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Seite 18 i^i^^^c^i^c^>c^>c^)c^)c^)c^) Unsere Heimat c^^^i^c^c^c^^c^c^c^c^ Nr. 2

heit wiedergeben und mögen die innigen Dankes­wünsche, die auch aus Schützengräben sich für ihn er­heben, erhört werden.

Daß der warmherzige Freund und Förderer des Heimatbundes, Herr Landrat Valentiuer, uns hat verlassen müssen, wird von jedem, der ihn in den Versammlungen auch nur einmal gesehen und gehört hat, als ein sehr schwerer Verlust empfunden werden. Nicht die Z ahl der Mitglieder allein schafft unserem Bunde Vollkraft; starke und freundliche Herzen müssen ihn täglich mit neuem Leben er­füllen.

Noch früher als im verflossenen Jahre hat heuer der Frühling sich angemeldet. Die ältesten Leute erinnern sich nicht eines so milden, aber auch feuch­ten Winters, der dem schlafenden Heer der Wurzeln in der Erde nur kurze Ruhe gegönnt hat. Der Spruch: „Wenn die Tage langen, kommt der Winter gegangen", ist jetzt, in der Mitte des Februars, noch nicht wahr geworden. Und jeder neue Tag läßt unsere Hoffnung fester werden, daß ein strenger Nach­winter uns verschone. Die Wintersaat steht dicht und kräftig. Kommt sie nun noch ungeschädigt durch den März, dann dürfen wir auf ein gutes Erntejahr rechnen.

Mit bedenklichen Mienen aber sehen die Obst­züchter nach ihren Bäumen. Solche Naseweisheit ist bei denen von uns noch nicht gesehen worden. Die ersten Pfirsichblüten haben sich schon geöffnet; die Knospen der Kirschen, Pflaumen und Frühbirnen sehen aus, als wäre der Alarm angekündigt. Ein paar warme Tage, und wir haben die Frühblüher im vollen Osterstaat - sechs Wochen vor Ostern. Da ist von Drückebergerei nichts zu sehen — lauter Durchgänger nach vorn gegen die feindliche Front, die Frostnächte, die uns leicht große Verluste bringen.

Doch das sind geringe Sorgen gegen die eine, daß draußen in der großen Front alles ohne großen Schaden ausgehen möge. Denn wir daheim sind fest entschlossen durchzuhalten, auch ohne Obst und ohne Kakao, ohne Kaffee und ohne Zigarette, ohne Gau­menkitzel und - wenn's eben fein muß auch ohne volle Brot- und Kartoffelrationen.

Wir halten aus im Wettbewerb mit den Ak­tiven draußen — trotz mancher unerfreulichen Er­scheinungen. Daß nicht jeder Einzelne vom Gedanken des Gedeihens der Allgemeinheit erfüllt ist, wußten wir schon lange in den Zeiten des Frie­dens. Denn auch das deutsche Volk besteht nicht aus lauter Engeln. Aber jetzt scheint bei uns daheim die Zeit der Feuerprobe gekom­men zu sein! Alle die, die sich jetzt die Taschen füllen mit dem leichten und hohen Wucherverdienst in Landwirtschaft, Industrie und Handel zum Schaden des Ganzen; alle, die sich aus Ge­winnsucht den Anordnungen der Kriegsfürsorge für die Gesamtheit offen entgegen stellen ooer heimlich entziehen; manche Kriegsunterstützungsem­

pfänger, die sich als solche so wohl und mollig füh­len, daß sie den Verdienst durch Arbeit meiden, während in landwirtschaftlichen oder ge­werblichen Betrieben, die Arbeitskräfte fehlen; manche Inhaber von Betrieben die den Unterstützungsem­pfängern zumuten, für sie um geringeren Lohn zu arbeiten, um so einen Teil der Kriegsunterstützungen in ihre eigene volle Tasche zu leiten; jeder kurzum, der jetzt nur an sich denkt und dem es gleichgültig ist, ob große Teile des Volksganzen durch sein Tun oder Lassen leiden: Sie alle werden aus der Zeit des schweren Ringens des deutschen Volkes um seine Freiheit und um seine Größe mit einem Brand­mal gezeichnet hervorgehen. Es wird ihren Kin­dern u. Enkeln noch mißtönig in die Ohren klingen: „Der hat seinen Reichtum im Krieg er = warben! Und es wird ein Fluch an diesem Ge­winn kleben, auch wenn diese Leute jetzt als „Ge­scheite" und nicht als Kriegswucherer bezeichnet werden. Wer diese Feuerprobe für Religion, Sitt­lichkeit und Vaterlandsliebe jetzt nicht besteht, er­weist sich als ein Schmarotzer am deutschen Volks­körper und hat das Recht verwirkt, nach dem Kriege milzuraten und mitzutaten beim Schaffen und Wir­ken für das Volksganze.

Es find, Gott sei Dank, verschwindende Aus­nahmen in unserer Heimat wie im ganzen Volke, durch die eine Gesinnung an den Tag gebracht wird, die von wahrer und echter Vaterlandsliebe weit, weit entfernt ist. Für diese Menschen mag ein Wort eines unserer besten, deutschen Männer, der von hoher Stelle aus dem Vaterlande in sozialer und wirtschaft­licher Hinsicht ungemein hohe Dienste geleistet hat, des Grafen v. Posadowsly, hierher gesetzt werden:

„In dieser ernsten Zeit, wo so unendlich viele unserer besten Volksgenossen unter grünem Rasen in Feindesland der Ewigkeit entgegenschlummern, mag sich ein jeder einmal berechnen, wie lang seine Lebensdauer nach menschlichen Erfahrungen noch bemessen sein kann. Das wird vielleicht abhalten, den Wert des eigenen Lebens für die Gesamtheit und die Zukunft unseres Volkes allzuhoch einzu- schätzen, und gleichzeitig die besonnene Kraft geben, den eigenen Lebensrest zum Besten der Gesamtheit und unserer Zukunft so nützlich wie möglich aus- zunützen. Wann hätte es jemals eine würdigere Gelegenheit gegeben, in diesem Sinne die Liebe zum Vaterlande zu betätigen? Ein Volk, in dem jeder einzelne die Zukunft der kommenden Geschlech­ter über den Wert des eigenen Lebens und über die süße Gewohnheit des eigenen Daseins stellt, ist und bleibt unbesiegbar!"

Was das den Heimatbund angeht? Nun, die Pflege der Liebe und Treue zur Heimat ist der beste Nährboden für die Liebe und Treue zur großen Hei­mat, zum deutschen Vaterlande. Soll da der Heimat- bund schweigen, während schon die Steine schreien?

Walther.

wenn wir

Und wieder ging ein Heller Wandertag zu Ende Wir kamen fröhlich heim die Herzen voller Wonne, Vom hohen Wiesenweg sahn wir, wie sich die Sonne Barg müde in der Abendwolken weiche Hände.

Das war ein Glühn, ein Glanz am goldnen Himmelstor, Ein Feuer, das den Westen wollte schier verbrennen.

Wir mochten von dem großen Bilde kaum uns trennen, Als unser freier Weg sich in den Wald verlor.

im Leide gehen,

Und doch, wie schön das war! Jetzt schimmerten die Fluten Vom nahen Waldrand her. Und durch die Fichtenreih'n Sahn Stück um Stück wir nun den goldnen Himmelsschein, Die dunklen Stämme brachen nur das Licht der Gluten.

— So, denk'ich, sollt es sein, wenn wir im Leide gehen: Vom nächt'gen Wege sollten wir in fröhlichem Vertrauen Nur immer in den Glanz der Liebe Gottes schauen. Anbetend würden seinen Weg und Willen wir verstehen.