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Nr. 602. Abend-Ausgabe, 1. Blatt. WiSSdadeiwr SSgb!«M»

dorf, Zingst, Nörenberg, Wollen, lleckermünde. Bei vielen anderen Städten ist die Zunahme der Bevölkerung kaum nennenswert. Im Hauptsitz des Junkertums ist eben jeder wirtschaftliche Fortschritt, namentlich aus industriellem Gebiet, unmöglich. Daher erklärt sich dieser beständige Rückgang oder der Stillstand der Ein­wohnerzahlen pommerscher Klein- und Landstädte mit Leich­tigkeit. Schafft leistungsfähige Dörfer mit Mittel- und Kleingütern, befriedigt den Landhunger der Landarbeiter und Tagelöhner, treibt innere Kolonisation dann wird auch in den Städten sich ein blühendes Leben ent­wickeln! Jetzt sind sie, umgeben von riesigen Guts- kontplexen, dem Siechtum geweiht.

* Ein neuerWitz" des Abg. Erzberger. Eine am vorletzten Sonntag zu Pirmasens gehaltene ^llede lieh der Zentrumsabgeordnete Erzberger, wie derStuttg. Beob." meldet, austönen in die großen Worte:In der schwarz- 'weiß-roten RLichsslagge muß Schwarz immer obenan bleiben."

* Treptow-Rixdorfer Eingemeindungs-Verhandlungen. Zwischen den Gemeinden Treptow und Rixdorf schweben seit einiger Zeit Eingemeindungsverhandlungen und, wie gemeldet wird, besteht in beiden Gemeinden große Geneigt­heit zu einer Vereinigung.

* Weihnachtsamncstic in Sachsen. König Friedrich August hat aus Anlaß des Weihnachtssestes 28 Strafge­fangene begnadigt.

* Ein hartnäckiger Beleidiger. Baron de Mathies, der päpstliche Kämmerer, der in seiner Schrift zur Borro- mäus-Enzyklika den König von Sachsen angegriffen hat, dementiert in einer Zuschrift an denB. L.-A." die Dresdener Meldung, daß er den: König sein Bedauern aus­gedrückt habe. Baron de Mathies hatte bekanntlich, w:e m diesem Zusammenhang in Erinnerung zu bringen gut er­scheint. in einer Mitte Oktober unter dem TitelWir Katholiken und die andern" erschienenen Broschüre jur Verteidigung der Borromäus-Enzhklika geschrieben:Für die Geschichtsschreiber zurZeit Pins XX. oder LeosXXIII. muß es dereinst zun: Totlachen sein, daß ein D u o d e z- könig der über noch nicht 15000 Kilometerquadrate Kulturbodenregiert", den: Papst einen Protestbrief schreibt, den: Papst, welcher Gläubige in fast 2000 Bis­tümern, Vikariaten, Präfekturen und Delegationen leitet."

* Hamburgs Einwohnerzahl. Der Staat Hamburg bat die Million überschritten. Das Ergebnis der Zählung ist 1020 000 (874 87s).

* Beschlagnahme polnischer Gebetbücher. In Mhslowitz sind über tausend Stück polnisch-katholischer Gebetbücher auf dem Güterbahnhof beschlagnahmt worden. Die Sen­dung kam aus Krakau und war fiir Berlin bestimmt. Der Wert dürste sich ans mehrere tausend Mark belaufen, da die Gebetbücher elegant ausgestattet sind. Die Einbanddecke besteht aus Elfenbein und ist mit dem polnischen Wappen verziert. Außerdem trägt sie die Inschrift:Gott er­löse Pole n."

* Eine Gemeinde mit vollständig sozialdemokratischer Gemeindevertretung ist das zum Herzogtum Gotha ge­hörende Dorf Tambach im Thüringer Wald. Die letzten Wahlen zum Gemeindeausschuß brachten nur sozraldemo- kratische Siege. Da die Mandate, die nicht zur Wahl stan- foen sich bereits sämtlich inr Besitz der Sozialdemokratie befinden, gehen die bürgerlichen Parteien vollständig leer aus Nur :roch der Gemeindeschnltheiß ist nicht Mitglied der sozialdemokratischen Partei.

* Die englischen Spione. Die vom Reichsgericht ver­urteilten beiden englischen Offiziere werden jetzt ans dem Leipziger Untersuchungsgefängnis nach einer Festung uber­geführt werden.

* Der Streik im oberbayerischen Kohlengebiet beendet. Im oberbaherischen Kohlengebiet haben die Streikenden bie Einigungs-Vorschläge der Generaldirektion ange­nommen. Heute Dienstag ist die Arbeit wieder ausge­nommen worden. Maßregelungen werden nicht erfolgen.

M«hUrewes«itg.

Die Kandidatur des früheren Ministers v. Moltke. Staatsminister a. D. v. Moltke hat die ihm angebotene Kandrdatur im Wahlkreise Tilsit-Niederung angenommen; er wird bekamrtlich im Falle seiner Wahl der sreikonser- bariven Frattion beitretem

Rechtsprechung und UerwuMms.

TMB. Justiz-Personalien. Dem Rechtsanwalt und Notar Mn D a fc I c m in Oberlahnstem wurde der Charakter als Just:z- sat'verlieben. Die Referendare Bruhl, Jaffe.Exner im Bezirke des Oberlandesgerichis zu Frankfurt a M. wurden "ü Gerichtsassessoren ernannt. Bei dem Zentralgesangms nt Wronke ist eine Jnspektorstelle zu besetzen.

Dentschv Kolonie«.

Eine evangelische Kirche in Swakopmund. Am Sonntag fand in Swakopmund die Grundsteinlegung der evangeli­schen Kirche statt.

AusLand»

Österreich-Ungar«.

Die Rekonstruktion des Kabinetts. Wie rmterrichteter- seits versichert wird, erfolgt die Rekonstruktion des neuen Kabinetts, das abermals nur einen provisorischen Charakter haben wird, unmittelbar nach Neujahr. Finanzminister soll der Gouverneur der Postsparkasse Dr. v. Schuster werden.

Frankreich.

Das Borgehen inr Wqdaigebiet. Der Budgetausschuß hat aus Vorschlag der Regierung den Wunsch geäußert, die Besatzungs truppen im Wadaigcbiet weiter zu verstärken. Das Budget für 1911 trat infolgedessen die Bildung eines Bataillons zu vier Kompagnieen vorgesehen. Wie jedoch nunmehr behauptet wird, sollen zwei Bataillone zu je Drei Kompagnien errichtet werden. Nach Erledigung des Budgets das Ackerbauministerunns wurde in der Dcpu- tiertenkammer die Beratung der Interpellation über Die Ereignisse in Wadai fortgesetzt. Ko-lowiabmiMster Morel erklärte am Samstag, Wadai, aus das Frankreich Rechte habe, werde nicht a u f g c geben werden, die Regierung werde sich aber daran: beschränken. kür die Sicherheit der

französischen Besitzungen in Zentralafrika zu sorgen und diese Besitzungen mitzbar zu rmrchen. Oberst Largeot, der Ra>chfolaar des im Wadaigebiet gefallenen Obcrstlent- rrants M o U, erklärte vor seiner Eiinfchiffung in Bordeaux, er werde versuchen, das WadaigMet zu parzellieren und den Frieden wiederherzustellen.

Die Eisfelturm-Statton für drahtlose Telegraphie. Prä­sident Falliöres hat die neue Station für drahtlose Tele­graphie aus dem Eiffelturm eingeweiht in Gegenwart des Kriegsmmistcrs und der Offiziere welche der Station zu­geteilt worden sind. Der Präsident beglückwünschte die -Offiziere zu dieser neuen wichtigen Station.

GttglanD-

Der erste Peersschub. Eins der führenden Unterhaus- Mitglieder, das nach derMorning Post" in Kürze eine Stellung im Ministerium erhalte:: dürste, betonte in einer Versammlung, daß durch die Wahlen der radikale Flügel des Kabinetts Asquith eine Stärkung erhalten habe. Den allgemeinen Parlamentswahle:: wird in Kürze ein neuer Wahlakt folgen. Auf der Neujahrsliste der großen Gratu- lationseonr werden 20 bis 30 neue liberale Peers stehen. Dies darf als Vorspiel der kommenden Ereignisse betrachtet werden. Die Regierung ist fest entschlossen, das von Asquith in seiner bcrühntten Albert-Hall-Rede darge­legte Programm durchznsühren. Was Wrnston Churchill und Lloyd George während des Wahlkampfes verkündeten, soll jetzt in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Homcrule soll noch im Laufe des Jahres 1911, wahrscheinlich während der Herbstsession behandelt werden. Dabei gehen die Pläne der Regierung mehr auf Zentralisation gewisser Verwal- tungszweigc als auf Schaffung einer rein irischen Regierung hinaus." Die neuen Peers werden aus den verschiedenen Teilen des Landes genommen; die Mehrzahl von ihnen sind bereits Unterhausmitgliedcr.

Ein überfall aus Matrosen in Persien. Die Landnngs- lnaMschaft des englischen KreuzersHyazinthe", die sich auf einer Wafsensuche befand, wurde am Samstag bei Dtbai am persischen Goff von Eingeborenen überfallen. Porr der englischen Näamifchaft wurden- 4 getötet und 9 ver­wundet. Einer wird vermißt

Dänemark.

Einst Justizministcr, jetzt Nr. 78. über den Transport und die Aufnahme des früheren dänischen Justizministers A l b e r t i in das Zuchthaus zu Horscns bringt dasB. T." eine Schilderung aus Kopenhagen, der wir einiges ent­nehmen. Es schreibt u. a.: Von der Abfahrt von Kopen­hagen an saß Albert: mit seinen Begleitern, den Polizei- inspcttoren Frandscn und Schon, in einer der kleinen Kajüten 1. Klaffe im lebhaften Gespräch. Man hätte denken können, daß er als Minister aus einer Inspektions­reise wäre. Er sprach mit seinen Begleitern über allerlei, über seine früheren Reisen inr Ausland, über den Straf­prozeß in den verschiedenen Ländern, über die Einrichtung der Gefängnisse, aber auch von den politischen Verhältnissen in Dänemark. Er meinte, daß, wenn ihn nicht dasUn­glück ereilt hätte", er jetzt noch Abgeordneter des Kreises Köge wäre. Albert: nahm sein Abendessen mit gutem Appetit -ein, lehnte aber die Zigarre ab; er habe sich das Rauchen jetzt ganz abgewöhnt und wolle nicht die alte Leidenschaft Wecken; in früheren Zeiten habe er 16 Zigarren an: Tage gebrancht. Um 10 Uhr ging er in seiner kleinen Kajüte zur Ruhe und schlief fast die ganze Nacht ruhig! Die Polizeibeamten erklärten, es fei das erstemal, daß -ein zu Zuchtbaus Verurteilter während des Transports ruhig und ungestört geschlafen habe. Als das Schiff Horscns nahte, ärgerte -er sich über die vielen Menschen, die auf dem Platz an der Landungsbrücke standen, und als er von Bord gina, War er zwar leichenblaß, bewahrte aber seine Ruhe und seine stolze, gerade Haltung. Er hypnotisierte Wie in alten Tagen die Menge. An Land herrschte Totenstille. Viele von der Menge nahmen, als er passierte, sogar den Hut ab!! Auch der wartende Chauffeur grüßte Albert: ehr­erbietig. Alberti, der noch einmal denMinister" spielte, dankte nur leicht. Als das Automobil vor dem Zuchthäusler hielt, entstieg er rasch dem Wagen; das Tor wurde geöffnet, die Zuchthansbeamten grüßten den ehe­maligen Jnstizminister, der früher öfter das Zuchthaus inspiziert hatte, stramm militärisch. Alberti entblößte den Kopf und wunderte so über die Höfe, während sich das Tor dröhnend hinter ihm schloß. Sodann wurde Alberti im Aufnahmezimmer den üblichen Formalitäten unterworfen und oewogen. Die -ersten drei Tage soll er sich in der so­genannten Empfangszellc anshalten; hier steht nur eme Pritsche. Der Zuchthausdirektor Goos war -einst einer der ProtegLs Albertis und hatte diesem seine Ernennung zu verdanken. Er ist vom Schicksal Albertis tief ergriffen, will sich aber natürlich in der Behandlung Albertis uni so strenger ans Reglement halten. Alberti wird anfäng­lich mit Stricken und Weben beschäftigt werden. Jetzt heißt nun der Exminister:Zuchthäusler Nr. 75", und außerhalb der Mauern von Horsens wird es still um seinen Ranm sein.

Italien.

Keine militärische Expedition nach Tripolis. Zu den Gerüchten, Italien plane eine militärische Expc-drtton nach Tripolis, erklärt dieTribuna", daß ein feindliches Vor­gehen oegen die Türlei der italienischen Regrcrung jetzt ferner "liege als je. Das Blatt spricht sein Erstaunen darüber aus, daß ernsthafte Zeitungen derartige Nachrichten verbreiten.

R«8!a«v.

Die Gärung an den Hoch chulen. Nus Beschluß des Ministerrates sollen aus sämtlichen Hochschulen die Urheber und Anführer der letzten Unruhen relegiert werden.

Portugal

Die Korruption des alten Regimes. Der Untersuchungs­richter hat gegen mehrere ehemaligen Gouverneure und Administratoren des portugiesischen Crt-dit Foncier, unter ihnen die früheren Minister Pimentel, Pinto und Antonio- Candito, sowie ehemalige Deputierte und Senatoren Haftbefehle unterzeichnet. Die Angeschuldigten sind nach Hinterlegung von Kautionen auf freiem Fuß belassen worden, die für Luistano Castro, der sich gleichfalls unter den Angeklagten befindet, beträgt 10 Millionen Frank, die von vier befreundeten Kavrtaliüen binterlegt worden ist.

Dienstag, 27. Dezember 181«. Seite 3.

Griechen and.

Die kretische Frage. Aus Hof- und Regierungskreisen vcrlante-t authentisch, daß die Wiedereinfetzmrg Zeines griechischen Prinzen als -Gouverneur oder Fürst von Kreta ausgeschlossen ist.

Türkei:.

Ein Skandal in der Kammer. In der Kamnrer !a:n cs bei der Verhandlung über die Nachtragskredite zur Be­kämpfung der Cholera zu einem erregten Zwischenfall zwischen dem Minister des Innern und dem Präsidenten der Sanitätskommission, dem jungtürkischen Abgeordneten Jsmit. Der Minister des Innern nannte Jsmit einen Gauner! worauf dieser rief: Unverschämtheit, Schuft! Auch der Jungtürke Said beschimpfte den Minister des Innern. Infolgedessen entstand ein so heftiger Lärm, daß die Sitzung unterbrochen werden mußte. In- folgedessen entstanden Gerüchte von einer Demission des Ministers des Innern. Authentischen Informationen zu­folge war Talat-Bey auch entschlossen znrückzutretcn, wurde jedoch vorläufig durch den Großwesir und andere einfluß­reiche Komiteemitglieder ersucht, davon Abstand zu nehmen. Der Minister des Innern verlangt die Ausschließung Jsmits und Saids sowie anderer Deputierter, die sich an den Lärmszenen beteiligten. Sollte sein Antrag nicht durchgehen, so beabsichtigt er zurückzutreten.

Vereinigte Stanke«.

Japanische Spione auf den Philippinen. DerAmeri­can" eÄlärt, von den Philippinen zurnöttehrende Offiziere berichte:: über eifrige Spionage der Japaner. Sie haben dort vollständig eingerichtete Funkentelegraphen, eine Station davon wurde zufällig entdeckt.

MittelamerUr a.

Ein blutiger Grenzstreit. Infolge einesGrmzstreites senden St. Domingo und Haiti Truppen an die Grenze. Gestern kam es zu einem Zusammenstoß zwischen deir Truppenab­teilungen der beiden Mächte. bei dem mehrere Mann ge­fallen sind.

Weriiro.

Die mexikanischen Insurgenten überfielen einen Zug der Elpaso Northwestern Railroad bei Ciudad Juarez, fuhren damit fort und verbrannten die Brücken hinter sich. Das nördliche Chihuahua scheint größtenteils in den Händen der Insurgenten zu sein.

Gstasten.

Die chinesische Berfafsnngsrefform. Infolge der neuer­lichen Petitionen' um Einberufung des Parla­ments und infolge der Ankunft von Abgesandten der Bittsteller in Peking ist ein kaiserliches Edikt er­lassen worden, in den: jede Agitation in parlamentarischen Angelegenheiten streng verboten und die Pekinger Polizei dafür verantwortlich gemacht wird, daß neue Agitatoren nicht znigelassen und bereits anwesende ausgewicsen wer­den. Das Edikt weist den Vizekönig und die Gouverneure an, die Agitation in den Provinzen durch ähnliche Maß­nahmen zu unterdrücken. Nach Erlaß des Edikts geneh­migte der Reichsausschuß die Denkschrift, in -der die Ein s s tz u n g eines verantwortlichen Kabinetts gefordert wird. Ein zweites kaiserliches Edikt ordnet dazu an, daß ein konstitutionelles Programm, das die Bildung eines veva-ntwortlichen Kabinetts Vorsicht, schleunigst aus­gearbeitet und- dem Thron vorg-elegt werden soll. Das Edikt erscheint als eine kluge Maßnahme, um dem allge­meinen Verlangen nach eine«: Parlament zu entsprechest, ohne der Würde der Regierung etwas zu vergeben.

Lustschiffr und Aervplanr.

U:n den Baron-de-Forest Preis, hd. London, 27. Dezember. Graham Whites neuer Aeroplan, welcher ihm kürzlich von Mr. George White für den Kanalslug un: den Baron-de-Forest-Preis geschentt worden war, wurde gestern in seinem Schuppen auf dem Sandgate Downe bei Dover total vomFeuer z er stört. Man glaubt, daß der Apparat durch Funken aus einem Kamin in Brand gesteckt wurde. Die Bewerber um den Preis haben nun 5 Aiaschinen verloren. Die zerstörten Aeroplane waren rund 20000 M. jeder wert. Der Preis beträgt 80000 M.

Ein neuer Höhenflugrekord.

Los Angeles, 26. Dezentber. Der Aviafiker Hexsey erreichte während eines Fluges eine Höhe von 11474 Fuß und stellte damit einen neuen Weltrekord auf.

Ans §iaht und Kattd.

Wiesbadener Nachrichte«.

W i e s b a d e n, 27. Dezember, Weihnachten in Wiesbaden.

War das ein Weihnachtssest! Die bekanntesten ältesten Leute, aus die man sich zur Bekräftigung irgendwelcher Be­hauptungen gelegentlich beruft, können sich nicht eines so unurtterbrochenen Regenfalls während der Festtage eriimern, als wir ihn, schaudemd und verzweifelnd an aller weih­nachtlichen Winterherrlichkeit, erleben mußten. Samstag Regen, dcir das ganze Geschäft verdarb» Sonntag Regen, Montag Regen biis in die späten AbeNdsturtoen hinein. Bitt' ich Sie, haben Sie so etwas schon erlebt am Weihnachts- fest?

Die Sportgeschenke, die am.Samstag unter dem Ehnst. bann: gelegen hattet:, wurden verdrossenen Blicks gestreift; statt der Schlittschuhe tat man sich GluMnttschuhe an die Füße und an.Stelle des winterlichen Sponkostüms regierte der Gummimantel und der Regechchittu die Stunde. Wer mochte wohl hoffen, daß sich unter solchen Witterungsver- HAtnisscu ein weihnachtlich Leben entfalten würde? An: Samstag, als die nächtlichen Durttcl sich auf die Erde leg­ten und Millionen von Kerzen sich an 'den geschmückten Bäumen entzünideten, als die feierlichen Glockentöne wie