Wiesbadener Tagblatt
Dienstag, 24. April 1934,
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Berichtigung.
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Festplatz.'
F. d. R.: gez. St
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Pflicht zu tun.
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bekommen beim Spielmannszüge
Mütter, kämpft für Eure Kinder!
Werdet Mitglieder der NS.-Bolts Wohlfahrt! '
Unter der
Wiesbaden-Biebrich.
Etwa 300 Angestellte und Arbeiter der Katteschen Werke waren gestern abend zu einem NSBO.-Abend in der ,^BeIIenue“ versammelt. In dieser Werksgemeinscha-st — das konnte man feststellen — herrscht ein kameradschaftlicher Ton zwischen Vorgesetzten und Untergebenen, sowie Wischen den einzelnen Abteilungen. An Stelle des verhinderten Stadtrat Pg. Altstadt sprach Pg. Beetz (Wiesbaden) über das Thema: „Vom falschen Sozialismus der Theorie zum wahren Sozialismus der Tat". Pg. Beetz schilderte in seiner Rede zunächst die von den Sozialisten vergangener Jahre verkündeten Irrlehren, die infolge der wirtschastlichen Notlage von vielen deutschen Volksgenossen angenommen wurden. Erfreulicherweise sei sich das deutsche Volk seines eigenen inneren Wertes wieder bewußt geworden und habe sich zu seinem Vaterland bekannt. Wie sich der Sozialismus der Tat, der von unserem Vaterland gefordert wird, in der Praxis aus- gewirkt hat, wurde von dem Redner an Hand einiger Er- lebniffe geschildert. Durch verständnisvolle Betriebsführer, die sich auch in die Seele des Arbeiters hineinversetzen können und die selbst praktisch mitgearbeitet haben, wird der Arbeiter zur wahren Volksgemeinschaft herangezogen. Das ist das Ziel, das in allen Betrieben erreicht werden mutz. Der Betriebsführer hat nicht nur für das körperliche Wohl seiner Gefolgschaft und für Ordnung in seinem Betriebe zu sorgen, sondern auch dafür, daß der Arbeiter wieder mit innerer Freude seinen Beruf aus'füllt.
Wiesbaden-Erbenheim.
Der MGV. „S ä n g e r v e r e i n i g u n g" 1861, der jetzt 135 aktive Sänger zählt, veranstaltete am Sonntag im Saalbau „Zum Löwen" einen Familienabend, der bei Unterhaltung und Tanz einen schönen Verlauf nahm. Die Reihe der Vorträge wurde mit dem Chor „Das ist der Tag des Herrn" eröffnet, der zu Ehren von zwei Jubilaren gesungen wurde. Ludwig Prcug und Fritz Scherer blicken in diesem Jahre aus «ine 40jährige aktive Mitgliedschaft zurück. Der Vorsitzende des Vereins Richard Breitenbach gedachte in einer Ansprache der Verdienste der beiden Jubilare um die Pflege des deutschen Liedes und schloß mit einer Ermahnung an die Jugend in der heutigen Zeit, in der gerade an die Jugend große Anforderungen gestellt werden, die Pflege des deutschen Männergesangs nicht zu vernachlässigen. Den beiden Iubilaren wurden Ehrenurkunden überreicht. 3m weiteren Verlauf des Abends wechselten Chöre mit Sologesängen und Vorträgen. Anton Möhn, Karl Giebermann und Hilda Hömberger sangen Lieder und Duette, Heinrich Ziß bestritt den humoristischen Teil. Die Musik wurde von der Kapelle Roos ausgefühlt.
herausgezogen.
F. d. R.: gez.: M-
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ANORDNUNGEN
OER NSDAP KRSSLIG. WIESBADEN: i
Bett. Musikkapellen und Spielmannsztz
_____ ... Anordnung der Ausmarschlcitunz 23. 4. 34, Sammelplätze, Ziffer 3, Sernsches I muß es unter dem Absatz „3n Abänderung der bnf Anordnung" heißen: „Einmarsch durch das Tor A °
größere Zeitung des Rhein-Main-Gebietes m. E. niD unrecht schrieb: „Das Gewissen des Schriftleiters ist mit ganzen Nation Üientisch." Ein nicht reizloser Beweis packende Wirkung der Rede des Ministers ist auch die 1 sache, daß selbst der bekannteste Leitartikler der „Franks^ Zeitung" in der nächsten Ausgabe dieses Blattes eingegg mußte: „Uns selbst wurde rasch klar, wie falsch , gestern erst einen Aussatz mit der Bemerkung zu schlju daß wir die Dieckussion des Themas „Presse" für bty hielten. Im Grunde müßte sie jetzt erst anfangen . .. P wir der „Frankfurter Zeitung" mit dem letztzitierten tz auch nicht gleich im -schnellen Wechsel aus dem einen in das andere zu folgen haben, so ist doch dieses selten ri Geständnis an eine geistige Führung der Presse durch" Reichspreffeministerium in obigem Echo der großen Mihf rede vom 19. April eine treffende Kennzeichnung des ti Führertums der Regierung. Dr. Goebbels hat nicht nationalfozialistische parteigebundene Gesinnung schlecht zur unbedingten Voraussetzung der Schriftleiterarbeit macht, -sondern hat eindeutig und vor allen anderen Di» an den Charakter, an Rückgrat und Verantwortungsiytz fein, Bekennermut und überhaupt an „mehr Mut" appelfj Aber auch der falsche Mut wurde gegeißelt, der vom H« der Demokratie zum Homer des Dritten Reiches nm wollte. So empfand jeder der zahlreichen Zuhörer, m«: Presse viel mehr Möglichkeiten geboten find, als sie ß allgemein zu sehen scheint. Zu allerletzt aber hat der AS an die Voraussetzung gedacht, welche ein konfessiW Blatt unseres Gebietes seinem Kommentar voranch wenn es schreibt: „Der Propagandaminister, Dr. EoeA weiß besser als jeder andere, daß eine einförmige Presse, schlechte Propaganda für die Regierung ist." Die Regier Adolf Hitlers hat der Presse höhere als derartige Anfp gestellt, und die Stimmung im Herrenhaus hat bewiesen, der deutsche Pressebearbeiter -dieser Zielsetzung mit waW Verständnis entgegenkommt. Die Propaganda der Regia sind ihre Leistungen, die Zwecke der Presse sind Erziehu« Leistung, dazu ist Fähigkeit notwendig. Der Pressemm hat die Voraussetzungen zu solchen Fähigkeiten in $ Eindeutigkeit umrissen, daß jeder wissen -kann, woran q fein hat.
Der Pressemimster hat das Wort.
Samstagabend sprach der Führer des Landesverbandes Rhein-Main im Reichsverband der Deutschen Presse, Eau- amtsleiter Woweries, im Reichssender Frankfurt über die große Rede, welche der Reichsminister für Volksauf- klärung und Propaganda, Dr. Goebbels, am 19. April 1934, im Rahmen der Führertagung des Reichsverbandes hielt. Wir geben im folgenden einen Ausschnitt des Rundfunkvortrages wieder: Als ich nach Berlin kam, fiel mir folgender Werbetext des vom Zentra-lvsrlag der Partei übernommenen Berliner Kampfblattes ,Der Angriff" auf: „Ein neuer Angriff auf alte Vorurteile! Ein neuer Angriff auf die alte Charakterlosigkeit! Ein neuer Angriff auf feige Müdigkeit! Ein neuer Angriff auf Reaktion, Miesmacherei und Spießertum! Ein nchuer Angriff auf schlechte Laune und Langeweile!" Diese charakterisierende Ankündigung der neuen Form des alten journalistischen Meisterstücks unseres Presseministers ist mir sofort eingefallen, als der Minister vor uns stand und ein scharfsinniges Sprühfeuer von lebendigen Gedanken und Anregungen entwickelte. Es gibt wohl kaum eine treffendere Charakterisierung dessen, was der Minister der deutschen Presse sagt, als die eben zitierte Wendung: Ein neuer Angriff aus alte Vorurteile, auf Charakterlosigkeit und feige Müdigkeit. Man hat die Kritik des Ministers als „revolutionär" bezeichnet. Wenn wir ganz davon absshen, daß darin für den Nationalsozialismus eine Anerkennung liegt, so darf die revolutionäre Lebendigkeit der Fülle gegebener Anregungen Vorschläge und Hinweisungen beanspruchen, daß die Rede des Ministers in erster Linie und vor allem anderen von positiven bejahenden Gesichtspunkten ausging und so geradezu ein einundeinhalbstündiges Ringen um das Verständnis und neue Mitarbeiten der im Plenarsaal des Preußischen Herrenhauses versammelten Presseleiter war. Der Presseminister sprach „als zweifellos der beste Kenner der deutschen Presse" in einer so eindringlichen unmittelbaren Form, Wie wenn er bereit wäre, mit jedem einzelnen von uns ein langes Gespräch zu führen . . . .", so schreibt ein bekannter Journalist. Der Minister sprach so über zahlreiche, tiktzlich in der Praxis der Pressearbeit aufstoßende Fragen, daß eine
Alfred Rosenberg vor dem Deutschen Sängerbund.
Neuwahl des Bundesführers.
Im Sitzungssaal -des Preußenhauses fand am Sonntagmittag der 28. außerordentliche Sängertag des Deutschen Sängerbundes statt, in dessen Mittelpunkt eine große richtunggebende Rede des Reichsleiters des Kampfbundes für Deutsche Kultur, Alfred Rosenberg, stand.
Der außerordentliche Sängertag war einberufen worden zur Beschlußfassung über die Bundesverfassung und über die Wahl eines neuen Bundessührers, da der bisherige Bundesführer, Brauner (Berlin), fein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Nach einleitenden Worten des Bundesführers und des Gausängerführers Berlin-Kurmark ergriff Reichsleiter Alfred Rosenberg das Wort zu grundlegenden Ausführungen über den nationalfozia- listischen Kulturwillen und die deutsche S a n g e s k u n st. Der Redner zeichnete in großen Zügen ein Bild des Kulturverfalls, der sich in der ichbedingten Epoche der lebten Jahrzehnte auf allen Gebieten gezeigt habe. Auch die Musik sei in den letzten 50 Jahren nicht frei geblieben von Krankheitserscheinungen. Auf der einen Seite gab es bei ihr stark betonte Tradition, auf der anderen Seite Rhythmen und Melodien, die nichts mehr mit dem deutschen Volkslied und deutscher Volksmusik gemein hatten. Das ich- bedingte und kapitalistisch-bürgerliche Zeitalter mit seinen Verfallserscheinungen, fuhr der Redner -dann fort, ist nun zu Ende gegangen. An dem Wendepunkt deutschen Kulturlebens hat diese Tagung nicht nur die Ausgabe, organisatorische Fragen zu klaren. In der nationalsozialistischen Bewegung, in der SA. und Hitlerjugend sind -heute ganz neue Lieder entstanden. Man weiß nicht wer sie gedichtet, wer sie komponiert hat. Aber es geht ein einmütiger, gewaltiger
Rhythmus durch diese Gesänge hindurch und in der kiinstle- -rilchen Durchbildung dieser Volksschöpfungen liegt eine große Ausgabe der deutschen Sängerschaft. Einfach, schlicht und heroisch, nicht süßlich und verkitscht, sondern voll tiefer Zärtlichkeit und von starker Kraft sind diese Dichtungen, die die schwache Männlichkeit einer vergangenen Zeit nicht hervor- b-ringen konnte. Die deutsche Wiedergeburt vollzieht sich nicht nur auf dem Gebiet der P 0 l i t i k,'beschränkt sich nicht nur auf die Gesundung der Wirtschaft, sondern sie muß tiefer gehen. Die nationalsozialistische Bewegung stellt keine machtpolitische Verlagerung dar, sie will den ganzen deutschen Menschen erfassen in seiner ganzen inneren Geistes- und Willensrichtung, in seiner gesamten Seelenhaltung, die auf das Ganze des oeutschen Volkes hinzielt, von diesem Ganzen kommr und zu diesem Ganzen wieder geht. An dieser Aufgabe haben auch die deutschen Sänger ihren Anteil, denn im deutschen Liede und in der deutschen Musik stecken die ewig sich erneuernden, die Millionen immer wieder bindenden Kraftquellen. Reichsleiter Rosenberg schloß seine häufig von Beifall stürmisch unterbrochenen und mit großer Begeisterung aufgenommenen Ausführungen mit einem Heil auf das deutsche Lied.
Im weiteren Verlauf des Sängertages schlug der bisherige Bundesführer Brauner (Berlin) zu seinem Nachfolger den Führer des westfälischen Sängerbundes, Oberbürgermeister Meister (Herne) vor, der einstimmig gewählt wurde. Mit einer kurzen Ansprache übergab er dem neuen Bundesführer die Geschäfte. Der neue Sangerführer gab dann die neuen Satzungen bekannt, die auf dem Grundsatz des Führerprinzips ausgebaut sind und die einstimmig angenommen wurden. Ferner teilte er die Zusammensetzung des Führerrates mit, dem der stellvertretende Führer Dr. Bongard (Saarbrücken), der württembergische Innenminister Dr. Schmid (Stuttgart), Oberbürgermeister Memme! (Würzburg), Wilke (Kassel), der bisherige Bundesführer Brauner (Berlin), Dr. Langemann (Hannover), Dr. Längs (Kassel) und Dr.'Hermann (Frankfurt a. M.) ange- yöre-n. In -den Musikausschuß wurden berufen Heinrichs (Hannover), Nagel (Eßlingen) Dr. Langs (Kassel), Sauer- ftein (Karlsruhe), Rosenthal (Königsberg), Miesner (Berlin) und Rellins (Herne).
In einer kurzen Schlußansprache rief Bundesführer Meister die Sängerbundoertreter auf, im Sinne der großen Kulturrede des Führers auf dem Nürnberger Parteitag ihre
Musik- und Vortragsabende.
* Konzert des Mannergesangvereins „Union", läßlich seines 70jährigen Bestehens gab am Smutit Mannergesangverein „Unia n“ im Kasinosaale Konzert, das einen abwechslungsreichen, anregsame" lauf nahm und bei der zahlreichen Zuhörerschaft Widerhall fand. Zur holistischen Mitwirkung hiesige bekannte Pianist Friedrich Wilhelm Keitel! gezogen worden. Abgesehen von vorübergehenden1 Unebenheiten wohl mehr zufälliger Art, erwies Werken von Chopin (Fis-Dur-Nocturne und H-Moll) und Liszt (Rigoletto-Fantasie und E-Dur-M von neuem ferne virtuos geschulte Technik und tempe« volle, ursprüngliche musikalische Geftaltungsgabe.^ Männerchor des Vereins, der feine 75 Sänger a vier Stimmen angemessen verteilt hat, repräsentiert Klangkörper von recht eindringlicher tonlicher Krh Schönheit. Für kluge Beachtung aller Choidi-zipl» für Tonreinheit, gut abgewogene Schattierungen, Rhythmik, für vernünftige Vokal- und Tonbildusg.» hatte Kapellmeister Gustav U t e r m ö h l e n als en« Chorleiter aufs beste gesorgt. So hinterließen denn Darbietungen des Männerchors durchweg günstige» druck. Zwei Schubert-Chöre eröffneten den 2lbend. glücklich im klanglichen Ausdruck war „Wider-pr« troffen, -während es in „Liebe" bei den gefährliW manischen Rückungen nicht ohne leichte Schwankung Klangwesen abging. Zu prächtiger Steigerung e» der Chor feine stimmlichen Qualitäten im vielgeim „Waldchoral" von Baumann und dokumentierte affi mit dem wohlgelungenen Vortrag volkstümlicher ® („Straßburglied" von Kienzl, „Matrosenlied" und „Mädel, heirat mi" in der Bearbeitung von W wiederum, daß das Volkslied und die Lieder, die d>K« stehen, die eigentliche Domäne des MännerchorgeE Neben dem Männerchor ließ sich auch der ihm angtS Frauench0 r des Vereins Horen. In „AbendrrW Mozart und in „Ich ging im Wald" von Weinsch«>»1 erfreuliche Proben fleißigen Studiums, wenn auch Mängel im Technischen das Klangbild trübten uns teren Studium auch mehr Verteilung von Licht uno anzustreben ist. Männer- und Frauen-Chor tjer«^ in der klangfreudigen Wiedergabe des Wertvollen -, liebes" von Lendvai und des „Despergesanges ju einem wirkungsvollen gemischten CH0r. J Hörer ließen es allen Gaben des Abends gegenüber^ lichem Beifall nicht fehlen.
* Ein England-Film. Im Vordergrund der 25*3 bleibt bei einer Würdigung der britischen Herz des britischen Weltreiches gewöhnlich die M g wirtschaftliche Seite. Die Landschaft kommt dave zu kurz, weil die Zahl derjenigen, die Englandj“® -j hinaus aus eigener Anschauung kennen, nicht Wm Ein am Montag im kleinen Kurhaussaal gezergtt^S Film deutscher Herstellung vermittelte auf anfd?aul”
Letzter Termin zur Meldung der Musikkr und Spielmannszüge zur Teilnahme an dem Aufmmj 1. Mai ist Donnerstag, den 26. April, mittags II Wilhelmstraße 15. Die Vereine mit eigenen Kapelle, Spielmannszügen, welche bis dahin nicht gemeldet 1 ' ’ Antreten am 1. Mai die Kapelle«
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schlug der Vereine Worms, Mainz, Darmstadt, Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach, Hanau und Aschaffenburg zum neuen Rhein-Main-Gau diene der besseren Ausgestaltung des Standesbewußtseins. Im Gesänge klar, im Worte wahr, ist unsere Losung immerdar. Er schloß mit einem Treuschwur an Adolf Hitler.
Die Weihe der Fahne.
Nun nahm er die Weihe der Fahne vor. Sie solle ein Symbol der Reinheit, der Treue und der Zusammengehörigkeit sein, sie verbinde den Sängerchor in treuer Dankbarkeit mit dem Frauenbund. Er schlag seine eindrucksvollen Worte mit einem Schwur zum deutschen Liede und zum deutschen Daterlairde, den ihm der ganze Sängerchor nachsprach. Als er die Fahne übergab, -sprach er die Segensworte: „Mögest du fürderhin wehen in Zeiten des Glückes und unbefleckt zu 'jeder Zeit." Mit Worten des Dankes übernahm der Vereinsführer Burkardt die Fahne. Nachdem noch Sangesbruder R 0 h m a n n zum Fahnenträger erklärt worden war, fang der Sängerchor Mozarts „O Schutzgeist alles Schönen".
Es schloß sich die Entgegennahme von Glückwünschen an. Es überreichten der Führer des -deutschen Fleischersängerbundes, Richard Straube, Halle a. d. S„ Glückwünsche des Bundes, sowie ein Fahnenband, der Eausührer, Karl Braun, im Namen der Arbeitsgemeinschaft des Gaues Rhein-Alain eine Bannerschleife, sowie im Namen des Sängerchors der Fleischerinnung Frankfurt a. M. eine Plakette. Kreisführer des Deutschen Sängerbundes von Wiesbaden, Karl Schmidt, überbrachte die Glückwünsche der 55 Vereine des Groß-Gaues Wiesbaden. Der Vorsitzende des Bezirksvereins „Seiber Hessen und Nassau", Hans Z 0 b e l, Laubenheim, stiftele namens des Vereins eine Bannerschleife. Der 2. Obermeister der Fleischerinnung Wiesbaden, Hans Wagner, überreichte eine Bannerschleife im Namen -der Innung. Hierauf ergriff der stellvertretende Kammerpräsident, Herr Müller, Wiesbaden, das Wort und übergab namens der Handwerkskammer und in Vertretung des Reichshandwerksführers die silberne Plakette der Handwerkskammer. Die Obermeister der Tüncherinnung und der Bäckerinnung, die Herren Damm und Limburg, überbrachten die Glückwünsche ihrer Innungen. Alsdann gab der Wereinsführer, Herr Jean Burkhardt bekannt, daß seitens des Ehrenmitgliedes der Fleischerinnung Wiesbaden, Herr Friedrich K le n k, und seitens des Obermeisters der Fleischerinnung Kassel, Herr L a u t n e r, eine Fahnennadel gestiftet worden sei.
Das Singen der Gauoereine.
Auf die Verlesung der eingegangenen Glückwunschtelegramme folgte das Singen der Eauvereine. Die Gau- vereine Aschaffenburg (Chorleitung: App), Offenbach a. M. (Chorleitung: Adolf Heil), Hanau a. M. (Chorleitung: Otto Maisenbacher), Frankfurt a. M. und Darmstadt (Chorleitung: August Koch) sangen je zwei Chöre. Gesungen wurde sehr gut. Die Chöre Hanaus waren die schwierigsten, ohne daß im Vortrag der letzte Ausdruck erreicht wurde; Frankfurt wirkte durch seine massigen Stimmittel. Der festgebende Sängerchor Wiesbaden überzeugte vor allem durch die spürbare liebevolle Behandlung der Details, ein prachtvolles Piano und eigenpersönliche Gestaltung des Vortrags durch den Dirigenten Heckelmann. Damit war der offizielle Teil des Festes beendet. Tanz und Unterhaltung unter Leitung von Tanzlehrer Krumm und Mitwirkung von Töchtern und Kindern des Frauenbundes schlossen sich an.
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