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L^Oolkstzlatt- un- MssauE

Amtliches Vekanntmachungsblaü

-es Kreises Marburg ♦♦♦♦♦♦♦♦

Ur. 5

Cy Der Hing etgenp re i» beträgt für die 8fpaltige Petttzeile r/f 75 Pfg. und 10°/o Aufschlag, amtliche und auswärtig« 1. Mk

Erscheint täglich außer Sonn- u. Fest monatl. frei Haus; durch die Post

Hege. Bezugspreis: M. 4.25

monatl. M. 4. oierteljähr»

[en: Der Sott aus Oberheffen clag: Hess. Verlag Karl Euker »Xi »nto Rr. 1558S Frankfurt a.M.

H. Jahrgang

M. 13 50 ohne Bestellgeld. Beilagen

ruschkei!

Iggtsijiegel.

T)k Wiedergutmachungskommiffion richtet« un-

sich auf 100 Millionen Pfund er-

3. Loock.

Der Korrespondent derNew

London, 6. Jan.

tangrbi

hlfahrt,

Wendung finden sollen.

Namens der interallMerten

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dadurch nur unnötig erschwett morden find,

Mnz allgemein wird man in der Oeffentlichkeii

Abstimmung als unnötig verzichtet hätten.

D. N. V.

te den 64jäh-

:r in Amerika

etors Stieler mit den Gewerkschaften des Eifen-

^^erfonals

am S. Januar hervorgegangenen

über

die

^ungszuschläge zu den

Deamtengehältern und

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^'ierlöhuen gebilligt und der Reichsregierung zur

' "^e empfohlen.

nach x ungen (

als die trachtet.

nis hätte

ld Hof« Raul- w

is Wetzl, fiaul- m

Knieral Wrangel ist nicht itn Berlin gewesen.' Die Brüsseler Konferenz ist verschoben worden Der irische Kleinkrieg -geht weiter.

Die Reife des polnischen Staatsoberhauptes

reich den Vorteil, Polen als Bafis feiner Ostpolitik bettachten zu können. Polen könnte außerdem einen wichtigen Stützpunkt für das. amerikanische Kapital im Osten bilden.

störten die englischen Streitkräfte bet Newmarket in der Grafschaft Dork fünf Häuser, aus denen Sinnfeiner gefeuert hatten. Die Zerstörung erfolgte auf Befehl des Mlitävgouverneurs. .In der Grafschaft Dublin führten gestern bewaffnete Simrfeiner eine Reihe von Streifzügen gegen die Häuser von Steuereinnehmern aus und raubten Geldbeträge in Hohe van ins­gesamt 10 000 Pfund Sterling.

London, 6. Jan. (WB.) Wie derDaily Expreß" berichtet, hat die Polizei ein Komplott der Sinm- feiner aufgedeckt, das bezweckte, den Tower ist die Luft zu sprengen.

Marburg

Freitag, 7. Januar 1921.

W v. geftimn eker,

irische Kleinkrieg.

(WB.) LautDaily Mail" zer-

fundamentale Grundlage ihrer Politik be- Bei einem franzöM-amerikanischen Bünd- dann auch Amerika^ zusammen mit Frank-

Rußland.

Demobilisation Rußlands.

Moskau, 4. Jan. (WB.) Eine amtliche Kundge­bung beschäftigt sich mit der am 11. Dezember beschlos­senen teilweisen Delnobittsat.vn der Roten Armee, die inzwischen von dem 8. Rätekongreh bestätigt worden ist, .und betont, der Demobilifationsplan müsse vor­sichtig durchgeführt werden, da biiie Feinde Rußlands lange nicht so friedliebend seien, wie Rußland. Die französischen Imperialisten strebten immer noch danach, die Reste der Armee des Generals Wrangel, die .ist der Nähe des Schwarzen Meeres untergebracht seien, aus­zunutzen. Auch »die Stimmung der englischen Imperia­listen sei unverkennbar. Der Kampfwert der Roten Arme: dürfe daher nach der Demobilisierung nicht finken; sondern müsse im Gegenteil intensiv verstärkt werden. Eine starke revolutionäre Armee sei dem wirtschaftlichen Wiederaufbau gleichzustellen. Es soll mit der Entlassung der älteren Jahrgänge auf unbe­stimmte Frist begonnen und die Armee dadurch auf die Hälfte verringert werden. Besondere Arbeitsabtei­lungen werden gebildet, die zur Entlassung und zu einem unbefristeten Urlaub vorgemerkt sind. Die Sowjetrepievung wird im Frühjahr 1921 über die Frage weiterer Entlassungen zu entscheiden haben, deren Lösung von den internationalen Verhältnissen abhängt.

u. Landw. Beilage. Druck u. Verlag G.m.b.H. Fernruf 16. Postscheckkonto Nr

75 Pfg. und°/0 Aufschlag, amtliche und auswärtige 1. Mk Reklamen die Textzeilr 2. M. und 10«/, Aufschlag. Bei Wieder- Holungen entsprechender Rabatt. Geschäftsstelle: Steinweg 35 Schriftleitung und Druckerei: Steinweg 35 a, Ecke Pilgrimstein

Wenk

England.

Die Verschiebung der Brüsseler Konferenz,

London, 6. Jan. (WB.) Reuter bemerkt zu der Nachsicht über den ettdas späteren Zusammentritt der Brüsseler Sachverständigenkonferenz, die Verschiebung hänge damit zusammen, daß Lord d'Abernon während der ganzen Zeit, in der di« Frage der Entwaffnung Deutschlands geprüft werde, in London bleiben müsse.

Englischer Handel' mit Mitteleuropa.

London, 6. Ja-n. (WB.) DieDaily Mail" teilt. mit, der gegenwärtig von der englischen Regierung'

WrlWt rmmMWn

Der verführerische Dollar.

in Erwägung gezogene Kreditplan für den Handel Rtit Mitteleuropa bezwecke die Errichtung eines Aus­schusses aller beteiligten Bankiers und Versicherungs­gesellschaften. Die Regierung werde 13 Millionen Pfund zur Verfügung stellen. Wenn der Plan er­folgreich sein würde, rechne man damit, daß der Be-

Mtteln anzugvetfen. Das Bekanrrtwerden 'dieses Planes dürfte es gewesen fein, das die Regierung dazu bestimmte, in ihren Zugeständnissen weiter zu gehen, als ursprünglich beabsichtigt war.

üfenbahnern ohne Einschränkung zu, daß ihre wirt- haftliche Lage dingend einer Verbesserung bedar luf der andern Seite aber sieht sich die Reichsregie-

"4ssagen, daß die Abstimmung zugunsten des Streifs 610deshalb unternommen wird, um ein Druckmittel Hand zu bekommen, ohne daß man doch bis zur Schöpfung aller Möglichkeiten die Absicht hätte, von Gebrauch zu machen. Aber das hilft nicht über Tatsache hinweg, daß die Verhandlungen mtt der

50 000 Dollar (gleich 30 Millionen Kronen) gestohlen hatte und damit nach Wien gekommen war, wo er einer Frau und seinen Söhnen Geschenke machte. Auch die Frau und die drei Söhne des Krummholz wurden verhaftet.

Kinderhilfsgelder für Kriegszwecke!

Rotterdam, 6. Jan. Nach einer Washingtoner Meldung hat Senator Rees erklärt, daß von den 158 Millionen Dollar, welche der Kongreß für die Unter­stützung der notleidenden Kinder Europas bewilligt hatte, 60 Millionen für Polen auf den Schlachtfeldern verwendet worden sind, wofür er Beweise hätte.

Kinder erster, zweiter und dritter Klasse, das klingt wie eftn Witz, und ist doch nur bittere Wirk­lichkeit, wie sie durch das neue Reichsbesoldungsgesetz geschaffen ist. Dort gibt es Zulagen für eheliche und

pilfubfi nach Paris erregt in Polen große politische »ffnungen.

Sswjetrußland beginnt zu demobilisieren.

Polen.

Französische Einladung Pilsudskis nach Pari».

Warschau, 5. Jan. In politischen Kreisen und in den Blättern wird der von der französischen Regierung ausgesprochene Wunsch, das Oberhaupt des polnischen Staates, Marschall Pilsudski, in der ersten Hälfte des Januar in Paris begrüßen zu dürfen, sehr günstig auf­genommen. Man hofft, daß dieser Besuch beiden Län­dern von großem Nutzen sein wird und baß dadurch ÄN überaus wichtiger Meinungsaustausch ermöglicht und der Abschluß politischer und wirtschaftlicher Ab­kommen erreicht wird. Den Blättern .zufolge wird ich Pilsudski am 10. Januar, begleitet vom Minister des Aeußern Sapi^eha, vom Finanz Minister und vom Kriegsminister, nach Paris begeben.

Warschau, 6. Jan. Anläßlich der bevorstehenden Reise Pilsudkis nach Paris schreibt das Organ Paderewskis: Unzweifelhaft wird das nächste Expose des Ministerpräsidenten darüber Aufschluß geben, daß die polnische Regierung ein Bündnis mit Frankreich

trag des Kapitals höhen werd«.

Der

London, 6. Jan.

Wien, 6. Jan. Die Polizei verhafte: rißen Kaufmann Isidor Krummholz, der

MW; RM.

* Die Eisenbahner und der Staat.

Zwei miteinander absolut unversöhnliche Tatsachen

genossen in Deutschlbrid, die selbst um ihre Existenz schwer zu sorgen haben, beredten Ausdruck. Wir haben mit Deutschland einen neuen Handelsvertrag ge­schlossen, der den früheren Handelsvertrag zwischen Oestereich-Ungarn und Deutschland in einer den Be­stimmungen des Friedensvertrages entsprechenden Weise ändert.

General Wrangel nicht in Berlin.

Berlin, S. Januar. In Berlin war gestern das Gerücht verbreitet, daß Graf Wrangel, der Führer der südruffischen Bewegung gegen den Bolschewismus, fjWer eingetroffen fei. Nach Erkundigungen liegt hier eine Verwechselung mit dem finnländischen Staatsange­hörigen Baron Wrangel vor. Graf Wrangel Kft nicht in Berlin. *

Ein amerikanische« Semttor Wer seine Eindrücke in Deutschland!.

Erhöhung der

Der Bundeskanzler zur politischen Lage. Neuer Handelsvertrag mit Deutschland.

Wien, 6. Jan. (WB.) Im Ausschuß für auswär­tige Angelegenheiten gab Bundesminister Dr. Mayr ein Exposee über die allgemeine politische Lage, lieber die Beziehungen Oesterreichs zu Deutschland erklärte der Bundes Minister: Unsere Beziehungen zum Deut­schen Reich find auf der unveränderlichen und unver­äußerlichen Kulturgemeinsthaft basiert, die uns mit unseren Stammesbrüdern im Reich verbindet. Die überlieferte Herzlichkeit und Innigkeit dieser Bezie­hungen unter Beobachtung der beiderseitigen Lebens- intereffen zu pflegen, bettachtet die Regierung als eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Sie finden in der steten Hilfsbereitschaft und Anteilnahme unserer Volks-

«ifüllbaie Kohlenförderungen an uns.

Zwischen Deutschland und Oesterreich ist ein neues

Bork Tribüne" gibt einige Mitteilungen * über die Eindrücke des Senators Mc. Cormick in Deutschland. Cormick erklärt, Deutschlands größte Sorge fei, Wie Ostgrenze, er glaube nicht, daß Deutschland in bett nächsten 20 Jahren in der Lage fei, einen neuen Krieg zu führen. Eormick hat eine große Bewegung zur Rückeroberung Elsaß-Lothringens nicht feststellen können, aber er glaube, daß die Zuteilung Ober- schlefiens an Deutschland für die Befesttgung des europäischen Friedens sehr wichtig ist. Deutschland wurde dadurch auch in der Lage sein, sich Material zu beschaffen, die es brauche, um wieder an die Arbeit gehen zu können. ,

Sicherheitsmaßnahmen für Oberschlefien.

Oppeln, 6. Jan. (WB.) Die Gewerkschaftsver­treter aller Richtungen hatten heute eine UntervÄmng mit der interalliierten Kommission über die Eicher- heitsverhäitniisse in Oberschlefien. Im Verlaufe der Besprechung, in der erwähnt wurde, daß seit dem 1. 9l 1920 in Oberschlesien 43 Morde vorgekommen seien, wurde von General Lerond die Frage auf­geworfen, ob das Banditenwefen in irgendeinen Zu­sammenhänge mit bolschewistischen Tendenzen gebracht werden tonnet Dies wurde seitens der Gewerkschafts­führer aller Richtungen Mtritten. Seitens der politischen Vertteter wurde ausdrücklich eine Ver­schärfung der Grenzkontrolle nach allen Seiten hin als notwendig bezeichnet und erwünscht. Die Gewerk- schastsvertteter fotberten, daß vor allem Truppen zu Nachtpatrouillen in den ländlichen Bezirken Ber-

Nachs.s rängen sich bei einer Beurteilung der durch die For- )lung enmgen der Beamten- und Eisenbahner-Organi.fa- Tel 52 ilmen geschaffenen gegenwärtigen inneren Krise auf: _______ us der einen Seite gesteht man den Beamten und

isen

nt. sof.

Denftein. ^^^abkommen geschlossen worden.

rst. Ve, ung außerstande, die für die restlose Deckung der neuen r/' ; örderungen nötig werdenden Milliarden bereit »u

Mittelst

Dekanntlch hatte die deutsche Regierung in Voraussicht der seit November bestehenden Transport- fchwierigketten im Oktober das Liefersoll von 2 Mil­lionen Tonnen erheblich überschritten. Der abnorme Tiefstand des Rheins und Wagenmangel haben trotz dieser Borlieferungen die Unmöglichkeit herbei geführt, die in Spa notgedrungen und gegen bessere Ueber- zeugung übernommenen Verpflichtungen auf Liefe­rung von 2 Millionen Tonnen ohne Rücksicht auf die Zahl der Arbeitstage int Monat zu erfüllen. Die Klagen der deutschen Industrie, namentlich der Metall- .unb Textilindustrie, der chemischen Fabriken nsw. über unzureichende Versorgung dauern trotz der gestiegenen Förderung und der erfolgreich durch- gefiihrten Umstellungs Maßnahmen auf Rohbraun- tohle fort. Dabei wird die Aufrechterhaltung dieser erhöhten Förderung durch die andauernd ungü-nsttge Ernährungslage der Bergarbeiter ernstlich gefährdet. L>tatt diese Tatsachen durch eine vernünftige Be­grenzung unserer weiteren Lieferungen zu berück­sichtigen, wird vön uns nicht nur die restlose Nach­lieferung alles dessen verlangt, was wir ohne unser Verschulden nicht bis Strbe Januar werden ab- geliefert haben, sondern wir sollen uns sogar damit eiMerstanden erklären, die Liefermengen noch selbst über die ttotz aller Anstrengungen nicht erreichte Liefermenge des Spa-Abkommens zu erhöhen. Dazu kommt, daß gleichzeitig Bestrebungen im Dange find, entgegen der uns von Lloyd George und Delacroix in Spa in feierlicher Form gegebenen Zusage, die Kohlenmenge aus Oberschlefien, deren erhöhte In­anspruchnahme für Deutschland während des Spa- Abkommens bisher kaum stattgefunden hat, noch weiter zu kürzen. Ferner besteht auf alliierter Seite bisher so gut wie gar feine Neigung, die Kohlen­vorschüsse, ja selbst die sogenannten Goldmarkprämien weiter zu zahlen, deren Bewilligung einer der wesent­lichsten Gründe dafür war, daß wir schließlich dem Abschluß des Kohlenabkommens von Spa zustftnmten. Die deutsche Regierung wird alles versuchen, um auf Grund eingehender sachlicher Darlegungen die Alliierten davon zu überzeugen, daß die jetzt von der Wiedergutmachungskommissivn aufgestellten Forde­rungen weit über das Maß des Möglichen und Ver­nünftigen hinausgehen.

Die ungeheuerlichen Kohlenförderungen.

Berlin, 6. Jan. (WB.) Die Wiedergutmachungs­kommission teilte in einer Note vom 27. Dezember der .deutschen Kriegslastenkommission als b-ie von ihr in Aussicht genommene Regelung folgendes tritt: 1. Mit Rücksicht auf die Transportschwierigkeiten bestehe die Wahrscheinlichkeit von Rückständen in den deutschen Kohlenlieserungen auf Grund des Spa-Mkommens. Sie sei damit einverstanden, daß die Rückstände int Februar und März mit je 250000 Tonnen je Monat a-.sgeglichen würden, die in diesem Monaten ohne An­rechnung auf die sonstigen Lieferungen vorweg zu liefern seien. 2. Für diese Monate solle Deutschland außerdem 2,2 Millionen Tonnen monatlich liefern. Derjenige Teil dieser 2,2 Millionen Tonnen, der von Deutschland trotz aller Bemühungen aus irgendeinem Grunde nicht abtransportiert werden könne, solle zur Verfügung der Wiedergutmachungskommission ge­lagert werden. Geschehe das, so werde das einer Er­füllung der Lieferungen in den Monaten Februar und März gleichgeachtet. Staatssekretär Bergmann hat darauf auf Anweisung der deutschen Regierung der Medergutmachungskammiffion mitgeteilt, daß die deutsche Regierung nicht in der Lage sei, sich mit biefer Regelung einverstandeir zu erklären, vielmehr ihren der Wiedergutmachungskommission in ein­gehenden Verhandlungen dargelegten Standpunkt, daß die deutsche Leistungsfähigkeit nicht einmal an die in Spa festgesetzten Mengen heranreicht, aufrecht er­halten müsse. Eine seit langem in Vorbereitung be­findliche Denkschrift über die Wirkungen des Kohlen­abkommens von Spa werde Mitte Januar über-

abzuliejkl Versuch 1921 bzulieiL Trte Verhandlungen mit den Eisenbahnern find finem befriedigenden Abschluß gekommen.

r ^ttrn, 6. Jan. (WB.) Der Reichsverkehrs- ^ftet hat den aus den Verhandlungen des Staats«

tthirfir.8 ctten. ÜJtan wird daher sehen müssen, den berühmten oEbenen Mittelweg zu finden, und da ein Deneral- WB »usstand der Eisenbahner und der Beamtenschaft der 'S verschiedensten Kategorien wegen seiner Folgen selbst- drrständlich ganz undenkbar ist, so wird die Entdeckung ines solchen Mittelweges zum doppelt unbestreitbaren fetex# des Tages. Die erste Voraussetzung dafür 'ist iun, daß jede der beiden Verhandlungsparteieit die ttge der anderen richttg würdigt und anerkennt. Bor M Sem von den Eisenbahnern wird indessen bestritten, t5 auf Seite der Regjichung und int besonderen des M stoichsfinanzministers dieses Bestreben an den Tag iklegt wird. Bei den Verhandlungen in Berlin haben « Eisenbahner list starken Tönen festgestellt, daß Dr. Brrtb die Verhandlungen absichtlich und ungebührlich ^schleppe, was zu der Feststellung der Gegenseite ihrte. daß die Eisenbahner augenscheinlich ohne Rück- chr auf die Lage dii>e sofortige und bedinMngslose thiöung ihrer sämtlichen Forderungen verlangten. |R<m hat ausgerechnet, daß das

mehr als 6 Milliarden neuer Lasten

W Wr die Reichskassen bedeuten würde, und auch der Bor- ngenommenfte wird zugeben müssen, daß das tmmer- ei" Posten ist, der zum Nachdenken auffordert. In Sinne ist es daher vielleicht auch zu beklagen, W die Reichsgewerkschaft der Eisenbahner in dem kfltttblirf, wo d.e Verhandlungen sich der entscheiden- en Phase nähern, mit dem Ergebnis demonstrativ ^^geschriebener Urabftinrnrungen auf Grund der ent- kibtnien Frage: Streik oder nicht! hervortteten. Absttmmungen haben, wie nicht anders zu er- Dar, eine große Mehrheit für den Stteik er- !ueTL Aber auch ohne diese Demonstration wußten H . ^ch, daß die Eisenbahner in den Sträik treten ltt^en> wenn ihre Forderungen nicht in angemessenem ^Eng Bewilligung fänden. Run kann man aller-

Ein sauberes Plänchen.

^lin, 6. Jan. DerVorwärts" teilt zur erfolg- ^fftändigung in der Eisenbahnerftage eine über- wteressante Vorgeschichte mit: Es hat dabei ein Plan des in Südbaden sitzenden Chefs ^nzöfischen Feldbahnwesens eine nicht unwesent- Aolle gescheit, der den Streik dazu benutzen das Eisenbahnwesen des besetzten Gebietes zu militarisieren und auch eventuell zwecks das Ruhrreoier mit militärischen

Eindruck haben, als ob es besser gewesen wäre, b-tz Eisenbahner sich auf die zweifelsfreie Stärke 151 Position verlassen und auf das Druckmittel mit

Kommission versprach Lerond. energisch durchzu­greife n.

Seltsamer Sympathiestreik.

Herten, 6. Jan. Auf der Zechenanlage Ewald- Fortsetzung in Erkenschwiek hatte der Vorstand der ganz linksradsikalen Freien Bergarbeiterunivn die Belegschaft aufgefordert, aus Sympathie für die Berg­arbeiter in England, Belgien und Frankreich das Ver­fahren der Ueberschicht am 23. November zu verwei­gern. Da die Bergarbeiter in den genannten Ländern für Deutschland bekanntlich so unendlich viel Sym- parhien haben, die besonders bei dem Fr jede ns vertrag von Versailles und dem Kohlendiktat von Spa zu einem so ergreifenden Ausdruck gekommen find, be­stand natürlich die unbedingte Notwendigkeit, dieser Aufforderung Folge zu leisten. Demgemäß sind von der Belegschaft 300 Mann nicht angefahren. Lustig war jedoch, daß derselbe Vorstand der Union, der seine Mtglieder ju feiern aufforderte, am selben Tage voll- zähhitz seine Ueberschichten verfuhr. Diese Tatsache soll auf die Bergarbeiter der betr. Anlage ernüchternder gewirkt haben, als vieles andere.

Ein Prozeß gegen dieFreiheit.

Berlin, 6. Jan. (WB.) In derFreiheit" erschien vor dem Halleschen Parteitag der Unabhängigen eine Reihe von Artikeln Walter Stöckers, die sich für den Anschluß an die dritte Internationale aussprachen. Wegen dieser Artikel hakte sich gestern der Redakteur der Freiheit Lipschütz vor dem Landgericht wegen Auf- reiWng zum Klassenhaß ju verantworten. Lipschütz erklärte, er sei durch Parteibeschluß Werpflichtet wor­den, diese Artikel, mit deren Richtung er gar nicht übereinstimme, W veröfsentkichen. Da» Gettcht ver­neinte das Vorhandensein vorsätzlicher Handlungen und von Fahrlässigkeit und kam zu einem Freispruch.

Das Ergebnis bjr Eisenbahnerbowegung.

6. Jan. (WB.)