Einzelbild herunterladen
 
  

Seite 8 ß^ß^ß^ß^ß^ß^ß^ß^ß^ßsß^ßi) Unsere Heimat ßyß^ß^wßSß^ß^ß^ßSß^ß^ß^ Nr. 1

Kinderstube wegwirft, den Boden, auf den Gott ihn gesetzt hat, eigenmächtig mit einem selbsterwählten vertauscht. Er verdirbt damit ein Erdenleben ebenso wie ein Selbstmörder. Die ganze Welt und alles, was drin ist, darf uns gehören, aber wir dürfen uns an nichts wegwerfen, denn wir sind Eottesgeistes. Darum gehört der Deutsche zum Deutschen, und das Vaterland hat die heilige Pflicht, schützend und befruchtend hinter jedem zu stehen.

Noch ein zweites hat uns die unerhört große Zeit gezeigt, eine Jahrtausende alte Wahrheit, die ein­mal die Chinesen entdeckt haben, sie sagten sich, eine starke Mitte ist der beste Schutz nach außen. Wie im menschlichen Körper hält ein starkes Herz den ganzen Leib in Ordnung. Demnach nannten sie sich das Reich der Mitte und haben mit der starken Mitte die Jahrtausende überdauert, werden auch das win­dige und treulose Japan überdauern, das ihre Außenwerke umschleicht. Uns hat der Krieg aufs deutlichste gezeigt, daß wir auch eine starke Mitte bilden müssen, wenn nicht als Volk so als Staaten­bund. Die Mitte Europas und sein Herz sind wir. Im Bunde mit Oesterreich waren wir sehr stark, ja unsere Mitte vergrößerte sich, denn die Türkei glie­derte sich an, und die Völker der europäischen Mitte haben wacker gekämpft für den Frieden der Mitte. Diese Mitte, durch die sich eine Linie legen läßt von der alten deutschen Stadt Kales (Calais) bis nach Konstantinopel, hat sich stark genug erwiesen, oie mörderischen Pläne unserer Feinde scheitern zu machen. Sie wird weiter stark genug sein, dem zag­haften Norden den Frieden zu erhalten und ihn dem treulosen Süden aufzuzwingen. Eine starke, deutsch geführte Mitte ist der beste Friedenshort Europas, der Welt.

Die Linie läßt sich über das Goldene Horn wei­ter fortsetzen und durchläuft die ganze Türkei, Meso­potamien, Persien bis Indien. Sie kann auch China streifen. Das sind die Länder, die die räuberischen Gelüste der Außenseiter Englands, Rußlands, Ja­pans erregt haben. Wird die Mitte stark und einig, so ist alles Toben dagegen umsonst. Sie soll ein Reich des Friedens und der Freiheit werden, das

gegen russische, englische und japanische Begehrlich­keit für alle Zeiten geschützt ist. Deutschland ist von der Weltgeschichte und ihrem Lenker ausgetragen, dieses Reich der Mitte zu beginnen, zu ordnen und zu schützen. Es soll keineswegs an Stelle englischer oder russischer Knechtschaft eine deutsche gesetzt wer­den, im Gegenteil soll jedes Volk, jeder Staat erst recht er selbst werden, aber Freiheit bedeutet zugleich Zucht und Ordnung. Deutsche Ordnung soll auch unsere Freunde Ordnung lehren und durch Drbnung ihre wahre Freiheit anbahnen.

Ganz gewiß ist's kein Zufall, daß diese Linie durch Länder geht, auf deren sittliches Empfinden man rechnen kann. Der Deutsche, der Oesterreicher, der Türke, der Perser, der Inder und Chinese hat einen inneren Halt an alten ehrwürdigen Sitten und Bekenntnissen. An die Sitte kann man anknüpfen, die Sitte muß man erhalten, an der ge­heiligten Sitte können Völker auch nach außen st a r k werden.

Das ist die große Aufgabe, der Lohn für die schweren Kämpfe und das Blutvergießen unserer teuren Helden, daß uns Deutschen die Wege geebnet sind zu einem Bunde der Mitte. Unendliche Arbeit und viel Mühe wird dieser Weg verursachen. Aber deutsche Arbeit ist ein beglückendes Aufjauchzen in Kraft.

An den Völkern der Mitte können wir aber nur arbeiten, wenn wir sie tief im Innern verstehen und achten lernen in ihrem Sondersein. Nicht ausbeuten sollen wir den Orient, sondern mitschaffen an den Bedingungen seines Werdens. Lernen wir unsere neuen Freunde in ihrer Art nicht verstehen, so zer­fiele der Bund der Mitte schneller als er gegründet, und uns wird die große Aufgabe wieder genommen.

Es ist eine heilig-ernste Stunde. Die Welt er­wartet von uns ein Weihnachtslicht, das das alte Weihnachtslied vom Frieden auf Erden wahr macht. Möchten alle, jeder an seinem Teile, dazu mithelfen.

Damit grüße ich die Leser freundlich und wünsche für alle ein Jahr des Lebens, des Heils, des Frie­dens. Wir stehen im großen Erleben. Heil unserem Vaterlande!

Zu spät!

Er ist, solang' ich denken kann, Mein schlimmster Feind gewesen; Ich war nicht schuldlos an dem Hah, Von dem wir jetzt genesen.

Vor Monden rief auch ihn der Krieg.

Für mich hat er gestritten, Für mich, weil für sein Volk und Land, Unsagbar schwer gelitten.

Ich schrieb ihm, als er totwund lag! „Vergib! Gott schenkt uns allen!" Das Brieflein kam verschlossen heim Mit dem Vermerk: „Gefallen."

Nun nagt sein Tod an meiner Ruh': „Zu spät!" quält das Gewissen — Doch nicht für dich und deinen Feind, Eil', eh' er Dir entrissen! Flg.