Wenn die Francs alle sind, denn jehft Du sous, oder alS Volkslied auSjedrückt, lautet cs so:
Futsch les Francs un futsch la France 1 Futsch der SchmauS un futsch der Danz! Futsch Emp’reur, Champagner futsch 1 Luveken, Ludeken, jlücklichen Rutsch!
Das arme Schleswig.
Zündet an die Todeskerzen.
Schleswig stirbt den Martertod!
In den Sand auS treuem Herzen, Strömt fein deutsches Blut so roth: Und deS deutschen Reiches Macht Schläft ohnmächtig auf der Wacht!
Seht! gleich gleiten Vampyren Saugt an ihm die Tänenbrut, Hnb berauscht, gleich wilden Thieren, Sich im edlen Jungfrau'nblut: Und deö deutschen Reiches Macht Schläft ohnmächtig auf der Wacht!
Nimmer wollen sie entweichen,
Bis der letzte Tropfen fließt,
Bis die Kranke im Erbleichen, Lebenssatt die Augen schließt!
Und des deutschen Reiches Macht Schläft ohnmächtig auf der Wacht!
Schleswig, die gebroch'nen Blicke Wirfst du nach Germaniens Land, Flehend, daß dich schnell entrücke Brudertreu' der Schmach und Schänd': Und des deutschen Reiches Macht Schläft ohnmächtig auf der Wacht!
Deiner Kinder wilder Jammer Wird erstickt von Dänenfluch, Und in stiller Todlenkammer -Webt der Feind dein Leichentuch: Und des deutschen Volkes Macht Schläft ohnmächtig auf der Wacht!
S e l l he i m.
Aenfrorst komischer Vorfall.
Bor einigen Tagen ereignete sich auf dem Zuge nach Leipzig ein komischer Vorfall. Ein auswärtiger Fleischer, der das Schießpulver nicht erfunden, fuhr mit einigen Studenten und jungen Kaufleuten nach besagter Richtung und erkundigte sich sehr angelegentlich dabei nach den Drähten, welche an den Stangen
neben der Bahn liefen. Man sagte ihm, daß diese die telegraphische Verbindung bewerkstelligten und daß nicht allein oben, sondern auch unten in der Erde dergleichen gelegt worden seien. Oben gingen die Nachrichten, unten die Pakete und Briefe. Besagter Knochenhauer war von dieser Nachricht so erschüttert, daß er auf der nächsten Station eine Tasse schwarzen Kaffee trank, wobei er seine Handschuhe und sein Taschentuch hinlegte und cs bei der Abfahrt vergaß. Einer seiner Begleiter nahm sie jedoch mit und gab sie dem Konducteur. Als nun unterwegs jener die Gegenstände vermißte, beeilte man sich, dem Konduc« teur zuzurufen, diese per Telegraph nachkommen zu lassen. Man denke sich das Erstaunen des Fleischers, der in der gespanntesten Erwartung bis zur nächsten Station gesessen, ohne ein Wort zu sprechen, als der Konducteur an den Wagen trat und seine Handschuhe und Taschentuch ihm hinein reichte. Für die so segensreiche Erfindung verabsäumte der Betrogene nicht, eine Anzahl Flaschen Wein den Mitreisenden zum Besten zu geben.
* Ein Junker wand sich an seinen Chef mit der Bitte, ihm einige Tage Urlaub zu gewähren. Auf die Frage: „ob der Urlaub dringend fei", erwiderte der Junker: „Ja, Herr Oberst, wir feiern ein Familienfest." Um seine Neugierde zu befriedigen, fragte der Chef: was es denn für ein Familienfest sei: und auf diese zuthunliche Frage bin, antwortete der Junker: Herr Oberst, es wird ein Schwein gt» schlachtet. ’ '
* Der Wein macht den Menschen zu den verschiedenartigsten Wesen. Er macht ihn zum Manne, denn der Wein gibt Much ; er macht ihn zum Weibe, denn der Wein macht geschwätzig ; er macht ihn zum Kinde und Narren, denn er entlockt ihm die Wahrheit, und Kinder und Narren sprechen die Wahrheit.
Logogryph.
Ein Wörtlein gibt eS, lieblich und süß,
Es wandelt die Erde zum Paradies,
Wenn's Liebende üben beide.
Doch wenn ein Zeichen vom Worte fällt,
Dann ist es das Bitterste in der Welt;
Die Schuld nur Hat's im Geleite.
Es ist die Folge von böser That
Ost wenn man das Ganze verletzet hat. s -
Auflösung der Charade in Nro. 43.
Klosterfrau.
Druck nutz Verlag von A. Herber in Wiuk>l. Verantwortlicher Nedakteur A. Herber.
