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ropa schweifen , dessen weiße.........mir wi- bisher als erhabenes Beispiel voranleuchten werden, und unter dessen Holden Königstöchtern ich Eine er­wählen werde, um den Thron von Hayti mit mir zu theilen. Meine bisherigen Thaten und die hier ausgesprochenen Absichten werden Ew. Majestät ver­anlassen, die Ihnen gebotene brüderliche Hand zu fassen und mit meiner Regierung die Beziehungen zu pflegen, welche unter civilisirten Staaten herrschen.

Ew. königl. Majestät

treuester Bruder Garibaldi Nobespierre Napoleon Soulouqne, Kaiser von Hayti.

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Mancherlei.

* Ein Mensch, der in allen seinen Unternehmun­gen sehr unglücklich war, rief voll Grimm über sein Mißgeschick aus:Ich glaube, wenn ich ein Hut­macher geworden wäre, so hätte unser Herr Gott die Menschen ohne Köpfe erschaffen."

Oeconomie. Bei der Militär-Bekleidungscom- mission in K machte ein Senator den Vorschlag, daß zur Ersparung der Kosten die Kavallerie nur einen Sporn tragen möge, da, wenn das Pferd von der einen Seite. gespornt sein würde, die andere von selbst mitlaufe.

Facti sch. Ein berühmter Herr kam als Gast auf das Schloß deS Freiherrn von **^. Der Frei­herr befahl seinem Hausmeister, alles Silber auf den Tisch zu setzen, was er besitze; und als man zum Mittagsmahls ging, steh da lagen rund um den silbernen Suppentopf auch die achtundzwan­zig silbernen Sporen deS Freiherrn.

Zuverlässigkeit des Kalenders. Ein Bauer, der bisher noch an die Wetterprophezeiung des Kalenders geglaubt, sah mit langverhaltenem Grimme das Regenwetter deS vorigen Sommers mit an. Während sein Kalender bas schönste Wetter zusicherte, ergoß sich der Regen in Strömen. Endlich riß dem Bauer die Geduld. Er schlug außerhalb an seinem Hause einen Nagel ein und hing den Kalender dar­an, indem er sagte:Jetzt genieße dein schönes Wetter, du Lügenmaul!" Der arme Kalender den schönen Sonnenschein im Leibe verfaulte von der äußern Nässe und zerfiel.

Prittwitz, kennen Sie auch schon den neuen Lieute­nant v. Seidlitz, der neulich zu der Jarde (Garde) gekommen ist?

v. Prittwitz: Nicht, daß ich wüßte.

v. Ran Sau: Jk sage Ihnen auf Oehre, daö ist einer der jeistreichsten Lieutenants bei der Jarde: Sein Ohler (Vater) hält ihm auch zwei Pferde.

Kinder und Narren sagen die Wahrheit.

Mutter. Sag' mir einmal, mein lieber Theobald, waö man unter einem Ahnherrn versteht. Du weißt nicht mehr? Besinne dich doch! Von wem haben wir denn unsere Durchlauchtigke.it und dieses Schloß und diese prächtigen Gärten, un® was Du hier um Dich siehst.?

Sohn. Nom Großpapa.

Mutter.Und woher Hat'S der?

Sohn. Vom Urgroßpapa.

Mutter Und von wem hat's denn der Urgroßpapa?

Soh n. Der Hat'S genommen.

Mutter Nicht doch; der hat sich's durch seine Tapferkeit erobert und ist vom Kaiser we­gen seiner großen Verdienste zum Grafen gemacht worden. Sieh', der ist ein Anherr, mein lieber Theobald. Die Ahnherren aber mußt Du hoch in Ehren halten.

Sohn. Aber, Mama, warum hast Du denn den kleinen Jobst, der uns immer die Gänse aus dem Hof genommen, wollte sagen erobert hat, und der gestern dabei ertappt worden ist, durchpeit­schen lassen? Das war ja auch ein Ahnherr!

Berliner Witz.

Ein Berliner Witzblatt bringt folgende Anzeige: Vom 15. d. M. an werde ich in der neuerrichteten Bude am Gensd'armenmarkt zu zeigen die Ehre ^ha­ben: hundert Stück neue preußische FriedrichSd'or. Sechs ganz gut erhaltene Düten mit Zweitha- lerstücken. Drei große Beutel â fünfhundert Tha­ter Courant. Diese in jetziger Zeit so seltenen Sehenswürdigkeiten werden gewiß eine angenehme Zerstreuung gewähren. Während der Vorstellung wird ein gutbesetztes Orchester das Lied spielen:

Ach, wenn du wärst mein eigen.

Wie lieb foUtjt du mir fein.

Ein geistreicher Lieutenant.

v. Ran sau: Hören Sie mal Camrad v.

Homonyme.

Du schaust mich auf dem Meere,