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ung der Klassenlehrerin Fräulein Römheld schmückten das Kriegerdenkmal auf dem Kumpen mit einem großen Kranze aus Eichenlaub mit schwarz-weiß- roter Schleife.
In Anbetracht des Umstandes, daß der Unterricht, wie bereits oben erwähnt, nicht regelmäßig erteilt werden konnte und die Leistungen der Schüler durch die Zeitverhältnisse erheblich beeinflußt worden waren, sah das Lehrerkollegium von der Erteilung von Herbstzeugnissen ab.
Am 7. Oktober wurde der Lehrer Lamm zur militärischen Dienstleistung bei dem Ersatztruppenteile des 81. Infanterie-Regiments zu Frankfurt a. M. eingezogen. Seine Vertretung übernahm einstweilen freiwillig und in dankenswerter Weise der Schul- amtsbewerber Bernhard Romeiser aus Steinau.
Während des Winterhalbjahres ließ die Wels- berg'sche Pflege etwa 20 armen Schülern, besonders solchen, deren Väter im Felde standen, auf Anregung
Am 17. November fand eine Schulfeier des Sieges über die Russen bei Kutno statt.
Während des Winterhalbjahres stellten die Mädchen der mittleren und oberen Klassen ihre erlangte Eeschicklichkeiten in den Handarbeiten in den Dienst des Vaterlandes und fertigten unter Leitung der Handarbeitslehrerin - Fräulein Deuhard 68 Paar Füßlinge, 2 Kopsschützer und viele Fußlappen und Leibbinden für die Soldaten im Felde. Außerdem konnten der Kriegsfürsorge 20 Paar Frauenstrümpfe, die wir gleichfalls ihrem Fleiße verdankten, überwiesen werden.
Die Knaben dagegen spielten nach Beendigung der Feldarbeiten in ihren freien Stunden, besonders an den Sonntag-Nachmittagen, mit Vorliebe und großem Eifer Soldaten. Ein junger Techniker hatte ihnen ein hölzernes, grau angestrichenes Feldgeschütz hergestellt, und sie selbst hatten sich mit selbst- gefertigten Ausrüstungen und Waffen versehen.
Phot. von K. Merz-Steinau.
des Rektors hin, durch Frau Bäcker Philipp Buß (Stadtberg) geschmierte Brote zum Frühstück verabreichen.
Am 7. November verunstaltete die Schule anläßlich des Seesieges unserer Auslandskreuzer über ein englisches Geschwader bei Coronel an der chilenischen Küste eine dem erfreulichen Ereignisse entsprechende Feier.
Am 9. November wurde der Lehrer Romeiser von Königlicher Regierung als Vertreter nach Oberzell beordert. Es mußten deshalb, um die Verfehung der verwaisten Klassen 5 und 6 ermöglichen zu können, umfangreiche und tief einschneidende Aenderungen im Stundenplan und im Unterrichtsbetriebe vorgenommen werden, die sämtlich die Genehmigung des Herrn Kreisschulinspektors fanden. Namentlich mußten die technischen Fächer, wie Zeichnen und Turnen, in den meisten Klassen gänzlich in Wegfall kommen.
Es war für ganz Steinau, namentlich die Eltern, ein kleines Ereignis, wenn die beiden Kompagnien der Schülerwehr auf dem Kumpen antraten, unter dem Gesänge vaterländischer Lieder und mit wehenden Fahnen durch die Stadt zogen und draußen im Felde ihre Uebungen abhielten. In der Dämmerung kehrten sie dann in gleicher Weise zurück, nahmen wieder auf dem Kumpen Aufstellung und gingen, gewöhnlich nach einer kleinen Ansprache des Rektors und einem Hoche oder Hurra auf Kaiser, Reich und Kriegsheer, auseinander. Außerdem betätigten die Knaben ihren vaterländischen Eifer durch das Sammeln alter Patronenhülsen. Bereits am 16. Januar 1915 konnte der Rektor 18 Pfund leere Hülsen, gebrauchte Geschosse und einzelne Geschoß- teile an das Artillerie-Depot zu Frankfurt a. M.- Bockenheim abgehen lassen.
Am 27. Januar, vormittags 9 Uhr, fand in den Klassen die Feier des Geburtstages Sr. Majestät