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Montag, 8. November 1937.

, Wiesbadener Tagblatt

Nr. 261. Seite 5.

Stiftung einer ongemnuf-öpenbe Der beugen Zugenb.

Ausbau des Patenfriedhofes der HI. in Dranoutre am Kemmel.

Ein Denkmal der Dankbarkeit.

Berlin, 7. Noo. Auf der nach Berlin einberufenen Sitzung des Langemarck-Ausschusses beim Jugendführer des Deutschen Reiches stiftete Baldur von Schirach im Einver­nehmen mit dem Reichsschatzmeister Schwarz den Lange- marck-Opferpfennig der deutschen Jugend. Ferner wurden, wie der Reichsjugendpressedienst meldet, Maß­nahmen für eine Erweiterung der Eefallenen-Ehrung durch den Einsatz der Jugend, u. a. der Ausbau des Paten­friedhofes der HI. Dranoutre am Kemmel in Flandern beschlossen. Gleichzeitig erlassen zum Jahrestag von Langemarck, dem 11. November, die Reichsleiter von Schirach und Schwarz folgenden Aufruf an die deutsche Öffent­lichkeit:

Jugend Adolf Hitlers! Das Opfer, das die Toten des großen Krieges und des nationalsozialistischen Freiheits- lampfes für das deutsche Volk gebracht haben, verpflichtet nie­mand stärker als unsere Jugend. Sie fühlt sich als Trägerin des friedlichen Vermächtnisses unserer Toten und gehorcht ihrem Appell, indem sie die in der Zeit des Kampfes er- härteteten Gesetze der Kameradschaft, Treue und Opferbereit­schaft auf ihre Gemeinschaft anwendet. Wir wollen, daß der Dankbarkeit der Jugend gegenüber den Kämpfern für das Reich bleibender Ausdruck gegeben wird in Sinnbildern und Zeichen, die auch in kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten das Heranwachsende Deutschland an die Männer mahnen, denen es sein Dasein verdankt. Wir rufen daher die Jugend auf, aus eigener Kraft die Voraussetzungen für eine Heldenehrung in diesem Sinne zu schaffen. In Zu­kunft sott jedes Mitglied der Hitlerjugend (DJ., IM., VdM.) zusätzlich zu seinem Beitrag sür die Hitlerjugend einen Pfennig im Monat für die Ehrung unserer Helden bei­steuern. Jugend Adolf Hitlers! Du opferst einen Pfennig im Monat, aber du stiftest damit eine gewaltige Geldsumme, die uns in die Lage versetzen wird, in den Heimen und auf den Plätzen unserer Jugend eine würdige, dem Stil der HI. entsprechende Gedenkstätte für die Gefallenen und Märtyrer des Reiches zu schaffen und darüber hinaus jenen edlen Fried­

hof zu pflegen, der die Gebeine der Kämpfer von Langemarck beherbergt, die als Jungarbeiter und Studenten für Deutsch­land starben. Möge ihr Beispiel durch das heute verkündete Werk die Jugend unserer Nation immer wieder begeistern und befähigen, mit der Haltung der Toten von Langemarck ihre nationalsozialistische Pflicht zu tun.

Langemarck-Feier der Frontkämpfer und der Jugend im Berliner Sportpalast.

Berlin, 7. Noo. Dem Gedächtnis der Helden von Lange­marck war eine weihevolle Gedenkfeier im Sportpalast ge­widmet. Mit den Frontsoldaten vereinigte sich auch die Hitlerjugend, im Gedenken an die Gefallenen. Der Feier wohnten neben hohen Vertretern der alten und der neuen Wehrmacht führende Persönlichkeiten der Partei und des Staates, der NSKOV., des Reichskriegerbundes, des Soldaten­bundes und der Kameradschaften der Flandernregimenter bei.

Der Reichsjugendführer Baldur v. S ch i r a ch sprach über den tieferen Sinn dieses Tages. Unsere Jugend sei willens, das Vermächtnis der Gefallenen, deren Opfertod eine zeitlose, erzieherische Botschaft gerade an sie bedeute, allezeit in Ehren zu halten und sich an ihrem erhabenen Vorbild ^u läutern und zu stärken.

Die Langemarck-Kantate von Eberhard Wolf­gang Möller (Musik von Georg Blumensaat) leitete zu der Festrede des Generalleutnants a. D. von M e tz s ch über. 2n jenen Novembertagen des Jahres 1914, so erklärte er, sei auf der flandrischen Ebene bei Langemarck mit dem Blut der jungen Freiwilligen eine Saat gesät worden, der erst das Reich Adolf Hitlers zur Reife verhalfen habe. Jene Freiwil­ligen des Krieges seien uns Ansporn und Vorbild; sie mahnten uns, Deutschland kriegsfrei zu halten und willig dem Führer zu folgen, wie sie einst den Fahnen ihrer Regimenter folgten.

Generalmajor Freiherr Grote gedachte in der Schluß- ansprache des Führers, der Deutschlands Ehre, Wehrhaftigkeit und Freiheit wiederhergestellt habe.

M lntWe Augenblick bes WnWen Krieges gefommen." t Ein Hilfeschrei -es Oberbolschewisten Hernandez.

Die Furcht vor den nächsten Ereignissen.

Ip Salamanca, 7. Nov. Aus Anlaß der einjährigen Ver­teidigung Madrids hielt der sowjetspanischeInnenminister" Hernandez nach hier vorliegenden Berichten eine Rede, in der die große Furcht der spanischen Bolschewisten vor den Ereignissen der nächsten Zukunft zum Aus­druck kommt. Hernandez stellte fest, daß der kritischste Augen­blick des Krieges nunmehr gekommen sei. Hernandez forderte ?;Ntgu auf, die Befestigungsanlagen überall zu verbessern. Die Puole laute heute ebenso wie vor einem Jahre: Wider- stand bis zum letzten Atemzuge!

M Der Bolschewistenhäuptling mahnte weiter zur Einigkeit im Innern. Jeder, der sich nicht füge, sei ein Verräter. Ein Pakt mit dem Gegner sei ausgeschlossen. Mit dem Hinweis auf das zerrüttete Wirtschaftsleben stellte Hernandez fest, daß die Preise in der Landwirtschaft 20= bis 30mal so hoch lägen wie früher, und daß die Schuld an der Teuerung und dem Niedergang der Produktion die Syndikate trügen.

Oberbolschewist Hernandez unterstrich dann dieinnige Freundschaft", dieSpanien" mit demBrudervolk" der Sowjetunion verbinde. Seit vorigem Monat könne man in den Straßen Madrids Tausende von Plakaten sehen, in denen die Artikel derPrawda" in der Übersetzung wiedergcgeben wür­den und der Verteidigungskampf Madrids mit dem Leningrads verglichen werde.

Die baskifche Eisenindustrie wieder in voller Arbeit.

mit der spanischen Nationalregierung übergewisse Streit­punkte" bekanntgeben könne. In der Hauptsache handele es sich dabei um die ungeklärte Versenkung des bri­tischen DampfersJean Weems", wegen der sich England nicht nur an Valencia, sondern auch an die National­regierung gewandt hat, und die Festhaltung von sechs beschlag­nahmten britischen Handelsdampfern. Ehe diese Punkte nicht geklärt seien, könne das Mkommen über den Austausch von offiziellen Agenten zwischen England und Nationalspanien nicht amtlich bekanntgegeben werden.

DerDaily Ewreß" begrüßt die baldige Entsendung der-, artiger englischer Agenten nach Spanien mit dem Hinweis, daß eine ganze Anzahl britischer Staatsbürger int national­spanischen Gebiet lebten.

Brüsseler Text zur Überreichung an Japan fertiggestellt.

Brüssel, 7. Noo. Die Neunmächtekonferenz hat sich auf den - Text der an die japanische Regierung zu richtenden Mittei­lung geeinigt, die von dem belgischen Botschafter in Tokio übermittelt werden wird. Außerdem wird er dem hiesigen japanisch^ Botschafter mitgeteilt. Der Text wird um 6 Uhr nachmittags hier veröffentlicht werden.

Die Konferenz tritt am Dienstagvormittag wieder zu­sammen. In Konferenzkreisen wird betont, daß man bis dahin noch keine japanische Stellungnahme erwartet. Es handele sich nur um die Regelung von Verfahrensfragen.

Das deutsche Buch: Tagebuch des gesamten Volkes.

Schlußkundgebung zum Abschluß der Woche des deutschen Buches.

Essen, 7. Nov. Im städtischen Saalbau fand heute anläß­lich des Abschlusses der deutschen Buchwoche 1937 eine große Kundgebung statt. Man sah Vertreter von Partei, Staat, Behörden, Wehrmacht und des kulturellen Lebens.

Hauptamtsleiter Hederich

sprach über Idee und S e n d u n g des deutschen Buches.

Der Redner wies darauf hin, daß Hunderttausende deut­scher Volksgenossen in diesen Tagen im Dienste des Buches diesseits und jenseits der deutschen Grenzen tätig gewesen seien. Der Liberalismus habe die Bindungslostgkeit des ein­zelnen als Ideal verherrlicht und die Sendung des Buches habe in jener Zeit ihren inneren Sinn verloren.

Zwei große Aufgaben erfülle die Woche des deutschen Buches: Einmal Zeuge und Künder zu sein der endlich errungenen Einheit des Lebensgefühls und des Willens aller Deutschen, die sich in Partei und Staat dokumentierten, und zum anderen ein Mahnmal zu sein, das uns immer vor der Seele die Verpflichtung wachrufe, nie die Gemeinschaft aller Deutschen zu vergessen, die der sicherste Bürge sei für die Einheit von Buch und Schwert.

Bei der Lösung der großen politischen Zielsetzung Dr. Goebbels': Das deutsche Buch in die Hand des ganzen Volkes! komme vor allem auch den Gemeinden eine be­deutsame Aufgabe zu. Die Gemeinden besäßen mannigfaltige Möglichkeiten, dem deutschen Buch den Weg ins Volk zu ebnen. Während die Aufgabe der Wertung der Partei zugeschrieben werden müsse, sei es Sache des Staates, dafür zu sorgen, daß das von der Bewegung herausgestellte Schrift­tumsgut seinen Weg in die Hände aller deutschen Volks­genossen finde. Die Gemeinschaftsarbeit, die sich in der Aus­lese und Wertung am Buch in den Gliederungen der Bewe­gung vollziehe, werde in der parteiamtlichen Prüfungskom­mission zum Schutze des NS.-Schrifttums zusammengefaßt.

Der Führer habe für uns Nationalsozialisten in seinen großen Kulturreden ein für alle Mal die Richtlinien gegeben.

Wir lassen uns den Staat, dem wir dienen und dem wir unser Bestes geben, nicht verunreinigen, auch nicht beflecken. Mögen sie es als eine Einengung der Freiheit bezeichnen, wenn wir in Zukunft unnachsichtig und rücksichtslos allen Be­strebungen entgegentreten, die Ideen des Führers aus egoistischen Gründen zu verfälschen."

Dann führte Staatsrat Hans I o h st, der Präsident der Rei-chsschrifttumskammer. in einer kurzen Schlußansprache u. a. aus, Essen sei als Abschlußort gewählt worden, weil wir vor ganz Deutschland und aller Welt die Verbundenheit zwischen derArbeitderFaust und d e r S t i r n dar^un wollten. Jedes Buch sei im Grunde ein Tagebuch des gesamten Volkes. Denn jedes wahrhaftige und damit notwendige Schrifttum sei Sehnsucht, die Vergänglichkeit des Einzelschicksals zu überwinden durch geistige Gestaltung. Das Buch sei der Heimatort der Seele, des Gemütes und des Geistes. Es dürfe daher keinen deutschen Menschen geben, der nicht in einem Buch seine seelische und geistige Wahlheimat gefunden hätte.

Hermann Göring im Salzgittergebiet.

Planung der neuen Hüttenwerke.

Braunschweig, 7. Nov. Ministerpräsident Generaloberst Göring besichtigte am Sonntagnachmittag eingehend die ge­samten Vorhaben der Reichswerke AG. für Erzbergbau und EisenhüttenHermann Göring" im Salzgittergebiet. Ins­besondere wurden von dem Beauftragten für den Vierjahrcs- plan die Standortbedingungen für den Bau der Hüttenwerke untersucht und der Platz Bleckenstedt als Bauplatz für die zu errichtenden Werke bestimmt.

Sau Sebastian, 7. Nov. Wie von zuständiger Seite zu der Lage in der baskischen Eisenindustrie mitgeteilt wird, ist die Sanierungsarbeit nach der Befreiung Bilbaos mit riesigen Schritten vorwärtsgekommen, und sämtliche ©rußen, Eisengießereien und sonstigen Metallfabriken arbeiten wieder voll. Allein im Monat September hat sich die Ausfuhr auf über 90 000 Tonnen Eisen belaufen, während sic in den langen Monaten der roten Herrschaft keine 5000 Tonnen betrug. Die Zahl der ausländischen Handels­schiffe, die Bilbao angelaufen haben, hat sich um 60 o. H. erhöht.

Höchster Orden für die Verteidiger von Oviedo.

Salamanca, 8. Noo. (Funkmeldung). General Franco hat dem Verteidiger von Oviedo, Brigadegcncral A r a n d a, für sein heldenhaftes Verhalten während der Belagerung von Oviedo den höchsten spanischen Militärorden von San Fernando verliehen. Die gleiche Auszeichnung erhielt die Besatzung Oviedos, die mit Begeisterung und Opfermut dem Ansturm des Feindes 90 Tage lang standgehalten hat.

Nationaler Heeresbericht vom Sonntag.

Salamanca, 8. Nov. (Funkmeldung). Der amtliche Heeresbericht vom 7. November lautet:

Aragon: Im Abschnitt Sabinanigo verbesserten unsere Truppen ihre vorderen Stellungen.

An den anderen Fronten nichts Neues.

Eden will Franco unter Druck setzen.

DasHilfswrrk für deutsche bildende Kunst-

London, 8. Nov. (Funkmeldung.) Wie der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph" meldet, soll es noch nicht stcher sein, ob Eden bereits am Montag eine Verständigung

veranstaltet im BerlinerHaus der Kunst" eine Kunstausstellung. Wir zeigen hier einige Werke daraus: ..Knabenkopf" von Georg Riembrach. Berlin. Gips, getont;Mutter und Kind", Ölgemälde von Liselotte Sck)ramm-Heckmann, undKnabenkopf" von Walter Volland. (Pressephoto, Zander-K.)

Das fennjeidjen bei

Vsram-M- \ imn-en-Packmig.

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Die meisten Lichtanlagen sind veraltet. Leuchtgeräte in Form flacher Teller, die nicht verhindern, daß das Licht der nackten Glühlampen dem Schaffenden ff \ in die Augen geschleudert wird, findet man noch viel zu ost. Zu kleine Glühlampen, veraltete oder geschwärzte, werben immer noch verwendet Dabei nutzen / A die Osram-W-Lampen den elektrischen Strom viel besser aus. Fragen Sie den Glettrolicht-Fachmann wegen Verbesserung Ihrer Lichtanlagen unter ACDAM l Verwendung der mit dvppeltgewendeliem Leuchtdraht ausgerüsteten

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