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Gegründet 1852.
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Morgen - Kusgabe.
1 . Wlatt.
Mrr üre angebliche Hetze gegen deutsche Waren in England
schreibt vr. Glaser-London in den „Mitteilungen des
^Vo?einiger ZÄ ging durch eenen Teil der deutschen Tages- und Fachpresse eine Notiz, welche, an bte g wenigen Monaten propagierte ^dee einer Shopping veok" anknüpfend, von eeieer in Englan inszenierten Hetze gegen deutsche Waren, zu Lernten lvutzte. Seitdem die sogenannte Lutenta cordia zwischen England und Frankreich besteht, so wurde u sener Notiz angeführt, ist man ganz besonders m Eng
land bemüht, die deutschen Waren durch französisch resp. durch eigene Fabrikatezu erietzen.>mlestter ß. , e§ ferner babe dies Bestreben, den Berrauf em heimischer Produkte zu fördern frhr eigentumliche For men angenommen/und es bürste angebE s ' S sitvfg üer aronen Menqeii englischer Waren, oie m TeutMand verkauft werden, das Publikum darin auf-
British ^shopp^n^^week^' er tlie^@^^ e e0O t ^^)^^ l ^^cnu^^t "l 021 “
diese seien. Die in London entstandene Bewegung solle sich über ganz England verbreiten und mit dem Motto. Don't buy foreign goods, Support lome Industries" solle speziell gegen deutsche Artikel L-tiw
Ausführungen dieser Notiz beruhen teils auf völligem Mißverstehen, teils auf starker Verkennung ibr zugrunde liegenden Tatsachen. Wer Gelegen A,nt »n> die All-British shopping week »Sh» °nM?ch°n. wird fogteidi b-m-rkt »-»-».
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dern um eine un Grunde rech v ^ Bestrebungen
L TarN^'o^m
ntf fitfi und ihre Bestrebungen zu lenken suchten, s ?!*•. TOpnefii für englische Fabrikanten, aber auch für^Kosvitäler und sonstige Wohltätigkeitseinrichtungen S,g, Sttunter b* -»»-- R-i»-°wm» w°m»-
stens Teile d-sstlbe» ,u!wb-». L) )>» »»»»- I»
,i- mm weite- bat als die °-It° L>>a>-Wt„chm
Hochflut des Krönungsiahres. Ta^ zeigt aucy ganz deutlich der Anlaß ihrer,Entstehung■ «g'
daß die jetzige Königin stur die KronunMeiertlchreiten Gewänder bestellte, welche aus rem englischem Mate und rein englischer Arbeit hervorgegangen sem sollten, wurde von dem Präsidenten der „ .. .
dustrws Leugne", einer der Vielen Hilfsorganisatw neu der englischen Schutzzollner, zu emem ^ ust b nutzt, der zur Organisation einer "^U'^itisU suoppm« Ek" aufforderte. Während einer Woche - vom 07 KrS 211 m 1 Avril — sollten in englischen
Llldm IediaUch^englische Waren seilgeboten werden, damit das englstche Publikum sich von der LmshmMah^ feit seiner heimischen Industrie überzeugen korme. Es baben sich denn auch in London etwa tausend Geichast bereit Zünden, an der Inszenierung dieser ersten All- Oritischen Verkaufswoche teilzunehmen. den Pro
vinzstädten haben sich dagegen b^ Ladenbesitz i ffe ^ bar wenig Vorteile von diesem ganzen Arrangemeni versprochen, und die ganze Bewegung ist daher kaum über London hinausgedrungen. , _ .
Man muß es mm wohl als die eigene Angelegenheit des englischen Volkes betrachten, ob e» sich wahrend ^ner Woche im Jahre das Verg-mgen machen will, nur englische Waren zu kaufen oder nicht, und ob eng.ische M.-llWäftsleute bereit sind, ihre Reingewinne, /wahrend dieser Zeit ganz oder teilweise für wohltätige Zwecke zu verwenden. Nirgends dagegen ist die Rede von einer Stimmungsmache gegen Waren des Aus i n n ^ s oder einer „Minderwertigkeit" deutscher Waren. „Jeder", schrieb die schutzzöllnerische „Morning Voll" ' der diesem Versuch, während emer Woche englische Waren vor denen des Auslandes den Vorzug zu geben seine persönliche Unterstützung lieh ist bestrebt, hervorzuheben, daß diese Bewegung sicher( ferner g e
UMMEsL-
es sich um "in ^Pro-British, not an antiforeign ^Es"if^also^ganz unverständlich, wie man angesichts
LLLs«««
L„ Widerspruch aufmerksam macht, daß, na«) ,
L. ÄÄlfi ?
auf die Leistungsfähigkeit englischer Fabriken und die Güte englischer Waren gesungen Zerdm. „W ch erfrischend zu lesen und zu Horen , schreibt beispielsweise das sreihändlerische „Daily Chronicle", .'Welche Loh- preisungeii dem blühenden Zustande der britischen^ dustrie aus Kreisen gespendet werden, wo> man sie scms gewöhnlich als dem Tode verfallen darstellt.
Polttische Übersicht.
Eine kur-xievige Kegende.
Zur Geschichte der Reichsfinanzreform wi^k^r
Täglichen Rundschau" — wie wir {djon mttteüten
von Angeblich bestunterrsichteter diplomatischer «erte rn
München erzählt, daß Fürst Bulow die Absicht hatte, dem Blockreichstag als erste Aufgabe die Reu^finanz» rptn-rm mmweiien die schon damals fertiggestellt ge-
L ,rL -r « sb-i d-b° »b---°d°» Mf«,
4 ii aewaate Probe Nicht zu machen. Die ..Kotniscye Volkszeitung" erklärt, diese Angaben b e st a t i g e n und vervollsimidigend hinzusügen zu konnen datz dm Verschiebung der Finanzreform auf dringend^ An- uationallitzeraler Politiker erfolgt ser. me sich zum damaligen Reichskanzler nach Norderney begeben hätten Damals sei aus dem Munde des Fürsten Bulow
BwÄ -N»»E «g» Äj[ M 58 J* »Ä 1 SÄÄ U*
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fi(h fitzt mit gleicher Lust die „Kreuzzeitung auf diese Remwiszenzen, und die „Deutsche T^eszei ung" oer- lltbert ioaar ihrerseits den sachlichen ^nhalt der M
jL'°K^L!.m«la..-s «-»^» d-»m».
npBmcrt von diesem Treiben 2m, we^r ^ es \
RÜ,° 6 t n btn »n? n S‘»a«*i“ 55 Ü
TagesM" imEr schon, wie sie jetzt behaupten, den ge- schilderten Sachverhalt kannten warum^haben sie^ dann bis heute ge war . Gedächtnisses
IfSassÄ sSäää-
Fe mUet on.
*a*btu« neiicttn.)
Griechischer Srühling.
Von Erich Köhrer.
Vor einigen Tagen gab es für die «J“ überraschung s als sie frühmorgens non - - der AsenLrtgon Eos" zweckt wubden. ***&««
den Straßen einen weißen T^ch, dm ^
kunidiiAen jüngeren Generationen s ^ ^ ^der ^unge zu
pathischen Zuckerguß hielten und mit kecht . aber
Wb-»« Di-Ä»d-- die Jugend erhielt dadurch wenigstensKe^ Fronden Existenz eines hnnmlifcher° Segms, den^ meist reichlich erhalten und der als „SwnAthens,
kornmt. Auch 'die Propolis, noch immer fonft
leuchtete im Schmuck emer Schncehalde n cy ) im Glanz der Sonne Homers. Doch -.00 Echte,
seit der nordische Winter hwr emen s ^ Eleu-
Jn weiter Ferne, von den T Bergfexe
sts. schimmern noch.^^e Schne^^, ^ vom anlocken. Im Dal ist es Fruhlmg g ^ Reflex emer Parthenon niedergleißt, ist nur nocy
Sonne voll südlicher Glut. Testament zu machen
Man braucht heute^nicht mehr wemi OTan au § und keine große EMntimr vorzu Frühling entgegen- dem Norden «ach Griechenland den ^ von Brm-
ziehen will. Derschivdene Tanipserlrm ) ^ gevantclime bist und Konstantinopel hin^, ich Stambnl" und
des Norddeutschen Lloyd. Die Darups M^rsMe ab, „Skutari" gehen kn lltagigmn un)b brauchen bis
berühren Genua, Neapel und Kata Dampfern
sch-»«», —a» fltto ( u3t
rÄlÄ?»ÄS«'fÄ , Ä?»>« »■ —•
G-Xch» «b-». VI>hr «u-i >»,-(!',(, dik syv» Hammeln und Altertümern. 0 1 -+ Md nicht so un- pathischsteii. Aber alle Hammel ^ ^ Frühlings beeinträch- angenehm, daß sie den Rerz diefts F h ^hönhcit über
«gen könnten, der stch ..L^Aqvvreff-n breitet. Man Stadt und Meer, über Rumen und ZYpres, ^Erteil an. kommt hier keineswegs Mit emem jm 0 Neapels und In mir wenigstens ^"en dteUnsanverie^ ^
Siziliens, die unterwursige ^ ^ ^ schmutzstarrenden völkerung und vor allem der An Im ^ J^sionen nicht Griechen m der 3 . Klasse de^> ,, ^ sedom von den Pri-
wenig herabgestimmt, die nun e ^ ^est fiel dann dem manerjahren her noch anhaf en. » an anderthalb
Sturm zum Opfer, der uns v i^K in der
Dage lang über das ^omsche N schrecken der
allzu winzigen Kabine 28 des ^n ^em mild
M-wen'Ähi 7 ^«mr>n^nnd sieht sich willenws^vor
zjosx
a s “Sstäs
die Morea ^er Peloponncs) Wogengebraus. Im
tobt wilder Gischt über das brüllen^ -w 0 ü
Osten verlausen die «usg^e Achten Fluten^^.^^ lichem G-PlatscherDielchtm, «0 ^ Schiff zwischen versinken in der blauen T es. , nch durchgewunden Kap M-ckea und der Jni l d r Cyfhera M^^ der
hat, und über dem B^aus blaut am^ unb 9 Casös
fÄ^faT .«»m, « m
Seebad entwickelt hat und noch verMasen t^r Sormnergäste harrt, rollt der Wagen aus ^ f Landstraße deu rag ^ Säulen entgegen, die aus schroffem Feis v - «rnake S St der Pracht des Marmors und der S-m«. DA Sonne, deren Reflexe zuerst von den s a $ . Uugcn
tÄ « ÄÄ’Ä Ä* s TÄÄ?iÄ ? "LkLÄ
den Stüdwn des Südens Glanz und Farbe Rie^uch «d*
in den SchneefMern LaMaNdß. sah kch thren Schem
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® .. j?o ' - n 4f, r eit Zischen und schlüvfen rm Frsien iihven warts, E rhren ^ ch Jungen setzen dem Spaziergänger
M?Len Sch»Ssten E minder zu als ihre Kcmkirn Eten die Hyazinthen und Veilchen anbteten. Zwstchen «inimen und Oliven wogt em eigenartiges —rächten- mwllr nebe« dem Euzonen die elegante Griechin im^Hum- pelrock,' neben dem barfüßigen Schuhputzer der Mckchv^ käuser vom Lande im wärnrenden Hammesiell, neben deni Offizier die Bäuerin im unsauberen, zerlumpten, aber mü Aandsilckereien gezierten Nationalkostüm. Und darNiKdie Sonn "schwer und heiß und weitzglühenÄ. liegt ein Himmel von ungetrübter, zartester Blaue. Von der Akropolis leuchtet das Parthenon, aus der Diese steigen hinter dem unschönen Hadriansbogen die machtvollen Säulen des Olympieion empor, und der pentelische Marmor tropft im Sonnenglanz von lebendtg warmem B 1 E Durch den Äther klingt ein heimliches Summen, als ob man die Bienen hören könnte, die drüben aus den ^»cklen Hängen des Hymettos noch immer mit Fleiß und Geschick Mein Gewerbe nachgehen. Selbst die Zypressen, die stum- men. ernsten Wächter antiker Größe, sind an diesen Früh-
