Nr. 3.
Morgen-Ausgabe, 1. Blatt.
Wiesbadener TagbLM.
Schlinge bilden, während zu gleicher Zeit «in Sprengst-^ explodiert und das Unterseeboot zerreißt. Die Anrisse der Unterseeboote gegen die Geschwader auf offenem Meer find fast unmöglich geworden dank der Torpedoboots- -nstörer der kleinen Geschwader, welche um die Panzer- schrffe kreuzen und jede Annäherung an die Kriegsschiffe jährlich machen. Wenn man bedenkt, daß die letzten Manöver die Ohnmacht der Unterseeboote gegen eine Flotte auf der Fahrt bewiesen haben und daß ihre Rolle sich von nun ab auf die Zerstörung der Schisse vor Anker beschränkt, so begreift man, welche Revolution die neue Vorrichtung in der gegenwärtigen Taktik Hervorrufen würde, weil sie die Wirkung eines neuen vervollkommneten und gefährlichen Geschosses aufheben würde, denn wenn von nun an die Schiffe auf dem Ankerplatz durch die neue Einrichtung geschützt werden können, zu was sollen dann die Unterseeboote noch nützen? Um sich jedoch ein endgültiges Urteil zu bilden, muß man vorläufig noch das Ergebnis der Versuche, die demnächst unter Leitung des Fregattenkapitäns Vernarb ausgeführt werden, abwarten.
England.
Die Anarchisten von Houndsditch. Die Nachfmschun-
der Polizei ergaben, daß die Anarchistenbande, der die Mörder der Polizisten von Houndsditch an gehörten, noch mol werter verzweigt ist als man anfangs glaubte. Die Übersetzung der gefundenen russischen Schriftstücke, bei der Vertreter der russischen Geheimpolizei Beistand leisteten, soll Ausschlüsse von größter Wichtigkeit gegeben haben. Die Bande hatte augenscheinlich eine internationale Organisation und so viel Geld zur Verfügung, daß sie häufig Geldsendungen nach Rußland schicken konnte. Die Dokumente bestätigen, daß die verschiedenen, von der Polizei durchsuchten Diebshäuser derselben, unter dem Namen der „Roten Liga" bekannten Baude angehörten. Verkleidete Detektives suchen jetzt nach dem Mörder der Polizisten, der „Peter der Maler" genannt wurde und der kürzlich verkleidet in Whitechapel gesehen worden sein soll.
Ser-irre».
Das Erve der OVrenowitsch. Mehr als sechs Jahre gnd verflossen, seit das serbische Königspaar ermordet wurde, doch über die Hinterlassenschaft der Obrenowitsch werden noch immer Prozesse geführt. Jetzt ist, wie aus Belgrad gemeldet wird, ein Prozeß zugunsten der Universalerbin Exkönigin Natalie beendet. Im Schreibtisch des Generals Lazar Petrowitsch, des ersten Adjutanten des Königs, wurde nach der Blutnacht vom 11. Juni 1903 eine Viertelmillion gefunden. Da Petrowitsch der erste war, den die Königsmörder niederstrcckten, und niemand Nachweisen konnte, wie das Geld in den Schreibtisch gekommen, erhoben Petrowitschs gesetzliche Erben Anspruch auf den Betrag. Der Belgrader Gerichtshof hat aber jetzt die Viertelmillion der Exkönigin Natalie zugesprochen Die Regierung beabsichtigt, die Domäne nebst Gebäuden, die als Erbschaft der Exkönigin Natalie zugefallen sind, für den serbischen Staat käuflich zu erwerben. Deshalb hat die Regierung einen 'Landtagsdeputierten nach Frankreich delegiert, damit dieser mit der Exkönigin die Angelegenheit bespreche. Die Erbschaft repräsentiert einige Millionen.
Nerrinkst- Staaten.
Stimmenvrrkauf. Eine erstaunliche Wählerkorruption «urde in Adams County (Ohio) aufgedeckt. Es sind 1071 Personen angeklagt, wovon 477 schon bestraft sind. Mehrere Townships sind jetzt ohne einen einzigen Wahlberechtigten, da den überführten Stimmverkäufern das Wahlrecht aberkannt wurde.
Dienstag, 3. Januar 1911.
Seite 3.
zum Frühjahr 1911 in Düsseldorf verbleiben sollte, nicht
eingehalten werden konnte, ist die Vertragsdauer unter Ausrechterhaltung der bisherigen Bedingungen verlängert worden, derart, daß das neue Lufffchiff bis Mitte 1812 in Düsseldorf Aufenthalt nehmen soll
Luftschiffe und Aeroplane.
Das neue Zeppelinluftschiff in Düsseldorf. Nach einem zwischen der Stadt Düsseldorf und der Deutschen Lustfchiff- Aktiengesellfchaft abgeschlossenen Abkommen soll, sobald es di« Witterung erlaubt, das in Friedrichshafen hergcstellte, als Ersatz für das verunglückte Luftschiff „Deutschland" gebaute neue Zeppelinluftschiff nach Düsseldorf ü berge führt und in der dortigen Ballonhalle stationiert werden. Voraussichtlich wird das neue Luftschiff Mitte März in Düsseldorf ankommen. Da infolge des Unfalls des Luftschiffes „Deutschland" der erste Vcrtmg, wonach das Luftschiff bis
Arrs Stadt und Land.
Wiesbadener Nachrichten.
Wiesbaden, 3. Januar.
T agblntt - S aminlimgen.
Dem „Tagblatt"-Verlag gingen im Jahre 1910 folgende Beiträge für milde und andere Zwecke zu:
M. Pf.
Für Kohlen für verschämte Arme.471 —
„ Frühstück für > Schulkinder. 365 50
„ Mittags tisch für bedürftige Kinder . ... 590 —
„ die Sommerpslege armer Kinder. 280 50
„ „ Rosegger-Stiftung. 182 —
„ „ Walderholungsstätte für Frauen .... 126 50
„ „ Lutherkirche .46 —
„ „ städtische Säuglingsmilichanstalt für Arme . 10 —>
„ „ Veteranonhiffe .io —
„ „ Poliklinik . 5 —
„ „ Lungenheilstätte in Naurod. 5 —
„ den BiSmarckturm auf der „Bierstadter Höhe". 5 --
„ das Brockcnheim, AdoWraße 5,. 4 50
„ die BoAskinderlesehalle . . . .. z —
„ den „Christlichen Verein junger Männer" . . 3 —
„ bWorchere Zwecke . . .. 154 05
„ die Jdiotcnanstalt in Idstein i. T.13 —
,» „ Jdiotenawstalt in 'Scheuern bei Nassau . . 21 —
„ „ hiesig en wohlltätigen Anstal
ten 4169 M., und ztvar:
„ den Allg. Deutschen Schulverein zur Erhaltung
des Deutschtums im Ausland .... 10 —
„ „ Armenverein . 21 —
„ das Asyl „Lindenhaus" .42 —
„ die Augercheilanstalt für Adrnc. 342 —
„ „ Blindenanstalt mit Blindeulheim .... 849 —
„ den „Evangelischen HiHsverein".10 —
n « „Frauenvcrein" . 5 _
i> n „Fürsorgcverein für Frauen, Mädchen und
K^der" .30 —
„ „ Fürsorgeverein „ Johanni sstist" .... 31 —
„ das katholische Waisenhaus. 5 gg
„ die Kinderbewahranstalt. 372 —
„ den Kinderhort.397 50
„ „ Knabonhort .. . . . ig —
„ die Krippe.69 —
„ das Krüppelheim.181 —
„ den „Nassanischen Gesängnisverein" .... 234 —
„ die Nasirralverpfiegungsstation ..... 10
„ „ Herberge zur Heimat..' 179 —
„ das „Paulinenstift" .ny zg
„ „ Rettningshaus . 256 —
„ „ „Rote Kreuz".18 —
„ die Schrippenkirche. ' 421 00
„ das St. Josephs-Hospital.10 —
„ „ Bersorgungshaus für alte Leute .... 512 —
„ den Volkskindergarten. 5_
„ das Wöchnerinnenasyl ‘ 39 _
6454 05
Unsere Leser haben sonach auch diesmal wieder ihren W-Hltatigkeitssirm in erfreulichstem Maß betätigt. Wir sagen ihnen dafür nochmals wärmsten Dank, gleichzeitig
auch im Namen der Bedachten!
Handwerkliche Fortbildung. Die Handwerkskammer veranstaltet, beginnend am Freitag, den 6. Januar, den zweiten dieswinterlichou Fortbildungskursus für Metzaer über gewerbliche Gesetzeskunde, Buchführung und Kalku- lation, Wechsel- und Genossenschastsvecht, sowie Büraer- kunde. Der Kursus wird etwa 40 Stunden umfassen und ^ um 9 Uhr abends beginnend. imGe-
.verbeschulgebaude stattfinden. Es ist sehr erfreulich, daß
Zimmer, in dem die drei Darsteller sich aufhielten und unterhielt sich e i n e S t u n d e l a n g ganz allein mit ihnen. Er erinnerte sich mit Vergnügen an den Besuch, den er im Jahre 1873^er französischen Hauptstadt gemacht, und erzählte, daß er damals den Schauspieler Got in Angiels „Familie Fourchambault" gesehen und sich bei der Aufführung der „Cagnotte" ausgezeichnci amüsiert habe - Der Kaffer äußerte zu Fräulein Leconte, daß ihn nach der Armee und der Universität das Theater besonders interessierte. Er stagte: „Wie geschieht es nur, daß noch kein französischer Autor daran gedacht hat, Schillers wundervolle „Jungfrau von Orleans" in Paris einzuführen? Es gibt da eine Szene zwischen Dunois und Karl, die nach meiner Ansicht dem französffchen Patriotismus sehr erhebend erscheinen müßte." Am Tage darauf dankte der Kaiser den französischen Künstlern noch einmal und überreichte jedem einen Schmuckgegenstand mit seinem Namenszuge. Er sagte dabei: „Tragen Sie das zur Erinnerung an mich Hoffentlich werden Sie dadurch nicht kompromittiert werben!" '
* Noch einmal der sprechende Hund. Die Mitteilungen über „Don", den Hund des Hegemeister Ebers in Tecrhütte (Letzlinger Heide), die wir erhalten und veröffentlicht hatten, sind mit Verwunderung und starken Zweifeln vernommen worden. Sie sind aber jetzt durch eine wissenschaftliche Untersuchung bestätigt worden. Die „Hamburger Nachr." berichten folgendes: Mit Phonographen und Photographie- Apparaten ausgerüstet, begab sich dieser Tage eine Kommission nach Deerhütte, um „Don" einer wissenschaftlichen Prüfung zu unterwerfen. In dieser Kommission befanden sich der Tierpsychologe Dr. Pfungst vom psychologischen Institut der Berliner Universität, Dr. Vosseler, Direktor des Zoologischen Gartens in Hamburg, und mehrere einwandfreie Privatleute, die das aufzuneümcnde Protokoll mit 'Mterzeichnen sollten. Als die Kommission in Teerhütte ein- Kas, führte Hegemeister Ebers sofort seinen Hund vor, der Jetzt willig, leicht, deutlich und klar, ohne jegli-p,- Vorbe- leitmraM sprach. Das Tftr antwortete ohne' ^gern und
ohne sich zu irren. Vor den Gelehrten wickelte sich folgendes
ab: Hegemeister Ebers: ' „Wie ^"dt du Mit tiefem Kehllaut antwortete das Tier: "D°n. Ebers: „Was hast du?" Der Hund: „Hunger" (die Srlbe „ger wird besonders betont). Ebers' Was wollest du?» AnAvort: „Haben. Haben!" Ebws hält ein Stuck Kuchen hoch und fragt: „Was ist das?" und es erklingt die Antwort: „Kuchen!« Don hat in der letzten Zeit noch das Wort „Ruhe" hinzugelernt. Wenn nämlich die anderen Hunde des Hegemeisters draußen Skandal machen, ruft Ebers häufig das Wort „Ruhe!" Als kürzlich die Hunde draußen wieder einmal kläfften, erhob sich Ton und rref zum Erstaunen der Anwesenden ebenfalls ganz deutlich Ruhe! Der Hegemeister und seine Tochter, Fr! Martha Ebers, haben seitdem dies Wort mit ihm geübt, und aus die Frage: „Was bittest du dir aus?" antwortet der Hund stets: „Ruhe." Außerdem spricht das Tier noch, allerdinas undeutlicher, „a" und „Nein". Als auch die Tochter des Försters dasselbe Frage- und Antwortspiel mit dem Hunde vorgeführt und dasselbe schöne Resultat erzielt hatte, nahm Dt. Pfungst ein ausführliches Protokoll über den Entwicklungsgang Dons auf. Hierauf fanden mehrfache körperliche Uirtersuchungen des Hundes statt. Am Nachmittag wurden Frage- und Antwortspiel noch öfters wiederholt, der Erfolg war derselbe. Dann arbeiteten Dr. Pfungst und Professor Dr. Vosseler ganz allein im geschlossenen Raum mit Don, der sich den beiden fremderr Personen gegenüber ebenso willig zeigte, wie seinem Herrn. Endlich wurde der Phonograph in Gang gesetzt und etwa ein Dutzend phonographischer Aichrahmen gemacht. Die Walzen wurden an das psychologische Institut der Universität Berlin gesandt. Es D ausdrücklich festgestellt, daß Don weder knurrt noch h.p und daß man die Hervorbringung seiner artikulierten Worte nur mit „Sprechen" bezeichnen kann. De. Pfungst arbeitet zurzeit den Befund seiner Untersuchungen aus. Der Hund wird übrigens schon demnächst von verschiedenen ersten wissenschaftlichen rrstilutm W-MiK vorgrfiihrt werden.
in dem Metzgerhandwerk ein solch löblicher Drang nach Fortbildung besteht. Ein gleiches wäre anch-für die übrigen Handwerksizwcige zu wünschen.
— Ans der Reichs- und Sinatsarbeiterbewegung. Vom: Kartell deutscher Reichs- und Staatsarbeiterverbände (Sitz Berlin) erhalten wir folgende Zuschrift: „Daß dem neuen Kartell „Deutscher Reichs- und Staatsarbeiterverbände" nicht überall Freunde entstehen würden, war uns vor vornherein klar, daß aber auf seiten der Gegner mit Waffen gekämpft wjrd, die in lauterem Kampf sonst nicht üblich sind, erscheint uns nur deshalb verständlich, weil wir im großen und «ganzen diese Kampfesweise .eines Teils unserer Gegner schon kennen. Wie eifrig man auf seiten der christlichen Gewerkschaften bemüht ist, uns in die Speichen zu fallen, geht aus einer Notiz hervor, die in den letzten Tagen durch «inen Teil der den christlichen Gewerkschaften nahestehenden Presse ging und nicht mehr und nicht ivcuiger glauben machen wollte, als ob unser Kartell den Boden vaterländischer Gesinnung verlassen hätte und auf dem besten Wege wäre, kurzerhand nach links abzuschwenken und zur Sozialdemokratie überzugehen. .Ganz abgesehen davon, daß § 2 unserer Kartellsatzungen ausdrücklich sagt: „Das Kartell steht auf dem Boden vaterländischer Gesinnung" und „die Erörterung religiöser Fragen ist ausgeschlossen, ebenso jede parteipolitisch- Betätigung", womit also ein scharf umgrenzter Rahmen für die EntwickkungAmäglichkeit des Kartells gegeben ist, ist es ja doch wohl selbstverständlich, daß eine Organisation, die aus Mitgliedern verschiedener Konfessionen sich zusammenfetzt, die nicht nur inkoiffossisnell, srm- dern auch interpolitifch sein soll, sich keiner parteipollitischen Richtung^ anschließen kann und darf. An diesem Grundsatz haben wir bisher stets festgehalten, ebenso wie wir in Zukunft auch nicht davon abgehen werden, so daß es sich also ganz von selbst ergibt, wenn wir, die wir darauf angewiesen sind, mit den Volksvertretern in den Parlamenten Hand in Hand gehen, weil diese das Sprachrohr bei der Regierung sind, mit den Älbgeordneten aller bürgerlichen Parteien zu- sammMarbeiten. Hierbei wollen wir als anständig Denkende nicht unausgesprochen lassen und dankbar erwähnen, was das Zentrum für uns getan hat. Darin liegt unser Programm und für die Erfüllung doKselben werden wir Sorge tragen. Jede .Unterstellung von gegnerischer Seite werden wir daher gebührend und geziemend zurückweifen."
— Unentgeltliche Rechtsauskunft für Unbemittelte in Nassau 1910. Der Leiter erledigte mMdlich auf 201 Reisen an 36 Orten in Nassau 2004, brieflich zu Hause 2189 Summa 4184 Rechtsfragen, fertigte 1831 Schriftstücke, beriet 571 Rechtsuchsnde in seiner Wohnung- bearbeitete fortlaufend 539 Arbeiterversicherunsssachen und vertrat Versicherte in 65 Tedminen vor dein Schiedsgericht zu Wiesbaden. Zur Bewältigung der Bureauarbeit mußte zeitweise eine Sekretärin angenommen werden. Lebhafter Besuch der auswär- UgM Sprechstunden, deren neuer Plan nächstens in 500 Exemplaren über ganz Nassau verbreitet wird,' ist erwünscht Nichtwegfertige, namentlich Altersschwache und Kranke, werden brieflich beraten, Versicherte kostenlos vor den Schiedsgerichten zu Wiesbaden, Mainz, Damrstadt und vor denl Reichsverirchernngsamt in Berlin vertreten, Vollmachten dazu an Geheimrat Meyer in Wiesbaden, Gvethestraße 3 1. erbeten. ' '
— Zur Fernsprechgebührenordnung hat die Hanfaburrd- Ortsgruppe Hochheim a. M. felgende Resolution gefaßt: „Bedauerlicherweise spricht das geringe Verständnis eines Teils unserer Gesetzgeber für di- Wünsche, bezw. Einwän'de der Interessenten, wie für die Bedürfnisse von HaE. Jn- duslrie mtd Gewerbe überhaupt, auch aus der Behandlung der Fernsprechgebichrenordnuiig. Sowohl die Kommission des Hansaouiides als auch eine Reihe seiner Zwcigorgani- sationen hatten inahnend darauf hingewiesen, daß die beab- stlhtigte Abschaffung der Pauschalgebühr eine absolut unqe- rechtftrtigte, weitere bedeutende Belastung der genannten Schichten, speziell drückend für städtische Betriebe mittleren Umfangs und das Handwerk, herbeiführe. Hat der gewerbe- feindliche Entwurf, dessen rückständiger Geist hentrutaae befremdlich «nmutet, zwar durch die Reichstagskonemisston aury eine Änderung ersahren, so ist doch die Grundidee des Gesetzes, daß eine erstaunlich einseitige Belastrma der er- 1 fttctfe in sich schließt, leider nicht tangiert worden.
Der häufig beklagte Fiskakisnins macht also selbst nicht 5>alt Fernsprecher, dieser uumtbehrlichen Einrichtnna des täglichen Gebrauchs im modernen Verkehrslebm. Es hat vielmehr den Anschein, <rls sollten bei Schaffung nener Finanzmittel wiederum die genannten, ohnehin unter dm leweren Lasten früheren und neueren Systems seufzenden Kreise, insbesondere der M-ttelstaüd, herhaltcn. Deshalb protestieren wir aufs «llerenergischste gegen jenes neuer- dnrgs vorgelegte verkchrsverteuernde und darum verkebrs- hurdeiliche Projekt und fordern: a) Verbilligung - nicht Lertcueruirg - des Fernsprechers; b) Beibehaltung der ^^Etuell unter Fixierung einer Höchsttze- sprächLzahl; c) Ausrechterhaltung der Grundgebühr unrer Ermäßigung ihres Betrags; 6) Ermäßigung der Pauschal- summe, eventuell unter Staffelung nach der Gesprächszahl;
2) Mischen Pauschal- und Gesprächsgebühr.
Die Moglichwit einer Verbilligung der Sätze erhellt aus emonl Vergleich mit dem weit billigeren Tarif zahlreicher außerdeutscher Staaten, besonders Schwedens und Norwegens Wie die Erfahrnug lehrt, hat die Verbilliauna emes Verkshrsmittels stets eine Erhöhung seiner Popularität und damit eine Eiimahmestergernng im Gefolge, ein auch bei dem vorliegenden Projekt nicht zu vergessender Gesichtspunkt."
— Ein neues Verzeichnis der Tvilnchmer am örtlichen Feriffprechnetz ist erichieiien. In seiner äußeren Ausstattuna weicht es von dem vorher ausgegebenen nicht ganz unerbeb- lrch ab. Zunächst sind an die Stelle der seitheriacn zwei m dem neuen Verzeichnis drei Spalten auf der Seite treten sodann erscheinen die Anschlußnummem (eine Neue rung. die dreÜbersichtlichkeit nicht erhöht) nicht mehr vorn sondern am Schluß der Textzeile; im weiteren baden n-v' eiiizelt Inserate am Fuß der Seiten, resp am KNw v-^ ben Ausnahme gesunden, und endlich ist ZI b ^. f ° Anschlüsse des Wiesbadener BezN 2 Ü« auch rnffere Vororte zählen, durch die Papierf^rbe auw vön außen kenntlich gemacht. 'Das alte Verzeichnis süb2 als
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