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ning. Mein Seel', sich her, Michael, das ist die Waare, die mir heute erst Herr Brünning abgekauft hat! Gesteht ihr habt bei ihm eingebrochen, Diebe hier !"

„Genug der Possen!" rief der Faktor jetzt mit seiner wahren'Stimme und zitternd vor Wuth. „Ich bin es, Faktor Stürmer, und das hier ist Brün­ning ...."

„Herr — Stürmer--Sie?" rief Adam mit dem Tone des höchsten Erstaunens, und fuhr, wie heftig erschrocken, zurück. „D verzeihen Sie wie konnten wir ahnen...

„Schon gut," unterbrach ihn Stürmer in seiner Entschuldigung; „ich will Euch das Nöthige morgen erklären, jetzt scheert Euch zum ...." Damit wandte er sich und wollte seinem Hause zuschreiten. Aber plötzlich prallte er zurück und ein lauter Schrei ent' fuhr ihm.

„Mein Leben, was ist das?" schrie er, indem er zurücksank, die Hände aber verzweiflungsvoll nach seinem Hause emporstreckte.

„Gott im Himmell!" riefen auch Adam und seine Begleiter im höchsten Erschrecken. „Was soll das bedeuten? —"

Adam war der Erste, der seine Fassung wieder gewann und eine augenblickliche Ahnung überkam ihn.

„Ha, Freunde!" schrie er', „das kommt von den Schurken; sie wollen ihr böses Werk in Ausführung bringen. Herr Gott! hätten wir die Sache doch heute früh nicht so leicht genommen! — Herr Stür­mer, auf, um Gotteswillen, es gilt Ihrem Eigen­thum ! Lassen Sie Alles aufbieten l"

Der Faktor schien erst durch diese Worte auS seinem starren Entsetzen gerissen zu werden, laut jam­mernd und die Hände ringend stürzte er fort.

„Auf, wer ein ehrlicher Mann ist, der trete dem Unheil entgegen!" rief Adam nun mit lauter Stimme, und eilte mit seinen Bekannten der Unglücksstätte zu. Brünning hielt es für gerathen, nach Hause zu flüch­ten und er vergaß dabei nicht, so viel er für den Augenblick konnte, von den Waaren mitzunehmen,

Fischer war unentschlossen, was er thun solle; end­lich schien ihn die Sorge für seine Habseligkeiten im Stürmer'schen Hause zu bewegen, sich dorthin zu begeben. (Fortsetzung folgt.)

Prinz Napoleon, der Präsidente.

Mel.: Prinz Eugenius der edle Ritter.

Prinz Napoleon, der Präsidente, Wollte gerne, wenn er könnte, Kaiser werde ohn' Beschwer. Denn sein Amt thät ihn nicht nähren. Seine Schulden sich vermehren Und die Kammer gibt nir her.

Vor die Thür schiebt er die Riegel Und dann tritt er vor den Spiegel Und probirt die Krone auf.

Ja, die Krone ständ mir nette, Wenn ich sie nur auf erst hätte, Steige ich den Thron hinauf!

Son amis, der flüstert leise:

Mak Sik einer kleine Reise Durk la France, die kreuz und quer.

Setz sick uf der kleine Uetke, Autant ok die grau 'Abitkee — Tonte le monde schreit „vive l’empreur;

Vous-avez raison ! spricht Lude,-D Grande force steckt in dem Hute; Apportez donc le chapcau!

Wenn ihn die Soldaten schauen, Item auch des Onkels „Grauen", Sein ick Kaiser, aussitöt.,

Doch in der Zeitung könnt ihr's lesen, Daß es diesmal nir gewesen! Nein, Herr Ludwig, Hand davon! Lächelnd sprach die alte Garde: „DaS ist Lude Bonaparte, Aber nicht Napoleon!"

H. Glüh mann.

Mancherlei.

* Der König von Neapel hat beim Papst anje- fragt, ob er wol seinen Eid brechen un doch später zur Seligkeit jelangen könnte. Der Papst hat iho aber jeantwortet, deß er des lieber laaßen möchte