Nr. 355.
Morgen-Ausgabe, 1* Blatt.
Samstag, 1* August 1908.
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geäußert: Er erwarte von dieser Neuerung eine Hebung ^ der Personenverkehrseinnahmen. Er selbst habe sich in Norddeutschland durch Fahren in der vierten Klasse persönlich überzeugt, wie die verschiedenen Menschenklassen darin einander näher gebracht würden) von einer antisozialen Wirkung habe er nichts bemerkt. Die Regierung stehe jedoch auf dem Standpunkte, zunächst das Ergebnis weiterer Erhebungen abzuwarten. Bei dieser Gelegenheit ließ sich der Minister auch über die Spannung der Zugschnelligkeit aus) er meinte, man solle der Absicht, die Fahrzeiten immer weiter zu beschleunigen. Widerstand leisten und weitere Errungenschaften auf dem Gebiete des Lokomotivbaues besser dazu verwenden, daß Verspätungen wieder eingeholt werden könnten zur Erreichung der Anschlüsse.
* Tenderrznachrichten. Die „Freisinnige Zeitung"
schreibt: Ein Korrespondent der „Kölnischen
Volkszeitung", der sich bereits wiederholt als sehr phantastisch erwiesen hat, will neuerdings erfahren haben, daß „ein volles Dutzend liberaler Parlamentarier und Journalisten bereits vom Reichskanzler Einladungen erhalten habe" in Sachen der Reichsfinanz- r e f o r m. Da jetzt die meisten Politiker in der Sommerfrische weilen, haben wir erst Erkundigungen über die Wahrheit dieser „Nachricht" einziehen müssen. Wir haben aber bisher von allen Seiten nur gehört, daß sie her Wahrheit aufs gröbste ins Gesicht schlägt.
* Sozialdemokratische Stadtverordnete und Nattonal- spende. Gegen einen sozialdemokratischen Spandauer Stadtverordneten ist von Partei wegen, wie man der „Freist Ztg." berichtet, ein Hochnotpeinliches Verfahren eröffnet worden, weil er für den Antrag, eine National- spenöe für Zeppelin in Deutschland anzuregen, gestimmt hat. Von den Vertretern der Sozialdemokratie in der Stadtverordnetenvrsammlung war in der ^ fraglichen Sitzung nur einer anwesend. Dieser hat sich für den Antrag erklärt. Seine Berufung ans den Genossen Singer, der im Reichstag sich für Zeppelin ausgesprochen habe, hat ihm natürlich nichts genützt. Das Wort „Nationalspende" scheint auf die internationalen Genossen wie ein rotes Tuch zu wirken. Ein rotes Tuch würde freilich Nicht einmal so sehr ihren Unwillen erregen.
Heer irrrd gloiiz.
# Die Durchführung der feldgrauen Färbung. Wie ^Ns von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, soll die feldgraue Farbe jetzt nicht bloß bei den Felüfahrzeugen tzrr Armee im großen zur Anwendung kommen, sondern -8 sollen auch alle Einzelteile bis zum kleinsten nerav den feldgrauen Anstrich erhalten. $ic bisher fi.Tit Teil noch üblichen braunen oder blauen Farben wer-
gelöscht und durch feldgrau ersetzt. Die neue Bestimmung bezieht sich auch auf Beschläge, Ketten, Nieten, Klammern und Reifen, die früher meist eine schwarze Färbung aufwiesen.
Vier Ausgabe» siir einen Luftkreuzcr. Die Motor- luftschiffahrtstudiengesellschaft hat im Aufträge der deutschen Heeresverwaltung einen Motorballon gebaut, der erst dann endgültig in den Besitz der Armee übergeht, wenn der nach dem unstarren Parseval-System gebaute Luftkreuzer bestimmte Leistungen vollbracht hat. Nach der Voss. Ztg." hat das neue Luftschiff folgende vier Aufgaben zu erfüllen: 1. eine Dauerfahrt von zwölf Stunden, 2. eine Höhcnfahrt bis über 1200 Meter, g eine Manövrierfahrt bei zehn Meter starkem «äz t n d und 4. einen Aufstieg vom freien Felde aus. tut diesem Zweck wird der Ballon entleert, zerlegt und Es Wagen nach einem freien Feld geschafft. Dort muß öer Luftkreuzer wieder znsammengebaut, gefüllt werden und aufsteigen. Die dritte Aufgabe, die von dem lenkbaren Luftschiff eine einwandsfreie Manövrierfähigkeit hei starkem Winde verlangt, ist die schwerste von den vier zu erfüllenden Bedingungen. Da auch der Zeppelinsche Lenkballon am 3. August zu ganz ähnlichen Zwecken auf- steigt, wird es in den nächsten Tagen an wichtigen.Ereignissen im Reicbe der modernen Lustschisfahrt nicht fehlen.
Döüsschr Kolonien.
Hauptmann Jördcns, der bisherige Burcau- offizier beim Oberkommando der Schntztruppe, ist zur Schutztruppe in Ostafrika versetzt worden. Er tritt die Ausreise nach der Kolonie am 14. August an und wird dort voraussichtlich eine Kompagnie übernehmen.
Italien.
Die italienische Regierung hat hinsichtlich des tripo- lttanischen Zwischenfalles von der Türkei Genug- t u n n g erhalten. Eine Note teilt mit, daß der Kaid von Derna, dessen Abberufung Italien verlangte, in den Ruhestand versetzt worden ist. Sofort, nachdem diese Nachricht in Tripolis bekannt geworden war, wurde eine große Kundgebung veranstaltet. Demonstranten zogen vor das italienische Konsulat und das Geschäftslokal der Banca Romana, wo fie in italienfeindliche Ausrufe ansbrachen.
RirMüttd.
18 000 Eisenbahnwagen gestohlen?
Die „Nowoje Wremja" bringt die sensationelle Meldung, daß in den zwei Jahren 1666 und 1907 nicht weniger als 18 000 Eisenbahnwagen im Werte von 131/2 Millionen Rubel auf den rnffischen Staatsbaynen spurlos verschwunden sind. Sie werben wahrscheinlich gestohlen und an Privatbahnen verkauft worden sein.
Die „Franks. Volksst." erhielt ans Minsk ein Telegramm des italienischen Journalisten Lew ine, in dem er mitteilt, daß er endlich aus der Untersuchungshaft befreit worden sei. Lewtnc ist bekanntlich im Januar d. I. in Minsk, wo er Bekannte besuchte, verhaftet und sv schwer mißhandelt worden, daß er in Todesgefahr
WissbaderreV Tagdlatt»
schwebte. Alle Versuche, selbst des italienischen Botschaft I
ters in Petersburg, vermochten nicht, die Haftentlassung zu erreichen
Frcurkreirtr.
Orden und Steuerfreiheit für „Dreijährig-Freiwillige".
Folgende bedeutsamen Auslassungen über die französischen Militärverhältnisse gehen uns von einem militärischen Mitarbeiter aus Paris zu: Die französische Heeresleitung befindet sich augenblicklich in allergrößter Bedrängnis und Ratlosigkeit, wenn sie es auch selbst nicht zngestehen will. Ihr Sorgenkind ist die böse zweijährige Dienstzeit, mit der die französische Armee sehr schlimme Erfahrungen macht. Besonders leidet darunter die Ausbildung der Kavallerie. Bei Besprechung der zweijährigen Dienstzeit wurde schon oft auf die Entvölkerung Frankreichs hingcwiesen. Bei der Kavallerie kommt aber noch ein anderes Moment hinzu. Als die Frage der zweijährigen Dienstzeit der Kavallerie in Frankreich brennend wurde, wiesen französische Fachmänner auf die Unmöglichkeit einer solchen grundlegenden Änderung hin, indem sie mit Recht betonten, daß der Franzose von Hause aus kein Reiter sei, und daß darum in Laufe zweier Jahre eine gewandte kavallertstische Ausbildung nicht erlangt werden könne. Als die zweijährige Dienstzeit trotz alledem zur Einführung gelangte, gab man sich an maßgebender Stelle der Hoffnung hin, daß sich eine genügende Anzahl freiwillig länger dienende Mannschaften finden würde. Dieser Glaube trog aber. So kam es, daß im letzten Jahre nicht einmal die Hälfte aller Stellen besetzt wurde. Man entschloß sich darum, für freiwillig länger dienende Mannschaften große Belohnungen auszusetzen und ihnen die mannigfaltigsten Vorteile für ein freiwilliges drittes Dienstjahr zu versprechen. Jedenfalls eine für ein stehendes Heer bis jetzt unerhörte Neuheit. Man versprach ihnen erstens Ordensauszeichnungen, Urlaubsvewillignng während der Ernte, höhere Löhnung und, was das Beste ist, Befreiung — sogar der Väter der Kavalleristen — von Steuern. Aber nichts hat bisher geholfen. Die leerstehenden Stellen sind bisher noch nicht ausgesüllt worden. Darum ist die französische Armeeleitung in schwerer Bedrängnis, da diesem Mangel nicht anders abgeholfen werden kann als durch die Wiedereinführung der dreijährigen Dienstzeit. Es ist aber wohl keine Frage, daß diese Forderung in Frankreich auf die größten Schwierigkeiten stoßen wird. Bei der Stimmung, die augenblicklich hier gegen die dreijährige Dienstzeit herrscht, ist wohl vor der Hand überhaupt nicht daran zu denken. Die Franzosen sind wohl sehr begeisterte Patrioten und Chauvinisten, wenn cs gilt, ihrer Eitelkeit zu schmeicheln. Aber Worte der Begeisterung tun es in diesem Falle ganz und gar nicht, sondern hier ist der Mut zur Tat notwendig. Aber den werden wohl die Herren Gesetzgeber, selbst wenn sie die Notwendigkeit der Einführung einer dreijährigen Dienstzeit einsehen, nicht haben, denn bet dem leicht erregten und schwankenden Sinn des Volkes können sie sehr schnell ihre Mandate oder ihr Minister- portescuille verlieren. Und die Macht ist doch gar zu süß. ZV
In einer neuen Versammlung der Rechten machte die Regierung zur Kongofragc weitere Zugeständnisse, indem sie sich bereit erklärte, die Unterschriften der zuständigen Minister für diejenigen Ausgaben zu erteilen, welche mit der jährlichen, dem König zugestan- dencn Entschädigung von 3 300000 Frank erwachsen. Ferner hat die Regierung die zehn Forderungen des 17er Ausschusses bewilligt, indem sie die oberste Justizverwaltung dem Generalprokurator unterstellt, anstatt wie die Negierung beanspruchte, dem Gencralgouverncur. Bezüglich des Spezialfonds von 43 Millionen beschloß die Regierung, daß die für öffentliche Bauten in Brüssel, Ostende usw. bestimmten 81 Millionen gewährt werden, während die übrigen 14 Millionen nur mit Zustimmung der Kammer verausgabt werden dürfen. Angesichts dieser Zugeständnisse haben sich die Aussichten für die Annahme der Kongvvorlage bedeutend gebessert.
I-rp-rn.
Kaum eine Handelsflotte der Welt ist so rapide angewachsen wie die japanische. Im Jahre 1891 betrug der Gesamttonnenge-halt der japanischen Handelsschiffe nur 145 000 Tonnen, 1899 war diese Zahl auf 648 324 Tonnen gestiegen. Nach dem letzten offiziellen Bericht betrug die Gesamttonnenzahl im Jahre 1906 bereits 7 330 000. Die Vermehrung des Jahres 1906 gegenüber der Touncuzahl im Jahre 1903 betrug nicht weniger als 5,6 Millionen Tonnen.
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S. u. H. Hannover, 30. Juli.
Aus den Verhandlungen des zweiten Kongreßtages war von allgemeinem Interesse die Frage der „Monopolisierung der Leichenbeförderung". Der Vorstand wurde aufgeforücrt, eine Eingabe au die Regierung zu richten in der Richtung, daß die Regierung den städtischen und kirchlichen Behörden ansgeben solle, mit dem alten Zopf, die Leichcnbestattungen mit allem Zubehör zu verpachten, ein Ende zu machen, da bei dieser Einrichtung die meisten Fuhrwerkstzeschäftc schwer geschädigt würden. — Das nächste Referat bezog sich aus das Coupieren der Pferde. Referent war Ackermann- Leipzig. In der Debatte wurde betont, daß die Unsitte des Coupicrens gerade in den höheren Kreisen zu finden sei, und daß man daher namentlich in diesen Kreisen Aufklärung darüber schaffen müsse, daß das Coupieren eine grobe Tierquälerei bedeute. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. — Gegen die Verteuerung der Futtermittel wurde eine Resolution angenommen. — Endlich beschäftigte sich der Kongreß noch mit den vom Kaiserlichen Statistischen Amt zusammengestellten Angaben über die Arbeitszeit im Verkchrsgewerbe.
Damit waren die Beratungsgegenstände erschöpft. Als Ort für die nächstjährige Tagung wurde Breslau gewählt.
Ams Strrdt und
Wiesbadener Nachrichten.
Wiesbaden, 1. August.
Zum Oberbürgermeister-Jubiläum.
Nach all den geräuschvollen Tagen der Besuche auswärtiger und ausländischer Sänger und Turner dev letzten Zeit ist es eine angenehme Ausgabe, des bedeutungsvollen lokalen Ereignisses, des heutigen 2 5 j ü h rige n A m r s jubilä u ms unseres verehrten Oberbürgermeisters Dr. jur. Karl v. J bell zu gedenken, eines Ereignisses, das in der Stäötegefchichte nur selten seinesgleichen haben dürfte und für den Jubilar wie die Stadt als gleich ehrend bezeichnet werden darf.
Die Bürgerschaft nimmt um so innigeren Anteil daran, als ihr Oberbürgermeister — und dies ist über allen Zweifel erhaben — sich allezeit redlich bemüht Hatz unser Gemeinwesen zu fördern und ihm dies auch, freilich unter oft recht schwierigen Umständen, in reichem Maße gelungen ist, denn gerade während der Ara Jbcll hat es sich zu hoher Blüte entfaltet, und darum dürste, wie der Name seines Großvaters, des nassauischen Staatsministers, mit der Geschichte Nassaus, sein Name mit der Geschichte unserer Stadt auf immer verknüpft sein) er wird unvergeßlich bleiben und in aller Zukunft mit Ehren genannt werden.
Und er hat Lies verdient. Nicht äußerlich, aber um so emsiger war sein Wirken in der Stille seines Amtszimmers. Äußerlichkeiten sind seinem Wesen überhaupt fremd, äußere Ehrungen hat er nie gesucht — obwohl er sie vermöge seiner Stellung so leicht hätte erreichen können —, die höchste Befriedigung gewährte ihm sein Beruf, die Pflichterfüllung, und die hat er, seinem lauteren festen Charakter entsprechend, bis zur Selbstaufopferung geübt. Davon zeugt ein Vorkommnis vor einigen Jahren, als er, trotz seiner angegriffenen Gesundheit sein arbeitsreiches Amt weiterführte, bis er eines Tages keinen Widerstand mehr zu leisten vermochte, in seinem Amtszimmer ernstlich erkrankte und auf mehrere Monate seinen Amtsgeschäften entsagen mußte.
Sehr übel wurde cs vermerkt, daß gerade damals in einem auswärtigen Blatte eine abfällige Betrachtung seiner Amtsführung erschien, die denn auch — man wird sich dessen noch erinnern — in öffentlicher Sitzung der Stadtverordneten mit Entrüstung zurückgewiesen wurde. Weiß doch auch jeder, der einigermaßen Einblick in die städtische Verwaltung Hatz daß Oberbürgermeister von Jbell nicht allein der erste, sondern auch der fleißigste Beamte der Stadt ist, daß er sich Tag für Tag, vom frühen Morgen bis zum späten Abend seinen Amtsgeschäften widmet, und dies mit einer Gründlichkeit, daß er — und davon hat er in allen Stadtverordneten- sitzungen Beweise gegeben —• nicht nur die ihm direkt obliegenden Angelegenheiten, sondern auch die aller anderen Abteilungen, mögen sie die Steuer-, Armen-, Bau-, Grundstücks- oder irgendwelche.andere Verwaltung an- gehen, vollständig beherrscht. Das will bei einer Verwaltung wie die unserer Stadt, viel heißen, das kann, nur ein Mann von hoher Intelligenz, von ungeheurer Arbeitskraft und nie versagender Arbeitsfreudigkcit. Darin ist man sich denn auch einig, daß, wenn an der Amtsführung des Jubilars überhaupt eine Ausstellung gemacht werden könnte, es höchstens die wäre, daß er zu viel gearbeitet und sich zu wenig Zeit gelassen, darüber zu wachen, ob andere dem guten Beispiel, Las er gab, folgten.
Mit Genugtuung wurde es denn auch ausgenommen, als der stellvertretende Stadtverordneten-Borsteher Dt. Alberti die erwähnten Angriffe mit Entschiedenheit zurückwies und dem aufopfernden, verdienstvollen Wirken unseres Oberbürgermeisters volle Anerkennung widerfahren ließ. An diese einmütige Sympathiekundgebung darf heute an seinem Jubiläuwstag erinnert werden. Mit warmen Worten der Wertschätzung und der Anerkennung wies Dr. Alberti damals darauf hin, wie die Stadt unter Jbells Leitung sich vergrößert und verschöne r t, wie das Verkehrswesen sich entwickelt und namentlich öaS Schulwesen herrliche Fortschritte gemacht, die Verwaltung überhaupt ßtc Sorge für die Bildung der Jugend als ihre Hauptaufgabe erkannt habe. Aus dem Gebiet des G e s u n ö - heitswesens wurde die Kanalisation, das Schlachthaus, die Stratzenreinigung und die innere Bebauung erwähnt, die für Licht und Lust sorge, und betont, daß darin Wiesbaden sich von keiner anderen Stadt übcr- treffen lassen wolle. Auch auf sozialem Gebiet stehe diese in keiner Weise zurück. Dazu komme die Schwierigkeit, nicht nur für die Bedürfnisse der G r 0 ß st a d t zu sorgen, sondern auch die Ziele der Badest«dt im Auge zu behalten. Bei der Lösung aller Ausgaben, betonte Dr. Alberti unter allseitiger Zustimmung, hat der Oberbürgermeister nicht nur mitgewirkt, sondern er hat au der Spitze gestanden, sein Geist war bei allen Dingen zugegen, und das sage mehr, als jede Lobeserhebung sagen könne. Der Dank an den Oberbürgermeister, die Versicherung des Vertrauens und der Wunsch, daß er noch recht lange an der Spitze der Stadtverwaltung stehen möge, die damals zum Ausdruck kamen, dürfen heute wiederholt werden. Möge es dem verehrten Jubilar vergönnt sein, noch manches Jahr die Geschicke der Stadt zu leiten, dieser zum Segen, sich 'selbst zur Ehre und zum Genügen. ___ 0 .
Die Hausbesitzer und die Baugcnosscnschafteu.
Der für den diesjährigen Berbanöstag der städtischen Haus- und Grundbesitzervereine Deutschlands erstattete Jahresbericht beschäftigt sich in seinem 2. Teile u. a. mit dem Verhältnis des Hausbesitzes zu den Baugenossenschaften' und macht darüber folgende Mitteilungen:
Neugrünöuugeu von Baugenossenschaften haben im verflossenen Jahre nicht in so starkem Maße stattge- funden wie früher. Diese verringerte Zunahme ist ohne Zweifel einerseits darauf zurückzusühren, daß die Baugenossenschaften in den letzten Jahren ganz rvescm-
