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Druck und »erlag: 7 Olifennliott Erscheinungszeit:

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Werktäglich nachmittag-, Eam-t-gs vor- ».nachmittag.

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8. Schellenberg'iche Hofbuchbruckerei,Iagblatt-H<m,-.

Unterhaltungsbeilage.

mit einer täglichen

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Postscheckkonto: Frankfurt <u M. Nr. 7405.

Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden.

84. Jahrgang.

Nr. 153

| Int Schatten der Weltpolitik.

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| verkehr mit den Hafen an der

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Fernsprecher^Sammel-Nr. 59631. Berliner Büro: Berlin-Wilmersdorf.

Die kommunistische Wühlarbeit

Zunehmende Radikalisierung der englischen Arbeiterschaft.

Zeit lesen, datz die von dem amerikanischen Präsidenten Roosevelt einberufene Panamerikanische Frie­denskonferenz sich mit diesem Plane beschäftigen werde, einem Plane, der in Amerika bereits zahlreiche Anhänger hat. Es kann kaum einem Zweifel unter­liegen, baß die Stimmung für einen amerikanischen Völkerbund noch wachsen würde, wenn der Nachweis er­bracht werden würde, dag der Genfer Völkerbund auch im Falle Abessinien wiederum versagt hat. Zum min­desten würde das Wasser auf die Mühlen derjenigen amerikanischen Politiker bedeuten, die wie Senator Borah die Ansicht vertreten, dag ein amerikanischer Völkerbund nur dann in Frage kommen könnte, wenn die südamerikanischen Staaten auf ihre aktive Mit­arbeit in Genf gänzlich verzichten. Borah hat auch aus­drücklich betont, daß er sich der Errichtung eines ameri­kanischen Völkerbundes widersetzen würde, wenn nicht besten Unabhängigkeit von dem europäischen Völker­bund völlig sicher gestellt ist. Es lägt sich nicht bestreiten, daß hier für Genf neue Gefahren erwachsen, denn es droht nun nicht nur ein etwaiges Ausscheiden Italiens, sondern auch ein Ausscheiden der südamerikanischen Staaten. Kein Wunder, wenn man in den Büros des Völkerbundspalastes einige Kopfschmerzen hat.

Geschäftszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, nutzer Sonn- und Feiertags.

Anzeigenpreis«: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil Grund- preis 7 Rpf., der 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 60 Rpf., sonst laut Preisliste Nr. 5, Nachlatzstafsel B. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen. Schluß der Anzeigen.Annahme 9Va Uhr vormittags. Größere Anzeigen müssen spätestens einen Tag vor dem Erscheinungstage aufgegeben werden.

Handelsschwierigkeiten zwischen London und Moskau.

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Keine politischen Fragen berührt.

Die Unterredung Eden-Hatte Selassie.

London, 6. Juni. (Funkmeldung.) Wie der diplo­matische Mitarbeiter desDaily Telegraph" meldet, wurden in der gestrigen Unterredung zwischen Außen­minister Eden und dem N e g u s keine politischen Fragen berührt. Die Unterhaltung wurde mit Hilfe eines Dolmetschers von Eden in französischer Sprache und von Haile Selassie in amharischer Sprache geführt. Der Negus dankte bet britischen Regierung für ihre durch den Völkerbund unternommenen Bemühun­gen zur Unterstützung des abessinischen Widerstandes gegen die Italiener. Der diplomatische Mitarbeiter berichtet weiter, die britische Regierung sei nach wie vor der Ansicht, daß der Aufenthalt Haile Selasiies in Eng­land als privat und nichtamtlich betrachtet werden müsse. Diese Ansicht, die auch von den meisten Mit­gliedern des Diplomatischen Korps geteilt werde, habe bei den Beratern des Regus einige Enttäuschung her­vorgerufen.

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Schlechte Aussichten für Genf.

Die Großmächte in Verlegenheit. Sanktionsfrage und Anerkennung der Besitzergreifung.

Englische Klagen wegen Beeinträchtigung der britischen Schiffahrt dnrch Sowjetrnhland.

Ein amerikanischer Völkerbund?

i as. Berlin, 6. Juni. (Drochtbericht unserer Berliner Abteilung.) Wie nunmehr feststeht, wird auf den An­trag Argentiniens hin die V ö l k e r b u n d s ver­sa m m l u n g am Dienstag, den 30. Juni, zusammen­treten. Wenige Tage vorher wird der Rat seine Arbeiten wieder aufnehmen. Da die Ratstagung zu- ; nächst für den 16. b; M. in Aussicht genommen war, so ist zunächst wieber einmal etwas Zeit gewonnen. Aber auch bie allergrößten Optimisten werben wohl kaum bei Ansicht sein, baß bie jetzt noch zur Verfügung siehenbe Zeit ausreichen könnte, um eine Einigung vor­zubereiten. Selbst wenn bie Verhandlungen in Genf nicht durch das persönliche Eingreifen des Negus er hat dem Vertreter derTimes" gegenüber bestritten, daß er selbst nach Genf gehen wolle kompliziert wer­den, so sind die Aussichten doch schlecht genug. So brüchig einerseits die Sanktionsfront auch ist, so gibt es doch noch genug Anhänger der Sühnemaßnahmen, Anhänger, die sich mit aller Energie der Aufhebung der Sanktionen widersetzen. Es ist ja auch sehr kennzeich­nend, daß dieMorningpost" beispielsweise von einer bevorstehenden Verschärfung der Sanktionen glaubt sprechen zu müssen. Und selbst wenn es wider alles Erwarten gelingen sollte, in'der Sanktionsfrage eine Formel zu finden, die auch für Italien keine Zumutung bedeuten würde, so entsteht doch sofort die neue Frage, wie sich der Völkerbund zur Frage der Annexion Abessiniens durch Italien stellen will. Er hat bekanntlich bis heute es abgelehnt, im Falle Man- dschukuo die von den Japern geschaffenen Tatsachen an­zuerkennen. Aber die Folge der Haltung Genfs im mandschurischen Konflikt war bekanntlich das Aus­scheiden Japans aus dem Völkerbund. Es ist kaum nötig daran zu erinnern, daß Mussolini mit einem gleichen Schritt wiederholt gedroht hat, womit wohl'praktisch die Genfer Institution lahmge­legt wäre. Man kann verstehen, daß sich die großen Völkerbundsmächte angesichts dieser Situation nicht sonderlich wohl fühlen

Es kommt hinzu, daß nach mancherlei Anzeichen ge­rade die südamerikanischen Staaten diese Völkerbundstagung als Probe auf das Exempel betrachten. Seit geraumer Zeit wird ja ziemlich stark für einen amerikanischen Völkerbund Stim­mung gemacht. Immer wieder konnte man in der letzten

Die Bewährungsfrist der Rer-Bewegung.

Eupen-Malmedy und die Prooinzialratswahlen.

Die Deutsche Heimatfront in Eupen-Malmedy steht vor einem neuen Wahlkampf: am 7. Juni finden die Provinztal­ratswahlen für den Lütticher Provinzialrat statt. In dem Wahlkampf vom 24. Mai hat die Deutsche Heimatfront der belgischen Regierung und der belgischen Öffentlichkeit durch ihr mustergültiges Zusammenstehen und die einheitliche Wahlenthaltung deutlich zur Kenntnis gebracht, wie die Bevölkerung von Eupen-Malmedy über die belgische Politik ihr gegenüber denkt. Diese Wahlenthaltung war die einzige Möglichkeit des öffentlichen Protestes, weil ja das belgische Wahlreglement durch seine Ausrechnungs­methode es zu verhindern versteht, daß die bodenständige Be­völkerung des Eupen-Malmedyer Gebietes durch einen eigenen deutschen Abgeordneten im Brüsseler Parlament ver­treten werden kann.

Anders liegen die Verhältnisse bei den Provinzial- ratswahlen. Hier ist durchaus die Möglichkeit für eine eigene bodenständige Vertretung gegeben, denn die Wahl­ziffern vom 24. Mai haben den Beweis erbracht, datz es durchaus möglich ist, nicht nur die Zahl der bisherigen Heimattreuen Provinzialratsoertreter zu erhalten, sondern sie darüber hinaus noch zu erhöhen. Es heißt hier nur für die Deutsche Heimatfront abermals bei der Stange zu halten und sich nicht durch Versprechungen anderer Parteien ein­fangen zu lassen. Die altbelgische katholische Pattei ebenso wie die Sozialisten dürfen sich hier wenig Hoffnung machen. Denn durch die Erfahrungen der Vergangenheit hat die Deutsche Heimatfront schon genügend kennen gelernt, was sie von dieser Seite zu erwarten hat. Das Ausbürgerungsgesetz, ein Ausnahmegesetz lediglich gegen die deutsche bodenständige Bevölkerung gerichtet, ist neben vielem anderen das politische Warnungssrgnal geworden. Mehr Gefahren bietet für diese zweite Wahlschlacht die neue Rex-Bewegung. Der Führer dieser Bewegung, Leon Degrelle, hat in diesen Tagen über das Verhältnis feiner Partei zu Deutschland und vor allem zur bodenständigen Bevölkerung von Eupen-Malmedy Ausführungen gemacht, die jeden sympathisch berühren mutz­ten und die deshalb um so verfänglicher sind. Er hat u. a. betont, datz er immer der Auffassung gewesen sei, die völkische Eigenart der Gebiete von Eupen, Malmedy und St. Vith müsse erhalten blei­ben, und wenn Belgien dazu nicht imstande sei, dann müßten die Gebiete wieder an Deutschland zurückgegeben werden. Er hat sich außerdem, wohl in Aussicht auf seine Berufung als Justizminister, mit größter Deutlichkeit gegen das Ausbürge­rung sge setz ausgesprochen. Das ist eine Stellungnahme, die, wie gesagt, sehr erfreulich ist und von der man im Jnteresie der Heimattreuen Bevölkerung in den ehemals deutsche« Ge­bieten Belgiens wie auch im Jnteresie des gesamten Verhält- nisies des belgischen Staates zu Deutschland nur wünschen könnte, daß sie auch prattisch zur Durchführung käme.

Man muß sich aber immerhin mit Recht fragen, warum Herr Degrelle erst heute zu dieser politischen, vernünftigen öffentlichen Erklärung kommt. Warum hat er sie nicht mit ebensolcher Offenheit vor den Wahlen am 24. Mai abgegeben und warum hat er nicht in den Wahlversammlungen selbst den Vertretern der Deutschen Heimatfront in der dort zuge­sagten freien Aussprache Gelegenheit gegeben, die Meinung und Forderungen der Heimattreuen Bevölkerung vorzu­bringen? Damals hatte man lediglich den Marxisten die Erlaubnis gegeben, in der freien Aussprache zu Wort zu kommen, und als sich ein Vettreter der Heimatfront eben­falls meldete, hatte man es vorgezogen, die Wahlversamm­lung schleunigst zu beenden, als ob man Gewisiensfragen der bodenständigen Bevölkerung fürchtete. Gerade zum Aus­bürgerungsgesetz haben die Vettreter der Rex-Bewegung vor der Wahl nichts so Grundlegendes sagen können wie jetzt Herr Degrelle. Deshalb sollte sich die Deutsche Heimatfront auch nicht durch die neuerliche positive Feststellung irgendwie beeinflussen lasten. Sie hat jetzt Gelegenheit, ihreeigenen berufenen Vertreter in den Provinzialrat von Lüttich zu entsenden und diese Gelegenheit, Männer zu wählen, die sich bereits im Kampfe um die Heimat er-

Eine Warnung desDaily Telegraph".

London, 6. Juni. (Funkmeldung.)Daily Telegraph" warnt in einem Leitaufjatz nachdrücklich vor den zuneh­menden kommunistischen Einflüssen im eng­lischen Arbeitettum. Das Blatt weist auf die Konferenz der englischen Mechaniker hin. deren Beratungen in dieser Woche gezeigt hätten, daß die wachsende Macht des Radikalsozia­lismus im englischen Gewerkschaftsleben eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstelle.

Bezeichnend hierfür sei der Beschluß der Mechaniker­gewerkschaft, die Aufnahme der Kommunistischen Partei und ähnlicher Körperschaften in die offizielle Arbeiterpartei zu beantragen. Die Zeit sei jetzt gekommen, da die Führer der

von Sowjetrußland nach England verwalt werden, gefähr­det. Aus den diesjährigen sowjetrussischen Listen für die Holztransporte von Sowjetrutzland nach England geht her­vor. datz kaum ein einziges britisches Schiff hierfür ver­wandt werde. Das Blatt fordert ein wirkungsvolles Ein­schreiten der britischen Regierung, das nötigenfalls in Ver­geltungsmaßnahmen gegen den russischen Ausfuhrhandel be­stehen müßte. England fei in der Lage, alle hauptsächlichen Waren, die zur Zeit aus Sowjetrutzland biogen werden, aus anderen Ländern zu erhalten. Die englische Regierung müsie sofott eine Revision des «nglisch-sowjetiussischen Hande lsabkommens fordern und die Fortsetzung der eng­lischen Käufe aus der Sowjetunion von der Festlegung eines bestimmten Anteils für den britischen Schiffsraum ab­hängig machen.

Trauerfeier für Generalleutnant Wever

in Anwesenheit des Führers

Berlin, 6. Juni. (Letzte Funkmeldung.) In An­wesenheit bes Führers fanb heute vormittag im Ehren- l saal bes Reichslustfahrtministeriums in Berlin eine ß Trauer sei er für ben abgestürzten Eeneralstabs- t chef ber Luftwaffe, Generalleutnant Wever statt. Nach bei Tiauenebe bes Felbbischofs bei Wehrmacht, Di. Dohrmann, würbigte Reichsluftfahrtminister |- Generaloberst Göring bie Tätigkeit bes Toten. Die |r Beisetzung finbet in Klein-Machow statt.

Durch Verorbnung hat bei Führer bestimmt, r 'btxB bas Kampfgeschwader 253 bie BezeichnungKampf- | geschwaber General Wever" führt. Offiziere, llnter- t offiziere unb Mannschaften tragen am Rock ein Erinne- i rungsbanbGeschwaber General Wever."

englischen Arbeiteipattei zwischen einer vernünftigen und verfassungsmäßigen Politik und den Methoden der Gewalt- tätigkeit und der Zerstörung zu wählen hätten.

Das Leitmotiv der kommunistischen Revolutionäre laute:Bringe alles in Verwirrung, etwas wird schon dabei herauskommen!" Di« neuer­lichen Kundgebungen des kommunistischen Einflußes, so er­klärt das Blatt abschließend, mützten von der englischen Öffentlichkeit aufmerksam beobachtet werden.

Auf ber gestern in Bournemouth abgehaltenen Tagung des Nationalverbandes der Arbeiter aus der Schuhindustrie wurde eine Entschließung beantragt, wonach sich der Ver­band für die Aufnahme der Kommunistischen Partei in im Arbeiterpartei einsetzen solle.

Meistgelesene Tageszeitung in Wiesbaden.

Sonntag, 7. Juni 1936,

London, 6. Juni. (Funkmeldung.) Die englischeu Schiff- | fahrtskreise sind seit einiger Zett über di« zunehmende i Ausschaltung britischer Schiffe aus dem eng» | lisch-sowjetrussischen Handelsverkehr beunruhigt.Daily | Telegraph" meldet heute, daß die Sowjetregieruno alles, [ was in ihren Kräften stehe, tue. um den britischen "Schiffs- *--2----Osts« und am Weißen Meer

? zugrunde zu richten. Dank der sowjettusiischen Kontrolle t Uber den britischen Ein- und Ausfuhrhandel mit der Sowjet- £ Union seien dl« britischen Schiffe, die früher den gesamten Handelsverkehr zwischen England und Sowjettußland durch- sührten,vom Meer weggefeat worden". Nunmehr seien j auch di« britischen Trampschiffe, die für die Holztranspotte