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Fuchshöhlen mehr fände. Für einen deutschen Knaben hätte der Wald ohne den geheimnisvollen Reiz der Fuchshöhlen oder Dachsbauten nur noch den halben Wert! Ein Knabe, der wenigstens nicht einmal in Ferien Lust verspürt, den deutschen Wald zu durchstreifen und seine Bewohner zu beobachten, bildet sich zum einseitigen Menschen und Ofenhocker aus. Für unsre Hütejungen auf den Dörfern aber wirkt das sich selbst Ucberlassensein im Freien oft nach der an- deren Richtung verderblich, indem es die Gelegenheit zum Beobachten, die Versuchung zum Nestplündern und anderen Tierquälereien mit üch bringt. Alle Ermahnungen in Schule und Confirmandenunterricht fruchten nicht viel, wenn hier nicht auch das Elternhaus mit-
Hecken aufstöbert und am Feuer zur Mahlzeit brät, sodaß man die Jgelstacheln noch bei den Kohlenresten ihrer Lagerstätten nachträglich finden kann! Mit Recht aber fängt der Landmann den schädlichen Hausmarder oder den Iltis in Fallen. Er macht sich dadurch nicht nur um die Hühnerställe der Nachbarschaft verdient, sondern kann aus dem Verkauf der wertvollen Felle auch noch einen tüchtigen Geldgewinn erzielen. Die bei uns nicht seltenen Wiesel sollte man schonen, denn sie sind vorzügliche Mäuse- Ratten- und Hamstervertilger. Letzteres gilt wenigstens von dem großen Wiesel, im Volksmund Hermelin, das Verfasser schon auf Wiesen bei Schlächtern beobachtete. Die verehrten Naturfreunde glauben vielleicht, alle in
Bclliuger Frauen in der alten Tracht auf dem Kirchweg.
(Im Austrag bs« Heimatbundes photogr. v. Joh s. F reund-Schlüchtern.)
hilft. Dazu können Elternabende und Bildungsabende auf dem Land gute Dienste leisten. Schonung den Tieren, deren Schädlichkeit oder Gefährlichkeit nicht außer Zweifel steht! Schonung bis zu einer gewissen Grenze auch dem Fuchs! So darf wohl der Naturfreund bitten, ohne dem Forstmann von Fach Vorschriften machen zu wollen. Schonung auch Grim- bart, dem Dachs, der dem Wild gewiß weniger gefährlich ist als sein gewandter Vetter Reinecke. Wie sollte sich denn das Wetter im Februar gestalten und die Ernte für den Landmann ausfallen, wenn der Dachs auf Lichtmeß nicht mehr seinen Schatten sehen könnte!
Kampf der Zigeunerplage, die mit eigens dazu dressierten Hunden unsren harmlosen drolligen Igel aus den
hiesiger Gegend vorkommenden viersilbigen Tiere zu kennen, wenn auch nicht alle Vögel, deren Mannigfaltigkeit eine größere ist, als die der Säugetiere. Dann frage ich: „Hast du, lieber Heimatfreund, schon den Bilch oder den Siebenschläfer gesehen?" Er ist gar nicht selten, grau von Farbe und von der Größe eines Eichhörnchens. Er lebt in der Nähe des Waldes und überwintert in Steinklüften, wohin er im Herbst vor seinem siebenmonatigen Winterschlaf eine Menge Bucheckern und Haselnüsse sammeln soll Daher heißt er auch die große Haselmaus. Nicht so gewandt und possierlich wie das Eichhorn, scheint er aber leicht zahm zu werden. Die unweit des Schlusses Branden- stein lebenden Bilche waren im Herbst 1908 so zutraulich geworden, daß sie aus freien Stücken durch