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87. Jahrgang.

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Marburg

Donnerstag, 6. Januar 1921.

Der Anzeigenpreis beträgt für di« 8spalttge PetitzeUe 75 Pfg. und 10% Aufschlag, amtliche und auswärtige 1.— Mk. Reklamen die Textzeile 2.— M. und 10°/, Aufschlag. Bei Wieder. Holungen entsprechender Rabatt. — Geschäftsstelle: Steinweg 35. Schriftleitung und Druckerei: Steinweg 85 a, Ecke Pilgrimstein.

Erscheint täglich außer Sonn»«. Festtags. — Bezugspreis: 3R. 4 25 monatl. frei Haus; durch die Post monatl. M. 4.50 oterteljährl M. 13.50 ohne Bestellgeld. — Beilagen: Der Bot, aus Oberhessen u. Landw. Beilage. — Druck u. Verlag: Hess. Verlag Karl Euker G.m.b.H. — Fernruf 16. — Postscheckkonto Nr. 15599 Frankfurta.M.

ichen Unterrichtsministers: Am 18. Januar find 50

Deutsche Protestnote gegen belgisch« Willkür.

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Berlin, 5. Jan. Wie mir erfahren, hat die Reichs- Jahre vergangen, feit' die deutschen Stämme sich zum

regierung bei der belgischen Regierung Einspruch «-

Deutschen Reich zusammengeschloffen haben.

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Ein englisch-japanischer Geheimvertrag ist in Ame-

Der russisch-englische Handelsvertrag ist zur Unter­

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k»t„ 17.86 ^jchnung bereit.

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iM-ieB gemahlt morden, daß sich Amerika selbst ^Abstimmungsberechtigte nicht durch Einschüchterung

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ist die Verfassung seit dem 3. Januar in Kraft ge­

treten.

(D. A. Z.)

Preußischer Erlaß über die Fei« des 18. Januar.

Ueber die Feier des

Reichsgründunystages bestimmt ein Erlaß des preußi-

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a'ie sie in Brüssel und Genf jetzt entschieden werden soll, bann der wirtschaftlichen Hebung Europas über-

enusi en;:er.

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diesem Sinne von allen.beteiligten Stellen verfahren wird. Der Unterricht fallt an diesem Tage nicht aus.

Wahlrede des Dlinisterpräfidenten Brau«.

. „ 9.00 zue grosse.

Französische Blätter sprechen von einer Kabinetts­krise.

Ueber die bevorstehende Regelung der westunga- riscken Frage herrscht in Ungarn Unruhe.

huessel. lriirr», Schürz-«'

«stosse.

c. rc.

Die preußische Berfaffung.

Bttlin, 5. Januar.

Die von der preußischen Landesversammlung be- fchloffene Berfaffung des Freistaates Preußen wird

anliuxt/- :1bjtr 4ö.

Haupt, aber auch desBölkerbun-des mit feinem riesigen

Slufgabenkreis ohne die entscheidende Mitwirkung! Abstimmungsgebiet

nunmehr im „Reichsanzeiger" veröffentlicht. Damit

Berlins 5. Jan. (WB.)

loittih uni) iie emmiitze Mol.

Man kann sagen, daß alle wichtigen Fragen im

I Königsberg. 5. Jan. (WB.) Der preußische Ministerpräsident Otto Braun, 'der von der Sozial- dtmokraiie Ostpreußens als Spitzenkandidat aufge­stellt ist, sprach Dienstag abend in Königsberg in der Börse vor einer großen Wählerversammlung. Braun wandte sich zu Beginn gegen die Unabhängigen und Kommunisten, die durch ihr Treiben in Preußen wi« in Deutschland die Reaktion nur gefördert hätten. Für die Arbeiterschaft und alle republikanisch denken­den Klaffen sei Zusammenfaffung ihrer Kräfte - das dringendste Gebot dieser Stunde. Der Kapp-Putsch' habe gezeigt, welche Gefahren die Republik noch be-

„ 13.80

„ 14.80

bl. „39.56

. „ 46.00

MWu MM.

Zwei nette deutsche Noten.

Deutsche Protestnote wegen der oberschlefischen Abstimmung.

Berlin, 5. Jan. (WB.) Die deutsche Friedens­delegation hat der Botschafterkonferenz in Paris heute eine Note über die Abstimmung in Oberschlesien übermittelt. Darin heißt es u. a.: Die Votschafter-

MHon har abgewirtschaftet und darf sein Land heute! Prinzip der Einheitlichkeit des Wahlaktes, von dem in keiner Weife, binden, der neugewählte Präsident!rluI im Einvernehmen mit allen Beteiligten ab- Hardiug ist bis zum 1. März noch Privatmann. Trotz-1 gewichen werden darf, wird durch eine zeitlich ge- dem hat sich im amerikanischen Volke eine wichtige! kennte Abstimmung durchbrochen. Ebensowenig aber Wandlung zugunsten Europas vollzogen, die Amerikas I wird auf diesem Wege der Zweck «reicht, die Ab- ptkünftiger Politik die Richtung geben wird. Wäh-Ist'mmung frei, geheim und unbeeinflußt zu machen.

der Präsidentenwahlen zeigte sich das amerika-! Dazu droht eine weitere Gefahr: Die Alliierten «- insche Volk schroff ablehnend gegen jede europäische I kennen es mit Recht als ihre besondere Verpflichtung Politik überhaupt, wie sie Wilson getrieben hatte, und!art- die Ruhe und Ordnung bei der Abstimmung auf- der neue Präsident Harding war g«adezu auf das! zu erhalten. Dahin gehört aber vor allem, daß

loatslpitoel.

Di« deutsche Regierung schickt eine energische Note Besen der oberschlefischen Abstimmung an die Ber- stands möchte.

Die Verfassung des Freistaates Preußen ist in Kraft getreten.

Di« preußische Regierung gibt einen Erlaß über die Feier des 18. Januar heraus.

Der Minist«Präsident Praun hält in Königsberg rin« Wahlrede. •

Bayern gibt in der Frage der Einwohnerwehr

beiden Kreisen niedergelassen haben, Linnen eines Trennende der Meinungen hinaus ist im deutschen Monats «klären müssen, ob sie die belgische Staats-1 Bolte das Bewußtsein seiner Einheit lebendig. Die angehörigkeit erwerben wollen und im Falle der Ab-1 Gedenkfeier am 18. Januar wird daher nur dann d« lehnung ihres Antrages die Kreise binnen eines | Bedeutung des Tages gerecht werden, wenn sie au« weiteren Monats zu verlassen haben. In der Protest-1 dem Empfinden unseres gesamten Milkes heraus ge- note geht die Reichsregierung davon aus, daß nach staltet wird. Jede Ausnutzung der Feier zu partei- dem Völkerrecht Ausweisungen von Ausländern nur! politischen Zwecken, insbesondere Mr Verherrlichung aus besond«en Gründen im Einzelfalle zulässig seien, I der ftüheren Staatsform, ist dah« unbedingt 'zu daß aber kein Staat alle Angehörigen eines and«en! unterlassen. Angesichts unserer inneren und äußeren Staates lediglich wegen ihr« Staatsangehörigkeit! Loge spreche ich die bestimmte Erwartung aus, daß in ausweisen dürfe. .. - —

hoben gegen eine Verordnung des belgischen Ober- Tag soll in allen Schulen würdig und eindrucksvoll kommissars für die Kreise Eupen und Malmedy, wo- durch eine dem Ernste d« Zeit entsprechende schlichte nach die Personen, die sich nach dem 1. 8. 1914 in den sund stille Feier begangen w«den.

konferenz teilt mit, -daß sie nunmehr die Absicht habe, Art. 88 schlechthin zur Anwendung zu bringen und, um bei der Abstimmung die Ordnung aufrecht zu «- 'halten, beschlossen habe, die Abstimmung der nicht im slrto*;---------*-s~t ansässigen Stimmb«echtigten

Amerikas nicht gelöst w«den können. Es trifft sich I später als die Abstimmung der einheimischen Stimm- sehr unglücklich, daß die genannten europäischen Fra-! berechtigten stattfinden zu lassen. Die deutsche Regie- gen in einem Augenblick zur Entscheidung drängen, wo I rung sieht sich gezwungen, gegen diese Entscheidung

Der Reichstag Mm Tode Bethmann-Hollwegs.

Im Aeltestenrat des Reichstags wurde am Diens­tag die Frage d« Beteiligung des Reichstags an der Beisetzung des früheren Reichskanzlers von Bethmann- Hollweg kurz besprochen. Es wurde dabei berichtet, daß bisher der Reichstag regelmäßig -beim Ableben von früheren Reichskanzlern eine Kranzspende am Sarge habe niederlegen lassen. Trotz der Bedenken, die von -Seiten d« Unabhängigen drohen und der Kommunisten geäußert wurden, daß der Gesamtreichs­tag gerade -einen am Weltkrieg so schuldigen Staats­mann wie Bethmann noch besonders ehre, wurde von allen anderen Parteien befürwortet, auch diesmal von

wissenhafi '7*?, - - -

86 »yKch bleiben.

Neustadt!^ - ., ---, -----—,-------...

-------- totm ein« wachsende Neigung zur Hilfsb«eitschaft für I Ob«schlefien immer kühner und rücksichtsloser sein

»enügen und von europäischen Dingen fernhalten!in der Abstimmung behindert w«den. Diesem Ge­mässe. Inzwischen ist die amerikanische Absatzkrise j tühl der Verantwortung ist wohl -auch der Vorschlag nngetreten und diese Krise hat die Amerikan« be-1hei Abstimmung -der Nichteingesessenen im -besetzten lehrt, daß sie sich nicht von Europa abschließen können. I ^^iet entsprungen. Wenn jetzt statt dieser örtlichen t*ie Bereitwilligkeit zu Krediten ist gewachsen, seitdem I Trennung eine zeitliche beschlossen wird, so wird da- «r wirtschaftliche Tiefftand regi«t, und Getreide,!"" die Gefahr von Unruhen und der Terrorisierung ^>hle, Stahl, Baumwolle, Metalle und Zucker unnerJ öer Wahlberechtigten keineswegs vermind«t, sondern V . I vielmehr gesteigert. Die Besorgnis vor Gewaltakten

Vergleicht man die Wahlreden Hardings mit seinen I $ umso begründet«, als es bis jetzt noch nicht ge- brtlärungen aus den letzten Wochen, so wird man | tungen ist, dem 1«roristischen V«brechertum, das in

in d« furchtbarsten Prüfung unseres Volkes am! Eine Eegenorgmnfation gegen die Orgesch. Steu« zu stehen. Ehe der Sturm überstanden war,! B«lin, 8. Jan. Schön- während monarchistische

mußte « den schicksalsvollen Platz verlassen. Müßig! Umstürzler unter Führung des Kapp und Genossen die wäre es, zu fragen, ob es ihm hätte gelingen können, I Republik zu stürzen suchten, entstand d« Gedanke, das Unglück abzuwenden, das üb« uns herein-keine republikanische Liga zu gründen, die die repu- .gebrochen ist. Wohl ab« dürfen wir die Erinnerung! blikanische Staatsform sich«n, ausbaurn und für den esthalten an jene Jahre d« Einigkeit in Kampf und! republikanischen Gedanken Werbearbeit treiben sollte. Liebe, die vornehmlich sein politisches M«k gewesen I Wie die „Franks. Ztg." meldet, wird diese Liga nun- ist, die uns befähigt hat, lange Zeit dem Ansturmimehr gegründet werden, mit dem Ziele, das He« übermächtiger Gegner standzuhalten und die auch für I und die Beamtenschaft zu demokratisieren, die Justiz die Zukunft sagen wird, daß der Tag d« Gerechtigkeit! und die Erziehung $u «neu«n und für Volksver- für ihn kommen wird wie für uns« ganzes Volk. I söhnung zu arbeiten. Eine solche Arbeit ist leider Dies sei der Trost für alle, die um ihn trauern. Der durchaus notwendig. Das wir» jed« bestätigen, d« derzeitige Geistlich^ von Hohenfinow, Bochow, sprach!;. B. gesehen hat, wie auf manchen höheren Schulen Segensworte. rgegen die Republik gehetzt wird.

Kein Nachgebe» Bayerns in der Eimvohnerwehrfrage.

Wie die „Neue B«l .Ztg." von zuverlässiger Seite erfährt, beabsichtigt die bayrische Regierung keines­wegs, sich mit der neuerlichen energischen Forderung d« Entente nach Aufhebung der Einwohnerwehren zufrieden zu geben und sich dieser Forderung zu fügen. Man glaubt in München noch immer, durch neuerliche diplomatische Verhandlungen und en* sprechende Vorstellungen eine Aenderung des Entente­standpunktes herbeizufuhren.

der bisherigen Gepflogenheit des Reichstags nicht ab-., zuwefchen. Es wird infolgedeffen bei d« heutigen | bTü^en- D« _ Ministerpräsident fand scharfe Worte Beerdigung des früh«en Kanzlers d« Reichstag durch I ®e^en ^as Wirken unser« Justiz, die sich vielfach von einen seiner Vizepräsidenten oder dckrch den Abg. i b’em Rechtsempfinden des Volkes immer weiter ent- Spahn einen Kranz niederlegen- lassen. | ieTne- Er appellierte an- den Reichswehrminister,

Die Beisetzung Bethmann-Hollwegs. I wahrhaft republikanischen, demokratischen Geist

Hohenfinow, 5. Jan. D« Sarg des Heimgegangenen j ßch wjeder geltend machenden Militärismus zu-

strüheren Reichskanzlers v. Beihmann-Hollweg war! ^'ckzudrängen und zeigte, zu dem gefährlichen Treiben gestern abend nach ein« kurzen Fei« im Familien-1 ^l!r Orgesch und ähnlicher Organisationen über gehend, kreise bei Fackelschein vom Schloß nach d« Kirche IroeI^ verhängnisvollen außenpolitischen Schwi«ig- und dort am Altar zwischen Lorbe«bäumen aufge-1uns biefc militärische Gefahr einbringt. Braun bahrt worden. Mit dem Sohn und d« Tochter des 1Finanzlage Preußens, und »er=* Verewigten und d«en Gatten, -dem Grafen Zech v«- ukteilte die ablehnende Haltung d« bürgerlichen Par- sammelten sich die nächsten Anverwandten zur I 8Egenub« ^d« Grundsteu«, die eine Deckung Trau«fei«. Als Vertret« d« Reichsregierung «-1 nuferes Defizits ermöglicht hätte. Die Zukunft würde schien Reichsminister Dr. Heinze mit Staatssekretär b€n Staat, d« allein aus den Steuern

Lewald und Mnifterialdirektor Heilbronn. In B«-! ^,we ®eMTfntie mcht mehr beftiedigen könne, direkt tretung des vormaligen Kais«s legte Prinz Oskar I qn Erträgnissen der Mrtfchaft partizipi«en zu

einen Kranz am Sarge ni-ed«. Es «schienen ferner I Borangehen müsse jedoch eine Gesundung d«

d« ftühere Reichskanzler Dr. Mchaelis, die früheren!'bslkswirtschaft. D« Ministerpräsident v«breitete Minffter v. Delbrück, Helfferich, Scheuch v. Breiten-! i>ann über die Ernährungslage, und wandte sich bach, Lenze, Zimm«mann, General Gantschow als IC*8611 «ine/Politik, die bald die Zahlungsmittel nicht Abgesandter des Königs Ferdinand von- Bulgarien I uufbnngen könne, um ihre großen Getreidein- u. a. Die Trau«rede hielt der frühere langjährige I *m Auslands durchzuführen. Der Minifterpräsi-

Geistliche von Hohenfinow Paffow aus Naumburg.! warf den Rechtsparteien und dem Zentrum vor,

Er gedachte des Verstorbenen als ein« wahrhaft I P* der B«atung des Landroirtschaftskamm«- großen und liebenswerten Persönlichkeit, eines edlen! bemüht hätten, die Großgrundbesitz«-

und lauteren Charakters, d« sein hartes, trauriges I 'nt«essen ge ren die Bau«n zur Geltung zu bringen. Geschick mit Würde und schließlich als Sieg« trug, I daß es sich bei den wahrscheinlich am 27 Fe- schaffensfteudig blieb bis zum letzten Atemzuge. Dann!6tUtiT stuttfinden preußischen Landwirtschaftskamm«- fetzte sich die Trau«versammlung durch das Dorf nach I roa^ert bie kleinen Landwirte an die bauernfeindliche dem Erbbegräbnis auf dem Friedhof .in Bewegung. I $aItun3 der Rechtsparteien erinnern roerben. Er . Forstbeamte trugen den ganz fchkichten, schwarzen I n?*es dmn« auf die Aufgaben hin, die die neue Lan- Sarg, dem die Dorfkind« singend- voranschritten. desv«sammrung bei d« Durchführung der begonnenen Dem Sarge zunächst folgten mit dem Sohn des Ber-1 Demokratisierung in Gesetzgebung und Verwaltung 'torbenen Minist« Dr. Heinze und Prinz Oskar. An |ertDttTte und die den diesmaligen Wahlen eine beson­der Gruft sprach Minister Dr. Heinze. Er sagte u. <t: Bedeutung zukommen lassen. In Preußen dürfe

Im Namen der Reichsregterung sage ich dem Reichs-1 ^°5 Steu« nicht nach rechts wenden, sondern im

kanzter v. Bethmann-Hollweg den letzten Gruß. I urüsse es etwas mehr nach links gedreht werden. Ueb«wunden bat er alle Kämpfe und üb« dem Stab I Sozialdemokratie gehe mit d« ruhigen Zuversicht des zeitlichen Streites erhebt sich rein das Bild sein«!in 1>cn Wahlkampf, daß « mit dem überwältigenden P«sonlichkeit, d«en Züge unverrückbar in die H«,zen I Bekenntnis des preußischen Volkes zur Republik, zur ein« Freunde eingedrungen find. Er war berufen, .SEvkratie und zum Sozialismus endigen müsse.

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I in den Grenzen des Möglichen hält, zweitens, wenn sie möglichst in Realw«ten geleistet wird, drittens, wenn die deutsche Mark dabei möglichst ausgeschaltet und dadurch befestigt wird, und erntens, wenn die reiche- I ren Völker den ärmeren in den -ersten sih-w«en Jahren beistehen.

In diesen Tagen weilte d« amerikanische Senator Mac Co-rmick in Berlin, um sich üb« die deutschen Verhältnisse zu informieren und mit ber Regierung und Wirtschaftsführern sich zu besprechen. Es wird in Amerika allgemein angenommen, daß Mac Cormik unter der Präsidentschaft Hardings eine leitende Stel­lung ein nehmen wird. Se ine europäi sche Informa­tionsreise dürfte mit dem wirtschaftlichen Wiederauf­bau Europas Zusammenhängen und im Rahmen dieses Interesses dürste die Versorgung mit amerikanischen Rohstaffen liegen. P. D.

SU'«» Äeseuwärrigen politischen und wirtschaftlichen Leben Europas, alten voran die Frage der Wiedergutmachung

13.50 tiia bekannt geworden und verursacht dort große Erregung.

nickt nach.

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«kennen, — möge diese „Hilfsbereitschaft"! Haupt erhebt, wirksam zu fteu«n. Die deutsche Muz nüchternen wirtschaftspolitischen ErwäMn-1 Regierung betrachtet die Gewährleistung ein« wirk­ten entspringen. Der Zusammenbruch d« amerika-1 lid> freien, unbeeinflußten und geheimen Abstimmung ^chen Konjunktur hat Europa auf jeden Fall gute!in Oberschlesien als eine Lebensftage für das deutsche ureisste geleistet. I Volk und glaubt Anspruch darauf zu haben, daß diese

Es ist vor allen Dingen die Frage der deutschen 18rage in diesem Sinne .3roeifelsfrei gelöst wird. Sie Vied«gutmachung, die ohne die Mitwirkung Ameri-! erklärt fich aber gleichzeitig nochmals ausdrücklich Ms:y 65 uicht gelöst w«den kann, was auch Frankreich! bereit, andere zweckmäßigere Vorschläge zur Sicherung W V toau weiß. Es ist tief bedau«lich, daß in Brüssel Iber Abstimmung zu machen und mit den Beteiligten Rue B« tret er Anrerikas fitzen, schon deshalb, weil I -iu erörtern, damit die Abstimmung wirklich zu d« Am«ikan« gewohnt sind,- Europa als Mrtschafts-1Dan bem Friedensvertrag gewollten und von allen

‘t, iÄ 1 l.Sft la „ 12.3

I Ob diese neueste Note, die an Deutlichkeit Nichts ^^Ezosen, wie es den Anschein hat, I ZU wünschen übrig läßt und dabei doch vornehmer $rUtf Wirklichkeit das deutsche Pro-! wirkt als die letzten französischen Pamphlete, ihren J*®1 Wied«gutmachung durch Arbeit — das! Zweck erreichen wird, dürfte angesichts d« engen V«- J Durchführbare — annehmen, dann iftjrie Mit-1 knüpfung polnisch« und französisch« Interessen, d«en kLisHrMU 118 Amerikas unbedingt «forderlich weil Frank-! sichtbares Symbol zur Zeit die enge Freundschaft um.”^ Deutschland zu sehr geschwächt find.. Die!Zwischen Herrn Korfanty und dem franzöfischen k J/.- UtTfl. dieses Programms setzt voraus, daß I General Lmond ist, zweifelhaft sein. Die französischen Währung den Schwankungen entzogen! Blätter wenden allen Scharfsinn an, um auszurechnen jj ^7, und zwar auf einem Punkte, d« höh« ist als! mit welchem Prozentsatz Oberschlesien an d« Lebens- ■IS* te 7®enmürtige: dies wäre nur dann-möglich wenn! erhaltung Deutschlands beteiligt war und beweisen, iß, L^^'uigten Staaten durch Kredite, Lieferungen!daß Oberschlesien die Brunnenstube für den den Krieg 8 mm.' C1 toito^,ntien eingreifen. Die Wied«Herstellung der! nach Westen tragenden Granatenstrom gewesen sei

Gebiete durch die deutsche Industrie und! Eine Belassung bei Deutschland erscheint ihnen als pnotrte-u Berbindung mit d« ftanzösischen «fordert! eme stillfchweigeiide Duldung, Deutschland einen lern 3 Belieferung in den Lebensnotwen-! neuen Krieg rüsten zu laffen. Im Kintergrund all

hterlo- ' ir-fiL? rÜT bas deutsche Volk und eine -großzügige! dieser kindischen Gedankengänge steht natürlich die *| krt/^x"8' Amerika, dann «hält Fankreich! Angst, der eigenen, durch deutsche Kohlen- und Erze Kt, m °ie Hand, die von den Schwankungen seines I überreich v«sorgten und dadurch jetzt an erst« Stelle d h-21,7111 t>es beutschen.Geldwertes unabhängig ün-d. I des Kontinents stehenden Industrie könnte mit d« * st j?5 Klangt, daß beide Nationen die Gemeinsam-!Zeit wieder ein unbequem« Nebenbuhl« erstehen.

n 3t"'et Interessen «kennen, und daß die B«einig-1 Angesichts so realer Beweggründe w«den noch so •te 9R- n ®u*en Willen zeigen. Erreichbar aber ist! energische, vom Recht unterstrichene — Worte wenig «.led«gutmachung nut dann, wenn sie erstens fich | Aussicht auf Ueberzeugung haben. P.

ff zu . . ... . .............

ütOßtt tn Annika -infolge des bevorstehenden Präsidenten-!Einspruch zu erheben, da hi«Durch,ihrer Auffassung «echsels wichtige Regieimn«staten unmöglich sind.«nach keines dies« beidön Siete erreicht wird. Tas

anzusehen und weil eine nachdrückliche V«tre-! Beteiligten anzuerkennenden Dolksentscheidung sich it ein- » ^biefes Einheitsgesichtspunktes allein eine wiMich j ücsialtet.

und cd-!ß ^d g«echte Lösung dies« Frage «möglichen