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Doch fließt nur Rebenblut.

Sie klammern und befest'gcn

Gern ihr durchlaucht'gcs Nestchen An hohe Stammbaum-Aestchen, Und bauen gern Pallästchen Für Unterthanen-Geld.

Ihr Leben ist e i n Späßchen :

Sie halten sich zum Gläschen, Und schießen Reh und Häschen; Erlassen auch UkäSchen: Von Gottcsgnaden, Wir "

Einst that ich mich vcrsünd'gen, In einem dieser Pfründchen, Da lies man mir verkünd'gen: In vier und zwanzig Stündchen, Müßt' auS dem Reich ich sein.

Ich blieb erst noch ein Weilchen, Nach Einsicht ihrer Zeilchen, Und lachte ob der Eilchen; Es war'n ja nur vier Meilchen Quer durch das ganze Land!

(Buddelmeyer-Zcitnng.)

Mancher! ei.

Sinnsprüche

von

H. Glüh m a n n.

Berliner Pflanze.

Sie wird geboren, flattert am Bande, Macht ihre Witze verliert sich im Sande.

Man muß sich zu helfen wissen.

Jst's heut zu Tage ein Verbrechen

Frei von dem Herzen weg zu sprechen? Nun denn, ihr Freiheitswiderstreber, Dann sprechen wir frei von der Leber!

Ruhe.

Ruhe, Ruhe wünsch' ick Dir, Aengstlicher Philister!

Ruhe, Tante Voss und Bier, Beim Kamingeknister.

Ruhe und den weitesten

Schlund und Weißbiermagen.

Ruhe auf den breitesten Preußischen Grundlagen.

^ y . t t ,. > v ! v v . v.

Willst Du Dir 'nen Philister machen?

So nimm dazu die sieben Sachen: Misch' Hundetreue, Hasenmuth Zusammen mit des Truthahn Wuth.

Dann nimm Geduld, Zufriedenheit

Vom Thiere das da J-a! schreit.

Genügsamkeit und was da mehr, Gibt das Kameel dazu noch her. Schließ diese Sachen, hohl und dumpf, In einem fetten, dicken Sumpf, Füll' ihn, das Leben nun gewärtig, Mit Weißbiergeist und er ist fertig.

Bnddelmeyers Telegraphisches Correspondenz * Bureau.

Telegraphische Depesche aus Madrid.

Ich befinde mir Jottlob die Umstände nach janz fidele; et jetzt ja wieder. Mein Oller is jut. Man nich bange sind, des is die Hauptsache. Besuchen Sie mir doch mal zu'n Stiergefechte. Et jetzt nischt über'n Spanschen Bullen, des versichere ick Ihnen.

T e l e g r a p h i s ch e D e p e s ch e aus Klein- Landsberg.

Unserm Nachtwächter seine Frau ist in Wochen gekommen; die Stadt ist in freudiger Aufregung. Hitze 17°R. Klein-Landsberger Stadt-Obligationen pari. Kartoffel-Spiritus sehr gesucht.

T e l e g r a p h i s ch e D e p c s ch e aus P c ck i n g,

Sr. Majestät der Kaiser befindet sich der großen Hitze wegen in Nanking.

Telegraphische Depesche aus Haiti.

Kaiser Faustin ist wahnsinnig geworden. Er hat die fire Idee, der Union Beitreten zu wollen. Hofrath Dr. Isensee hat ihm einige Oesterreichische Protokolle und Kasselsche Noten als Latwerge ver­schrieben. Das Mittel scheint zu helfen.

* Die kommunal - Behörden und das Polizei- Präsidium von Berlin streiten sich gegenwärtig um die Verwerthung des Straßenkehrichts.

Nun sage noch Einer, daß sich die Behörden nicht um jeden Dreck bekümmern!

* A: Nanu heeßt et jar, der Kaiser von Ruß­land will seinen Thronfolger uf ne lebenslängliche Pension setzen un ruvet seinen zweeten Sohn Kon­stantin zum Thronfolger ernennen.

B: Warum denn des?