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ie nunmehr zu ihrem Rechte kommen, seien irch andere ersitzt worden. Daß Repara- tien an dem Bauwerk die günstige Lage der
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Wähler, welche bis zum 20. Feb. ds. Js. das warzigste Lebensjahr vollendet haben.
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. Als Erklärung hierfür sind die Kinderkrankheiten" solcher Anlagen zu suchen,
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# Derbrecherjagd im Kraftwagen. Ein ggorn> der sich in Siegen mehrere schwere ^rsehen zu schulden kommen ließ, suchte ge-
Abend mit dem Zuge nach Marburg g zweite. Siegener Kriminalbeamte setzten ilebeltäter mittels Kraftwagen nach. 3n= Aschen gelang es jedoch der hiesigen benachrichtigten Polizei, den Mann beim Eintreffen z Zuges festzunehmen, sodaß die Siegener amten bei ihrer Ankunft gttanene Arbeit
* - Kriegerkameradschaft. Versammlung rgen Sonnaveud-Abend.
Krieger- und Laudwehrverein. Die kversammlung ist nicht am 8., ssndern 15. Januar, abends 8 Uhr im Freidhof.
Sichertshausen. Nach einer Amtsdauer tt ‘21 Jahren hat unser Eemeinderechner
nrad Fischer sein Amt niedergelegt. Als aLlolger wurde der Schneidermeister HeinrD
bewerf Allendorf (Kr. Kirchhain). Beim Passieren iß sie ni T5 hiesigen Hahnhvfs brach am Postwagen andeli Nachmittagszuges eine Achse, sodaß der GwenS *u8 erst, nachdem der Wagen ausgesetzt wor-
Frankenau. Seit einigen Tagen rst der Sohn des Schmiedemeisters E von hier verschwunden. Trotz eifrigen Suchens hat man noch keine Spur von dem Vermißten finden können.
Caffel. Auf dem am Mittwoch stattgefundenen Zuchtschwrinemarkt kam das Geschäft anfangs wegen der hohen Preissorderungen nicht recht in Fluß, als diese aber dann ermäßigt wurden, befferte sich die Tendenz was aber nicht verhindern konnte, daß sine Anzahl Schweine unverkauft blieben. Der Auftrieb belief sich auf 709 Ferkel und 84 Läufer. Bezahlt wurden für Ferkel bis zu 6 Wochen 200—250 Mk., bis 8 Wochen 250—350 Mk, bis 13 Wochen 350-480 Mk.: für Läufer von 3—4 Monaten 500—700 Mk., für ältere 700-850 Akk. das Stück e
Cokbach. Die Haferumlag?, die zur Zeit dem Wäleeckischen Landbund beschäftigt, be trägt für den Kreis des Eis-nbergs rund 14 000 Zentner, für bet» Krejs bei Twiste 16 000 Zentner. Laut „Wald. Landesztg." erscheint es ausgeschloffen, daß diese Mengen aufzubringen sind.
Fritzlar. Der städtische Haushaltsplan für 19,0-21 schließt in Einnahmen und Aus gaben mit rund 900000 Mark ab Die Grundsteuer wurde von 140 auf 300 Prozent erhöht.
fd. Frankfurt a. M., 5. Jan. (Heimkehr aus Avignon.) Dreizehn Kriegsgefangen-', die schon jahrelang in dm Eefängnisssn von Avignon in Strafhaft geschmachtet hatten, trafen gestern hier ein. Sie waren auf Grund einer Eingabe an Millerand und Fach em Altjahtsabend begnadigt worden. Zusammen hatten sie noch 2i3 Monate zu verbüßen. Ruch Angabe der Heimgekehrten, die mit einer Ausnahme aus Bayern stammen, schmachten noch 200 Deutsche in Avignon.
orfanden.
* Beamten - Personalien. Ernannt: der Meister Becker in Frankenberg zum Mini-
ieawffKttj, Ege (Frankfurt), Heese (Wiesbaden), ;ute VWrcz-ßinsky (Kaffel), Weber (Höchst), Schrer-
. ‘Ln rtillegung ausnützen, ist verständlich, denn in ii*t ntc >bf hbarer Zett dürfte solche Gelegenheit.nicht bat i) D*e!)er eintreten. Man hofft bereits in eint
|tn Tagen den vollen Bstrieb wieder auf- __kehmm zu können und den berechtigten Kla- len dann ein Ziel zu setzen.
MdeMr MchriM.
Eine verdiente Ehrung. Wie wir hören, ist dem um das Deutschtum im Auslände hochverdienten Professur Th. C. 6aII eine Professur in der philosophischen Fakultät zu Göttingen auf deren Antrag erteilt worden. Hall, von Geburt Irländer, war früher Professor am Union Semi na rt) 'in New York. Wegen seines mannhaften Eintretens für die deutsche Sache hatte er drüben schwer^An- fechtungen zu erleiden und mußte schließlich seine Stellung zum Opfer bringen. Schon vor i>?m Kriege war er jahrzehntelang regelmäßig alle Jahre Gast in Deutschland, in dessen Geistesleben er tief eingewurzelt ist. Und während des Krieges siedelte er dann ganz nach Deutschland über. Jetzt ist Mm der reich verdiente Dank zuteiilgeworden. Er ist ein angesehener Gelehrter aus dem Gebiete der Kirchengeschichte und der Sozialethik. In Aw erkennung seiner tüchtigen wissenschaftlichen Leistungen und seiner Bemühungen um beut= fches Bibliothekswesen hat 'ihn die hiesige Theologische Fakultät soeben zum Dr. Theol. befördert.
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°öer 6 Trinen Zeiten, wie in dm letzten Monaten, ein Aussetzm noch nicht nötig wird. Man Trnnoe Stte die Turbinenanlage brrcits beim Bau iefer legen sollen, wissen kluge Kritiker zu
)( rxen, aber infolge des bereits hohen Wasser- sndes sei das nicht geschehen, und die ur k niinglich tiefliegenden Durchfluß Oeffnungen,
RachllSngs r«m S!udsnter?prszkb.
In der Woche nbeilage „Wiktschaft und Recht" der „Deutschen Allgern. Ztg." schreibt Privatdozent Dr. Honig (Göttingen):
Der Ausgang des Marburger Studentenprozesses war ans kriminalpsychologischen Gründen ungewiss Nachdem gegen das freisprechende Urteil des außerordentlichen KriegsgeNchts ein Pressefeldzug schlimmster Art stattgefunden hatte, stand zu be- fürchten, dass die Geschworenen — unbewußt — das Urteil nicht mehr aus „freier, aus dem Inbegriff der BerhaHdlung -geschöpfter Uöberzeugung" (§ 260 StPO.) würden sprechen können. Ausserdem hatten sich für die -neue Verhandlung vor dem Casseler Schwurgericht eine Anzahl neuer Zeugen gemeldet Dag trotzdem die Geschworenen zum Freispruch kamen, ist ein erfreuliches Zeichen ihrer Selbstdisziplin. Die vorliegenden Beweise reichten zur Verurteilung nicht aus. — Allerdings kommt die Angelegenheit damit *ioch nicht/zur Ruhe. Die Hinterbliebenen der erschossenen • Arbeiter beabsichtigen im Zioilprozest vermögensrechtliche Ansprüche gegen die Studenten anhängig zu machen.
Eine wesentlich andere Auffassung spricht aus einer der „Bemerkungen" im gestrigen 2. Morgenblatt der ,Franks. Ztg", die sich mit der Universitäts- erkläruny befasst Und darüber u. a. schreibt:
Die als förmliches Plädoyer gehaltene Erklärung übergeht bei der Berufung auf den Casseler Staatsanwalt vollständig die Tatsache, dass dieser die schwersten Belastungszeugen nur dadurch „unschädlich" machen konnte, daß er deren sehr schwerwiegende Aussagen als „Irrtum" bezeichnete. Das Marburger Plädoyer ' ist deshalb nicht stichhaltiger als das Casseler. Am peinlichsten aber mutz die Bezichtigung wirken, dass^dn der Erhebung der schweren Beschuldigungen parteipolitische Verhetzung Schuld trage. Wer sich erinnert, welches Entsetzen die Tat von Mechterstädt in Men Kreisen hervorrief, der muss es Jedem zu Dank wissen, der zur Aufklärung Wtrug. Die Marburger Universitätsbehörde fordert die Studenten auf, alles zu tun, um die Kluft zwischen den Ständen schließen zu helfen. Ihre Erklärung, die kein Wort der Verurteilung für das Schlimme findet, was geschehen ist, erscheint uns nicht geeignet, zu diesem Ziel« zu führest.
Es erscheint uns heute, da die Dinge schon so weit zurückliegen, für einen, der nicht Augenzeuge gewesen
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ii'cMumL * Die kritische Lage der Edertal'perre.
sen ’RcF10^ aller Regenmengen, die uns die Wsrh- '..^Machtstage brachten, versagt die Evertalsperre
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>ir Man iMretiensteuer wird tatsächlich aus Grund libt rf jüngsten Verordnung des Reichsfinan; erlege) ^tristenums mit Wirkung ab 1. April 1921 it du diu '"'ch Herabsetzung der bisherigen Ermäßigung ^Kürk erhöht und zwar um 11 Kis 60 Mark
haftlichl * AufsteSung der preußischen Wähler- etfordr fisten. Die Anordnungen für sie sofortigen ) weich Vorbereitungen zur Aufstellung der Wähleristen für die Landtagswahlen in Preußen r ind, wie wir erfahren, nunmehr ergangen. >cne* J lufzunehmen sind in die Wählerlisten alle
. auch auf die Staats- und Gemeindebörden eingewiift. - Gleichzeitig wird dar- f hingewiesen, daß die Auszahlung der Eut- Ln für den in der Gefangenschaft gestun- LL Arbeitslohn noch nicht erfolgen kann, die Verhandlungen darüber mit den ehe öiigen Feindesftaaten noch nicht zum Ab ^lnü gekommen sind. Es müffen sich die r AnzrjEj^kehrer in dieser Frage noch gedulden.
klang i * Sozialdemokratische Partei. Die Mit« ztes lieber - Versammlung findet am Sonnabend, w 8. d. Mts. abends 8 Uhr bei Jesberg statt.
Kann^ *n war, mit Verspätung weiterfahren konnte, s cet^ Amöneburg. In dem Quarzitsteinbruch -ch dier^ «j hiesigen Brückerwalde ereignete sich am ^ensiag,MMag wieder ein bedauerlicher . ^sslücksfall. Der A beiter G. Müller geriet g Wirten mehrere beladene Steinkarren uns ,u9 schwere Verletzungen davon.
f Äbwr * Der Provinzial-Ausschuß der Ienlrums- ? NlonoGartei für Hesfen-Naffau, der am 3. Januar )ie Unk n Gießen getagt hat, beschloß für die pr?u- Der R, ffche Landeswahl folgende KLndidatenliste' jefetit. . Sanitätstet Dr. Karl Stemmler, Bad Ems. tett ' V i. Amrszetichtsrat Rhiel-Fulda, 3. Redakteur ivt y Herkenrath-Limburg, 4. Schreinermeister am-niJ loses Fink-W-esbaden, 5. Landwirt Enau ifts* »• -tausebnch (Kreis Kirchhain), 6. Arbeiter 1 - * fenz Nieterlahnstein, 7. Frau Else Alken, Hausfrau, Frankfurt a. M., 8. Edmund Schleß, " Zngenicur, Kassel. Außerdem wurden noch 11 t&eitere Kandidaten benannt. Das Zentrum
- an. J ‘ Erhöhung der Iigarettensteuer. u ihm hi verbände der Zigaretrenrndustne wird
Nähe Eteilt: Die durch die Preffe verbreiteten ' 'I Nachrichten über eine weitere Ermäßigung •w Zigarettensteuer sind irreführend. Die figaretiensteuer wird tatsächlich auf Grund
ci'na&u lic burchgemacht werden „müffen". Die Tur- en GM lit,en ber Talsperrenanlage werden zur Zeit
rialsekretär im Ministerium der öffentlichen rbeitkN, ^er Kaufmann Selmar Frank in a-burg zum Mitglied des Vorsteheramts Israeliten in Marburg. — Beauftragt:
i Pfarrer extr. Otto Wolff als Gehilfe des fsrrers Bücking in Lohra.
» Zur Preußenwahl. Zur Wahl zuw. - «preußischen Landtag präsendieit die mehrheits- Bankd^ozialdemokratische Partei folgende Kandi. oantgee 9(nl.?je. §au^Ub (Dassel), Wittich (Frank
ist» fast uv möglich, ein den Tatsachen geuecht werbendes Eewissensurtell abzugeben. Man kann, nur feststellen, dass das Casseler Urteil dem Vvlksempfinden nicht entspricht, was aber bei der heute leider zur zweiten Natur gewordenen parteipolitischen Einstellung allen Dingen gegenüber auch nicht allzuviel zu -bedeuten hat, da man die Quellen, aus denen diese Stimmung entsprang, nicht mehr feststellen kann. Es wäre das Beste, wenn man sich von vergangenen Dingen ab den drängenden Eegenwartsaufgaben zu- werwete. Wir werden nur noch einmal auf diese schauervolle und jetzt nachgerade peinlich gewordene Angelegenheit zurückkommen, wenn der Kultusminister Stellung zu ihr nimmt.
Berlin, 6. Jam. (Privatelegr.) Kultusminister Hänifch richtete, wie das „Berl. Tagebl." hört, an den Vorsitzenden der deutschen Studentenschaft ein Schreiben, worin er sich noch einmal zu den bekannten Vorgängen in Thal-Mechterstädt äußert. Der Minister trägt nunmehr dem rechtskräftig gewordenen freisprechenden Urteil des Casseler Schwurgerichts Rechnung, behält sich jedoch ein endgültiges Urteil bis zur Erledigung des Verfahrens wegen der Misshandlung wehrloser (Befangenen vor.
MM».
Worum es bei de« Kirchemvahle« geht, fft immer noch viel zu wenig bekannt. Wäre es der Falk, der 21., 22. und 23. Januar würde manchen an der Wahlurne sehen, den Eedankenlosigkeit sonst fernhält. Zum ersten Male in der Geschichte ist das Geschick der preussischen Landeskirche -in die Hand der kirchlichen Wähler gelegt. Als eine freie, vom Staat losgelöste wirkliche Volkskirche soll sie sich selbst ihre Verfassung -geben. Richt mehr königliche Verordnungen, nicht Staatsbehörden sollen das entscheidende Wort sprechen, sondern die Männer und Frauen der Gemeinden selbst. Im den Gemeindekörperschaften sollen Leute sitzen, die das Vertrauen der Gemeinde trägt. Aus diäfen Vertrauensleuten sollen die Mitglieder der verfassunggebenden K-irchenversammlung hervor-gehen. Die Kirch-enversammlung soll die Selbstständigkeit der Kirche in ihrer Ordnung und der Der- wa-liung ihrer Angelegenheiten sichefftellen, soll die Auseimandersetzumg Wit dem Staat auf Grund der Artikel 137 ff. der Reichsverfassung in freiem, billigem und gerechtem Geiste bewerkstelligen. Das Selbst- besti.mmungsrecht der Gemeinden soll erweitert, die religiösen Minderheiten -sollen -geschützt werden. Auf die Leitung der Gesamtkirche sollen die Kirchenwähler witkli-chen Einfluss haben. U-eberhaupt soll es dahin kommen, dass mehr und mehr das Kirchenvolk kirchliche Dinge als seine Angelegenheit ansieht und empfindet. Je mehr das gelingt, um so mehr wird Leben die Kirche -erfüllen, um so grösser wird ihr Einfluss. Die Kirche muß der Ort im Volke werden, wo der 'Klassenkampf schweigt, wo Bruder und Schwester in Ehrfurcht und Andacht vor einem Vater beieinander sind.
MssiirtW M MM.
Handel und Gewerbe im Dezember.
äs. Berlin, 6. Jan, Das preussische Ministerium für Handel und Gewerbe veröffentlicht jetzt regelmäßig monatlich auf Grund von Berichten der preußischen Handelskammern einen zusaminsnfässenden Bericht über die Lage von Handel und Gewerbe. Aus dem Dezember-B-ericht -geht hervor, daß i-m Dezember die Produktion und der Verkehr im grossen und ganzen
Stichramtliche Preise vom Berliner Produktenmarkt für 50 Kilogramm ab Station: Berlin, den 6. 1. 1921.
Speise-Erbsen, Viktoria-Erbsen . . ; do. kleinere......
Futter-Erbsen Linsen............
Peluschken Äckerbohnen Wicken............
Lupinen Seradella, alte . .
do. neue. .......
Vicia villosa
Raps......
Rübsen . .
Leinsaat
Mohn
Senfsaat . . . :.......
Hirse, inländisch........
Donauhirse..........
T-ockenschnitzel Torsmelasse Wiesenheu, lose Kleeh-u...........
Stroh, drahtgepreßt ......
do gebündelt........
Langstroh
Mais loco Hamb. Bremen, Januar .
do. per Februar..... .
Kartoffeln, sortiert ......
Reis, frei Kaiwagg. Hbg. per 1 Kg. . Brasilian. VollrOs per......
Burmareis, Ittägig per Runkelrüben..........
Möhren, rote .
do. gelbe .
200—215 Mk.
170-180 „
150-160 „
140-145 155—158 130—145 65-70 75-85 70-90 70-90
350 5-10
320—330
tf
M
70—75
58-60
33—35
21-22
20—21
175-176 ”
166-168 „
161—166
9-10 „
17—17 50 „ 15—15,50 „
Wie MtzkW».
Aufnahme der diplomatischen Beziehungen mit Rumänien. I
Berlin, 7. Jan. Wie das „Berl. Tageblatt" Hört, wird der Wirkliche Legaticmsrat Freytag als «inp!° weiliger Geschäftsträger nach Bukarest gehen. Er war bisher Referent füt den Balkan im Auswärtigen Amt und vorher in Athen und Varna tätig gewesen.
Bedrohliche Sage im Ruhrrevier.
Berlin, 7. Jan. (WB.) Zur Arbeiterbewegung im Ruhrrevier erfahren verschiedene Blätter, daß der Bergarbeiterstreik auf der. Zeche des Mühlheiimer Bergwerksvereins beendet ist. nachdem öie Verhandlungen vor dem Schl i chtu ngsau sschuß zu einer Einigung führten. Eine Bezahlung der Streiktage erfolgt nicht. Der Ausstand -auf der August Thyssen- Hütte in Hamborn dauert auch heute noch am
Essen, 7. Jan. Auf die Ankündigung der Werbleitung der August Thyssen-Hütte in Hamborn, das Werk still zu legen, falls sich nicht genügend Arbeiter melden, haben die Bergarbeiter ein 48stündi-ges Ultimatum an die WerksMtung gerichtet, V.» Forderungen zu bewilligen, ansonsten auf sämtlichen Schächten und Anlagen der Sympathiestreik in Kraft trete. Die Lage ist äußerst g-espannt, da die Arbeiter auch gegen den Willen der Organisationen weiter- stveiken wollen.
Wie aus Bochum gemeldet wird, sind die Eketto- monteure in Dortmund, Essen und Duisburg wegen Tarifftreitigkeiten in den Ausstand getreten.
Zwei weitete Roten an Deutschland.
Basel, 7. Jan. Das Pariser „Journal" berichtet, dass zwei weitere Roten der Verbündeten auf dem Wege nach Deutschland sind. In einer der Noten wird die Nicht genügende Kontwlle der deutsche» privaten Munitionserzeugung behandelt.
Die Untersuchung der Flensburger Affäre.
ungehemmt von Stt-eiks vor sich ging, dass die Arbeitslust im Steigen begriffen war und daß die Produktivität der Wirtschaft sich günstig entwickelt hat. Klagen über den Mangel an Rohstoffen werden kann» vorgebracht, lediglich über den Mangel an Kohle. Dieser Mangel macht sich so stark bemerkbar, daß die günstigen Faktoren dadurch nahezu aufgehoben werden. Ganz besonders die Eisenhütten klagen über den SfiangrT an Kohlen. BctriebseOnschränkungen und Stillegungen gan-z-er Hochöfen-anlagen werden als die natürliche Folge des Kohlenabkommens von Spa be- zelchnet. Der Mangel an Kohlen wurde im Dezember, i-urch den niedrigen Wass-erstand verschärft, der die Kohlenverteilung hemmte und zu einer Ueberlastung der Eisenbahnen führte. Stark bemerkbar machte sich für de deutsche Industrie die Rohstoffüberfülle in den valutastärkeren Ländern. Diese führte teilweise zu "taiten Preissenkungen, wie 6ei der Baumwolle, von '-/r eine lähmende Wirkung auf die Textilindusttie ausgf'ng. Die Zurückhaltung der Käufer in dieser Industrie war sehr stark und neue Aufträge wurden nicht erteilt. Anderseits droht diese Rohstoffüberfülle die Kaufkraft der überseeischen Länder und damit' unseren Export zu lähmen. Trotzdem läßt sich im tanzen sagen, dass im Dezember der Beschäftigungsgrad in der deutschen Industrie nicht un-günsttg war. Die zukünftige Entwicklung liegt allerdings ganz im Unklaren.
Der Wert der Mark im Ausland.
Für 100 Mark wurden gezahlt in:
Frankfurt a. M., 6. Januar 1921.
heutiger Stand vor dem Krieg Zürich 8 0 1 5 40 Franken
Irnfterbom 4.40 59.20 Euld-n
Kopenhag.» 865 88.80 Kronen
o'okholm . —.— 88.80 Kronen
Wien 914.50 117.80 Kronen
Prag 121.50 117 „0 Kronen
Lon »n 268 50 .97 80 Schilling
'iew York 1.35 # 23 80 Dollar
Paris. 23.25 125.40 Kranken
—
' Berlin,». Jan. sWolff) ProduktenberiLt. Im P-oduktenaesMäst bat sich die Lage wenig verändert, lütte h-lisensrüchte werben von auswärts stark ange= noten, doch si d nur wenig Abschlüsse zustande ge= o nmen. In den übrigen Artikeln sind b-i der noch immer he'rsche--den Effchästsiinlust Veränderungen von Bedeutung nicht zn vergcichnen.
Berlin, 7. Jan. (WB.) In einer Sitzung des Hauptaus-fchuffes der preussischen Landesversanrmlung erwiderte Minister Severing auf das Verlangen nach Auskunft über den Fall in Flensburg, dass der moralisch Verantwortliche für die traurigen Vorfälle der Denunziant selbst sei, der von der Polizei tu Flensburg angestellt war. Der Kommandeur der Sicherheitspolizei v. Plüskow habe ohne Fühlungnahme mit der Polizeiverwaltung Haussuchungen vorgenömm, die otznie Ergebnis verlaufen seien. Der Oberpräsident und Regierungspräsident hätten sofort eine Untersuchung eingeleitet und Plüskow sowie die beiden anderen beteiligten Polizeibeamten vom Dienste suspendiert.
Verantwortlich für Politik, Feuilleton und wirtschaftlichen Teil: Will Völger; für den lokalen, provinziellen und Anzeigenteil: Felix Habicht. — Druck un> Verlag: Hessischer Verlag Karl Euker, G. m. b.
Marburg.
Kursbericht
des
Bankhauses Barudi Strauss.
Rkarvvrs und graaffart, den 6. Januar 1921.
Zern ruf 29. 136. Hansa 7371, 7372, 7373,8981,8982,89«
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4V.°/o Deutsche Schatzanw
77.50
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Reichsanleihe
60.-
4°/o Frankfurt.
Stadtanleihe
102 —
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Stadtanleihe
87 —
<-/e°/o Anaiol.
148-
4°/o Bagdad $.
B. Anleihe
157 —
5o,^Eoldmexik.
739.—
5°/<,Silbermex.
523.—
3 „ H
325.—
Lombarden . .
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Schantg. Bahn
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Hamb Bmerik.
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South. West.
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640 —
Berl Handelsgesellschaft
Darmst.Bank. Deutsch« Bank Diskonto »Ges Dresdner Bank Chem. Fabrik
Griesheim Bad Anilin . Höchst. Farbw. Allg.Elek.-Ses. Siemens und
Halske .
Bochum. Gußst Buderus . . . Gelsenkirchner.
Bergwerke Phönix . . . Adlerwerk« .
Kleyer . . Benz.... Daimler
Tenden» uneinheitlich.
'53 — «6-
3W- ■54 -
22925
428 —
65 — 450.—
340 -
361- 550 —
720.—
3*7 — 643 *-
359 — 280- 218 —