Nr. 610. Abcnd-Ausgabc, 1. Blatt. Wiesbadener TttgblM.
demokratischen Stimmen 3010 777 und 1904 zählte man I 599880 Bezieher sozialdemokratischer Parteiblätter. Seit- ' dem hat sich also die Zahl der Abonnenten verdoppelt; daß das aber in gleichem Maße auch die sozialdemokratischen Wähler getan hätten, nimmt der „Vorwärts" jedoch nicht an, sondern: „Aber angenommen, daß zurzeit selbst 4 Millionen sozialdemokratische Wähler im Reiche vorhanden sind, so hätte sich jetzt das Verhältnis der Wähler zu den Aboimentcn ans 4 zu 1 verändert."
Rechtspvech««g rrnd UevrVaMmg
Gegen die RahrungSmittelsiflschungcn. Der preußische Justizminister hat den ihm Nachgeordneten Behörden die nachdrücklichste Verfolgung der Nahrungsmittel- Falscher zur Pflicht gemacht.
Hern und Flotte
Daß Kaisermanöver 1911 findet der „Rordd. Allg. Ztg." zufolge zwischen dem Gardekorps, denr 2. (Pomm.) und dem 9. Armeekorps statt. Das Manövergelände wird hauptsächlich den südöstlichen Teil der Provinz Schleswig- Holstein, die beiden Großherzogtümer Mecklenburg- Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, Vorpommern nebst einem großen Teil Hinterpommerns, den nordöstlichen Teil der Provinz Hannover sowie den nördlichen Teil der Provinz Brandenburg umfassen. — Auch die Hochseeflotte wird sich an den großen Herbstübungen beteiligen. Das Hauptquartier des Kaisers soll sich in Neustrelitz befinden.
Ein fünfter „Dreadnoughts-Panzer in Dienst. Die „Ostsriesland", die sich seit dem Jahre 1908 auf der Wilhelms- havcner Marinewerft im Bau befindet, soll gegen das Früh-t fahr fertiggestellt sein und zur Ablieferung gelangen, ttmj dann die vielmonatigen Probefahrten anfzunehmcn. Diel „Ostfriesland" wird von der verbesserten „Dread-L noughtt'-Gattung das erste Schiff sein, das unter die Flaggdß kommt; im Laufe des Somrnerhalbjahrcs sollen noch die „Helgoland" und „Thüringen" folgen. Da im neuen Jahr der Hochseeflotte ein siebzehntes Linienschiff als Flottcn- fiaggschisf zugeführt werden soll, kann angenommen werden, daß der „OstfrieSland" dieser Dienst zufallen wird.
Gstsvverch-UttgaT'ir.
Das Erlöschen der Cholera in Ungarn. Nachdem die Cholera in Ungarn als erloschen gelten kann, richtete der Minister des Inner» an den gemeinsamen Minister des Äußern das Ersuchen, die an der Pariser Konvention beteiligte!; Staaten davon zu verständigen, damit bald die Verkehrseinschränkungen, die Ungarn gegenüber zur Anwendung gekommen sind, aufgehoben werden.
Frankreich.
Das amerikanische Geschwader. Die dritte Division des amerikanischen Geschwaders, das die europäischen Häsen besuchte, 'st von Brest nach Kub a abgeaangen. Die Vereinigung mit der vierten Division des Geschwaders findet in; Atlantischen Ozean statt.
Vorsichtsmaßregeln gegen Kundgebungen. Ministerpräsident Briand hat dem Polizeipräfekten in; Hinblick auf die an; 1. Januar zu erwartenden Kundgebungen strenge Weisungen erteilt. Es sind die schärfsten Maßnahmen getroffen, um eine Störung der Ordnung zi; verhindern. Ans bat öffentlichen Straßen werden keine Kundgebungen geduldet.
CttsjlJWfc.
Ein vermeintlicher deutscher Spion. Die in verschiedenen Blättern gebrachte Nachricht, daß bei Dover ein vermeintlicher Spion verhaftet wurde, ist unrichtig. Das Gerücht ist wahrscheinlich auf die Tatsache zurückzuführen, daß man vorgestern einen Fremden, von dem man annahm, daß er ein Deutscher sei, beobachtete, wie er in der Nähe des Forts Burgoyne ein Fernglas benutzte und Notizen
allem unter dem Mangel von Trägermaterial zu leiden, da die mitgenommenen Kulis für das Tropenfieber besonders empfänglich sind; die Schar der Träger wurde durch Krankheiten so dezimiert, daß das weitere Vordringen erst möglich sein wird, wenn neue Hilfskräfte herbeigeschafft sein werden. Inzwischen teilt Dr. Eric Marshalt fesselnde Beobachtungen über die Gebräuche der bisher kaum bekannten Eingeborenen des Hinterlandes init. Trotzdem die Frauen die meiste Arbeit verrichten, genießen sic unter den Eingeborenen nur bescheidenes Ansehen. Die Frau erzieht die Kinder, sorgt für das Brennholz, schafft den Sago herber, der in; Küchenzettel jener Polynesier eine Hauptrolle spielt, sie weiß mit dem Kann zu hantieren, führt die Ruder besser wie ein Mann, und bei Streitigkeiten in; Torfe bewährt sie sich auch als höchst respektabler Krieger; sie weiß mit ihren Fäusten nicht weniger gut umzugehen als mit ihrer unermüdlichen Zunge. Die Schneiderarbeitcn machen ihr wenig Mühe, dem; sie begnügt sich mit einen; kleinen Stück Rindengewebe, ja wenn sie trauert, verzichtet sic sogar auch auf diesen Toilettenluxus. Wenn eine Frau stirbt, so trauern alle Stammangehörigen einen Tag lang, doch che die Sonne zur Rüste geht, wird die Vielbejammerte in ein flaches Grab gelegt, das dann 24 Stunden lang von keinem Fuß betreten werden darf. Der schmerzlich heimgesuchte Witwer nimmt sich dann möglichst schnell eine neue Gemahlin, was freilich nicht immer leicht ist, da das männliche Geschlecht in der Überzahl ist. Daher müssen sich a'nch die meisten Männer mit einer Frau begnügen. Wenn aber ein Mann stirbt, so trauert das ganze Dorf tagelang. Am ersten Tage gibt es „Volltrauer", die nächsten Tage begnügt man sich mit der Halbtrauer, die darin besteht, daß der Lehm und Schlamm, mit denen man sich als Trauernder bedeckt, abgestreift werden. Der Körper des Verstorbenen wird in eine Matte aus Palmenblättern gelegt und eine Rächt lang auf. erhöhter Plattform im Dickicht „ausgebahrt". Diese ganze Nacht hindurch ertönen Trauerge- henl und Jammerschreic, ein großes Feuer ist angezündet, und alle Freunde bemühen sich, durch ihre Lungenkrast die bösen Geister „nd die Teufel fernzuhalten. An; nächsten Tag wird der Leichnam in einen kannsörmigen Sarg gelegt und bestattet; das Grab wird mit Pfosten geschmückt. Von ■
machte. Seine Befragung und die Prüfung der Notizen ergaben, daß er Vögel beobachtete. Da die Notizen nichts Verdächtiges enthielten, wurde er nicht verhaftet.
Spanier«.
Grncralmtsstand im Hafen von Barcelona. Da die Hafenarbeiter in Barcelona aus Solidarität mit den Kohlenausladern den Generalausstand erklärten, ist der Durchgangsverkehr lahmgelegt. Die Waren bleiben infolgedessen im Hafen und auf den Bahnhöfen liegen. Gendarmerie patrouilliert in den Straßen.
Moringai.
Die Krisengerüchte. Alle im Ausland verbreiteten Gerüchte tibcr rohalistische Verschwörungen oder versuchte Militärputsche beruhen, wie glauLdoürdig versichert wird, aus Erfindung. In; ganzen Lande herrscht völlige Ruhe. — Zwei der Lissaboner Finanzwelt angehörende, in Paris eingetroffene Persönlichkeiten, welche mit der provisorischen Regierung Fühlung hatten, verteidigen die Minister gegen den vielfach gehörten Vorwurf des Nepotismus bei der Besetzung wichtiger Stellen in der Zivil- und Militärverwaltung. Es sei doch begreiflich, daß die Regierung derzeit auf verantwortliche Posten nur Männer ihres unbedingten Vertrauens stellen könne, da in allen Ecken Verrat lauere. Die Agitation der Jakobiner werde vielleicht zu Straßenkämpftn führen, aber irgendwelches politisches Ergebnis sei von solchen Ausbrüchen der Leidenschaft einer für allgemeine sofortige Aufteilung der Güte r schwärmenden Menge kann; zu erwarten.
Gftasrsrr.
Ein politisches Attentat auf einen chinesischen Prinzen. Die chinaoffiziöse „Agcnce d'Extrßme Orient" meldet aus Peking vom 14. Dezember: Mai; erfährt, daß der alte Prinz Ching. das hervorragendste Mitglied des Großen Rat-S, das Opfer eines Attentates geworden ist, als er die Sitzung der Nationalversammlung verließ. Ein Unbekannter gab ans ihn einen Revolverschutz ab, aber die Kugel flog am Kopf des Ministers vorbei und berührte ihn nicht. Der Schuldige wurde verhaftet. De,; Zeitungen wurde verboten, über den Vorfall zu berichten. Man glaubt, daß das Attentat den Revolutionären zuzuschreiben ist und nicht den Konstituiionell-Liberalen.
Rereirrigte Staa-err.
Eine neue Deutschlandfahrt der amerikanisch-deutschen Kriegerverbände. Aus Anlaß des 25jährige,; Negierungsjubiläums des Kaisers im Jahr: 1913 und zur Enthüllung des Denkmals zur Erinnerung an die Schlacht von Leipzig wird der Verband der deutschen Kriegervereine in Nordamerika wiederum eine Deutschlandfahrt veranstalten.
Kämpfe auf Haiti. Der amerikanische Gesandte tu Port au Prinee hat den; Staatsdepartement gemeldet, daß nach daselbst umlaufenden Gerüchten an der Grenze von San Domingo und Haiti heftige Kämpfe stattgcftrnden haben.
MMelamer-rKa.
Die Unruhen in Honduras. In Honduras marschieren 3000 Rebellen, von Amerikanern geführt, gegen den Präsidenten Davilla. Der Sieg Bonillas wird bestimmt erwartet. In Mexiko weichen die Rebellen den Truppen der Regierung aus. Eine Versöhnung mit Madero steht in Aussicht.
Luftschiffe und Aeroplane.
Ein neuer Flicgcr-Entfermmgsrekord. rrb. Bue bei Versailles, 30. Dezember. Der Aviatiker Tab nie au schlug den Entscrnungsrekord, indem er 584 Kilometer 200 Meter in 7% Stunden zurückleate.
Absturz eines französischen Militärfliegers, reb. Paris, 30. Dezember. Aus St. Ehr bei Versailles wird gemeldet, daß der Dragonerlcntnant de Caumont, einer der tüchtigsten Militärflieger Frankreichs, bei einem
Zeit zu Zeit sieht man dann die Witwe im Evakostüm heulend um das Grab herumkriechen: sie begleitet diese Zeremonie mit grotesken Bewegungen der Arme und des Körpers, die wohl einen Tanz vorstellen sollen, über die in den Bergen entdeckten merkwürdigen Pygmäe,; teilt Dr. Marshall weitere fesselnde Einzelheiten mit. Tie Zwerge, durchschnittlich 4 Fuß 7 Zoll groß, sind ein wildes, scheues und verräterisches kleines Geschlecht. Sie nähren sich größtenteils voi; Wurzeln, jage,; jedoch auch Känguruhs und Sumpsschäveine und fischen in den Gebirgsbächen. Ihre Wohnstätten sind primitive kleine Hütten, die aus Zweigen und Palmenlaub errichtet sind, keine regelrechten Dörfer, denn die Pygmäen wechseln auf der Suche nach Nahrung oft ihren Aufenthalt. „Ich fand einmal acht Hütten beisammen, am Rande eines Dickichts; daneben waren große Flächen urbar gemacht. Die Zwerge besaßen ein einziges Metallinstruinent, ein schmales, scharfes Cisen- ftück, an das sic einen Holzgrifs befestigt hatten, so daß eine Art primitiver Axt entstanden ivar. Damit hatten sie den ganzen Wald abgehauen, eine Arbeitsleistung, die nur ein Kenner jener Gegenden würdigen kann, haben doch die Bäume 10 bis 15 Fuß Umfang. DaS Eiscnstück war vcr- mutlich von den Eingeborenen der Küstengegend erhandelt worden und mag den Pygmäen einen schweren Preis, wenigstens eine Frau, gekostet haben."
* Der Spion. Ein Leser unseres Blattes schreibt uns noch folgendes zur Ergänzung des Aufsatzes in Nr. 001: In England und besonders in Frankreich kann man nicht selten — besonders große, geschlossene — Automobile sehen, die an den Mctallstützen der vorderen Scheibe sogenannte „Spione" tragen. Sie dienen dazu, dem Chauffeur zu zeigen, was hinter dem Automobil vorgeht, und ihn; dadurch ein Client. Rückwärtsfahren oder auch Vorbeilassen eines anderen Wagens zu erleichtern.
Thraker und Literatur.
Im Haag und in Schevenin gen hat sich ein Komitee gebildet, das die Gründung eines Richard- Wagner-Thcaters in Schevingen nach dem Muster des Bayrcuther und des Münchener Prinz-Regenten- Theaters anstrcbt.
Samstag, 31. Dezember 1810. Sette 3.
Versuchsflug mit einem Eindecker aus einer Höhe vrm
80 Meter herabstürzte. Er brach beide Bern« und erlitt noch mehrere sehr schwere Verletzungen, denen er abends erlag. __ _ r
ZitzunZ der SlMversrLneten
von; 30. Dezember.
Vor Eintritt in die Tagesordnung der gut besuchtem vor; Göh. Sanitätsrat Dr. Pa ge »steche r geleiteten Per« samuklung teilte Beigeordneter Körner mit, daß aus d:e von den; Skadtverordnetenkollegium unterstützte Eingabe des Magistrats an den Fmanzminister und den Kultusminister wegen des
baulichen Zustandes der Königl. Gymnasien das Provinzialischulkollegium geantwortet yat, und zwar: Die Einstellung einer Baurate für den Umbau oder Neubau des Gymnasiums oder ReaLgymmasmms im Staatshaushaltsetat für 1911 ist absoln: ausgeschlossen.
Ermittelungen wegen der Beseitigung der Mängel beider Anstalten sollen angcstellt werden. — Stadtverordneter Ka lklb renn er : Wir alle wissen, daß die Gymnasien von den Kindern solcher Steuerzahler beschickt rverden, auf die wir großen Wert lcgeir. Das Interesse der Stadt aber wird durch die gegenwärtigen Zustände, rin; deren Abstellung wir einiZekrMmon sind leider vergebens —, sehr geschädigt? Ter Magistrat wird sich daher mit der ihm durch das Provii;zialschulkolleginm zugcgangencn Erklärung der Minister nicht beruhigen, sondern eine neue Eingabe an du zuständige Stelle richten. (Beifall.)
Stadtverordneter Justizrat Dr. Albcrli gab daraus folgende Erk l ä r u n g ab:
" „Vor einiger Zeit wurde uns, sowie auch in de; Öffentlichkeit bekannt, daß
Herr Bürgermeister Glässing
von Schöneberg aufgefordert war, sich für die dortige Ober- bürgermeisterstclle zu interessieren. Dies veraulaßte sowobl die unbesoldeten Mitglieder des Magistrats, wie auch die Stadtverordneten, sich mit dieser Angelegenheit zu befassen. In einer vertraulichen Besprechung der Stadtverordneten war man allseitig der Ansicht, daß in Anbetracht der ausgezeichneten Leistungen des Hern; Bürgermeisters Glässing ci dringend erwünscht sei, ihn unserer Stadtverwaltung zu erhalten. Der gleichen Anschauung waren di- Mitglieder des Magistrats. Eine von Ihnen gewühlte Kommission, verstärkt 'durch drei Herren vom Magistrat, hat mit Herrn Bürgermeister Glässing verhandelt und ihn; unser aller Wünsche vovgetragen. Mit Rücksicht auf das ihm hierdurch bewiesene Vertrauen, keineswegs etwa bestimmt durch äußere Vorteile, hat sich Herr Bürgermeister Glässing er freulicherweise entschlossen, vorerst in Wiesbaden zu bleiben. Hiermit würde diese Angelegenheit in günstigster Weise erledigt gewesen sein. Die Presse, insbesondere -in am Tage unserer letzte,; Stadtverordneterrsitzung erschienener Artikel, hat sich jedoch mit dieser Angelegenheit in einer Weise befaßt, tvclchc bereits die beiden Herren Bürgermeister veraulaßte, in der öffentlichen Sitzung der Stadtverordneten jeden Zusammenhang mit diesem Artikel abzu lehnen. Das gleiche Bedürfnis empfinden auch wir, da jene Zeitungsnachricht bei Fernstehenden die Auffassung zu erwecken geeignet ist, daß man in Kreisen der städtischen Verwaltung irgendwie mit einem Abgabe,; des Herrn Oberbürgermeisters rechne. Wir sind es 'dein Herrn Oberbürgermeister, ebenso aber auch uns selbst und endlich de; Öffentlichkeit schuldig, hier festzustellen, daß dies in keiner Weise der Fall ist. Dementsprechend bitte ich Sie, folgende Resolution
anzunehmen: „Die Stadwcrordnetcn-Versaniinlung sprich; ihre Freude darüber aus, daß sich Herr Bürgermeister Dr. Glässing entschlossen hat, vorerst in Wiesbaden zu bleiben. Aus Anlaß mehrerer, in der letzten Zeit in der Presse erschienener Äußerungen spricht die Stadtverordneten-Ver- sammlung erneut Herr» Oberbürgermeister Dr. v. Jbell ihr volles Vertrauen und zugleich die zuversichtliche Hoffnung
In München werden Operettenaufführungen geplant, die Max Reinhardt inszenieren soll. Es soll je eine Operette von Offenbach und Strauß und eine moderne Operette zur Ausführung gelangen.
Gehcimrat Professor Dr. Suphar, legt zu Neujahr die Direktion des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar nieder, wird aber die Dircktionsgeschäste bis zur Ernennung eines Nachfolgers weiterführen.
„Drückeberger", Schwank von Mouözy-Eou. erzielte in der trefflichen Bearbeitung durch Richard Slow rönnet im Stadttheater Halle einen durchschlagenden Hertcrkeitserfolg.
Ein Band unveröffentlichter Gedichte von G a r \ - baldi, ein interessantes literarisches Dokument, das einen neuen Beitrag zur Psychologie d-S berühmten italienischen Freiheitshelden darbietet, ist focben^in Bologna erschienen, die Dr. Giacomo Emilio CurLtulo, der sich seit langem mit der Geschichte Garibaldis beschäftigt, herausgegeben hat.
Die Londoner Theaterfreunde werden im kommenden Jahr Gelegenheit haben, die Regiekunst Mar Reinhardts zu würdigen; soeben ist ein Vertrag abgeschlossen worden, der ein mehrwöchiges Gastspiel von Mitgliedern des Deutschen Theaters unter der persönlichen Leitung von Professor Max Reinhardt Vorsicht. Die Ausführungen wer. den im Londoner Koliseum stattsinden.
Wissenschaft und Technik.
Edison arbeitet trotz seines vorgeschrittenen Alters immer noch unermüdlich an neuen Erfindungen und verbessert ältere. Besonders beschäftigt ihn gegenwärtig das Problem einer Beseitigung der lästigen Nebengeräusche beim Phonographen.
Geh. Medizinalrat Professor Dr. Hans Virchow ist für das nächste Jahr zum ersten Vorsitzenden der Berliner Anthropologischen Gesellschaft aewählt worden. Schon sein Vater wirkte in dieser Gesellschaft.
Paul El e men, der Konservator der Kunstaltertümer der Rheinprovinz, ordentlicher Professor der Kunstgeschichte der Bonner Universität, hat den Ruf als Nachfolger von Professor Thodc nach Heidelberg ab gelehnt
