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Str. 56b.

Wtontag, 4. Dezember lau.

WiesvaÄener TagüLaLL.

fflbcnd-Lluögabe, 1. N.

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Üböls nicht zuletzt auch durch die Polizei und anSderer Be­hörden gkfordert. wobei nicht immer berücksichtigt würde, Latz, so lange gesetzliche Handhaben zur UnteMnidung des Verlaufs von Schundliteratur nicht bestehen, eine ver­mittelnde und belehrende Tätigkeit seither Erfolge gebracht und' auch weiterhin von Nutzen sein dürste. Die Haupt- Verbreiterin des Gedankens einer Bekämpfung des Schun­des und Schmutzes, die Presse, die stets bereitwilligst ihre Spalten der Beseitigung des Übels zur Verfügung stellte, wurde gestern nicht allein von keinem der Herren in bezug ans ihre doch sicher nicht gering einzuschätzende Tätigkeit auch nur in Erwähnung gebracht, sondern sie als nicht ganz unschuldig in bezug auf die Verbreitung unpassender Lektüre befunden, und Ovar: Mit Rücksicht darauf, daß auch die Kinder die Zeitungen lesen. In die­sem Sinne wurde sogar eine Resolution angenommen. Zugegeben, daß die eine oder andere Notiz, welche in einer Tageszeitung steht, nicht Kr Kinder bestimmt ist, so braucht ihr darum noch länge nicht eine fitten-verderbliche Wirkung zugeschrieben zu werden. Diese Art der Bekämpft,ng des Übels in der Presse scheint uns weniger Erfolg zu ver­sprechen. Daß auch hier die Meinungen auscinarrdergehen, zeigten die Worte eines Redners, der Mr Bekämipftmg un­haltbarer Zustände ihre BekanntMachung in breitester OffentLichkeit forderte. -er.

Eine bedenkliche Erkrankung des Bischofs von Lim­burg. Über das Befinden des Bischofs Dt. Willi, der seit einigen Tagen erkrankt ist, wurde heute folgender Bericht ausgegeben:Der Herr Bischof ist seit einigen Tagen un­päßlich und sein Befinden flößt etwas Besorgnis ein." Me uns von privater Seite noch gemeldet wird, soll die Erkrankung des Bischofs eine ernste sein.

Der bleierne Sonntag war vom schönsten Wetter begünstigt. Das mag dazu beigeivagen haben, daß der Verkehr in den Nachmittags- und Abendstunden in dem Hauptgeschäftsstraßen der Stadt ein ungeheuer gro­ßer war. Namentlich in der Lang- und Kirchgasse, die nun einmal das Herz der Stadt bilden, flutete eine Men- fcheNmeuge hin und her, wie ste nur von dem verkehrs­reichsten Tagen aus die Straße gebracht wird. Als die zahlreichem Bogenlampen der Gchchäftshäuser sowie die LeuchÄörper der Schaufenster breite Fluten des strahlend­stem Lichts über den hin- und hevwogeudem Menschenstrom schickten, ergab sich ein Großstadtbild von fesselnder Be- wegungs- und Farbensülle. Angesichts der wunderbaren, die Nacht fast zum Tag machende«' privaten Lichtquellen er­blaßten die offiziellem LichWrpcr der Nacht, die Straßen­laternen, schier vor Neid! Die Würdigung der Schaufenster war eine sehr intensive, der Besuch der Läden ein guter, wenn diesmal auch die Schaulust die Kauflust noch weit Merwog, Dafür war es eben derbleierne Sonntag", und das Großstädtpu-Mkum ist in rnanchen Dingen konservativ wie die oschreußische Junkerschaft: die Macht der Gewohn­heit ist auch hier stärker als die besten Gründe, mit denen die MahnungKauft bei Zeit!" belegt werden mag.

Schauturnen. Als letzter der Turnvereine des Turngaus Wiesbaden hielt derTurnverein Wies­baden" gestern nachmittag in seiner dicht mit Zuschauern gefüllten Turnhalle in der Hellmundstraße sein diesjähri­ges Schauturnen ab. um damit sichtbarlichen Bericht über die turnerischen Fortschritte des abgelaufeuen Jahres zu erstatten uuid einem größeren Publikum Gelegenheit zu geben, die einzelnen Leistungen aus eigener Anschauung zu beobachten. Von demTurnverein," wurde in dieser Beziehung gestern etwas Besonderes erwartet, werden doch die^VereinsÄbungen vom einem seit Jahresfrist Hierfür be­sonders angestellten berufenem Lehrer, dem Turnlehrer Willi Krumm,, geleitet. Um es gleich vorweg zu sagen, die Erwartungen sind erfüllt worden. Die. einzelnen Leistun­gen iin Riegen- und Kürturnen, vor allem aber in den Freiübungen ließen in der korrektem und sicheren Ausfüh­rung die gute Schulung und das nacheiserungswürdige Vorbild erkennen. Dem Einmarsch der Mitwirkenden am Schauturnen folgte ein Gesangsvortrag desSämgerchors des Turnvereins" unter Leitung des Dirigenten Komponist Schauß. Oberpostassistent Wilhelm Münch, der 2. Vor­sitzende, hielt hierauf eine Ansprache, im der er die Anwesen­den, insbesondere die Ehrengäste, begrüßte und der Fort­schritte des deutschen Turnwescns, namentlich im verflosse­nen Jähnjähre,' gedachte. Seine .eindrucksvollen Worte schlossen mit einem Kaiserhoch. Vorzügliche Leistungen wurden im Kürturnen am Reck gezeigt, wie auch die vor- hergegangenen Eisenstabübungen der aktiven Turner und Zöglinge in der exakten Ausführung eine sorgfältige Durch­arbeitung erkennen ließen, überhaupt scheinen die Frei­übungen beim Turnen in der letzten Zeit mehr in den Vordergrund getreten zu sein und ihre Bedeutung für die Erziehung und Ausbildung des Körpers höher eingeschätzt zu werden. Auls diesem Gebiete wurden gestern nachmittag noch Keulen- und Stabübungen von der Männer-, bezw. Altersabteilung, Stabwindübungcn in Verbindung mit Schrittarten von der DamenabteAnng, ^SoNderfreiübungsn und Freiübungen, ausgeführt von 5 Zöglingen, 5 Aktiven und 5 Vorturnern, gezeigt. Das Geräteturnen kam im allgemeinen Riegenturne« bestens zur Geltung. Die Übun­gen am Sprungtisch fanden ebenso wie die Übungen im . Florett (von der Fechtriege unter Leitung des Fechtwarts Georg Berghof ausgeführt) allgemeine Anerkennung, wie die Zuschauer überhaupt die einzelnen Darbietungen jedes­mal durch lebhaften Applaus lohnten. Dem Vorsitzenden der Deuffchcm Turnerschaft Geh. Sanitätsrat Dt. Gütz (Leipzig) und dem Kroisvertreter des 9. Turnkreises Groß- Herzog!. Hess. Turniuspcl'tor Schulrat Emannel Schmuck (Darmlstadt) wurden Urkunden über ihre Ernennung zu Ehrenmitgliedern überreicht. -ü-

Straßenbahn. Wie im Vorjahr, so läßt die Ver­waltung der Straßenbahn auch dieses Jahr wieder an den Andreasmarkttalgen direkte Wagen vom Kochbrunnen durch die Wilhe'lmstvaHv, Rheiustraßc und Bismarckr ng nach dem Seda-npvatz und umgekehrt Verkehren. Die Wagen Verkehren von 9 Uhr 50 Min. vormittags bis 1 Uhr 50 Min ab Koch brunnen alle 714. Minuten und von da ab bis 9 Uhr 55 Min. abends alle 5 Minuten. Von l0 Uhr 5 Min. vorm, bis 2 Uhr 5 Min. ab Sedanplatz alle 7% Minuten und von da ab bis 10 Uhr 10 Min. alle 5 Minuten. Die Wagen tra­

gen Dachschilder mit der AufschriftAstdreasmarkt", bezw. Kochibrumren". Der Fahrpreis für die Strecke Koch- brunnen-Anidreasmarkt oder umgekehrt beträgt 10 Pf.- Ans der Linie 4 werden nach Bedarf die Wagen vermehrt; das gleiche geschieht aus den anderen Linien.

Fremdenverkehr. Zahl der vis 20. November ange- meldeten Fremden: 167 466 Personen, davon zu längerem Aufenthalt: 57 IW Personen, zu kürzerem Aufenthalt: 110358 Personen; Zugang Vis einschließlich 28. November: 2207 Per-anon, davon zu längerem Aufenthalt: 587 Per­sonen, zu kürzerem Aufenthalt: 1620 Personen; zusammen: 169673 Personen, davon zu längerem Aufenthalt: 57696 Pechonen, zu kürzerem Aufenthalt: 111978 Pechonen.

Eröffnung der Schrippenkirche. In dem Lokal der Kaffeehallc, Marktstraße 13, fand gestern vormittag 8 Uhr die Eröffnung der diesjährigen Schripipenkirche statt, zu der sich die Gäste recht zahlreich eingesuNden hatten. Wie immer, so erhielten die Besucher zunächst ihr Frühstück, be­stehend in Kaffee und Brötchen, die mit einer solchen Schnelligkeit vertilgt wurden, daß die zahlreichen Helfer nicht Mnk genug nachreichen kannten. Alsdann hielt Pfarrer Mayer eine kurze, herzliche Ansprache, die offenbar nicht ahne Eindruck blieb. Sehr angenehm berührt das ruhige und anständige Verhalten der Gäste, die mit einemAuf Wiedersehen am nächsten Sonntag" verabschiedet wurden.

Aus dem Reich der Eisenbahner. Am 2. Dezember, abends 8 Uhr, fand' im VereinslokalZum Niederwald" eine gut besuchte Versammlung desVerbands deutscher Eiseusbahn-Hauidwerker und -Arbeiter" (Sitz Elberfeld) statt. In derselben erstattete das Mitglied des Zentral- vorstastdes Stadtverordneter Klein aus Saarbrücken Be­richt über die am 23. November, mittags 12 Uhr, im Kvnigl. Gffenb«hnministerimn in Berlin stattgeftmdenr Andrenz, in welcher eine Deputation des Verbands dem Herrn Minister die Wünsche und Anträge der einzelnen Bezirke vortrug. Der Herr Minister drückte wiederhalt dem Verband seine Sympathie aus, lobte besonders das Ver- einsorgan. durch das die Mitglieder gebildet und aufge­klärt würden und das ihn am besten im Kampfe gegen die Sozialdemokratie unterstütze. Den einzelnen Anträgen staNd der Herr Minister sehr wohlwollend gegenüber und er versprach zur Erfüllung der Wünsche sein möglichstes beizu tragen. Die einzelnen Punkte wurden foidamn vom Herrin Referenten besprochen und von der Versammlung mit 'großem Interesse entgegengenommen.

Für unsere Blinden. Die JubiläumsdeNkschrift der hiesigen Mindenansiv'lt zur Feier ihres 50Whrigen Be­stehens, versaßt von dem langjährigen Leiter der genann­ten Anstalt, Inspektor Elaas, ist im Büchhandel erschienen und in den Buchhandlungen für 1 M. 20 Pf. für das Stück erhältlich. Der Erlös ist zum Besten desFürsorgesoüds" der Blindenanstalt bestimmt.

Verhaftet wurde die 36jährige, aus Darmstadt ge­bürtige Msettiere Agnes Elisabeth O b st, die schon wegen Diebereien im Zuchthaus saß und hier Logisschwindeleien und in Darmstadt Betrügereien in Höhe von 1000 Mi. verübte.

Unfall? Gestern abend durchfchnitt sich in dem Hause Meine Kirchgasse 3 der 23 Jahre alte WM. P. die Pulsader der rechten Hand. Die Veranlassung ist unbe­kannt. Die Sanitätswache brachte den Verletzten nach dem städtischen Krankenhaus, von wo er aber bald wieder nach seiner Wohnung entlassen werden konnte.

Adventfeier. Nächsten Sonntag, den 10. Dezember, wird um 8 Uhr im neuen Luihersaal eine Adventsfeier statt- finden. Die vier Frauenvereine für Gemeindepflege der evan­gelischen Kirchen werden sie veranstalten zum Besten der Armen- und Krankenpflege. Der Erlös wird den Diako­nissinnen in allen Gemeinden bei ihrer unermüdlichen Arbeit zugute kommen und manch armer Familie Weihnachtsfreude bringen. Billette sind bei den Küstern der 4 Gemeinden zu 60 Pf. erhältlich. Eine kleinere Anzahl numerierter Plätze kostet 2 M.

Königl. Preußische Klaffen-Lotterie. Die Erneuerung der Lose zur 1. Klasse 226. Lotterie Ixu bis zum 18. Dezember zu geschehen. Die Auszahlung der kleineren Gewinne der 5. Klasse der 226. Lotterie erfolgt sofort nach Erscheinen der amtlichen Gewinnliste, voraussichtlich von Samstag, den 9. Dezember, ab, die der höheren Gewinns, von 1000 M. au, etwa 8 Tage später. ,

Kleine Notizen. Die gestohlenen L e d e r w a r e n wurden nicht bei dem Trödler Schiffer in der Metzgergaffe be­schlagnahmt, sondern bei den Dieben, die in demselben Hause wohnten.

Theater, Kunst, Vortrage.

* Bolksiheater. Wir machen besonders auf die Vor­stellung am Dienstag, den 5. Dezember.Prinz und Bettlerin" aufmerksam, da nur noch wenige Aufführungen dieses erfolg­reichen Sensationsschauspiels, .stattfinden können.

* Populäre Kammermusikabende. Auf den heute abend 8 Uhr im Saale derLoge Plato" stattfindenden zweiten Kammermusikabend desLmdner-Quartetts" sei hiermit noch­mals hingewiesen.

* Kunstsalon Aktuarvus (Tcmnusstraße 6). Neu ausge­stellt: I G Mohr. Frankfurt a. M.:Maximilian und seine Gemahlin Maria von.BuMnd auf der Reiherbeize",Am Brunnen" Frühling rm Walde ,Cronberg nn Taunus", Aus der'Rückersbacher Schlucht",Eifeltal".Kloster Marien- berg a d Mosel".Teich im Vogelsberg",Rheinische Mühle". Professor V P. Müller:Schafherde",Herbstwald",Stiller Waldsee",Birkenwald",Alte Kirch:",Wintermorgen". Ferner eine Kollektion von M. Jäger:Bauerngärtchen in der Eifel" (fw-bige Kohlezeichnung).Interieur eines Bauern­hauses"Dorfstraße in der Eifel",Häuser in der Eifel", Partie aus Ulmen",Dorschen nn Pust-rtal",Aus Tirol", Sommer",Bauernhaus",Fxau m-t Kind" usw. In der graphischen Abteilung neu ausgestellt: L: rhographien von D. Wohlgemuth: Motive aus der Umgebung Wiesbaden. Sonn» tagnachmittag von 3 bis 7 Uhr rst die Ausstellung geöffnet.

* Galerie Banger (Luisenstraße 9). Der Ambergsche Tafelschmuck, bekanntlich ern Hochz-ntsgeschenk für das Kron- prinzenpaar. ist zum Schluffe der Ausstellung deutscher Porzellanknnst noch vollständig emgetroften und zu besichtigen. Die Ausstellung selbst muß anderer Verpflichtungen hawer. Sonntagabend definitiv geschloffen werden Sonntagnachmittag ist di- Ausstellung von 3 bis 6 Uhr zu besichtigen. Montag bleibt der Oberlichtsaal wegen Neuarrangements geschlo"-n. Die neue Ausstellung wird u, a. 80 der neuesten Gemälde von Pro­fessor Karl Otto-Rom. einem geborenen Wiesbadener, enthalten.

* Naff uischcr Kunstverem (Wilhelmstraße 24. Museum) Weihnach s Ausstellung Wiesbadener Künstler: Bon G Brau­müller 2 Bilder:An der Landstraß-" undSchornsteinidyll". Von W. Bierbrauer:Danaide (Bronze),Doppelportrait. büste zweier Kinder" undPorlraitrelief eines Kindes", Von I Gleitsmann S Bilder: Schwalmer Bub".Zinnkrug und Blumen" undSt-lleben Von L. Günther-Schwerin 3 Bilder:

Tvroler Idyll",Nordisch- Schären" undMorgens in Stral­sund". Von M. v. Hadeln 4 Bilder:Wacholder am Abhang".

Interieur".Die Blumenecke" undKuchenrnterieur". Bo» O. Saffelmann 2 Bilder:Rosen in Marmor" undRosen". Bon H. Henke 3 Bilder:Baumgruppe",Kiefern" in*

Winter", Von Fr. Kaltwasser 1 Bild:Europa". Bon E. Koch 3 Bilder:Slilleben am Spieltisch",Früchtestill eben" undWassermelone". Von E. Labes 3 Bilder:An der Lahn". Ein stiller Winkel".Geburtshaus des Dichters RieHl in Biebrich". Von A. Lenhard-Falkenstein 2 Bilder:Bettelweib" undSonnenuntergang". Von H. v. d. Lehen 3 Bilder:SM- leben",Sonniger Wald" undMotw aus der Mel". Bon W. Mulot 8 Mlder:Rauhreif",Herbstnebel" undGrauer

Bon M. Nestl-er-Laux 4 Mlder:Ländliches Motiv mrt Hühner",Hühner".Herbstblumen" undLändliches Motiv (Schnepfen). Bon Th, Ohlsen 3 Bilder:Landhäuser Adolfseck" undNetzflickerin". Bon A. Riehn

2 Bilder:Weintrauben mit Chianti-Flasche" undKupferlopf ww Äpfeln . Bon C. C. iÄhirm 1 Bild:Dämmerung in der Herde - Bon E. Toepfer 2 Bilder:Das wilde Tier" und Bucherstllleben". Von H. Völcker 2 Bilder:Hafen" (Venedig) undMarine", Von E. Walther 2 Bilder:Rosen in Vase" ^^^/e^^^Erauben mit Melonen". Von M. v. Waning

3 Bilder:Themse",Rotterdam" undDordrecht". Bon C. Watzelhan 8 Bilder:Portrait",Motiv aus dem Rabengrund"

r"?t et5 2L Lampenschein". Bon A. Weinberger 4 Bilder: Englisch Bulldog",Dobermann",HerbstmorgSn" undBirk­hahnbalz in Schleißheim". Von F. Wolff-Malm 1 Mld: Schwemme" Von K, Kogler 2 Portraits. Bon O. Meyer. Höing 1 Bild:Hundeportrait". Von E, Kreutzer 2 Bilder: Nachtstuck, Fabrikbrand bei Mondschein" undHistorische Landschaft mit Samariter",

.. * Bagdadbahn, Wcltpolitik und deutsch-orientalische Jnter- effen. So lautet das Thema, über welches morgen Dienstag, "!- n o. d. M>, rmKaufmännischen Verein Wiesbaden" Lizentiat 9t o h r b a ch aus Berlin rm Saale der Turn- gesellichaft Schwalbacher Straße 8, sprechen wird. Genannter Redner rst wohl einer unserer bedeutendsten Kolonialforsch er und SchrEeller Das ^Thema, welches sich vr. Paul Rohr- bacy für Wresbaden gewählt hat, kann als ein ganz besonders mteressantes bezerchnet werden, da Herr Dr. RMbach die Ab- srcht rundgegeben hat, bei den deutsch-orientalischen Interessen auch den letzrgen türkisch-italienischen Krieg und seine Bedeuturrg für Deutschland mrtzuerörtern. Der Vortrag selbst wird durch viele Lichtbilder ergänzt.

Arrs dem Kandlrreis Wiesbaden.

, Erbenheim, 2. Dezember. Am Dienstag, den 6, Dezem- ö. S., <üi.enb§ 7 Uhr, findet im GasthausZum Schwanen" eme Versammlung des 13. landw. B ezirks v e r e ins L-ii der Tagesordnung stehen zwei Vorträge; Domänen- pachter Schneider-Hof Kleeberg spricht überSchweine- Kscht , Kreisobstbaulehrer Bickel-Wiesbaden überPraktische Winke über dre Kellerbehandlüng der Obstweine".

. C'* Georgenborn, 1. Dezember. Unter dem Vorsitze der KTeisbrandmeister bezw. Bezirksbrandmeister Tropp und Riegel mit sich rn unserm Orte nunmehr auch eine freiwillige Feuerwehr gebildet, der sofort 18 Mann beigetreten sind. Zum Hauptmann wurde Gärtnereibesitzer L. Gies gewählt. Mit modernen Löschgerätschaften ist der Ort bereits versehen, auch ist ein Spritzenhaus vorhanden.

el. Hochheim, 1. Dezember. Der hiesige Vogelschutzverein hat im vorigen- Winter etwa 12 00 Nistkasten in hiesiger Genmrkung aufhängen lassen. Es hat sich herausgestellr, daß weit über die Hälfte der Kasten bewohnt waren. Am meisten haben sich angebaut Wendehals, Meisen und Rotschwänz-, Die Ilistkasten an Stangen sind stärker bewohnt als die an Bäumen. In der Nähe^ der Futterkasten war der Anbau der Vögel am stärksten. Leider haben in einem Distrikt an der Kostheimer Grenze auch Vogelfänger ihr rohes Handwerk ausgeübt. Zwei Nistkastcheu waren von Wespen bewohnt, welche leicht vernichte^ werden konnten.

Uassauifche Nachrichten.

Grundsteinlegung der Nntcroffizicr-Borschule in Wcilburg.

6s. Weilburg. 3. Dezember. In Gegenwart von Ver­tretern der Staats- und Äommunal-Behörden, sowie einer An- zahl geladener Gäste, insgesamt etwa 60 Personen, fand gestern mittag 12 Uhr die Feier der Grundsteinlegung zum Neub'au der Kaserne der hiesigen Untcrosfizier-Vorschule statt. Der Kom­mandeur der Unteroffizier-Vorschule, Lcajor v, Seebach, führts die offiziellen Hammerschläge aus. In seiner Ansprache führte er aus, daß di- alte Kaserne, die 1690 unter der Regierung des Grafen Johann Ernst von Naffau-Weilburg erbaut wurde, eine Anzahl Mängel aufweise und den Anforderungen einer neu­zeitlichen Hygienik, sowie den immer mehr wachsenden An­sprüchen nicht mehr genüge, weshalb sich der Neubau als not­wendig erwiesen habe. Er sprach die Hoffnung aus, daß die neue Kaserne, die Tradition der alten fortsetzend, eine Pftanz- stätte sein werde für militärische Tugenden zum Wöhle des Vaterlandes und seiner Armee. Die Rede schloß mit einem begeistert aufgenommenen Kaiserhoch, Hierauf hielt der Geist­liche der Anstalt, Grotzherzogilch luxemburgischer Hofprediger Scheerer, die eigentliche Festrode. Der Leiter des Baues, Regierungsbaumeister Groß, verlas sodann den Wortlaut der künstlerisch ausgeführten Grundsteinlegungsurkundo und hielt eine in ein Hoch auf die Unteroffizier-Vorschule Weilburg ausklingende Ansprache, Nachdem sodann die Urkunde mit einigen Beigaben in den Grundstein gelegt und dieser ver­schlossen war, hatte die einfache, aber würdige Feier, die durch Liedervorträge der Unteroffizier-Borschüler verschönert wurde, ihr Ende erreicht. Im-Anschluß an den feierlichen Akt ver- einigte ein Frühstück die-Teilnehmer im Offizierkcrsino. Das Hauptgebäude der bestehenden Anstalt, die, einstmalige Kaserne des 1. Bataillons des 1. nassauischen, Infanterie-Regiments, wurde im Jahre 1877 zur Verwendung für die erste von jetzt sieben Unteroffizier-Vorschulen bestimmt und ausgebaut. Die neue Anstalt soll am 1, Oktober 1913 der Benutzung Wer­geben werden. Der erste, Spatenstich erfolgte am 22. August dieses Jahres. Außer. dem Hauptgebäude ist noch die Er­richtung eines Kommandeurgebäud'es, Stabsgebäudes, Rendan- tuvgebäudes sowie einer Offizier-Speiseanstalt vorgesehen. Das dreistöckige Hauptgebäude wird für zwei Kompagnien Platz bieten und außerdem in den Seitenflügeln Wohnungen für unverheiratete Offiziere und verheiratete Feldwebel und Unteroffiziere enthalten. Die äußere Gestaltung sämtlicber Bauten schließt sich an die im Lahntale heimisch- Bauweise an Der Neubau der Unterofnziex-Vorschule wird sicherlich ein- schone Zierde iur unsere «tadt werden und den Gesamteindruck durch die Bekrönung der Hohen um Weilburg mit Vill-n uni Anlagen begünstigen.

* r Eltv-ll-. 2. Dezember , Herr Ingenieur Stroh, Mit- inhaber der Rheingau-MetallziehwerkeRekord", ist in seiner Heimatstadt Kiel infolg-, einer Operaiion g e st o r b e n. Herr Stroh war vor der Gründung der Rheinaau-Metallriebwer^

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)8et den stadtberordnetenwahlen der 3. Ab- dem Schmiedemeister FM «^ Stadtverordnete Jakob Schwenk

ö. Liinburq, 4. Dezember. Bei der am Samstag statt- geftmd enen H a n d e lska m m e r ln a h l für den Kreis Lrmbürg wurden die Herren Brnimeninslpektm Willdimjg von Sckters und Bvauereibesitzer Busch von hier gewählt.

Ans der Umgebung.

' v , Frankfurt a. M., g. Dezember. Heute früh gegen 6 Uhr stürzte der etwa 48jährige Schuhmacher Kvnrad Halter rn den Main und e r trank. Trotzdem er sofort ans dem Wass-r gezogen wurde, blieben Wiederbelebungsversuche er­folglos. Die Leiche wurde nach dem Friedhof gebracht. Wahr­scheinlich liegt Selbstmord vor. Um %8 Uhr morgens schoß sich der 27jährige, aus Würzburg gebürtige Kaufmann

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