' ^" " " ^' ----7 7 ”'-*-* •*♦ A »VW/ WV <4lUflt schlacht «ich nach ihm, der iö ihm nich Nikolaufig jenug vor die Russen.
* G o t t l i e b. Na sage mal August, der Ma- gistrat will die Wunden heilen, die „eine beklagens- werthe Zeit" der Stadt geschlagen hat. — wie macht er'n daS?
Augu st. Er zieht die Einwohner auS, damit er erst die Wunde sehen kann, und findet er wo ein Loch im Fuß so schneidet er ein Stück auS dem Arm und setzt es dem Fuß ein.
Gottlieb. Na denn is doch wider een Loch in die Seite.
Augu st. Schaafskopp! freilich. Een Loch bleibt immer, und da legen wir Pflaster druf.
Gottlieb. Was denn vor Pflaster?
Augu st. Das werden die Potentaten schon verschreiben.
* Wilhel m. Ach wie schlimm siehst du aus Fritze! Was fehlt dich denn?
Fritze. Es liegt mir in alle Glieder so schwer wie'n Bundesdag. Der Doktor sagt, ick soll Diät halten sonst konservir' ick mir nich.
Wilhelm. Du, det hilft nischt nich. Det Erfurter Parlament hat sich sehr an die Diäten gehalten, un hatte sich man bloö vierzehn Dage konservirt.
* Geschäfts-Anzeige. Das deutsche Volk leidet am Katzenjammer. Wir werden mit Nächstem einen aanzabsondcrlichen Herings-Salat von Baschkiren-Mützen, Kosaken-Piken und Juchten-Karba- tschen ganz frisch von Petersburg hinüber schicken,- um es gründlich davon zu kuriren.
Niklas & Comp.
* Für die deutsche Demokratie ist jetzt gesorgt. Die eine Hälfte wird ausgewiesen, um dem deutschen Volke im Auslande Anerkennungen zu verschaffen, die andere Hälfte wird eingesteckt, um sich im Innern (der Gefängnisse) frei zu entwickeln.
* Ruleke. Sag emal, Pieseke, kennst du denn Hassenpstug's Werke?
Pieseke. I Jott bewahre, der gibt ja nischt raus. Denn sein Wahlspruch is : Prüfet alles und das Beste behaltet! Verstehste mir?
^cvvuuiawngien, als „e N g e r e r R a t y" consti- tuiren, weil es für jeden weiteren Rath unfähig ist. (Kladdcrad.)
Lude. Siehste Jottlieb, wat die Franzosen vor Kerls sind? — Nu haben sie doch die drei Millionen vor ihren Präsidenten bewilligt.
Jottlieb. Den Deibel ooch! Nu kann er ja leben, wie Gott in Frankreich.
Lude. Ach wat! Gott in Frankreich? Wat hat Gott in Frankreich zu thun? Da herrscht der Deibel alleweile wie bei uns in Deutschland.
* Wenn Euer Pech haben will, denn muß Euer das jesetzliche VereinSrecht bei die Volkspartei jenie- ßen, da jeht nischt drüber; et is wirklich umposant. Zum Beispiel Du versammelst Dir alS Miljlied zwee Minuten zu früh, um vorher noch einen Kümmel- Offizier zu schlürfen, Wuppdich wirste rauöjeschmissen. Versammelst Du Dir zwee Sekunden zn spät nach de Constabler-Uhr, wirste ufjelöst. Schwächste stille, denn wirste wegen „Maulhalten" arretirt, un redste, denn wirste wegen Haß un Verachtung jejen die Je- setze kolleh jeschlcppt. Stolpert der Abjeorbente der Obrigkeit über Deine Beene, denn brechste Dir's Je- nick, un stecht ihm eene Flöhe uf'n Puckel, denn wird Dich als Meuchelmarder das Fell über die Ohren jezogen un als Kragen zu'n Konstabler-Paletot verarbeitet. — Darum duth jut, bleibe zu Hause un schäkre mit Deine Olle!
Charade.
Die Erste besteht aus lauter Leichen,
Die ein lebendiges Grab verschlingt
Viel tausend selbander mögen nicht reichen, Die schnell der Mann mit der Hippe bezwingt.
Die beiden andern bestehen zuweilen
Aus dem, was die erste Sylbe genannt; Und immer ist es, was leicht zu theilen, Bald Korn, bald Geld, bald Mist, bald Sand.
Im Ganzen stellt sich euern Blicken Gesellig ein grünes Gebirge dar, Die Berge haben gar weiche Rücken, Da bringt ein Sturz niemals Gefahr.
Das bisherige „Bund esp len u m" in Frank- surt will sich jetzt, nach Abberufung der Preußischen
Druck und Verlag von A. Herber in SBiiiM, Verantwortlicher Redakteur A, Herber,
