g 3.
kffS
?ö-3
5 s e -S-L 3 » 32?
:. rS : *"*
: ^
: ö*
- 5if
Ö< s> ro *3 w>
ro 2 H
“* ^ CO —'
H_
^ £
Ef ^
g ro
fO fTj 'iS* 1
- 3 p
cn ^ ra
cs
§.-
Ksx
[ ro - 3"'
Or 3*
t£>* "
SS
J3 O-
^3
*J3<—^
3 -Q ^ ^ 2 ^
CS CS
rs* cq
14,
; 3 :as
*-t <
» — c» ri
-KZ
« ” s « O 1 I’®
*0
» --» L <2
«_ ®|>
2 Ji « o ; S. s
^ o 3: ^
A- «u rr; _>
3 « S 3
T< ^ Q.
, 3 cig
SS £> Ö S. > 4 * w S*.
<a§*s
«• 2 r>
5 h 3 »
. rr Z.:
8 ^
«v ; ® 1
■&s
'^'3,3,33
■® Sü 3 §
" § *0 2 B Ol" Ä
Wiesbadener TsMt
«<S^ v<»rtfifi***-.ftftM8“ 9£r~ fißäO-frß*
»erlag Langgaffe 21
„Tagblatt-H«us". Schalter-Hrlle gtäffnet von 8 Uhr morgens bis « Uhr abends-
Wöchentlich 12 Ausgaben.
70 Pfg. monatlich, M. 2.— vierteljährlich durch den Verlag vierteljährlich durch alle deutschen Postanftalten, ausschließlich -
~ “• — anlaanan« ttt 9ft«<>&Tmh*n ftftlPtöffpIIß SStä 5
z.- UieilClJUymuj KUlU) UIU «mumui V U|»HI|IIIUWI, .“r, 1 „ m-,
ftcHitnaett nehmen außerdem entgegen: in Wiesbaden die Zweigstelle Bis r^lTod („»ie" "fie liS Ausgabestellen in allen Teilen der Stadt: in Biebrich: die dortigen 82 Ausgabestellen und sti den benachbarten Landorten und im Rhemgau die betreffenden Tagblatt-Träger.
A«zrig-n-A»«-hme: Für die Abend-Ausgabe bis 12 Uhr mittags; für die Morgen-Ausgabe bis 8 Uhr nachmittags.
Gegründet 1852.
„Tagblatt-Haus" Nr. 6850-1«. Bon 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer Sonntags.
Nnzeigen-VreiS für die Zcitc: 15 Pfg. !"3^jö,Ä?,^I^usfuhrunq, sowie für alle übrigen Stalen in einheitlicher Eatzsorm: 20 Pfg. in davon arw^mber caMulsMyru^^^.i 2 fÜ£ auswärtige Anzeigen: 80 Pfg. für alle auswärtigen Anzemm, 1 Wk- > besonderer Berechnung. —
Rellamen. Ganze, halbe, drittel und bierleb Selten, durch l^iichenräumen entsprechender Rabatt. Bei wiederholter Ausnahme unveränderter Anzeigen m lur,en «w-iweurau,
Nr. 484.
Für die Ausnahme von A nzeigen an vorgeschriebenen Tagen und Plätzen wird leine Gewähr übernommen.
SS. Jahrgang.
Kbend »Ausgabe.
1. Matt.
Die Republik der Milte?
Als den Sohn des Himmels bezeichnet das chinesische Staatsrecht den Herrscher, dessen Person zurzeit durch ein unmündiges Kind — wehe dem Lande, besten Herrscher ein Kind ist! — repräsentiert wird. Aber der Himmelssohn., ist nach chinesischer Auffassung mcht: weniger als unfehlbar. „Beweist Vater Himmel so heißt es in den staatsrechtlichen Lehren des Reiches der Mitte, „daß er seinen Sohn verworfen hat vor seinem Angesicht, so hat das Volk das Recht, sich gegen den Gebieter als einen unrechtmäßigen zu erheben und ihn vom Throne zu stürzen." , Es wird auch des genaueren auseinandergesetzt, wie dres zu erkennen sei. „Vater Himmel beurkundet seine Unzufriedenheit durch wundervolle und gräßliche Naturerscheinungen, durch Dürre, Hungersnot und Überschwemmungen oder Einfälle der Barbaren." Und das Verhältnis zwischen Volk und Fürst Wird dann in den merkwürdigen Latz zusammengefatzt: „Das Wasser bleibt immer Wasser,
wenn sich auch, kein Fisch -darinnen bewegt; der Fr>ch
stirMs 0 hne Waste oI)n£ Wasser? Es kann ken
Zweifel darüber bestehen, daß die rm Herzen Chinas, stn Zentrum der Industrie und des Han- dels, im Jangtsee-Gebiet ausgebrochene revolutionäre Beweauna den Taipingaufstand vom -v?ahre 1850 und die Boxererhebung vom Jahre 19OO nicht nur an Um- fana, sondern vor allem auch in bezug auf dre G « schlossenheit und das Zielbewußtsein ubertrifft. Das Wort, Laß der Hunger und die Liebe das. Weltgetrteo- regiert bedarf für China einer Abänderung, denn dom ist es der Hunger und der Haß. Der Hunger ist erne der Triebfedern aller revolutionären Bewegungen tm Reiche der Mitte gewesen, und zu ihm gesellte sich der Haß gegen die Fremden, gegen die „Barbaren .der von Oher die stärkste geistige Betätigung, der gelben Raffe bildete. Ter Hunger und der Haß bilden auch die Ursache des jetzigen Aufstandes. Der Hunger, hervorge- Ln durch " Dürre des S°mm-r- -
fchwemmungskatastrophen. welche das,ganze-
obere Jangtseetal verwüstet hatten, ganz ivie o nt den vorher wiedergegebenen staatsrechtlichen Regeln ab- Zeichen der Unzufriedeilheit des Vaters HrmE nnt seinem Sohne angegeben ist, und auch di« »Gmfiiße öa Barbaren" sind ja in dtefetn von deii Fremden beson ders stark besetzten Industriegebiet gegeben.
Aber wenn auch die Rassenfrage in dieser Revolu- iion eine Hauptrolle spielt, so richtet sich doch der Ha^ des Volkes diesmal nicht so sehr gegen die Fremden als vielmehr gegen das Haus der Tsings, der M a n b s ch u §- bte seit dem Jahre 1614 den durch Eroberung erlang ten Thron innehaben und von dem Ehrnesmvolke doch noch als landfremd empfunden werden Diesen Haß g^en die Dynastie „und die kleme MandschuklrquD die alle einträglichen Ämter m ihren Besitz zu dringen Wußte, hat die jiingchinesische Bewegung sich nutzbar ge-
macht, die eine starke Ähnlichkeit mit der jungtürkischen Bewegung aufweist. Ten Juugchinesen genügt der de^ Regierung mit Mühe abgerungene Reformpla::, demzufolge in zwei Jahren das erste Reichsparlament m Peking zusammentreten soll, um dort das erste berant- wörtliche Ministerium zu begrüßen, in reiner Weise, und ihre Ziele und Bestrebungen, sind, unterdessen wert darüber hinausgewachsen. Wenn jetzt in Wutschang die kaiserliche gelbe Drachenfahne niedergeholt und die rot-weitz-ülaue Fahne der Republik gehißt wurde, so ist damit zugleich das Endziel der Bewegung erfüllt worden. .
Welch Wandel der Zeiten, wenn m China, dem klassischen Lande der Ü b e r li e s e ru n g, der E r - starrung alldr Lebensformen, im Lande des Zopfes das Schlagwort von der „Republik der Mitte" ernsthaft, genommen w^den mutz. Und die Machthaber m Peking, die keine Macht haben, nchmeir dies schlag wort m der Tat sehr ernsthaft, was sie schon dadurch bekunden, daß der Prinzregent den verbannten I u a n s ch i k a i zurückgerusen und mit diktatorischen Vollmachten zur Niederwerfung des Aufstandes gestattet hat. Allein, ob dies noch gelingen wird, tann angesichts der Tatsache, daß sogar em -großer Teil der regulären Truppen, und zwar gerade die nacy europa: schem Muster ausgebildeten, zu den Rebellen uberge gangen sind, immerhin als zweifelhaft gelten. Wlro doch die straffe, plangemäße Organisation dieser Erhebung durch nichts so sehr gekennzeichnet als gerade dadurch/daß ihr -das Merkmal aller früheren Revolutionen, nämlich die Bedrängung der Fr om de n fehlt Vielmehr sind die Aufständischen mit ängstlicher L 0 ig- salt bemüht, jede Gefährdung ausländischer ^nleresseii zu vermeiden und streng die internationalen VerpUlüs- tungen zu respektieren. Das ist ein günstiger Umstand für die Mächte, die auf den Schutz ihrer ^.matv- angehörigen bedacht sind, aber es ist schlimm für die chinesische Zentralregierung, denn es zeigt, daß die Ausrührer zielbewußt arbeiten, und daß ste den Müllen zur Macht haben. Ob auch die Kraft, das werden schon die nächsten Wochen lehren. Tre an den Drngen m Ostasien interessierten Mächte aber, zu denen.ja auch Deutschland durch seine Festsetzung m Krautschou gehört, haben alle Ursache, den Vorgängen tm Reiche der Mitte mit angespannter Ausmerksamtei. zu folgen, da sie dort jeden Augenblick vor ganz neue Tar- sachen gestellt werden können, die erne völlige Revision der bisherigen ostasiatischen Politik bedingen wurden. Sich von diesen etwaigen Waiidlungen tm Reiche oder in der — Republik der Mitte nicht überraschen zu lassen, wird vor allem auch eine Aufgabe der deutschen nplomatie sein müssen. ,
Revolutionäre Proklamationen.
Di- „Agence d'ExtrZme Owent" meDet aus Kanton: Drei Revolutionäre sind M dem Versuch, den Admiral Lichum durch eine Bontbe zu töten, selbst in Stücke gerissen worden. Man fand in ihren Kleidern nNd m ihrer Wohnung verschrsdene revolutionäre Prokkrmamonen. Hauptsächlich richten sich die Proklamationen gegen den Admiral Lichun, der mst großer Energie die letzte Revoluti'on unterdrückt hat und mehrere Massakers unter den Aufrührerischen
veranstaltet hat. Die Proklamationen richten sich an die fremden Mächte, an das chinesische Volt unid sie Md von demLöiter der Revolutionäre ln Kanton und Hoang gezeichnet. der selbst tns Ausland geflohen ist.
Die Jagd auf die Mandschus. nV. Hankau, 14. Oktober. Me aufständischen Truppen fahren fort, Jagd auf Mandschus zu inachen, von denen 8M getötet worden fein sollen. Der revoliitionare Genemi Li-Puan-Hung gibt d« Zahl der Truppen auf, 25660. größtenteils ausgeb,ildete Soldaten, an und erklärt, er habe Geldmittel in Hülle und Fülle. Agenten ^nn nach Hunan aesandt worden, um Reis für die Armee der Aufftanolfchen zu kaufen, die der raiferlschrn Armee entgegenziche. Der revolutionäre BDzekönig Tanghualmg erNarte dem Korrespondenten des Reutevschen Bureaus, das Ziel der Revolution fei, China in ?ine Republik unM- wandeln. Wenn die gegenwärtigen Steuern rechtschaffen verwaltet würden, wärsn sie ausreichend, um das Land rm stand zu fetzen, die Last der Verpflichtungen zu tragen und die Ausgaben für die öffentlichen Arbeiten zu beftrelten. Man könne Eisenbahnen vieMercht ohne die Unterstützung durch fremde Anleihen bauen, doch könne man auch das Geld durch Anleihen b'eschasfen, wenn es notwen«ig sem sollte. Aus alle Fälle sei man entschlossen, mrt den Ausländern in Freundschaft zu leben.
Maßnahmen zur Unterdrückung der Bewegung.
,vt,. Peking, 13. Oktober. Ynanschikai wutde durch kaiserliches Edikt znÄickberufen uNd zum DizekoNg von Hnlnang, das die Provinzen Hupe uNd Hunan umfaßt, ernannt. Er soll sich unverzüglich nach Wutschang begeben, um dort- die Staatsimtorität wiüdetherzustellcn. Adrmrali Sachengpmg und General Yinchang wurden chm zu diesem Zweck unterstellt. Dsengchmchauan soll Ehaeerfeng er;etzen und die Ordnung in Szetchuan wiedecherstellen. - Das Ministerium des Jnnem hat der chlneirschen Presie verboten Meldungen aus der Provinz Hupe zu vervrelten. Am 13. d. M. ist es gelungen, die erste Abteilung dep 6 Division unter General Wulutscheng nach dem snden zu senden. Vorgestern ist der Verkehr der Persouenzüge eingestellt worden, damit die Truppen nach dem «üden befördert werden können. — Aus Schanghai sind zw et Kreuzer uNd ein Kanonenboot nach Wutschang entsandt worden Das Organ der Konstitutionskammer, „Gomin- gübao", bezeichnet die jetzige Meuterei als größer und gefährlicher als im TaiPing-Aus-staud. Es schlägt vor, Beamte -mit Dittatorgewalt abzuseNden und sagt, nur durch Abkehr von den früheren Fehlem könnte die Regierung der Ausbreitung der Meuterei auf das ganze Reich Vorbeugen.
Die Anleiheverpflichtungen.
Der die repnblikanffchen Streitlräste befehligeNds General teilte den fremden Konsuln Mit, daß seine Partev bereist fei, die ANlsihsverMichtung-eu und die anderen VerbiNdAchkeiten der chinesischen Regierung anzuerrennen. — Das Reutersche Bureau meldet aus PÄing, daß die Vertreter der deutschen, amerikauischen, englischen und französischen Banvhäufer, welche die chniesische Currench- AnlÄhe von 10 Millionen Pfund Sterling übernommen haben, der chinesischen Regierung formell von ihrer Eln- wi'Wiauna zu der beabsichtigten Währungsreform Mitteilung gemacht hüben. Der Resovmplan war jüngst Gegenstand einer Diskussion zwischen den Währungssachver-
FrmUeton.
Mochdrua verboten.)
SeEnrr Theaier^ und KunDnefe.
Von Felix Poppenberg.
„Die Orestie".
Die Zirtusaufführung der Orestie schloß mit einem Eroberungstriumph für Reinhardt. Es -m ganzer
Steg und ein echter Erfolg meisterlicher Regie. Und ihr Herr uNd Schöpfer darf sich nun nicht mehr grollend beklagen. daß Berlin untreu und undankbar sei
Große Eindrücke empfing man von diesem Abend und
tönend hallen sie nach. sw. vrmrSe
Die furchtbar Prächtige, purpurdunkle Tragödie wurde
in einen riesenhaften schwarzen Rahmen gefußt. Von d^- sem NÄchtigen-Finsteren der Manege, deren Kreis von RundbäNken umzogen wurde, hoben sich ab -dn weiß und grau gekleideten Chöre der Greise, das rotwelß f^deruie Gewand der königlichen Mörderin und voll tragischer Ironie der jubilierende drommetenschmetternde ejglj unterganageweihten Agamemnon. Und dann nnvcrg.ß- bar im -zweiten Teil der fast unterweltliche Scha"enrergen der Opfernden an dem phantomhafl durch fahle Dämmerung ansteigenden Mal. Im bläulichlila Licht der sich lösende, sich verschlingende Zug der Gestalten m schwarzen Schleiern daherivchend, durch die geisterhaft das Weiß der Unterkleider schimmert. „
Die Bewegung dieser Chore, die flwngc Menschen- architektur im Raum, ist groß gesührt. Ohne kleinliche
Beiwerk baut sie sich im -einfach umchtvollen Rhythmus auf Die Verteilung der Massen, die -Einstellungsverh"lt- nisse zu den EinzelspiÄeru. die auf Treppen und Stufen der PalasteshaLe hoch über dem Volke ragen, sich aber dann im Affekt lief herunter in den Abgrund der Menge stürzen, „ibt suggestiv die Vorstellung ungeheurer Weite, wie rn den Endlosigkeitsvisionen beklemmenden Ficbertraums.
Sinnlich-seelische Wirkungen kamen aus der Stimmen- Instrumentation der Chöre. Und zwei Momente bleiben da vor allen! in der Erinnerung: der anschwellende Orkan des Racheschreis der Alten und die schwingenden sphärisch- wehenden Klageweisen der opfernden Frauen.
Und stlmmungssteigernd war's, wie hier der Siimm- klang und das Fernbild der Gruppen, das akustische und da« optische Phänomen zu einem Gezamtakkord der Sinne verschmolz Die Reihen der Greise ballen sich zusammen vor den Stufen, dichtgefchart. nach oben drängend, und w wie ansteigende Sturmslutwelle bäumt sich auch der Rackeüschrei empor zu dem stolzen Haus. ..
Und oleichermatzen: wie bei der Totenspende die
sibwarren Schemen luftig-gleitend durch Dämmerungen um
SaitenNang die klagende Weife ihrer Tbrenodre.
Ein Sprcchgefang, vergleichbar melanchMich-n Vogelstimmen Und ich dachte an den trauervollen Zwlegefang de! Totenvögel, der Gionis. über dem abendlichen Gefilde i>er wen Götter in Olympia. .
,'S tti: Wt W»
den Seiten im Dunkel eutschwinden, da weht als G.i,ter- bau-ck durch die Lüste der Rur: „Orestes, Orestes . - .
Den szenischen Bau festzusügen half auch„ das uber- setzunaswort. Vollmöllers 'Werk war diese uoertragung
und kürzende Zusammenfassung. Glücklich vermied er sowohl schwerfällig antiken Faltenwurf wie stilwidrige moderne Nerven-Neologien. Er prägte eine - besonders in den ge- sckiliffenen Wechselreden — höchst energisch dramatische Situationsfprache. Sie ist in ihrem treffsicheren lanzen- schwingenden Wurf und in ihrer herben Straffheit recht gemäß .der unerbittlichen Notwendigkeit des Schicksalsdramas. Und als Probe dafür (das Buch erschien bei S. „Fischer) mögen hier die trotzigen Worte stehen, die Klytämnestra dem weheschreienden Volk -entgegenschleudert:
Ich bab' ihn gefällt. Ich Hab Ihn erschlagen.
Ich werd' ihn begraben. Was gehi's dich an?"
Die schauspielerische Gestaltung erschien im zweiten der dritte, „die Euureuiden", soll erst in einer späteren Aufführung derr Schluß machen — großzügiger als im -ersten. Diegelmann als Ag-amemnon und- Frau F-cldham- mer als Klytämnestra haben wohl das Maß der Leiber, auch in der Herrschaftsgebärde Wucht und Gewicht, Doch ein Letztes fehlt. Ich möchte sagen, sie sind zu bur- aerlich. Das meine ich vor allem von Diegelmann, hinter dessen Hoheitston immer eine gewisse behäbige Bonhomie hervorlugte. Als er schwerwandelnd die Stufen herauf m sein Verderben ging, empfand man ihn als ein großes tapptges, gutmütiges Menschenschlachtvieh, ich aber wollte ihn von Untergangsschauern umwittert fühlen, als den vom Schicksal überschatteten Heros: „hoch tmd hehr, todgeweihtes Haupt". Frau -Feldhammer sah als damomschs Statue zwingend aus, wenn sie -aber den Mund zum Hohn und zur zerstörenden Wut auftat, geriet sie auch aus em niedrigeres Niveau. Die königliche Mördenn, das fmster- gewaltige Machtweib mit Krone und Berl bekam dann mit
