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Verlag: Langgasse 27.

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Die einspaltige Petitzeile für lokale Anzeigen 15 Pfa.. für auswärtige Anzeigen 25 Psg. gieklamen die Petitzcile für Wiesbaden 50 Psg.,

Eine Nicrtrlmilliardc.

. . Die Methode jenes Mannes, ..der MZ ^geftthl fernem Hunde den Schwanz stückweise abschmtt,dam:e ks toeniqer merke, findet noch immer ^re^^iLvhavcr. chuch das offiziöse Organ der Regierung ma J ^

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-tadt und Land sich nicht allzu sehr au 'snrnal er,chrecke

Schon der Titel .Reichsfinanzreform Nt mrt Rücksicht

^>f die Zierden der Steuerzahler 3 e ® i< . Neichs- s?teuervorlagen klingt unschön und *L J*' fsnanzreform ist ein aristokratrsches -Vort ab ^ deutet im Grunde dasselbe wre da-, ganz p 1 ,

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^elchsfinanzresorm an sich Ernstrmn rg ' Reichs- nur eine Meinung darüber, daß die brshenge ReMp pumpwirtschaft nicht weiter gehen kann Mn de uw Haft wach enden Ausgaben des Reiches haben du- Ern nahmen nicht Schritt gehalten. De Ausgabe^ ^oe,

^^rzHnte^mchrba^verdreifa^.

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*%rÜK&, * w-U-r,»°n ton, ist («twitänb.

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f. erte mitgeteilt, daß ber ®^fL 4 5" i s 2 5'-5 SK i II. ernnahmen aus mindesten^ ^ - di * 23Q Will.

^°rk bemessen sw, ®°f göUe aufzrckringen Zurch neue Steuern u n a « xsinf-

s?wir. während der Rest aus den .u g @ ü&er

cheu Zolltarifs $e*mfl- nöen »uti>*.. ^ gr< i"e,er überraschenden Mitteilung Mitteilung über

Mnern, daß es in der ersten offrzt 1 "ivn. nQ j. en mört- s.s? Reichsfinanzreform noch vor Wenige - ^ dadurch.

hch hieß: ..Ter Umfang der Vorlage^ erklär^, ^

ba .Ü nach Lage der Verhältnis e, ^ mit einem

zeichneten Ziele erreichen will. g ß ? onen m rechnen

s^fe i a i,r^S?rf st°.°°nd° ->-b

Feuilleton.

Bilüechandel und Mischungen.

Tie Unsicherheit im internationalen Kunshan du' j neueste Enthüllungen bc rU^^^^ auftauchen,

iur. Nicht nur, daß wieder aller ü Betrüge-

hach denen die geeignetsten Obi amerikanischen

reien mit gefälschten Werken, die MM ,

Ullrllicnärc, in eklatanten Fallen f ^ ^ cine eigene Seheure Preise gezahlt haben, son Aufspüren

Kommission zusammengetreten, d l tn ^ner

ven Fälschungen zum Ziele gesetzt v Atonale des Fal- eigenen Zeitschrift, der "Revue I Verbreitung

sniemious", sensationelle Berichte fli6fc Der

>'nd Mannigfaltigkeit solcher Betrug 17 . Jahr-

...... eZLstmerten. der noch t» !» lSpr

Wert von Kunstwerken, der np« in ^ Geschmack der hundert sehr schwankend und von geit ing un- Äebhaber abhängig war, ist rn de - ^aos der napo- Slaubkiche gestiegen. Nachdem stch nachdem noch

levnischen Bilderrüubcreien gerlar i Veräutze-

au Anfang des 19. Jahrhunderts Mc schlechte

rungen aus Klöster- und Krrchenbes ö' Wenge von

wirtschaftliche Lage Italiens eine bildeten sich

Kunstwerken auf den Markt gekomv Privatgalcricn, d'e öffentlichen Museen und iene gr v §ir Richard wie die der verschiedenen Rothschild^^^^^^ unver- Wallace und anderer einen festen vorhandene

äußerlicher Sammlungen So> ist oe Handel

Bestand an guten a^en Gemaldem so

kou.men, außerordentlich v^rrrng heute auf nur

vorzüglicher Kenner wre Bode schav Einigen zwanzig «n Zehntel von dem, was «och vo ^ m m ing wahren vorhanden war. Die N»ch> ^lbst für weniger Ungeheuerliche gesteigert, so daß ) dem gezahlt

bedeutende Meister das ZwanzigfaM ^srhunderts dnfür wird, was man um die Mitte des 1 - ^^ 'P^-^zftage eine anlegte. Kunstliebhaber, bei denen

willigen Wig uciCH*« , rv .

p e hat sich schon wahrend der Fertigstellung der

Vorlage kundgegeben, denn aus den 130 bis 200 Mill. sind unterdes bereits 220230 geworden. Es steht nur m tzoffeu daß die Annahme der Vorlage im Bundesrat möglichst'bald erfolgt, da die steigende Tendenz uns

ängstlich macht. ....... . ^

Was die Einzelheiten der Reichssmanzreform be- trifft, so beschränkt sich die offiziöse Darlegung bisher auf Angaben über die Erhöhung der Biersteuer und der Tabaksteuer, aber auch hier steht die genaue Bekanntgabe des Besteuerungsplanes noch auv. Was die zu erzielen- den Einnahmen betrifft, so Men, aus der Brau­st e u e r die bisher in Deutschland m ganzen 93 Mrll Mark davon im Brausteuergebiet 39 Millionen Mark einbrachte noch über 60 Millionen Mart herausgeholt werden, während die T a b a k st e u e r die im laufenden Fahre 69.6 Millionen ergab, noch über 40 Millionen Mark bringen soll. Über die Erhöhung der Steuer- beträge im einzelnen wird noch nichts mitgeteilt, doch wird man wohl mit einer Erhöhung der Malzsteuer von 9 ans 6 Mark für die großen Brauereien init einer entsprechenden Staffelung nach unten je nach der Große der Betriebe rechnen können, wobei der Eingangszoll entsprechend erhöht werden soll. Die Erhöhung der Tabaksteuer soll ebenfalls durch eine Erhöhung des Tabakszolles ergänzt werden, wobei auch eine Art >Staffe­lung aeplant ist, indem nämlich rohe Tabakblatter im allgemeinen mit einem höheren Zollzuschlag bÄegt wer­den sollen als die zur Herstellung des Ranch-, Kau- und Schnupftabaks dienenden. Außerdem soll rroch dre Zigarette einer Sondersteuer unterliegen, und zwar m Form einer Besteuerung des Zigarettenpapieres.

Über die geplante Erhöhung des ERrages der Reichsstempelabgaben und über die Reichserbschafts­steuer stehen die näheren Angaben noch ans, doch ist es bekannt, daß von der letzteren Steuer die Ehegatten und die Deszendenten ausgenommen sein sollen. Da im aarizen 220230 Millionen Mark durch neue Steuern aufgebracht werden sollen, während aris dem Mer und dem Tabak über 100 Millionen heransgeholt werden sollen, bleibt mithin für die R e i ch s e r b s ch a f t s- st euer und die Erweiterung der R e i ch s,st e m p e l - ab gaben ein Betrag von zrrka 120 Millionen Mark Den schwersten Stand wird die Regierung iedenfalls bei der Vertretung der von ihr geforderten Erhöhung der Bier- und Tabaksteuer haben wahrend be­sonders die Reichserbschaftsstener auf größere Syncha- thien zu rechnen hat. Muß doch bedacht werden, daß di! indirekten Steuern und Zölle, welche m erster Rerhe die großen Massen belasten, un lausenden ^ahre berest^ auf 881,3 Millionen Mark veranschlagt snrd, und daß in das Flotte ngesetz vom Jahre 1890 ausd rücklich die

Bestimmung ausgenommen worden war. daß der ZRehr- bedarf nicht durch Erhöhung oder Vermehrung der in­direkt e n. den M a s s e n v e r b r a u ch b e t a st e n- d e n R e i ch s st e u e r n gedeckt werden dürfe.

H

DieNordd. Allg. Zt-,." füyrt in betreff b-r neuen Reichs­steuern aus. daß die Mehreinnahme aus den neuen ßolitarise« nur etwa 21 Atillionen Mark für die allgemeinen Reichszwecte liefern werde, da annähernd zwei Drittel von ihnen, nwgllcher Weise auch 70 bis 80 Millionen für die Schonung einer Witwen- und Waisenverforgung gurück-ustellen sind. Für die Deckung der neu aufzubringendcn 220 bis 280 Millionen sind neue Steuer­einnahmen heranzuziehen, für deren Wahl d,e Berucknchtigunz der Leistungsfähigkeit der vepchiedencn Bevolkerungvfchichtcn unter Vermeidung von Steuern, durch welche notwendrge Leben», bedürfnisse hätten leiden müssen, der maßgebende Gesichtspunlt mar. Es mußten deshalb auch die Massenverbrauchsartikel sowie die Verkehrs- und Güterumsätze herangezogen werden, i« die in Betracht kommenden Reichsausgaben keineswegs einzelnen be- bcvorzngtcn Klassen, sondern den Interessen der Gesamtheit dienen, ist angesetzt, weiteren Kreisen nach ihrer Leistungssahig- kcit einen Teil der Lasten aufzubürden. In erster Linie in be­tracht kommen die Gegenstände des Massenverbrauches, b i e r lt n & Tabak. Die Bicrabgabe auf den Kopf der Bevölkerung betrug bisher in Bayern 5,29 M., in Baden 8.94 M., in Württem­berg 3,84 Dk, und in Elsaß-Lothringen 2,20 M Hingegen un Brausteueraebret belief sich dieselbe <ruf nur 0,84 M. pro Kops der Bevölkeruna. Für die Litereinheit des Verbrauches pro Kops betrug die Belastung in Raden 2.80 M., in ElfaßFothringen 2,80 M.. in Bayern 2,28 M in Württemberg 2.27 M. und ttn Gebiet der Braustenergemeinschaft nur 0.86 M. Gegenüber der Besorgnis, daß eine Schädigung des norddeutschen Braugewerbes durch eine höhere Auflage stattsinden könnte, weist dieNordd. Allg. Ztg." darauf hin, daß das pfälzische Braugewerbe Ende der 70cr Jahre durch den plötzlichen Übergang von Steuerfreiheit^,zu hoher Besteuerung nicht geschädigt sei. Auch der Einwand, daß das norddeutsche Bier weniger b-lastungsfähig sei, weil ihm der Branntwein ein gefährlicher Konkurrent ist, ist nicht stichhaltig, denn in Süddentschland spielen Wein und Obstwein die gleiche Rolle überdies ist es keineswegs ausgemacht, daß die Steuer- «rhöhung im Einzelverbrauche eine bemerkenswerte Preis­erhöhung bewerkstelligen würde. Dagegen sprechen die mäßigen süddeutschen Bierprcise, sowie daß die Mehrbelastung pro Liter so geringfügig ist, dafür, daß voraussichtlich gar kein oder nur ein ganz geringsügiger PreiSansschlag eintreten wird, der den Verbrauch schwerlich beeinträchtigen kann. Um kleinen Betrieben den Wettbewerb zu erleichtern, ist eine Stasfelung der B-i«rsten«r nach dem Umfange der Betriebe vorgesehen. Ferner soll lünltig. hin die Stundung der Bransteuer zulässig sein. Die Verwendung von Surrogaten soll verboten werden, ausgenommen technisch reiner Zucker für die Herstellung von obergärigem R'cr. Tie Bereitung des HauStriinkcS bleibt steuerfrei. In demselben Maße wie die norddeutsche Brausteucr erhöhen sich die von den füd- deutschen Staaten an das Reich zu zahlmden AaiSgleichSbetrage. Doch ist wegen der dort notwendigen Vorkehrungen culc Ilber- aangsfrist bis znm Jahre 1914 mit allmählicher Steigemmg der Beträge vorgesehen. Elsaß-Lothringen soll nach einer gewlßcn Frist in die Brausteuergemeinschaft etngezogen werden. Zugleich mit der Steuercrhöhung ist eine entsprechende Erhöhung des- Ern- aangszolles vorgesehen. Der Mehrertrag tnfvlgc der Branstener- erhöhnnq. einschließlich der vollen Ausgleichsbeträge der sud- deutschen Staaten, nach Ablauf der Ubergangsfrist, rst auf über 60 Millionen Mark zu ichätzcn. Mag auch, so beißt es dann IN derNordd. Allg. Ztg." weiter. Bier ,n gewissem Sinne nicht gerade ein entbehrliches Genußmittel sein, bre Entbehrlrchkeit des Tabaks steht außer Frage, und es lag nahe, gerade diesen Gegenstand des Massenverbrauchs ins Auge äu fassen. Dvch auch bei diesem Steuerprojekte ließ die Regierung durch dre Rücksicht aus die Steuerkraft der Verbraucher sich leiten. Vollkommen

völlig untergeordnete Rolle spielt, wie die Mnlti- n-illionäre der Vereinigten Staaten, die Diamanten- ikNd Goldminenbesitzcr Südafrikas, wirken außerordent­lich auf die Preissteigerung im Kunstmarkte und machen es den Besitzern guter Gemälde möglich, durch ein ein- zioes Bild eine so große Summe zu erzielen, daß sie die weiteren Bestände ihrer Galerien zurückhalten. So werden Versteigerungen selbst in London, das seit ein paar Jahrzehnten an Stelle von Paris der Mittelpunkt des internationalen Kunsthandels geworden ist, selten: der Vertrieb liegt in den Händen schlauer Spekulanten und die Kniffe und Machenschaften sind so kompliziert, daß nicht nur private Sammler, sondern asiE öffent­liche Museen getäuscht werden. So sind selbst im Louvre, dieser ältesten, so reichhaltigen Kunstsammlung, in letzter Zeit allerlei Fälschungen als echte Werke ausgestellt wor­den, von denen die bekannte, höchst geschickt nachgemachte Tiara des Saitaphernes vor wenigen Jahren das größte und peinlichste Aussehen erregte. Aber schon vorher war im Louvre eine deutlich erwiesene Fälschung rn einem Ehrensaal ausgestellt worden. Es war bas eine Terrakottaplastik der italienischen Fruhrenaiffance, deren Entdeckung ebenso. viel Sensation .

späteres plötzliches Verschwinden. Die Geschichte n,c^er Fälschung ist höchst bezeichnend, da sie alle Merkmal dieser modernen Art des Betruges aufwe st. Cs ebte in Florenz ein Kaufmann, der zuerst einen ehrlichen Handel mit Kohlen betrieben hatte, dannaber! auf de

gewinnbringenden Einfall^kam, ^ ^

Bursche mit Namen Giovanni Basttanini, den er halb- Bursche Mil öcam^ aufgelesen hatte und der ern

mSlernet £ fcv XaMmum jener scharflinigen, li t « Serien Plastiken bewies, wie sie die Floren, kühn kvmponier ^ ^t erstehen kaffen. Von fein ge-

'"^L L-ien nach Desiderio da Settignano und Mino formten Kop eiacnen Schöpfungen über, die die

LijLrMl In llch flufflenommen (»ttt. So formte er

nach einem Florentiner Arbeiter aus seiner Bekannt­schaft, in dessen Zügen noch manches von der ver­gangenen stolzen Kultur zum Ausdruck kam, eine leben­sprühende Terrakottabnste und verkaufte die an jenen Kaufmann, der ihm seine Waren immer abnahm, für 230 M. Der kam auf den guten Gedanken, der Büste. d--r mau die Porträtähnlichkcit deutlich ansah, den stiamen einer berühmten historischen Persönlichkeit ber- zulegen und er wählte sehr geschickt den begeisterten Freund Savonarolas und religiösen Hymnenöichter Girolamo Benivieni, von dem nicht allzu viel über Aussehen und Gestalt bekannt war: dann verkaufte er die Plastik für die doppelte Summe, die er bezahlt hatte, an einen vielgereisten französischen Grafen, der selbst Sammler war und damals gerade in Florenz weilte. Er nahm das Kunstwerk nach Paris mit und stellte cs hier in einer Ausstellung für retrospektive Kunst in den Champs Elnsäcs als eine Büste des Girolamo Benivieni ans dem 16. Jahrhundert ans. Das Porträt wurde all­gemein als ein hervorragendes Stück bewundert und als ein bedeutsamer historischer Zeuge aus jenen großen Zeiten von Florenz gepriesen. Man stritt sich, welcher von den großen Bildhauern der damaligen Zeit das Werk wohl ausgeführt habe. Selbst die Namen eines Narcocchio und Donatello wurden genannt. Einige Monate später befand sich die viel bewunderte Kostbar­keit aus einer Auktion im Hotel Drouot und wurde mit bedeutenden Kosten für das Louvre-Museum erworben. Hier stellte man es in dem Ehrensaal auf, in dem Michel­angelos Sklaven und Benvenuto Cellinis Nymphe von Fontaineblean sich befanden. So glaubte man, ein neues Wunderwerk dem reichen Schatze des Museums cingefügt zu haben, aber das Unglück nahte schnell, und zwar in Gestalt eines gekränkten und neidischen Floren­tiner Kunsthändlers. In Florenz war nämlich der feine Streich nicht völlig gchcimgchalten worden und zu vieler Ohren gelangt. Ein Florentiner Kunsthändler nun, dessen Werke der Direktor des Lonvre-Mnscums bei einer Besichtigung als unecht und minderwertig be-