt: H. Steinfeld Söhne, Schlüchtern. Schriftleitung: Lehrer Flemmig in Schlüchtern. Verlag des Heimatbundes in Schlüchtern.