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Nr. 16 . Dienstag, 10 . Jamrar 1811 .

Beleidigungen gegen die Lehrer, wegen deren er ver­folgt und verurteilt wurde, nannte sie verdamm­niswerte Verderber der Jugend usw. und forderte sie und die Regierung heraus, eine neue Klage gegen ihn zu erheben.

Italien.

Die silberne Hochzeit des Fürsten Bülow. Anläßlich der fikberrren Hochzeit erhielten der Fürst und die Mrstrn von Bülow zahlreiche GiücLwANschdepes chen. Der deutsche Bot- schafrer übe rächte die Glückwünsche des Kaisers uttbjbet Kaiserin, außerdem telegraphierte der Kaiser. Der König und die Königin von Italien ließen ihre Glückwünsche mit kostbaren Blmnenspenden übermitteln, ebenso die Kömgin- Witwe, welche eine kunstvolle silberne Vase schenkte. Weiter gingen Glückwünsche der Könige von Griechenland und Dänemark ein. Telegraphisch gratulierten der Prinzregent von Bayern, der Großherzog von Baden, die Großherzogin Luise von Baden, der Großherzog von Mecklenburg- Schwerin, der Reichskanzler, Ministerpräsident Luzzatti, di Sam Giuliano u. a. Zahllose Blumenspenden sind ein- getrosien. Abends fand ein Festmahl in engem Kreise statt, woran außer den diplomatischen Vertretern Deutschlands, Preußens und Bayerns, Laura Minghetti, der Fürst und die Fürstin di Camporeale und Senator Blascrna teil­nahm««.

RostAgK!.

Z« dem Angriff auf die monarchistische Presse. Die Regierung beschloß, wegen des Angriffes gegen drei monar­chistische Zeitungen, unter ihnenMario Jllustrado", die gerichtliche Untersuchung einzuleiten. Wegen der großen Ansammlungen vor den Redaktionslokalen war es der Polizei unmöglich, die Schuldigen sofort zu ermitteln. Die drei monarchistischen Zeitungen veröffentlichten in der letzten Zeit wiederholt gegen die portugiesischen Repu­blikaner schwere, beschimpfende Angriffe. Der Ausbruch der Vokksleidenschast wird diesem Umstand zugeschrieben. Nach erfolgter Beruhigung der Menge zog diese an den geschlossenen Gebäuden der fremden Gesandtschaften vorbei und veranstaltete Sympathiekundgebungen. Die Privat- wochnungen der betroffenen Redakteure werden zu ihrem Schutze polizeilich bewacht. Die Untersuchung ergab, daß an den Kundgebungen etwa 40 Personen beteiligt gewesen sind, die die Geschäftsräume der ZeitungenLiberal" undDiario Jllustrado" verwüsteten. Personen wurden weder verletzt noch angegriffen. Die Schuldigen wurden verhaftet. Die republikanischen Blätter sind mit dem Vor­gehen der Demonstranten nicht einverstanden. In der Stadt rief der Zwischenfall keine Beunruhigung hervor.

Sürk-S.

Griechische Banden. Die türkische Grenzwache wurde nachts in der Gegend von Papapuli von einer Griechenbande angegriffen. Ein Soldat wurde er­schossen. Die Wache erwiderte das Feuer und tötete drei Griechen, die übrigen flüchteten. Eine Griechen- bande drang in Krania in das Haus eines Walachen, ermordete ihn und seine zwei Söhne. Bei der Ver­folgung fielen zwei Soldaten. Vier Griechen wurden erschossen, einer verwundet und gefangen genommen. Eine Griechenbande überfiel auch ein Gehöft am Fuße des Olymps, ermordete den Eigentümer und schlachtete dreißig Stück Vieh.

Ein neuer Zwischenfall an der bulgarischen Grenze. Bulgarische Grenzsoldaten beschossen ein an der Linie Tjumaibala gelegenes türkisches Wachhaus. J£ie Türken erwiderten das Feuer; fünf bulgarische Sol­daten sollen getötet bezw. verwundet fein.

GKasren.

Vorbereitungen zum Empfang des deutschen Kron­prinzen. DieAgence de s'Extröme Orient" meldet aus Peking: Die Vorbereitungen für den Empfang des deutschen Kronprinzen lverden mit großem Eifer betrieben. Der Palast des Regenten, den der Kron­prinz bewohnen soll, ist schon vollkommen fertiggestellt. Er wird mit den schönsten Exemplaren der chinesischen Kunst ausgeschmückt. Die Zimmerdekoration und die Möbel sollen ausschließlich in chinesischem Stil gehalten werden. Auch Japan rüstet sich zum Empfang des Kronprinzen. Drei hohe Würdenträger sind beauf­tragt, am 25. April den Kronprinzen in Yokohama zu empfangen. Es sind dies der Privatsekretär des Kaisers, ein Delegierter des Ministeriums des Äußern und ein Delegierter des Marineministeriums.

Rsrerrrigt«! Starrten.

Zum Ableben des Senators Elkins. Der König von Italien und der Herzog von Aosta haben Kondo- lenztelegramme an die Familie des verstorbenen ame­rikanischen -Senators Elkins gesandt. Ter König be­auftragte den italienischen Gesandten m Washington, ihn bei den Beisetzungsfeierlichkeiten zu vertreten.

Zur Befestigung des Panamakanals. Im Aus­schuß des Repräsentantenhauses für den Panamakanal hat sich eine scharfe Gegnerschaft gegen die Befestigung des neuen Schiffahrtsweges erhoben. Dem Vorschlag des Senators Mac Cumber, die ganze Befestigungs-Angelegenheit gleichfalls dem Kanal­ausschuß zur Beratung zu überweisen, folgte eine lange Aussprache. Die Mitglieder des Kanalausschusses glauben nicht, daß die Befestigungsvorlage die Zustim­mung des Repräsentantenhauses erhalten und infolge­dessen nicht einmal bis in den Senat gelangen wird.

HondMVÄS.

Die Revolution. Dis Streitkräfte des Generals Bouilla haben die Hafenstadt Tela eingenommen und rückeil gegen Ceiba vor. _ _

Luftschiffe uud ArrWlM?.

Todessturz eines Fliegers, wb Belgrad, 9. Januar. Ter Flieger R u st i a n ist bei einem Probeflug oberhalb der Belgrader Festung aus einer Höhe von 20 Meter auf den Festungs- wall atos&ürat Er starb noch wenigen Mumien.

WesdKdsms TügblatL»

Irrs KtadL mrd Ksmd.

Wrsvaderrer Nachricht»«.

Wiesbaden, 10. Januar.

Die Neuwahl«« zur Handelskammer Wiesbaden finden in Wiesbaden am 13. Januar er., vormittags von 10 bis 12 Ichr, im Handelskammvvgebäud«, in Biebrich und Rüdesheim am selben Tag, vormittags 11 Uhr, im Rathaus urw in Höchst a. M. ebenftills am 13. Januar im Krershaus statt. In jedem 'der Wahlbezirke ist ein Mitglied neu zu wählen. Wahlberechtigt sind die im Handelsregister em- getragenen Inhaber von EinzMvmen und Handelsgesell­schaften, sowie die Vorstandsmitglieder von Wtieugesell- schäften gewerblichen Genossenschaften und die Geschäfts­führer von Gesellschaften mit beschränkter Haftung, sofern die Betriebe in der 1., 2. oder 3. Gewerbesteuerklaffe ver­anlagt sind und HandelÄaMmerbeitrag bezahlen. Das Wahlrecht der zu Handelskammerbeiträgen herangezogenen Zweigniederlassungen wird durch besondere Bevollmächtigte ausgeübt.

Lutherkirche. Wohl einem joden Terlnehnier der Eintt^lbunMeier oder Besucher der Lntherkirche fiel beim Eintreten sofort ein Teil der Kirche auf, der wohl das schönste Schmuckstück der Kirche bildet, nämlich der in Mar­mormosaik ausgeftchrte Bodenbelag des Chors mit den dazu führenden Treppenstufen. Der von Professor Pu.zer stammende Entwurf wurde durch die hiesige Marmor- induftrie M. I. Betz in sieben Marmorforten in so sorg­fältiger sauberer Arbeit ausgeführt, daß diese Arbeit ein Meisterwerk genannt werden darf, das den berühmtesten italienischen Werken ebenbürtig gegenüberstcht und als eine Sehenswürdigkeit Wiesbadens zugleich von der hohen Leistungsfähigkeit der WiesbadeMr Industrie Zeugnis ablegt.

Die neue Schule im Wellritztal, nahe der oberen Dotzheimer Straße, von der die Grundmauern bereits stehen, ist keine Volksschule, wie wir gestern mitteilten, sondern eine Mittelschule.

Gewerbeverbot. Aus Grund einer Eingabe der ZentraAommission zur Bekämpfung der gewerbsmäßigen Stellenvermittlung vom Mai vergangenM Jahres erließ nunmehr die hiesige Aufsichtsbehörde gegen die Inhaberin eines bekannten SteLenvermittlungsgeschäfts eine Ver­fügung dahingehend, den Gewerbebetrieb bis zum 15. d. M. ei-nzusiellen. Sollte dieser Aufforderung nicht Folge ge­leistet werden, so wird die Aufsichtsbehörde im Wege des Streitverwaltungsversahrens die Einstellung des Betriebs beantragen.

Stenographie. Bei dem Wettschreiben der mit der Stenographieschule (Gewerbeschule) in Verbindung stehen­den Kurse Stolze-Schrey wurden gute Arbeiten abgegeben von Frl. G. WiikowAi, Hedw. Kullmann, A. Engel, M. Stalldigel, D. Wilhelm, S. Christ, K. Otting. M. Vistor, A. Rau, I. Meister, L. Dörr, A. Weyand, K. Runge; dann von Emil Wingeübach, F. Wettrert, H. Bocher, F. Volk, A. Schlotter, F. Schäfer, W. Birlenbach und F. Rertz. Als Preis werden für die besten Arbeiten Schriften steno­graphischen Inhalts gegeben. Eine große Anzahl von Arbeiten verdient lobende Erwähnung.

Am MauritiuSplatz ist jetzt auch die bisherige Be­dürfnisanstalt entfernt worden, nachdem sie jahrzehntelang dort -gestanden. Sie wird nun wohl anderweit verwendet werden. Die neue Anlage ist dem Verkehr bereits teilweise übergeben worden. Sie ist fürbeiderlei Geschlechter" em- gerichtet, und zwar links für Männer, rechts für Frauen.

Alpenvereinsfest. Wie bereits erwähnt, hat Hof- pbotograph L. W. Kurtz beim Fest desDeutsch-Österreichi­schen Alpenvereins" am Samstag eine Anzahl Ausnahmen gemacht. Wie man uns mitteilt, sollen dieselben aufs beste gelungen sein und zum Teil so recht die fröhliche Stim- umng, die beim Fest herrschte, erkennen lassen. Die Bilder werden von Äomrerstagnachmittag an in der Kurtzschen Auslage Friedrichstraße 4 zu besichtigen sein.

Paterrtschutz. Die vom Kaiserl. Patentamt heraus­gegebenen Patentschriften, das Patenkblatt (enthaltend die Patentanmeldungen, Patenterteilungen, Gebrauchsmuster- eintra-gungeu, Löschungen usw.), Warenzeichenblatt mit Nachschlageregister, sowie das Matt über PatentmustLr- und Zeichenwesen, liegen bei der Geschäftsstelle des Ge­werbevereins für Nassau hier, Herrnannstraße 13, 1, zur unentgeltlichen Einsichtnahme aus. Letzteres kann Wochen­tags von 8 bis 1 Uhr vormittags und 3 bis 6 Uhr nach­mittags (mit Ausnahme der Mittwoch- und Samstagnach- mittage) bewiM werden.

Tarifabschluß. Mit der neuen, hier errichteten Brot­fabrik,von F. Reitzig ist es den: Bäckerverbaud gelungen, be­reits einen Tarif abzuschließen. Und zwar wird der bereits mit den beiden übrigen Brotfabriken bestehende Tarif sofort zur Einführung gelangen, wonach nur wöchenMch 6 Tage und täglich nur 16 Stunden gearbeitet wird. Der Mini­mallohn beträgt 27 M. Der Tarif läuft in den drei Brot­fabriken bis zum 1. Mai, dann findet eine Revision dessel­ben statt.

Tierschutz. Der kürzlich verstorbene Rentner Fried.

. La u tz hat demTierschutzverein" durch Testament ein Vermächtnis von 100 M. himerlassen

Ein glänzender Posten als Vertreter einer Firma M. A. Winter Ko. in Washington wird mittels eines Schreibens dem Empfänger desselben angebotm. Zunächst wird nichts verlangt, als zur Antwort auf die Bewerbung eine Marke beizusügen. Ein Empfänger des Zirkulars hat sich aus Neugierde'mit der Firma in Verbindung gesetzt und die Mitteilung erhalten, daß es sich um den Vertrieb eines Universal-GesundhcitSmittcls (Tabletten) handelt. Geld ist vorher einzusenden. Hoffentlich fällt niemand auf diesen Gimpelfang hinein.

BciZehrsstoürmg. Heute -morgen gegen %8 Uhr passierte in Sonnenberg einem hoch mit Eis beladenen Wagen das Mißgeschick, daß ein Rad brach und die gesamte Ladung aus die Geleise derElektrischen" zu liegen kam. Diese hatte dadurch einen längeren unfreiwilligen Aufent­halt zum Verdruß der Passagiere, welche um diese Zeit nach

Men.AtherMeL«« m Wiesbaden fa&m

Abend-Ausgabch 1* Blatt. Seite S.

Sehr resolut wehrte sich gestern abenid eine Dam« in der MarWraße. Zwei angetrunkene junge Leute kamen genamtte Straße herunter, und einer derselben erlaubte sich die Freiheit, der Dame in den Arm zu fallen. Doch dabei geriet er an die Unrechte, denn die Dame faßte die Sache ernst aus und schlug mit ihrem Schirm derart auf den Kühnen ein, daß das Regendach in Stücke ging. Angesichts der sich ansammelnden Menge zogen dte Angeheiterten vor, sich schleunigst aus dem Staub zu nmchen.

Vom Geruchsinn des Hundes. Ein Freund dieses unse­res treuesten Haustiers schreibt uns:Kürzlich wurden di« Bewohner einer Stadt durch anonyme Briese beleidigenden Inhalts belästigt, ohne daß es der Polizei gelang, den Ver­fasser sostzustelleu. Da kam man auf den Gedanken, emen findigen Schäferhund mit der Mission zu betrauen. Man hielt ihm einen solchen neu zur Post gegebenen Brief vor, er nahm Witterung und fand die Brieffchreiberin.. Einen ebenso auffallenden Geruch- und Scharfsinn. bewres ein von mir großgezogener und mich besonders liebender Dachshund. Eines HalÄeidens wegen wurde ich von meinem Arzt nach Reichenihall geschickt. Den Hund wollte ich nicht mitnehmen, uns aber den Schmerz der Trennung ersparen. Daher beauftragte ich meinen Diener mit seiner Pflege und reiste von ihm unbemerkt ab. Bald traf der mir 'die Nachricht ein, daß der Dackel sehr traurig sei und Speise und Trarck ablehne. Da antwortete ich dem Diener, er solle aus meinem Schlafzimmer ein kürzlich abgelegtes Kleidungsstück und fügte ich im Scherz hinzu die Postkarte aus die Schlasstütte des Hundes legem Post­wendend erhielt ich vom Diener die Nachricht, daß ihm der Dackel die Karte aus der Hand gerissen und aus fein Lager getragen habe. Auch verschmähe er seitdem nicht mehr die Nahrung. Hatte der Dackel gefürchtet, von mir verlassen und dom Diener geschenkt zu sein? Oder betrauerte er mich als Toten? Jedenfalls faßte er die Karte als eine Bot­schaft von mir aus, die ihn der Sorge enthob! Natürlich schrieb ich nun weitere, das treue Tier erfreuende Karten, die von ihm regelmäßig aus seine Lagerstätte getragen wurden." . .

Abnahme der Dienstbotennot. Seit einigen Monaten macht sich am Aobeitsmarkt für Dienstboten wieder eine so starke Zunahme des Andrangs bemerkbar, daß er über den des Vorjahrs hinausgeht. Von 69,09 im August ging er auf 74,33 im September hinaus, stieg -dann weiter auf 97,25, um im November auf 102,60 hinaufzugehen. Der Vergleich gegenüber dem Vorjahr ergab im Juli ein Minus von 6,94, im August ein solches von. 0,86, im September nur noch ein Minus von 0,01. Der Oktober brachte sodann eine Zunahme des Andrangs um 5,90, der November eine solche um 1,40. An dieser Zunahme des Andrangs gegenüber dem Vorjahr hat ausschließlich der Andrang weiMcher ^Dienst­boten Anteil, während am ArbeitSmarkt für männliche Dienstboten das Verhältnis zwischen Mrasbot und Nach­frage gsgmüber dem Vorjahr so ziemlich gleich geblieben ist. Bei wEichen Tiorfftboton war das Angebot im November 1910 um 2iy 2 i Prozent größer als im November 1909, wahrend die Nachfrage nur um 18,6 Prozent über die vom November 1909 hinausging. Zugenommen hat bas Angebot weiMcher Dienstboten vomchmlich in Hessen- Naffau, im Königreich Dachsen, im Grotzherzogtum Hesse«, in Bremen und in Elsaß-Lothringen. Auch in Berlin ging das Angebot weiblicher Dionstbotsn ziemlich stark über das vom November 1909 hinaus.

BEmpsung,der Ausbeutrmg durch minderwertig« Bankgeschäfte. Wie der JustiMinister, so haben nunmehr auch der HandelsMiuister und der Minister des Innern die ihnen unterstellten Behörden auf die vom Zentralver-? band des deutschen Bank- und Bankier- gewerbos geschaffene Zentralstelle zur Unterdrückung der betrügerischM Ausbeutung leichtgläubiger und unerfah­rener Personen durch mirtderwertige Bankgeschäfte hinge­wiesen. Den Polizeibehörden wird empfohlen, wenn Fälle dieser Art zu ihrer Kenntmis gelangen, mit dem Zsutra!- ver'ban'd in -Verbindung zu treten, der sich bereit erklärt hat, den Behörden jederzeit Auskunft zu erteilen, sich gutachtlich zu äußern und Sachverständige zu bmemien. AÄererseits sollen auch die Polizeibehörden der Zentrakstelle zur Unter­stützung ihres Warnungsdionstes über das bei ihnen einge- gangene Beschwerdematerial jederzeit Auskunft erteilen. Der Zeittralverband des deutschen Bank- und Bankierge- wevbes hat es sich ferner schon seit längerer Zeit angelegen . sein lassen, die mißbräuchliche Verwendung von GeschLftsbezeichnungen wieBank",Bankgeschäft", FinanzieruWSsinMtut" und dergleichM zu verhindern. Es ist dies namentlich dann geschehen, wenn es offenbar auf eine Ausbeutung des Publikums durch Entlockung von Spargeldevp, KautisnsschwiUdel oder Kreditwucher abge­sehen War. Bisher hat sich aber der Berbanid bei- diesem Vorgeben, das sich aus das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb stützte, aus die Verfolgung derjenigen Fälle be­schränken müssen, die ihm von seinen Mitgliedern mitgeteilt oder durch die Presse bekannt wurden. Angesichts des Um­fangs, den dieser Mßbvauch in letzter Zeit angeuomMen hat, sind aber umfassendere Maßnahmen am Platz. Die Polizeibehötden sollen daher von allen zu ihrer Kenntnis kommenden Fällen einer Benutzung solcher Geschäftsbezeich­nungen neben der zuständigen Handelsvertretung auch dem Zeutralverbaud Mitteilung ^machen.

Die Hinterlegungsscheme für Handgepäck. Die Num­mern 6, 9, 68, 68, 86, 98 und 99 usw. auf den Hinterlegungs- scheiuen für Handgepäck gaben bisher häufig zu Verwechse­lungen und Aveifeln über die Lesart der Nummern An­laß. 6 wurde als 9, 66 als S9 usw. gelesen. Um die dar­aus sich ergebenden Mißstände zu beseitigen, hm die Eisen- bahnverwaltung vevanlaßt, daß alle Zahlen mit einem Punkt versehen werden, so daß Frrtümer in Zukunft aus­geschlossen sMd.

Klassenlotterie. Die Ziehung der 1. Klaffe 224. Kgl. Preuß Klassenlotterie wird Nach planmätziser Besttmmimg am 13. Januar, früh 8%i Uhr, ihren Anfang nehmen.

Kurgäste. Es sind hier eingetroffen: Prinzessin Anna Luise und Marie A gnes zu Hoh enlohe -Ingel- fingen aus Koschentin (Oberschlesien) im Hause Zremendorff, Emser Straße 12, Kammerherr Baron v. Alten aus Bochum imResideuz-Hotel".

Elfer" des Wiesbadener Münnergesansvereins. Die Vorbereitungen zur ersten Herrensitzung versprechen, die- ft&e werde den diMWÜLM Karneval aus das würdigste eine