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den ankeren ab. Wie im April war es, nicht, k- % a»
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.Du haft mich nie geliebt, Gwendoline, -sonf? beiden obwohl jede Faser ihres Seins . _ “ ’ 1 . it r* * ihm Konto
nach ihm bebte.
Intest >ru nicht so kalt sein, würdest meine
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^bnsucht fühlen! Aber dein Ehrgeiz ist grösser
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Fortsetzung folgt.
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sammenha-nq and die Zusammenarbeit der denen Wirtschaftszweige im selben Gebiet leistet ist, wird in jedem Wirdschafrsbezirk SüdwestdeuffchlanÄ. Ruhrgebiet ufw.) ein
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wirtschaftsrat gebildet, der aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern besteht und eine Art Wirtschastsparla- menr darltellt.
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Von Philipp Hördt.
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ziemlich kurz ab. Tie war sehr beleidigt. ,Du scheinst schlechter Laune, mein Freund!
„Gwendoline —“
Leidenschaftlich kam ihr Name von seinen Lippen. Er streckte die Hände nach ihr aus — „Gwendoline “
Doch kühl und herb un>l! verschlossen stund sie vor ihm.
Tie schüttelte den Krpf. „Nein!"
Da lieh er seine Hände traurig sinken. „Mögtest du nie bereuen, dass du mich zurück- gewivsen! Tu willst nicht versichert, was die hohe rerkiärie Frau dir hcks 'sagen wollen —"
Ach. jetzt verstand sie gar wohl das Wort, das die Herein kurz vor ihrem Schleiden gesagt hatte.
„Eines Tages wird das Glück doch noch zu dir kommen, ganz heimlich, ganz sacht. — Dann weise es nicht von deiner Tür, halte es fest —"
Blanko Litowski verzog verdrießlich den Mund.
„Bei solchem Wetter nach Riem", und sie dachte mit Bedauern an die schicke, aparte, helle Toilette, die sie sich extra für die Rennen hatte machen lasien und lie heute zu tragen sehr unangebracht war.
Auf Hannas Bitten hatte sich! Gwendoline entschlossen, mit nach Riem zu fahren, obwohl sie/liebcr daheim geblieben wäre. Wozu die Qual eines Wiederbegegnens mit Axel Kronau heraufbeschwörsn, den sie seit jener letzten Aussprache vrr fünf Tagen nicht wieder gesehen. Doch Hanna fuhr leidenschaftlich gern zu den Rennen,' so durfte sie deren Bitte nicht ah schlagen Axel Kronau stieg heute zweimal in den Sottet.
Trotz des ungünstigen Wetters hatte sich eine grosse Anzahl von Besuchern e'ingefunden. Nachdem die Mutter und Hanna und Gwendo-
Run mntrfee die Befürchtung, bei manchen auch die Hoffnung laut, «us diesen Wirtschaftsgebieten könnte eine neue, wirtschaftliche Zerstückelung -des Reiches und besonders Preußens entstehen, und schließlich könnten sich biefe Wirtschaftsgebiete zu eigenen Ländern und Staaten entwickeln. Zunächst ist zu sagen-, daß das ja wohl möglich, aber doch nicht .gerade notwendig ist. Anderseits, wenn -die Interessen und Wünsche eines Gebietes wirklich so stark nach Zusammenschluß rufen, kann er auf bis Dauer doch nicht verhindert werden und dem deutschen Reichsgeda-nken tarnt es nur förderlich fein, wenn er auf dem urbeutsthen Gedanken des föderalistischen Zusatmnestschlussss der Stämme ruht. Anderseits aber wird gerade die neue Wirtschastsver- fassung neue und viel festere Bande der Einheit um die einzelnen Gebiete schlagen, als je vorher. Der Plan geht nämlich dahin, dass Olle grossen, das Ganze umfassende Wirtschaftsgebiete, wie z. B. Koh'lenwiit- schaftz Eisenbahn und Wasserstrassen, Licht- und Kraft- versortzung dann eine einheitliche Spitzenverwaltung bekommen, die allerdings durchaus davon -absehen muh, in die eigentliche Arbeit, in den Betrieb selbst, hineinzureden, die aber für die notwendige Einheitlich« feit und für das reibungslose Zusammenwirken zu sorgen hatte. Heber diesen großen, jeweils das ganze Reich umfassenden Zentralorganisationen stände dann als Kontrollorgan der Reichswfttschaftsratz der so ebenfalls eint starke« Bindemittel der Reichsei-nheit dafftellen würde. Jedenfalls ein besseres als der Reichstag, der Nur dazu da zu sein scheint, um jeden
einmal gerettet hat, mutz zur Durchführung kommen. Damals, als unter dem Tritt Napoleons das alte Preussen zusammenbrach, besann man sich auf die fruchtbaren Kräfte,, die im Menschen schlummern und die gerne cf* werden, wenn er auf gerufen wird, in den ihn zunächst angehenden Dingen selbst zu bestimmen und selbst die Verantwortung zu übernehmen. Die Selbstverwaltung der Gemeinden und Städte vor allem ist es, die die Menschen zum politischen Beront- woriungsbewufstsetn erzogen hat und die Blüte der deutschen Gemeinwesen im vorigen Jahrhundert ist ihr zu danken. Und auf diesem Gedanken mutz auch die Wi risch oft scntm-u rp aufgebaut werden. Don den Vertretern des Wirtschaftslebens sind auch -schon bestimmte Vorschläge gemacht worden. Es soll eine doppelte Wirtschaftsgliederuirg entstehen. Zunächst -sollen von unten herauf in den in sich geschlossenen Wirtschaftsgebieten alle darin vorkonrmenden Wirtschaftszweige zu -festen Körperschaften in der Art gemffcht- wirtsthaftlicher Betriebe zusaimmengefatzt werden. Jeder Wirtschaftszweig verwaltet sich .zunächst selbst durchaus frei. Damit aber auf jeden Fall die Interessen der Allgemeinheit gewahrt bleiben und der Zu
welt ist.
Sie allein ist dann auch fähig jum Danken, zur leuchtenden Freude — mitten im Untergang, zwischen den Trümmern. Denn s i e steht,
ob wi r nur Einsturz schauen, Trümmer, schwarzgeraucht vorn Brande, doch schon leise durch die Landje
Walten ein geheimes Bauen.
Wirklich aus vollem Herzen konnte um die Mitter- r.achtstunde, als von der nahen St. Elisabeth die Glocken mächtig über die Stadt klangen, nur der in das alte Loblied: „Nun danket alle Gott" einftiatmen, der die Augen hinlenkte auf das, was unsichtbar in unserem Volke heute wieder da ist: auf die Kraft einer Liebe, die nicht das Ihre -sucht . . ., auf den himmlischen Christus, der sein Reich bauen will. Wessen Blick klagend, anklagend auf dem eigenen Leben gingen bleibt, dem -muss heute ckller Dank und daraus spriessende Freude unwahr, verächtlich erscheinen.
Aber für solche Menschen gibis im neuen Jahr keine Hoffnung. Sie sind die Ewig-Gestrigen, die liegen bleiben auf dem Grunde des fliessenden Stromes, der neue Fruchtbarkeit in neue Länder bringen will.
Die Schuld bei- deinem kleinen Ich — lass fte dahinten im alten Jahr! Dankbare Zuversicht zu dem grossen Er, der ein Menschenreich der Liebe bauen will — -strecke dich aus mit ihr nach lern, das vor dir liegt im neuen Jahr! Es mag fein, dass dies Jahr -die letzte Wartezeit des grossen Gärtners ist. Wehe, wenn wir als Volk nicht endlich Frucht ansetzen! Dann wird der dürre, jaule Baum ausgerottet. Schon erheben Unh-eilspropheten ihre dumpfe Stimme zum nahenden „Untergang des Abendlandes." —
Waren ihr jener Mitternachtstunde Menschen zusammen, die den Stillen im Lande im Geiste die Hand reichten zu einem neuen Werk?
Die Kerzen brannten herunter. Dunkel wurde das kleine Kirchlein. Wird -das Licht roeiterbrennen, das Licht des grossen Erdenstürmers, der von sich sagte: „Ich bin gekommen, dass ich ein Feuer anzünde auf Erden: was wollte ich lieber, denn es breunete schon!"
W. B.
alles andere! Ich verstehe, du willst für r^he Kunst frei sein." in Groll und in Weibe d»bte eine Stimme.
Tag eitlem anderem Teil des Volkes bas Reich und di« Reichspolitik zu verekeln.
Wie aber die neue Wirkschaftsoerfaffunlg im einzelnen auch werden wird, sicher ist, dah fie vor allem von unten her, von den Männern der schaffenden Arbeit selbst kommen muh. Vorbedingung dazu ist ffei- lich, dass diese Männer ihr« Aufgabe auch erkennen, dah sie einsehen, dah der einzelne nichts ist und weder auf die Dauer für sich allein sorgen darf noch tonn Leidet das Ganze, leidet feder einzelne mit, auch wenn er es nicht gleich spürt. Darum müssen die Männer der Wirtschaft zunächst unter sich zu festen Körperschaften zusammentreten, die den einzelnen schützen, zugleich aber auch der All-gemeinheit gegenüber feste Abmachungen treffen -und für deren Durch- führung verantwortlich ein treten können. Dann wird w sich bald zeigen, wo -tatsächlich das Schwergewicht bet wirklichen Macht liegt. Der Einfluss -der schaffenden Stände wird -so wachsen, wie es ihrer Bedeutung entspricht. Aber das ist sicher, tun die Männer des Wirtschaftslebens nicht selbst, was im Interesse der Allgemeinheit und also auch in ihre m eigenen notwendig ist, dann müssen fie es eben dulden, dass ihnen von der Regierung und den Parteien Formen auf- genötigt werden, über die fie dann vergeblich klagen werden.
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Fü nf U N dzwa N z i gste s K a p i te l.
Das Wetter hatte umgeschlagen. Beinahe herbstlich kühl war es geworden, und ein Regenschauer löste nach kurzen Sonnenblicken
ment vernichtete, das allein vielleicht diese Form des Sozialismus hätte durchführen können. Wen" man sich aber vorstellt-, dass unser ganzes Wirtschaftsleben völlig und dauernd der ohnehin krebsartig angeschwol- lemn Kriepswirtsch-aff-sbürokratie ausgeliefert wenden sollte, so kann es einem nur schaudern
Auch hier muss die Erkenntnis kommen, dass man durch noch so dickleibige Bände roll Gesetzen und Der- ordm!ngssn, durch noch so viele Reichsstellen und Schreiberseelen noch lerne einzige Schaufel Kohlen für« ‘ fern, und noch keine einzige Kartoffel erzeugen kann Aber rasch muh bieife Erkenntnis kommen; wir sind so weit, dass wir nicht mehr viele Experimente vertragen können. Auch hier muh die schliessliche Organisatt-ions- stnn von unten herauf wachsen und cnfarygen muss man nicht oben, beim Kopf, sondern unten, wo die wirkliche Arbeit geleistet wird, wo die harten Fäuste in Tätigkeit sind, um wirkliche Werte zu erzeugen Tiefe Leute vor allem muss man hören. Aus ihren Er sahrunMn und aus ihrem aufs Grande gerichteten- guten Willen heraus allein können solche neue Wirtschaftsformen entstehen, die das Wohl bet Allgemeinheit roranstellen.
Das eckte muss fein, dass die Zentralbürokratie bei Hauptstadt, die vom Verständnis der Arbeit so weil •entfernt ist, wie von dem Ort, wo fie geleistet wird, ihres Einflusses auf die Wirtschaft beraubt wird. Der Gedanke der Selbstverwaltung., -der Deutschland schon
kl!
Einreisen
Ae schwieg einen Augenblick.
'„Nimm ort, es W so. Axel!" entgegnete sie hitzig und langsam. „Lasse uns darum dieses ^sprach beenden! Es lat wenigstens Klarheit fischen uns gebracht. und ich bin dessen froh! V®5 ist mir wie eine Schuld, die nun bezahlt ®°rben ist, nachdem sie mich lange gedrückt:
nun nichts weiter."
Ein schweres Schweigen hiftq zwischen ihnen.
Endlich sagte er mit tonloser Stimme: „Gut ^nn, Gwendoline, wenn du mir auch jede
Mlitze Mrichsii.
Pfarrkirche.
S o n n t a g, 9 Jan 10 Uhr Pfr. Heermann, 11.15 Uhr Kindergottesdienst, 2 Uhr Pfr, Falken.
Ettsabelhkirche.
Sonntag, 9. Jan. 10 Ahr Pfr. Waltemath 1115 Uhr Kindergottesdienst, 2 Uhr Pfr. Metz. In beiden Kirchen Kollekte für Heidenmission.
Im Elisabethhaus und Julienftifi von 4—7 Uhr Jungfrauen-Verein.
Reformierte Stadt, «ad NaiverfitStskirche.
Sonntag, 9. Jan. 10 Uhr Pfr. Eisenberg, 10.15 Uhr Kindergottesdienst Pfr. Eisenberg, 5 Uhr Pfarrer Jungk.
Philippshaas.
Jeden Montag Abend 8.15 Uhr Bibelstunde Pfarrer Eisenberg
Diakoaiffeaha«» Wehrda.
Sonntag, 9. Jan. norm. 9 Uhr Gottesdienst Pastor Künzel.
fcefc'efert worben, -denn die deutschen Staatseifenbahnen tragen nicht nur nichts mehr ein. sondern haben allein -m letzten Jahre 16 Milliarden Defizit. 6. h. mehr
.Hellen lassen. Was aber bisher, stückweise und unter 3n>ang der Rot des Augenblicks an ferne Stelle * '-t auch nichts. Niemand gefall:n die jetzigen ____« ....... • -
Glöcklei.r über der noch wachenden Stadt. Leute, die ihre Uhr nicht gleich zur Handh atten, fragten wohl, ob das neue Jabr schon ein geläutet werde. Zaghaft Hongs, beinahe verstohlen, als ob es sich nicht getraute oder a*s ob es die vielleicht schon schlafenden Nach-
Aber sie konnte dennoch nicht!
Sollt-: sie das ihr bestimmte Glück einer anderen stehlen? Nimmermehr! Dazu war ihr Stolz und ihr Ehrgefühl zu groß. Dieser Versuchung durste sie nicht unterliegen, so lockend das ®Iiwf auch vor ihr staut'. Sie riss sich zusammen.
„Leb wohl-, Axel!" sagte ske mit klarer Stimme, und ohne ihm die Hand zu gebest, ging sie -schnell davon. Und traurig sah er ihr nach!.
line in der Loge' Platz genommen, suchte Blanka den Verlobten. Er stand in der Box bei feinem Gaul „Mondschein" und war liebevoll um das schöne Tier bemüht. Blanka hängte sich an seinen Arm und tat sehr verständnisvoll und vertraut mit allen Sport- angelegenheiten. Er sah das belustigte Lächeln einiger Kameraden, die in nächster Nähe standen, als fie fragte, ob „Mondschein" gut in Form fei; ihr scheine das sticht so; ob er ihm nicht Sekt geben wolle! Sie freue sich darauf, ihn im -weiten Rennen im Satte! zu sehen. Aus jeden Fall müsse er es machen! Denn sein Sieg sei auch! -ihr Sieg!
Axel bekam einen roten K-cgf und wies fie
glückloser Mensch werde ich -dann, sein —“
Sie hörte wohl die bange Sehnsucht, die flehentliche Bitte aus seinen letzten Worten. Aber es durfte nicht sein! Ihre Hände krampften sich in die Falten ihres. Seiden- manteis. Sie chich vor ihm zurück, ihr war, als ob ferne Sehnsucht mit tausend Armen nach ihr griff und sie unwiderstehlich nach! sich zog dcch sie durfte nicht unterliegen — sie musste
Ockershanfe».
Sonntag, 9. Jan Jungfrauen-Verein, 7.30 Uhr 2, Gruppe 9 Uhr Gruppe 1.
Selbst, «vang. l«th. Gemeinde. (Rikolaiftrahe 1).
Sonntag, 9 Jan. norm 10 Uhr Gottesdienst
Stadkmiffio« Roter Grabe» 5.
Sonntag, norm 8.30 Uhr Frühstunde, 1t Uhr Sonn- tagsfchule, 4—6 Uhr Jungfrauen stunde, abends 8 Uhr Versammlung.
Mittwoch abend 8 Uhr Jugendbund. Donnerstag abend 8.30 Uhr Euitarrenchor.
Freitag abend 8 Uhr Bibelstunde.
Lawdestirchllch« Gemeinschaft „SRarbnzg
Schwan aller 5).
Sonntag, 9 Jan. »ernt. 8 Uhr Morgenandacht, 11 Uhr Sonntagsschule, nachm. 4.30 Jungfrauenverein (Wilhelmstr. 8), abends 8 Uhr Evangelisation
Montag nachm. 4 Uhr Frauenstru de, abends 8 Uhr Gesangftunde.
D i e n s i a g abends 8 30 Uhr Mitgliederstunde.
Freitag abends 8.30 Uhr Bibelstunde
Methodisten Gemeind«, Wörthstr. 16a.
Sonntag, 9. Jan. norm. 9 30 Uhr Predigt, 11 Uhr Eonntagsschule, aberds 8.30 Uhr Predigt.
Mittwoch abends 8 Uhr Bibelstunde.
Bapttste« - Gemeinde Marburg. Hirschberg 11
Sonntag, 9 San nachm. 4 Uhr Predigt. Mittwoch abend 8.30 Uhr Gebetstunde.
Katholische Kirche.
S o n n t a g. 9. Jau. 7.30 Uhr hl. Messe mit Frühlehre, Eommunion der Jungfrauen, 9 30 Uhr Hochamt und Predigt, 11 Uhr hlg. Messe und Predigt, 2 2 Uhr Christenlehre und Andacht.
Grand. Fragen wollte es, ob Menschen da träten, die in- gemeinsamer Selbstbesinnung vor dem Allerheiligften die letzten und die ersten Stunden an der Jahreswende verbringen wollten. ♦
Und die Menschen kamen. Langsam stiegen sie in dem re gen sprühenden Dunkel den Friedhofshügel hinauf. auf dem Vie kleine Mtchelskapelle mit ihren Hellen Kirchenfenstern wie ein Weihnachtsmärchen hockte.
Dumpf und hell klang das Glöckchen. Und dunkle, emfte St.'mmung war in den Menschen. Würden sie auch den lid)ten Jubel des Dankes finden? Darum zitterte die dünne Glockenstimme fo.
Drinnen strahlte goldenes Kerzenlicht von den drei Weihnachtskränzen und vom Altar. Durch diese Licht- pforte gingen die Gedanken noch einmal zurück zu all der Rot und Schuld des vergangenen Jahres. Gingen fie recht?
Auch die nicht in einer Kriche waren, wanderten da wohl mit ihren Gedanken zurück. Aber war dabei nicht doch pharisäerhafte Sclbstgerechtigkeit die Begleiterin? Suchte man die Schuld an unserer Not nicht bei den anderen — je nach persönlicher Stimmung ■bei den ,-aus der Hölle entstiegenen Roten" oder den vernichtungswürdigen „Schwarzen" und „Goldenen", oder ausschliesslich bei unseren Feinden? Die Selbsti- vesinnung aber war nut dort echt und zukunistträchtig, wo sie Ü i e S ch u l d im e i g e n e n M e n s ch e n suchte. Wohl ist Rot über uns Here in gebrochen, wohl liegt ein Eisenring um uns, wohl klafft ein Riss in unserem Volke. Aber hoben wir dagegen mutige Arme z u m Schaffen auf? Rückten mir in Familien, WerPuben, Fabicken enger zusammen zu hilfreicher L i e b e s g e m e i n s ch a f t? War unser Herz rein von Hass und ftei von Gemeinheit?
Alle Aufwärtsbewegung fängt mit solcher llmsin-
Fch kann Blanka Likowski denaqchi nicht heiraten —"
„Nein, nein, ich will nicht die Schuld daran tragen!" rief fie erregt.
„Ich bürde fie dir ja auch nicht auf! — Ich fühle täglich strehr — es steht nicht. Mir sind zu verfch.eden voneinander.' In den nächsten Tagen ijfion werde ich ihr die Wahrheit fasten, und nach dem Mannöver will ich um meine
Wnt'chafts.swelgien vecheht. der muss beute ji.geben, dass dann die deutsche Revolution-, indem sieden alten, autoritären Staat zerschlug, gerade dasjenige Jnstru-
, i" damit nicht nervös machst! Er ist sehr feinnervist und reaaittt vielleicht zu s ehr auf deine Sttm- nrunst entgegnete sie scharf, „bedenke wieviel auf euch aewettet wttd! Ich fetze hundert Mark! — Uebriqens hast du NMma und
Jeanette noch nichit bestrüsst! — Gwendoline Reinhardt ist auch mit uns gekommen! Setft dich das nicht, die Freundin der Hoheiten zu sehen?" Boshaft funkelten ihn ihre Augen an. Es war da etwas zwischen den beiden gewesen, zwischen Axel unb Gwendoline, oder war Gwendoline unglücklich in den jungen Offizier verliebt gewesen? — Auf ihre dahin zielenden Bemerttrngen hatte Axel immer ein unge- duldi«s Achfebucken oder gor schroffe Antworten gehabt, die fie aber nicht -befrierigten.
^schastffch wieder hoch zu bringen. Was soll also versucht man es mit demselben Rezept wre .. Politik. Kluge unb zweifellos vom ehrlichem ^8eu erfüllte Siänner kommen zusammen, um die wahre, die „befte" Verfassung zu finden — zu- pj, twn Staat utob jetzt für die Wirtschaft. Und las StcM’.s wird beite Mole dasjelbe fein. Wie jfTijr pslirisches Leben nicht zur Ruhe kommt, obwohl ,, tie „freiste, beste Verfassung der Welt" haben, so "frg.n «iich unterer Wirtschaft die Programme nicht
10.50
4 6
mismoeb-n als eingenommen. Wer also unter Sozia- . ..
' frfe Einfuhruva des Staatsbetriebes in alle» nurog des einzelnen an, mit einer FMmist.tzkeit, die
Vom Glück vergessen.
65. Fortsetzung.
„Ich habe nicht einen Augenblick gedacht, dah du das in Erwägung gezogen hättest —“ unterbrach st» ihn., „nein, Axel —! Aber dennoch: ich kann nicht!"
Ja, wenn er ncch frei gewesen wäre, vielleicht hätte fie doch vergessen und vergeben können! Aber ilftetwegen seine Verlobung mit Blanka lasen, dass wieder durch ein Mitglied der gamilff- Reinhardt Unglück in das Likowskische Haus käme — nein!
.. Er ahnte ja nichts von den widerftteitend-en -Empftnvungen in ihrem Herzen, wie ihr Stolz und ihre Vernunft mit ihrer Liebe im Kampfe lagen.
Ungeduldig über ihre Hartnäckigkeit brach
en
ort. geb. inst.
sld 232 r. 9.
SvvutagS'Ge-anken.
Um halb 12 Uhr in der Silvesternacht erklang ein schärfste Kritik der bestehenden sichtbaren Kuttur-
uuZtÄen.
Mi der schrankenlosen Privatwirffchaft ist es vov- b,.i säs sieht allmählich fast jeder ein. Aber was
-n ihre Stelle treten? Freilich, gewisse Leute -und - c:Ärtr"icn find gleich mit Schlagworten und Pr-ogram- lmen bereit. Jetzt handelt es sich aber nicht mehr - 5",y@n. fendern um die praktische Durchführung. Und - sa Ifeg-n die Schwierigkeiten. Gemeinwirtschaft. Knt. aber wer soll der Träger dieser Gemeinwirtschaft jein? Der Staat?
g5 ist richtig und muss unbestritten zugegeben wer- Sen. dass die preuss.sch-dessischen Staatseisenbahnien vor dem Kriege nicht nur das grösste Industrieunternehmen -er Erde waren, Ländern auch las Lest verwaltete, heft funktionierende und erntes der bete rentierenden Aber ebenfo siLer ist. dass ein solches Unternehmen nur \ möglich ist in -einem ausgezeichnet organisierten Staatswesen mit un-erfchü tterlicher Autorität und
Stoff, QM unfer staatliches, so sucht auch unser wirtschaft- >8.50 o^frjn nach neuen Formen. Die alten sind zer-
l°tn l’iXn unb würden sich auch durch kein Mittel wieder- ® r 'Ritter WirflTtf’i.-.it1 1!Tt?! UH.tff